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Kirgisien 2013
Chris Tour 68: Strasbourg - Vicenza (1275 km) 2014
Alpen 2014
on the Tour 75: Iran - Persischer Golf (2690 km) 2015
Iran 2015
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Karibik 2016

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VG WORTMittelmeer-Umrundung


Djebra/Jerba: Sandstraße zum Mittelmeer, Tunesien
Jerba, 6. April 2002: die östliche Mittelmeer-Umrundung ist vollendet
Jerba, 15. Nov. 2002: meine komplette Mittelmeer-Umrundung ist vollendet

Mittelmeer-Umrundung
Die mediterrane Mega-Tour

Kürzeste Mittelmeer-Umrundung
Mittelmeer-Umrundung: kürzeste Strecke
Die Mittelmeer-Umrundung - eine sportliche Herausforderung und zugleich eine Tour voller bürokratischer Hürden. Nichts ist unmöglich. In jahrelanger Kleinarbeit habe ich von 1982 bis 2002 die komplette Runde vollendet. Und bin auch seitdem noch viele Touren an den mediterranen Küsten entlanggestrampelt. Hier Tipps zur Tour überhaupt und zu jedem einzelnen Land, durch das die lange Fahrt führt. Am Ende die genauen Entfernungen sowie Karte und Links zu meinen Mittelmeer-Touren. (Stand: Frühjahr 2009)

Die Idee

Zwanzig Jahre habe ich für sie gebraucht. Die längste Zeit davon wusste ich nicht, an welchem Mega-Projekt ich kurbelte. Am Anfang stand 1982 die Anfänger-Tour nach Rom. Die Mitte des Mittelmeers hatte ich erreicht. Fünf Jahre später folgte Santiago de Compostella. Scheinbar vom Mittelmeer wegführend. Dreizehn weitere Jahre danach erreichte ich Istanbul. Jerusalem musste folgen. Ein Jahr später. Dann erst bahnte sich der übermütige Gedanke seinen Weg, einen Kreis um dieses Meer zu ziehen.
Ile Jerba - Medenine: Straßenschild an der Abfahrt zur Insel, TunesienAm Ende steht das mit Füßen erstrampelte Gefühl für die Größe des Römischen Reichs, für das 2,5 Millionen Quadratmeter große Planschbecken zwischen Europa, Afrika und dem Nahen Osten: Mediterranée. Der Mittelpunkt der Erde. Es trennt den Westen vom Orient so sehr, wie es sie verbindet. Die mediterrane Faszination siegt immer wieder über die Schwierigkeiten, die eine solche Umrundung schon ohne Fahrrad macht: unüberwindliche Grenzen. Nationen, die ihre Feinde nicht mal als Stempel im Reisepass dulden. Wüsten. Hier radeln!
Auf dem allerkürzesten Weg sind es etwa 11.500 Kilometer. Es wäre ein bisschen kürzer, wären nicht die Grenzen zwischen Algerien und Marokko, sowie zwischen Israel und Libanon/Syrien definitiv geschlossen. Seit Jahrzehnten. Nimmt man Jerusalem als Fixpunkt, so misst der südliche Teil der Strecke vom marokkanischen Tanger durch Nordafrika nach Jerusalem etwa 5.500 km. Die nördliche Hälfte vom spanischen Algeciras nach Jerusalem sind etwa 6.000 km.
Macht man dieses Meer endgültig zur Mitte einer Tour oder mehrerer Touren locken viele Vorzüge. Es ist ganzjährig zu befahren. Und kann zu jeder Zeit sonnig warm sein. Es ist schnell zu erreichen. Viele Orte werden von Billig-Fliegern angeflogen. Auch mit Zug und Bus kommt man bis Süd-Spanien und in die Süd-Türkei.
Das Mittelmeer ist der Urlaubs-Mythos des Mitteleuropäers. Der scheinbar allzeit sonnige Süden als Kontrapunkt zum tristen, tiefkühlen, temperamentlosen Norden. Genießt der Pauschalurlauber diese Sonnen-Welt eher punktuell, kann der Rundum-Radler Mittelmeer, das Erbe des Römischen Reiches als einheitlichen Raum erleben. Das Meer war das Mittel der Griechen und Römer, über das sie militärisch, ökonomisch und kulturell eine neue Welt schufen. Als Wiege des Abendlandes wurde der Mittelmeer-Raum zum historischen Mythos. Und ist zugleich unsere Fassade des Morgenlands.
Mittelmeer-Küstenabschnitt Cinque Terre, ItalienEine Mittelmeer-Umrundung ist selten eine Fahrt an flachen, sandigen Ufern. Häufig ist die Knochenarbeit. Harte Knochenarbeit. Nicht überall so famos von jedem kleinen Dorf am Ufer steilauf in die Berge führend wie im nord-italienischen Cinque Terre (Foto rechts). Hartmut Fiebig schreibt, er habe die Mittelmeer-Umrundung gebraucht, „um das Handwerk des mit dem Rad Unterwegssein zu lernen.“ Und sich so vorzubereiten auf sein „Bike-Abenteuer Afrika: Cairo - Cape Town im Alleingang“ (Reise Know-How Taschenbuch - 1994). Immer neu reizt das Meer zum Radeln. Wer sich drauf einlässt, weiß bald: das Mittelmeer ist ein großartiger Begleiter, von dem man immer wieder begeistert wird: das Blau, die Sonne, die Düfte. Und wenn die Umrundung 20 Jahre dauert: umso schöner.


