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Bike Tour 82: Karibik: Barbados - Haiti (902 km) 2016
Karibik 2016

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VG WORTTour 92: Kigali - Nairobi (ca. 1200 km)



Bike-Blog & Routen-Karte & Etappen-Übersicht
Kigali - Kampala - Nairobi (3.-24.2.2019)

Meine erste Tour am Äquator: Start und Ziel liegen südlich, die Mitte nördlich vom Äquator.


Sonntag, 3. Februar 2019: Flug Düsseldorf - Istanbul - Kigali

Eine Tour, die mal ausnahmsweise im Essener Elternhaus beginnt. Und somit über den Düsseldorfer Flughafen führt. Turkish Airlines hat mal wieder das Rennen gemacht. Bester Preis. Und erfahrungsgemäß unkomplizierte Fahrradbeförderung. Erstmals mit dem Faltrad. Das sollte besonders unkompliziert sein. Denke ich.
Das Brompton-Rad bringt im flugoptimierten Lieferkarton 17 Kilo auf die Ckeck-In-Waage. Alles steckt im kleinen Handgepäck-Rucksack. Das Freigepäck beträgt sogar 40 Kilogramm. Trotzdem soll ich plötzlich den normalen Sperrgepäck-Fahrradtarif zahlen. Auf der Homepage von Turkish hatte ich gesehen, dass das nach Afrika 50 € kostet. Mit ein Grund, mich für das Faltrad zu entscheiden. Am Schalter wollen sie nun 90 €. Ich verweise auf Iberia und andere Fluglinien, auf das Konzept von Brompton, das gerade auf solche Transporte abzielt. Die Armada der perfekt Deutsch und Türkisch sprechenden Schalterfrauen argumentiert mit Fahrrad sei Fahrrad. Die seien dadurch auch besonders versichert. Ich zahle widerwillig. So wäre manch anderer Flug günstiger gewesen.
Im Nachgang checke ich nochmal meine 50-€-Recherche: dazu addieren sich 30 € für die Strecke bis Istanbul. Macht 80 €. Immerhin zehn € bekomme ich nun noch erstattet.





Es ist zwei Uhr morgens, als der kleinere Teil der Passagiere das Flugzeug verlässt. Der Rest fliegt gleich weiter nach Entebbe/Uganda. Wir spazieren über das Rollfeld zum kleinen Terminal. Ein großer Vogel von Rwanda Air steht herum. Eine ruhige, klare, warme Nacht südlich vom Äquator.
Auch die Einreise ist relaxed. Das East Africa Visum für die drei Länder meiner Tour würde ich auch hier für 90 Euro bekommen. Blöder Weise bin ich auf die Website xyz reingefallen und habe so 150 Euro bezahlt. Auch weil sich wohl aus Haftungsgründen das Auswärtige Amt und wohl aus Einkünften-Gründen die ruandische Botschaft in Berlin nicht ganz eindeutig dazu äußern.
Relaxed stehe ich zunächst auch am Gepäckband. Die Zahl der Gepäckstücke, die einlaufen, ist so überschaubar wie die Zahl der wartenden Passagiere. Ein letzter Nachzügler und ich stehe mit meinem Bordkarten-Gepäckbeleg einsam in der Tropennacht. Ein Gelbwestler fühlt sich zuständig. Ich zeige ihm das Foto von dem Karton. Er eilt hinaus aufs Rollfeld, wo die Maschine wohl noch steht. Kehrt mit leeren Händen zurück.
Beim Luggage Tracking sehe ich hinter einer Klapptür Berge von Gepäck, die hier gestrandet sind. Mein Rad ist nicht im Flieger, sondern noch in Istanbul, wie sich schnell zeigt. Drei Stunden Aufenthalt in Istanbul gaben mir reichlich Zeit, schon mal den ersten Blog zu schreiben. Waren aber offenbar für Turkish nicht genug Zeit, meinen Fahrradkarton umzuladen. In 24 Stunden soll er nun kommen.
Gut, dass mein Guest House nur 700 Meter entfernt ist. Auch rund um den Flughafen lässt die Ruhe und Gelassenheit nicht ahnen, dass ich in einer afrikanischen Millionenmetropole gelandet bin. An Singapur, das sich Kigali zum Vorbild für seine Entwicklung genommen hat, erinnert zum Glück nichts. An eingeschossigen Geschäften vorbei finde ich zum Guest House, das extrem sauber wirkt. Eine Art Wächter weckt den Typen von der Rezeption. Es ist inzwischen drei Uhr morgens.