An der türkischen Mittelmeer-Küste
An der türkischen Mittelmeer-Küste

Europäischer Teil (von West nach Ost)

Spanien

Zafra, Spanien Andalusien steht am Anfang oder Ende des europäischen Teils der Mittelmeer-Umrundung. Die meisten Fähren nach Afrika verkehren zwischen Algeciras und Tanger. Fährt man an die äußerste Spitze Andalusiens, zum Wind- und Surf-Eldorado Tarifa, kann man auch dort täglich mehrmals nach Tanger übersetzen. Von Algeciras fahren mehrere Anbieter in die spanische Nordafrika-Exklave Ceuta. Vereinzelte Fahrten gibt es gelegentlich im Hochsommer zwischen Gibraltar und Tanger.
Eine Fahrt an der spanischen Mittelmeerküste gilt für Radfahrer als unangenehm. Wenig Raum, viele Autos, teilweise nur Autobahn.
Der Ritt über den Camino-Klassiker Santiago de Compostela ist eine – allerdings sehr viel längere – Alternative. Durch die weißen Dörfer der Sierra Ronda geht’s nach Sevilla. Von dort lässt sich auf der Camino-Variante “Via de la Plata” alias “Mozarabischer Jakobsweg” nach Compostella fahren. Radler schätzen auf der 1.000-Kilometer-Strecke vor allem, dass die Pilgerherbergen nicht so überfüllt sind wie auf dem Hauptweg durch Nordspanien, dem Camino frances. Der beschilderte Pilger-Wander-Weg ist abgesehen von einigen Gebirgs-Passagen zum Fahrrad-Fahren geeignet. Auch von Porto aus führen beschilderte Camino-Routen nach Santiago.


Mittelmeer-Hafen von Antibes, Frankreich
Mittelmeer-Hafen von Antibes, Frankreich

Frankreich

Miri radelt vorbei an Camargue-Schimmel, Frankreich Die Pyrenäen bieten für jeden Fahrstil eine andere Überquerung. Die französische Mittelmeeer-Küste ist angenehmer zu fahren als die spanische. Die Gebirge reichen nicht so nah ans Wasser ran. Dadurch ist mehr Raum für Straßen. Schöne Seebäder sind ebenso einladend wie Camargue und Provence. Angenehme Städte wie Montpellier, Marseille, Nizza.


Blick auf Hochhaus-Meer von Monaco
Voller Hochhäuser und Straßen: Monaco

Monaco

Nische mit Skultpur an der Außenwand des Casino von Monaco Selbst in Monaco, das sich als "Alpenland" versteht, gibt es mehrere parallel verlaufende Straßen ohne allzu große Steigungen. Eine bequeme „Alpenüberquerung“.


Cefalu, Sizilien, Italien
Vor dem normannischen Dom von Cefalu, Sizilien

Italien

Fußgänger- und Fahrradweg direkt am Mittelmeer-Ufer von Cinque Terre, Italien Die Riviera-Küstenstraße ist fahrbar. Nicht immer ein Genuss. Eine schöne Verbindung in den Osten nach Venedig ist der Po-Radweg.
Italien macht auch eine Umrundung des östlichen (8500 km) oder des westlichen (5700 km) Mittelmeers möglich. Kürzeste Strecke ist die Riviera-Küste, die allerdings sehr anspruchsvoll ist. Angefangen mit dem Apennin führt die „Küsten-Straße“ immer wieder in die Berge.
Der Fährverkehr von Sizilien nach Tunesien verändert sich häufig. Derzeit (Frühjahr 2009) kann man donnerstags von Trapani nach Tunis fahren (dienstags retour) sowie dienstags und zwei mal samstags von Palermo nach Tunis (donnerstags, samstags und sonntags retour). Tunis Air bietet mehrmals in der Woche Direktflüge von Palermo nach Tunis an.


Mittelmeer-Insel St. Stefan, Montenegro
Mittelmeer-Insel St. Stefan, Montenegro

Balkan

Burg Golubac am Donau-Durchbruch in Serbien Sehr viele Wege führen über den Balkan von Italien zum Bosporus. Alle Länder sind inzwischen ohne Visum zu beradeln. Einige wenige verlangen noch den Reisepass.
Ein Link fast auf der Ideallinie: Der Donauradweg durch Kroatien, Serbien (Foto links: Burg Golubac am Donau-Durchbruch), Rumänien, Bulgarien ist inzwischen eine fast durchgehend beschilderte Route, vielfach mit gutem Radweg-Standard. Vielfach allerdings auch auf Autostrecken.
Auch die Küstenstrecke durch Slowenien, Kroatien, Bosnien-Herzegowina, Montenegro (Foto oben), Albanien, Griechenland ist inzwischen gut befahrbar. Je nach Jahreszeit aber mit sehr viel Autoverkehr. Kroatien hat seine parallele Küsten-Autobahn fast vollendet. Die weitere Strecke von Griechenland über Thessaloniki nach Istanbul gilt allerdings nicht als übermäßig fahrradfreundlich.
Eine Variante: Man fährt bis zum Peloponnes, nach Athen, fährt mit der Fähre von Pyräus nach Rhodos und von dort weiter nach Marmaris. Schon ist man an der Südküste der Türkei. Grundsätzlich kann das Insel-Hopping auch via Kreta laufen. Aber Vorsicht bei den Fährverbindungen, vor allem im Winter.