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Montag, 4. Februar 2019: Kigali (26 km)

Er st kurz vor Mittag schleppe ich mich raus Richtung Flughafen. Geldautomat. Transport in die zwölf Kilometer entfernte City. Da entdecke ich auf der dirt road vor unserem Hotel das ein oder andere Fahrrad. Ich versuche mit den Besitzern ins Gespräch zu kommen. Ab jetzt bin ich nur noch „Mzungu“ - dem Bantuwort für Weiße. Die meisten sprechen nur xyz, die Sprache, die fast alle Ruander vereint.
Auch Alphonse. Aber er wirkt flexibel. Und, obwohl er das gleiche chinesische Phönix-Modell hat, was alle haben, ist sein Sattel ein Stück höher. Probefahrt o.k. Gut, von der linken Pedale gibt es nur noch den Pinn. Es eiert. Die Bremsen sind schwach ausgeprägt. Aber ich kann drauf fahren. Sogar Alphonse hinten auf dem Gepäckträger dazu. Zumindest bis zum Hotel. Wo die Rezeptionistin, die zu mir zuckersüß zu allen Angestellten eher drachenartig agiert, unseren Handel besiegelt. Wofür sie am Ende zehn Prozent der vereinbarten (umgerechnet) fünf Euro beansprucht. Wahrscheinlich will auch noch der Junge, der uns sein Schloss leiht, seinen Anteil




Ich rolle über die Hügel der Stadt Richtung Zentrum. Die Hauptstadtfahrer halten häufig wenig Abstand. Je näher ich der City komme, desto mehr verdünnisieren sich die Radler. Dafür gibt es viele Motorradfahrer in roten Westen mit zwei Helmen. Die die Fahrgäste der „Taxi Moto“ tatsächlich aufsetzen. Autotaxis sehe ich nicht.
Ich steuere La Galette an. Eine im weitesten Sinne „deutsche“ Kombination aus Bäcker, Supermarkt und Restaurant. Immerhin gibt es noch Weihnachtsstolleb für vier Euro und jede Menge Teilchen. Nach Maxi-Avocadosalat und Champignonsuppe drehe ich eine Runde zu Fuß, zu den nahe gelegenen historischen Sehenswürdigkeiten. Deutsche haben die Stadt gegründet als Hauptstadt dieses Teils von Deutsch-Ostafrika. Das ehemalige Haus von Gründer xyz Kladt ist heute Museum. Das deutsche Fort ist von den folgenden belgischen Kolonialherren 1930 zu einem Gefängnis überbaut worden. Oben auf diesem Hügel erinnert ein Denkmal an zehn? belgische Soldaten, die als Leibwache von xyz im Völkermord von 1994 umkamen. Ganz in der Nähe ist das rheinland-pfälzische Koordinierungsbüro für die Länderpartnerschaft mit Ruanda. Ich informiere mich über Hilfsprojekte, die an meiner geplanten Strecke liegen. Zuletzt kaufe ich Teilchen. Und entdecke, dass an der Supermarktkasse nichts mehr in Plastiktüten verpackt wird. Ruanda ist Kenia mit seinem Plastiktütenverbot gefolgt. Die angedrohte entsprechende Kontrolle am Flughafen blieb bei mir zum Glück aus. Im Supermarkt liegen Papiertüten im verschiedenen Größen aus.
Zurück radle ich mehr im Tal. Sehe wieder Radler, die alles Mögliche auf ihren Rädern transportieren. Halbe Holzdächer. Und rumple zuletzt über die Piste zum Hotel. Die sechzehnjährige Lydia dokumentiert‘s. Sie will Ärztin oder Pilotin werden. Danach ist Alphonse überglücklich, sein Fahrrad „heil“ wieder übernehmen zu können.





Dienstag, 5. Februar 2019: Kigali - Byumba - Kibali (77 km)

Die nagelneue Wasserflasche hat dem Luftdruck im Frachtraum nicht standhalten können. Ein bisschen Wasser ist ausgelaufen. Hat den Karton an einer Ecke aufgeweicht. Genau dort, wo kleinen Rollen sind am Gepäckträger. Die waren vorher schon in Schräglage. Jetzt steht vor allem die linke Seite so schräg, dass das Fahrrad auf dem umgeklappten Gepäckträger nicht mehr steht. Das ist der einzige Ständer am Brompton. Egal: das Rad ist über Nacht eingetroffen. Und schon nach wenigen Metern finde ich eine Hinterhof-Motorradwerkstatt, die das besser macht, als es vorher war.
Zunächst fahre ich auf der selben Strecke wie gestern. Mit dem Faltrad geht‘s schneller. Auch wenn das Gepäck am Lenker deutlich schwerer ist, als zuletzt in der Karibik. Ich mache einen Abstecher zum Genozid-Denkmal. Das sind vor allem große Grabplatten, unter denen 250.000 Leichen liegen. Das Museum würdigt auch das deutsche Vorbild für Völkermord. Mir fehlt die innere Ruhe, Filme und Ausstellung zu den Auseinandersetzungen zwischen Hutu und Tutsi in den neunziger Jahren richtig zu betrachten. Gleich die erste Etappe ist die mit den meisten Höhenmetern. Über tausend. So dass ich am Ende auf 2.200 m übernachten will.