Palme und Fahrrad an der türkischen Mittelmeer-Küste
Palme und Fahrrad an der türkischen Mittelmeer-Küste

Türkei

Straße im Taurus-Gebirge bei Tasucu, Türkei Istanbul ist auch für Radler ein Magnet, mit seinem vielspurigen hektischen Straßenverkehr und riesigen Gullis ohne Deckel aber keine reine Freude. Es gibt mehrere Möglichkeiten, Istanbul zum Teil oder ganz zu umgehen.
Wer nach der Einfahrt in die Stadt von Osten sich zumindest den östlichen, asiatischen Teil Istanbuls ersparen möchte, kann von Istanbul aus mit der Fähre auf kürzestem Weg über das Marmara-Meer übersetzen nach Yalova. Von dort geht es sehr schön nach Iznik und weiter nach Ankara. Mit der Fähre von Istanbul ins weiter westlich gelegene Bandirma bietet sich an, wenn man der Küsten-Strecke folgen möchte.
Eine Fähre wird man so oder so benötigen. Die beiden Bosporus-Brücken sind nicht für Fahrräder freigegeben. Eine hat zwar einen Fußweg, der aber nach hundert Selbsttötungen in vier Jahren gesperrt wurde. Nur beim Istanbul-Marathon alljährlich im Herbst gehört sie nicht nur den Autos. Wer Istanbul ganz umgehen möchte, kann das an der westlichsten Spitze des Marmara-Meeres tun: Mit der türkischen Fähre zwischen Kilitbahir und Canakkale kommt man in 20 Minuten von Europa nach Asien.
Sowohl Küste als auch Kappadokien sind eine gute Wahl. Besonders schön ist der Westteil der Südküste. Meist auch sehr flach. Auch jenseits von Antalya gibt es einige schöne, meist gebirgige Passagen. Die Türkei-Querung über Iznik führt bis Ankara durch Traum-Täler. Auch das anatolische Hochland hat seine Reize. Kappadokien/Göreme ist ein Highlight, aber auch die Fahrt durch die Killikische Pforte im Taurus-Gebirge nach Tarsus.


Sonnenaufgang in der Sahara, Algerien
Sonnenaufgang in der Sahara, Algerien

Afrikanischer Teil (von West nach Ost)

Sandsturm in der Sahara, Algerien Nordafrika hat immer mehr zu Europa als zu Afrika gehört. Das Mittelmeer ist im Verhältnis zur Sahara die kleinere Barriere. Im Juli 2008 hat die EU mit den Mittelmeeranrainern eine neue Union gegründet. Ganz oben auf der Agenda soll das Projekt einer durchgehenden Autobahn von Marokko bis Ägypten stehen. Im ägyptisch-libyschen Bereich ist sie eigentlich schon vorhanden. Und hat kaum Verkehr. Im Westen, dem Maghreb, ist die Küste dicht besiedelt. Haupthindernis hier mit oder ohne Autobahn: die geschlossene marokkanisch-algerische Grenze. Aber es gibt Möglichkeiten sie zu umgehen.
Der Wind allerdings weicht in Nordafrika je weiter man von West nach Ost kommt, häufig vom gewohnten europäischen Westwind ab. Die zum Äquator zurückführenden Passat-Winde stemmen sich von Nord-Ost kommend, gegen die Radler.
Von den Flüchtlingsdramen, die sich seit Jahren zwischen der nordafrikanischen Küste und den europäischen Vorposten im Mittelmeer wie Lampedusa abspielen, bekommt ein Radler i.d.R. nichts mit. Das spielt sich in der Dunkelheit ab. Wer die Menschen vor Ort darauf anspricht, stößt in der Regel auf sehr große Zurückhaltung.


Frühling in Marokko
Frühling in Marokko

Marokko

LKW im Gegenverkehr jenseits des Atlas-Gebirges, Sahara, Marokko Mit der Fähre erreicht man in Westen das marokkanische Tanger ohne großen Aufwand (Fährverbindung sh. Spanien). Auch wenn hier für Fahrräder ungewöhnlich kräftig kassiert wird. Alternative aber seltener angefahren und wesentlich weniger legendär: die spanische Exklave Ceuta.
Wer in Tanger mit seinem Fahrrad von Bord der Fähre geht, hat gegenüber Rucksack-Touristen einen großen Vorteil. Mit den Autos rollt man hinten vom Schiff rollt und umgeht das Rudel der Nepper, Schlepper und Bauernfänger, die sich an jeden westlich aussehenden Menschen hängen. Welcome to Africa!
Auch das wegen ausgeprägten Drogenanbaus verrufene Rif-Gebirge, das sich parallel zur Küste Richtung Algerien erstreckt, kann den Radler kaum schrecken. Er hält sich mehr oder weniger an der Küste, je nachdem wie anspruchsvoll die Strecke sein soll. Eine für marokkanische Verhältnisse dünn besiedelte Gegend.
Die touristische Infrastruktur in Marokko bietet dem Radler eine Menge Komfort. Allerdings sind auch die Schattenseiten des Massentourismus nicht zu übersehen. Nervige Fragen nach Kugelschreiber, Süßigkeiten von Kindern oder Trinkwasser und Aspirin auf freiem Feld reißen nicht ab. In den verschiedenen Regionen wird sehr unterschiedlich auf Fernradler reagiert. In ewas abgelegeneren Gegenden amüsieren sich vor allem Mädchen und junge Frauen sehr gern über Radler. Hin und wieder werden Radler auch völlig ignoriert.
Nach etwa 550 km hat man Oujda erreicht. Eine Sackgasse. Die Grenze ist geschlossen.


Unerreichbar Colomb-Béchar: Verkehrsschild in Marokko Richtung Algerien
Unerreichbar: Verkehrsschild in Marokko Richtung Algerien

Marokkanisch-Algerische Grenze

Kamel auf der Sahara-Straße nahe der marokkanisch-algerischen Grenze bei Figuig, Marokko Die Grenze zwischen Algerien und Marokko ist seit Jahrzehnten geschlossen. Hintergrund ist vor allem der Konflikt um die von Marokko besetzte ehemals spanische Kolonie West-Sahara.
Es gibt wohl nur einen Fernradler, der diese Grenze in den letzten Jahren gequert hat: Holger Halfmann. Selbst unter hartgesottenen Reiseexoten muss man ihn als Extremisten bezeichnen. Seine Grenzüberquerung im Frühjahr 2001 schilderte er auf seiner inzwischen leider nicht mehr existenten Homepage mit dem programmatischen Titel www.biketheworld.de (er vertreibt seine Reiseberichte inzwischen kommerziell hier): „Die Grenze von Marocco nach Algerien war geschlossen... So musste ich die Grenze inoffiziell überqueren. Dies geschah aus meiner Nichtanerkennung von Staatengrenzen, denn sie sind absurde Ursache für Kriege. Wir leben alle in einer Welt.“
So weit, so originell. Doch ohne Einreisestempel im Reisepass fällt man nach einer illegalen Einreise schnell auf. Folge für Holger: Knast. „Es fing an mit 4 Tagen Gefangenschaft und immer wieder die Sätze Don´t worry, morgen bist Du frei. Nach einem Gerichtsurteil - 3 Monate auf Bewährung, hielten Sie mich weiter in Abschiebehaft, um mich dann am Abend des vierten Tages überraschend doch freizulassen.“
Seine Abschiebung soll er mit seinem Fahrrad selbst in die Hand nehmen. Also radelt er ostwärts, schließlich bis nach Tunesien. Die letzten 200 algerischen Kilometer transportiert ihn mal wieder die Polizei. Besonders stolz ist Holger, dass er seinerzeit in Algerien mit einem Tagesetat von 2,50 DM auskam.
Es gibt allerdings offenbar eine legale Möglichkeit, die Grenze mit vergleichsweise geringem Aufwand zu umgehen: eine Fährfahrt über Spanien. Vom marokkanischen Nador oder von der direkt benachbarten spanischen Exklave Melilla mit der Fähre ins europäische Almería und von Almería ins algerische Ghazaouet. Diese Verbindung soll inzwischen ganzjährig verkehren. Sie ist kaum teurer als die wesentlich kürzere Strecke bei Tanger. Wer die Mittelmeer-Umrundung lückenlos fahren will, wird sich natürlich auf beiden Seiten die Fahrt zur geschlossenen Grenze gönnen.
Ich bin seinerzeit auf marokkanischer Seite von Tanger aus quer über den Höheren und Mittleren Atlas (Foto links) in die Traum-Oase Figuig gefahren. Ein paar Monate später flog ich ins algerische Béchar und erreichte von dort nach 120 Kilometern Béni Ounif, die algerische Schwesterstadt von Figuig. Von beiden Seiten kann man an den auf beiden Seiten besetzten Grenzübergang heran – ihn aber nicht überqueren.


Radfahren in der Sahara, Algerien
Radfahren in der Sahara, Algerien

Algerien

Radfahrer in Timimoun, Algerien Algerien ist für Fernradler das komplizierteste Mittelmeer-Land. Die deutsche Botschaft rät derzeit (Frühjahr 2009) dazu, sich nur auf dem Luftweg durchs Land zu bewegen. Für das obligatorische Visum wird eine Einladung oder eine Buchung mit einem Reiseveranstalter verlangt. In der Sahara dürfen sich Reisende nur in Begleitung des Reiseveranstalters bewegen. Die Bedingungen für Visa und damit auch für Fern-Rad-Touren in Algerien verändern sich stetig. Von daher lohnt sich wiederholte Recherche beim Auswärtigen Amt oder bei der algerischen Botschaft in Berlin, oder beim Konsulat in Bonn. Häufig erfährt man nur am Telefon, dass die Vorraussetzungen für ein Visum lascher gehandhabt werden als es bei schriftlichen Informationen erscheint.
War es vor Jahren noch in der Wüste einfacher als an der von terroristischen Anschlägen beherrschten Küste zu radeln, hat sich das inzwischen umgekehrt. Durch die Entführung mehrerer Europäer im Jahr 2003 sind die Kontrollen an den Check-Points in der Sahara sehr viel restriktiver. Der nachlassende Terrorismus im Norden gewährt den Reisenden größere Freiheit im Norden. Gewarnt wird nach wie vor vor der Kabylei, einer Gegend südöstlich von Algiers.
Aktuelle Fahrrad-Berichte aus Algerien sind rar. Die Küsten-Straße, zu der es häufig auch weniger befahrene Alternativen gibt, ist hügelig aber nicht sehr anspruchsvoll. Die Fahrer sollen sich Radlern nur sehr vorsichtig nähern, da Fahrrad fahren in Algerien nicht weit verbreitet ist. Der schon bei der Grenzproblematik zitierte Holger Halfmann berichtet davon, dass ihm Kinder nachgelaufen seien. Und versucht hätten, Gepäckstücke an sich zu bringen.
Kuppel vor der Sahara-Oase Taghit, AlgerienAlgerien war denn auch das letzte Land meiner Mittelmeer-Umrundung. Im Herbst 2002 flog ich nach Béchar an die marokkanisch-algerische Grenze und fuhr ein einsames Rennen gegen den Passat-Wind aus Nordost. Eine Million Kilometer Gegenwind auf so gut wie nicht befahrenen Straßen über Béni Abbès, Timimoun, El Meniaâ (El Goléa), Ghardaia, Ouargla Touggourt ins tunesische Tozeur. Meist befindet man sich in der Steinwüste und umkurvt dabei die großen Sandwüsten des Grand Erg occidental und oriental. Die Warnschilder vor Sand haben dabei ihren Sinn. Kleinste Anhäufungen auf der Fahrbahn können dem Radler zum Verhängnis werden. Durch den Fahrtwind eines LKW rutschte ich beinah unters Fahrgestell.


Straßenschild: 2.122 Kilometer vor Kairo in Tunesien
2.122 Kilometer vor Kairo in Tunesien

Tunesien

Inneres der Synagoge von Jerba, Tunesien Tunesien ist für Radler ein Paradies. Rund um das Mittelmeer gibt es keine Schulkinder, die auch nur annähernd so begeistert auf Radfahrer reagieren, wie hier. Mädchen wie Jungen brechen schon von Weitem in Jubel aus, feuern an, versuchen abzuklatschen. Begeistern sich an Aussehen, Gepäck oder Fortbewegung der Radler und liefern sich gern Wettfahrten.
Günstige Unterkunft ist allerorten zu finden. Römische Ruinen, in Karthago auch durch punische Relikte durchsetzt, bieten tolle Kulissen. Das Bardo-Museum in Tunis hat die bedeutendste Mosaik-Sammlung der Welt. Strand lädt vielerorts zum Bad im Mittelmeer ein.
Dass Tunesien eine sehr hart geführte Diktatur mit einem mächtigen Geheimdienst ist, bleibt dem Radler wie dem Touristen mehr oder weniger verborgen. Die vielen gesperrten Internet-Seiten sind ein Indiz. Wie die monotonen französischen Zeitungen. Gespräche über den Präsidenten sollte man niemandem aufdrängen.


Antiker weiblicher Torso in den Thermen von Sabratha, Libyen
Thermen von Sabratha, Libyen

Libyen

Antike Säulen mit Kapitellen vor dem Mittelmeer in Apollonia, Libyen Das libysche Touristen-Visum ist leider eine aufwändige und teure Sache. Der Reisepass muss zunächst eine offizielle arabische Übersetzung der Pass-Daten enthalten und darf keine Stempel von israelischen Grenzübergängen enthalten. Andernfalls wird von deutschen Behörden ein zweiter Reisepass ausgestellt.
Darüber hinaus muss man - in der Regel über ein deutsches Reisebüro – eine Buchung bei einem libyschen Reisebüro vornehmen. Das Reisebüro muss auch bei der Einreise an der Grenze präsent sein und ist theoretisch für seine(n) Kunden während des gesamten Aufenthalts verantwortlich. Im Jahr 2001 hat mich das Visum umgerechnet etwa 250 Euro gekostet. Inzwischen muss man bei der Einreise Geldmittel im Wert von 1.000 US-§ vorweisen.
Die Mentalität vor allem der Behörden ist geprägt von jahrzehntelanger Skepsis gegenüber westlichen Ausländern. Besonders beim Fotografieren gilt größte Vorsicht. Ich musste einen Film aus der Kamera nehmen und zwangsentwickeln, nachdem ich Autos fotografiert hatte, die durch knöcheltiefes Wasser auf einer Wüstenstraße fuhren. Abzüge und Negative dieser Szene wurden einbehalten. Besonders in der Nähe von Raffinerien häufen sich die Check-Points und die Ungeduld der Soldaten, wenn man nach der Kontrolle nicht schnell weiter fährt. Die Kräfte im Land, die versuchen den Tourismus zu fördern, sind immer noch schwach. Mit Libyern kommt man selten in Kontakt. Eher mit Händlern aus Schwarzafrika, die je nach Heimat Französisch oder Englisch sprechen.
Libyens 2.000 km lange Mittelmeer-Küste ist dreigeteilt. Der Westen rund um die Hauptstadt Tripolis ist relativ stark besiedelt. Die Wüsten-Bucht der Großen Syrte hat auf 1.000 km kaum Infrastruktur. Im Osten liegt die gebirgige Cyrenaika mit der Metropole Bengasi. Die meiste Zeit ist die Fahrt recht einsam. Das Meer ist mehr zu ahnen als zu sehen. Eine meditative Fahrt.
In Libyen erlebt man wieder mal, dass Nordafrika das besser erhaltene römische Reich ist. Die vor allem während der kurzen italienischen Kolonialzeit im 20. Jh. ausgegrabenen Ruinen von Sabratha, Leptis Magna, Cyrene und Apollonia stellen fast alles in Europa in den Schatten. Ein treuer Begleiter sind auch die Kriegsschauplätze von Rommel und Co. Immer noch sterben Menschen durch Minen aus dem Zweiten Weltkrieg. In unmittelbarer Umgebung der Küstenstraße scheint keine Gefahr gegeben.


Blick aufs Mittelmeer in einem Hotelzimmer in Marsa Matruh, Ägypten
Hotelzimmer in Marsa Matruh, Ägypten

Ägypten

Alexandria, ÄgyptenIn Ägypten ist die Küstenstraße schon seit Jahren vier- oder sechsspurig ausgebaut. Gleichwohl hat man als Radler die meiste Zeit alle Spuren für sich alleine. Erst zum Nil-Delta hin nehmen die für den ägyptischen Geschmack gebauten Urlaubs-Burgen und der Verkehr zu. Angenehm ist vor allem die geringe Zahl von Check-Points. Ganz anders als im Niltal können sich Fern-Radler in Nord-Ägypten frei bewegen. Ärgerlich sind die Sonderpreise in größeren Hotels für westliche Ausländer.
Überwältigend ist es, wenn man nach zig-tausend Kilometern Wüste Alexandria erreicht. Der Großstadt-Moloch ist eine Oase der Zivilisation nach den Entbehrungen der Sahara.
Für die Durchquerung des Nil-Deltas bieten sich zwei Routen an. Auf der vielspurigen Straße kann man weiter dem Mittelmeer-Ufer, das vom Delta nach Norden hinausgeschoben ist, folgen. In der Winterzeit ist hier allerdings die Infrastruktur eingeschränkt. Die Alternative führt zunächst über die ägyptische Straße Nr. 1 Richtung Kairo. Vierspurig mit Verkehr aus allen Richtungen. Nervensache. So wie das ganze Delta. Der Lebensraum Ägyptens. Überbevölkert. Nie und nirgendwo kann man allein in Ruhe pinkeln. Hier ist man mitten im quirligen, immer noch landwirtschaftlich geprägten Ägypten. Die Straßen sind schmal, denn das Land ist fruchtbar und die Menschen sind es auch, sodass jeder Quadratzentimeter genutzt wird. Ein Erlebnis. Ägypten pur und völlig untouristisch.
Auch wenn die Ägypter versuchen, die fruchtbaren Gebiete auszudehnen, nach 300 km lärmendem Leben hört das fruchtbare Gebiet schlagartig auf. Ein paar Meter weiter ist man am Suez-Kanal. Von weitem sieht man schon mächtige Schiffe durch die Wüste schippern.
Suez-Kanal an der Brücke von El Qantara, Ägypten Bei El Qantara existiert inzwischen eine Brücke, Fahrradfahrer müssen die Fähre benutzen. Die Sinai-Wüste kann man auf verschiedenen Wegen durchqueren. Touristische Sehenswürdigkeiten wie Katharinen- und Moses-Berg, Sinai-Kloster oder die Hotel-Anlagen von Sharm El-Sheikh und Dahab liegen mehr im Süden. Dort erreicht man am Ost-Ufer des Sinai Nuweiba mit der Fähre ins jordanische Aqaba. Einzige Möglichkeit für Touristen nach Israel einzureisen ist der ägyptisch-israelische Grenz-Übergang Taba/Eilat. Durch die Araba-Senke kann man auf israelischer oder jordanischer Seite weiter nach Norden ins Jordan-Tal, nach Jericho/Jerusalem in Palästina/Israel.


Wüsten-Highway zwischen Homs und Damaskus, Syrien
Wüsten-Highway zwischen Homs und Damaskus, Syrien

Asiatischer Teil (von Nord nach Süd)

Syrien

Straßenschild bei Damaskus, Syrien: Abzweig nach Baghdad Vom türkischen Antakya/Hatay gibt es zwei Wege nach Syrien über zwei kleine Grenzübergänge. Der eine führt über die Berge Richtung Westen nach Aleppo. Von dort geht es dann flach nach Süden Richtung Damaskus. Die Alternative ist auch gebirgig, führt in Küstennähe nach Latakya im Süden. Von dort geht es weiter an der nun flachen Küste bis zur libanesischen Grenze. Dann steigt die Straße über die Berge vorbei an der größten Kreuzburg, dem Krak des Chevaliers nach Homs.
Der Verkehr in Syrien ist aufgrund der veralteten Fahrzeuge relativ gemäßigt. Die Leute sind sehr freundlich. Bei Gesprächen über Israel sollte man sich allerdings zurückhalten. Ein Visum bekommt man bei der Botschaft nur, wenn der Pass keine israelischen Stempel enthält. Will man auch nach Israel, sollte man immer erst durch Syrien reisen. Tipp: Ich kam mit drei Nächten durch Syrien. Dafür reichte ein dreitägiges Transit-Visum, dass derzeit (Frühjahr 2009) 7 Euro kostet.
Von Syrien geht’s nach Jordanien – gegebenfalls zuvor mit einem Schlenker durch den Libanon. Der direkte Weg von Syrien nach Israel über die Golanhöhen ist definitiv gesperrt. Nicht nur zwei Armeen, sondern auch österreichische Uno-Beobachter bilden unüberwindliche Hindernisse. Jeremy Boissel (30), Florian Weber (19) und Martin Boitz (31) aus Mainz haben es auf ihrer Eurasien Tour 2009 - Mainz nach Tel Aviv dennoch versucht. Ein recht subjektiver Erfahrungsbericht: "Der erste Versuch über die Golanhöhen scheiterte leider an mafiösen Zuständen der Syrischen Grenzbeamten in Al Quneitra. Wir wurden zuerst jedoch freundlich auf einen Kaffee eingeladen, doch dort wurde uns ein Bär aufgeladen von wegen, dass wir ein Dokument der deutschen Botschaft in Damaskus brauchten um nach Al Quneitra einzureisen. Ja klar, natürlich bekam man diese Dokument nur im 70 km entfernten Damaskus! Aus Quneitra wurden wir von zwei Herren herauseskortiert, welche unsere Ausweise in Gewahrsam nahmen bis sie sie uns nach ca. 20 Km erst wieder gaben. Das war sehr mysteriös aber wir hatten keine andere Wahl. Aus Verzweiflung und Verwunderung hielten wir ein UN Fahrzeug an und fragten nach dem besten Weg nach Israel. Wir bekamen gesagt, dass wir es über Jordanien versuchen sollten und so fuhren wir zum nächsten Grenzposten nach Daraa. Zu unserer Überraschung ging die Ausreise aus Syrien und die Einreise nach Jordanien ohne große Probleme."


Hinter der Pass-Höhe von Nakhel (ca. 1500 m): Cold Chris mit Warnweste im Libanon
Hinter der Pass-Höhe von Nakhel (ca. 1500 m):
Cold Chris mit Warnweste im Libanon

Libanon

Taubeninseln vor Beirut, Libanon Den Libanon kann man umgehen, zumal die Grenze zwischen Libanon und Israel definitiv für Radler unüberwindlich ist. Wer dennoch einen Bogen über Beirut machen will, bekommt mit seinem Israel-freien Reisepass problemlos ein Visum an der Grenze. Der Libanon ist auf dem Landweg nur durch Syrien zu erreichen. Daher braucht man für Syrien ein Visum für mehrfache Einreise.
Der Libanon ist ein sehr teures Land, vor allem verglichen zu dem sehr preiswerten Syrien. Die Spannungen haben sich nach den Turbulenzen der Jahre 2006-2008 mit dem von Israel ausgelösten Sommer-Krieg, der Hängepartie der Präsidentenwahlen und der Kraftdemonstration der islamistischen Hisbollah etwas gelegt. Sie kann sich aber jederzeit zuspitzen.
Am gefährlichsten ist für den Radler auch im Libanon der Verkehr. Viele schnelle, moderne Fahrzeuge versuchen mit großer Geschwindigkeit den vielen andern Verkehrsteilnehmern zu entkommen. Viele Strecken sind sehr kurvig und unübersichtlich: der Libanon ist ein Gebirgszug. Der erstreckt sich von Nord nach Süd mit dem Quarnat as Sawda (3.088 m) als Gipfel. Bei dem im Winter gesperrten Col des Cèdres (2340 m) kommt man dem Gipfel und den Resten der legendären, biblisch belegten Zedern des Libanon am nächsten.


Jordanien

Jordanien ist eigentlich ein sehr angenehmes Reiseland. Doch ausgerechnet Radfahrer werden in aller Regel mit Steinen beworfen. Das ist vermutlich eine Nebenwirkung der verschiedenen Intifadas in Palästina/Israel. Es klingt auch meist schlimmer als es ist. Es ist keine Steinigung. Es ist eher symbolisch.
Gerasa/Jerash ist eine riesige, ausgegrabene, römische Stadt. Amman dagegen uninteressant. Der Königsweg nach Süden ist die gebirgige Königsstraße über Madaba, die Schlucht des Wadi Mujib (1.900!? Höhenmeter rauf und runter) und das überwältigende Petra. Wadi Rum lohnt ein paar Extra-km und von Aqaba geht die Fähre in den ägytischen Sinai. Die östliche Parallelstraße durch die Wüste ist flach aber ohne Attraktionen. Westlich kann man am Toten Meer Richtung Süden fahren. Sowohl auf der Höhe von Gerasa als auch von Amman gibt es Grenzübergänge nach Israel/Palästina.


Fahrrad vor Westmauer und Felsendom in Jerusalem, Palästina/Israel
Vor Westmauer und Felsendom in Jerusalem

Israel/Palästina

Ausgebranntes Wrack am Stadtrand von Jericho, Palästina Im besetzten Westjordanland und in Israel lässt sich wie auf der jordanischen Seite in der Verlängerung von Jordan und Totem Meer in aller Regel bei Rückenwind bequem nach Eilat und von dort in den ägyptischen Sinai radeln.
Die Einreise von Ägypten und Jordanien aus ist kein Problem, von Syrien und Libanon her unmöglich. Lästig ist, dass die Israelis in der Regel bei der Einreise darauf bestehen, Gepäck und Rad zu durchleuchten. In jedem Fall muss das Rad entladen werden. Wenn es dann nicht durch die Durchleuchtungsanlage passt, muss das Vorderrad raus, eventuell auch das Hinterrad.
Syrien, Libanon und Libyen dulden keine israelischen Stempel im Pass. Auf Wunsch stempeln die Israelis die Ein- und Ausreisedaten auf ein Extra-Blatt. Doch schon jordanische oder ägyptische Einreise- oder Ausreise-Stempel von Grenz-Übergängen mit Israel führen dazu, dass man für Syrien, Libanon und Libyen kein Visum erhält, bzw. trotz Visum an der Einreise gehindert wird.
Eine Möglichkeit, Israel - aber damit auch eines der spannendsten und spannungsreichsten Länder - zu umgehen, ist es, die Fähre über das Rote Meer vom jordanischen Aqaba ins ägyptisch Nuweiba zu nehmen.
Israels Tourismus entdeckt inzwischen auch die Rad-Touristen. Es gibt markierte Wege und eine Fahrrad-Broschüre des Tourismus-Ministeriums auf Deutsch. Gleichwohl sind die meisten Straßen nicht angenehm zu fahren. An vielen Straßen-Abschnitten wird zur Warnung die Zahl der Verkehrstoten der letzten Jahre angegeben. Der Autoverkehr ist sehr dicht. Tödliche Unfälle mit (den wenigen) Radfahrern, vor allem Rennradlern, kommen immer wieder vor.
Grundsätzlich lässt sich auch im von Israel besetzten Westjordanland Fahrrad fahren. Israelis ist es allerdings offiziell verboten. Durch die von Israel gebaute und überwiegend vollendete Mauer-Zaun-Absperrung führen verschiedene Kontrollpunkte, an denen man aufschlussreiche Erfahrungen über den entwürdigenden Alltag vieler Palästinenser machen kann.
Jerusalem ist dann doch das Ziel aller Ziele im Mittelmeerraum. Heilige Stadt der drei Weltreligionen Judentum, Christentum und Islam, die den Mittelmeerraum in den vergangenen 2000 Jahren geprägt haben. Vom tiefsten Punkt der Erde bei Jericho, 400 Meter unter dem Meeresspiegel führt die Straße über 1200 hm hinauf nach Jerusalem. Belohnt von einem überwältigenden Gefühl beim ersten Blick auf die Jerusalemer Altstadt von den Höhen des Ölbergs aus. Felsendom, Grabeskirche und Klagemauer erscheinen wie die Quelle des Mittelmeerraums und sind zugleich eine ihrer Krönungen. Eine Stadt die aus drei Kontinenten eine Welt, die Mittelmeer-Welt macht. Magischer Anziehungspunkt seit Jahrhunderten für Kreuzfahrer, Krieger, Pilger, Abenteurer und… Radler.


Felsendom & Fahrradhelm in Jerusalem, Palästina/Israel
Felsendom & Fahrradhelm in Jerusalem


Routen ums Mittelmeer

Karte: Routen ums Mittelmeer
rot = kürzeste Strecke; grün = meine Strecke


Entfernungen Kürzeste Route ums Mittelmeer

Teil Start Länder Ziel km
1 Algeciras Spanien - Frankreich - Monaco - Italien Genua 2.000
2 Genua Italien - Slowenien - Kroatien - Serbien - Bulgarien - Türkei - Syrien - Jordanien - Palästina Jerusalem 4.000
3 Genua Italien Trapani 1.500
4 Tanger Marokko - Algerien - Tunesien Tunis 2.000
5 Tunis Tunesien - Libyen - Ägypten - Israel Jerusalem 3.500
Summe Mittelmeer-Umrundung 11.500
Summe Umrundung östl. Mittelmeer 9.000
Summe Umrundung westl. Mittelmeer 5.500
Summe Mittelmeer-Umrundung + Italien 13.000

Karte meiner Mittelmeer-Touren

Chris on the Bike: Karte meiner Mittelmeer-Touren
rot = Routen; gelb = Start-/Ziel-Orte der Touren; Zahlen = Nummer der Tour (s.u.)


Links zu meinen Mittelmeer-Touren

2009

Tour 46: Rhône: Quelle - Mündung (905 km) April 2009

Tour 45: Libanon & Zypern (765 km) Feb. 2009

2008

Tour 44: Budapest - Prishtina - Stara Zagora (1682 km) Sep. 2008

Tour 39: Nizza - Andorra - Nogaro (1085 km) März/April 2008

Tour 38: Malta - Bari (922 km) Jan./Feb. 2008

2007

Tour 35: Feldkirch - Nizza (1457 km) April 2007

2006

Tour 29: Athen - Adana (1521 km) Feb./März 2006

2005

Tour 28: Zagreb - Athen (1829 km) Nov./Dez. 2005

2002

Tour 20: Sahara: Béni Ounif - Jerba (2605 km) Okt./Nov. 2002

Tour 19: Alpen: Ravensburg - Zagreb (943 km) Aug./Sept. 2002

Tour 17: Santiago - Figuig (2106 km) April/Mai 2002

Tour 16: Rom - Jerba (1741 km) März/April 2002

2001

Tour 15: Jerba - Jerusalem (3300 km) Okt./Nov. 2001

Tour 12: Belen - Assuan (1750 km) Jan. 2001

2000

Tour 11: Budapest - Belen (2584 km) Nov. 2000

1980er

Tour 5: Strasbourg - Santiago (2144 km) Sept. 1987

Tour 3: Essen - Zagreb (1680 km) März/April 1983

Tour 2: Düsseldorf - Rom (1719 km) Sept. 1982


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Tour 48: Karakorum-Highway (1010 km) 2009
Karakorum 2009
Chris Tour 51: Khartum - Addis Abeba (1760 km) 2010
Äthiopien 2010
on the Tour 58: Alpen - Prag - Berlin (2060 km) 2011
Moldau 2011
Bike Tour 59: Errachidia - Agadir (1005 km) 2012
Marokko 2012
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