Ruanda gilt als das Land der tausend Hügel. Aber hinter dem Ortsausgang von Kigali geht es für mich heute kontinuierlich bergauf. Vor allem in der zweiten Etappenhälfte. Am Stadtrand sehe ich jede Menge Fahrradtaxis. Ein Taxifahrer begleitet mich eine Weile und mahnt mich, möglichst weit rechts zu fahren. Immer wieder schließen sich mir Radler an, die aber kaum Englisch können. Lastenradler bewegen Bananenstauden, Kohlesäcke, Milchkannen und lebende Ziegen auf der Landstraße. Der ein oder andere hängt sich bei 60 Stundenkilometer an einen Lastwagen. Wahnsinn.
Dann überholt mich wortlos eine weiße Straßenradlerin mit ganz wenig Gepäck. Etwas später folgt der dazugehörige Mann mit etwas mehr Gepäck dafür auf einem ziemlich abgewrackten Rennrad. Ein Brite. Die beiden machen eine Rundtour durch Ruanda. Haben heute aber das gleiche Ziel wie ich: Byumba. So überholen wir uns pausenbedingt noch zwei weitere Male. Niemand kann Brompton so feierlich aussprechen wie ein Engländer. Landen aber leider nicht im selben Quartier.
Ich habe gebucht im Gästehaus der Anglikanischen Diözese. Das finde ich direkt hinter der Kathedrale. Sogar mit Werkzeug zum Festziehen der Sattelstange, die immer ein bisschen sinkt. Strom und Wasser fließen zunächst nicht. Aber nach der Schöpfdusche gerate ich vor dem Haus in die heimstrebenden Schülerinnen und Schüler. Für die der Musungu eine große Attraktion ist. Einige wollen einfach mal weiße Haut berühren. Vielleicht bemerken sie, dass sie einfach nur in diesem Fall älter ist als ihre.
Zurück in der Kathedrale probt das Worship-Team afrikanische Lieder. Eugene und Shalom erzählen mir ein bisschen über die Kirche. Bevor ich draußen noch den anglikanischen Bischof treffe. Dessen Bistum jedes Jahr um mehr als ein Prozent wächst. Das hohe Bevölkerungswachstummacht’s möglich. Und macht das Straßenbild so jung.





Mittwoch, 6. Februar 2019: Kibali - Grenze Ruanda/Uganda - Kabale (53?km)

Eugene und den Bischof sehe ich wieder beim morgendlichen Bibelstudium kurz nach sieben in der Kathedrale. Das erste Kapitel des Samuelbuches steht auf dem Plan. Eine Bibel in Englisch wird für mich herangeschafft (kommen die Samuelbücher im Alten Testament vor oder nach den Königsbüchern?). Eugene übersetzt die Interpretationen der Teilnehmer. Ich als der zwölfte im Bunde werde zuguterletzt aufgefordert, meine Gedanken zu Hannahs mühsamem Weg bis zur Geburt von Samuel zu teilen.
Meine letzten ruandischen Francs reichen nicht ganz für die Gästehausrechnung. Die Restzahlung in Dollar erhöht das bürokratische Procedere erheblich. Die junge Rezeptionistin mit Weihnachts-T-Shirt von 2015 schickt mich dann noch zu einer Schule zu der ich gar nicht will. Ein Lehrer erklärt mir, dass die rheinland-pfälzisch unterstützte Grundschule auf einem anderen Hügel liegt. Das überfordert meine Kräfte. Die beim Abstieg ins xyz-Tal dann stärker beansprucht werden, als erwartet. Die Asphaltstraße endet bald. Ein schmaler Pfad führt über felsige Klippen steil bergab. Wodurch das Brompton-Hinterrad ungewollt ständig nach vorne klappt. Davon abgesehen ist es ein traumhafter Blick in das ländliche Ruanda zwischen Mais, Bananenstauden und vielen kleinen Kindern.
Unten im Tal ist die dirt Road sehr passabel. Und schlängelt sich zur Hauptstraße. Jetzt fliegen die letzten Kilometer zur Grenze im Tal dahin.






Ruandische und ugandische Immigration kann man jeweils leicht übersehen. Im Zweifelsfall schickt einen der Soldat an der Schranke wieder zurück. Mein East Africa Visum gilt auf beiden Seiten der Grenze. Aber Aus- und Einreisestempel muss sein. Verzweifelt wollen mich ein paar junge Männer dazu bringen, auf die andere Straßenseite zu fahren. Bis die Übermacht der entgegen kommenden Autos mich überzeugt: ok, Linksverkehr in Uganda. Müsste ich ab nun die Kinder mit Links abklatschen. Aber Kinder sind in Uganda zunächst rarer gesät als in Ruanda und sehr viel desinteressierter.
Mit Arophat (sprich: Arafat) dagegen kann ich mich gut unterhalten. Er wartet auf den Studienbeginn in Kampala. Sorgen macht mir sein Mountainbike: Vorder- und Hinterradbremse sind deaktiviert. Es geht relativ flach im Tal bis Kabale. Arophat führt mich bis zum Hotel, das mal wieder von Google Maps und Booking.com falsch auf den Karten dargestellt wird. Auch an der Rezeption weiß man nichts von meiner Buchung durch das Online-Portal. Deshalb hatte ich vorab eine Mail bekommen, ich solle auf keinen Fall irgendetwas bezahlen im Hotel. Das sei schon mit der Kreditkarte abgedeckt. Einige Telefonate weiter und die Rezeptionistin hat sich dieser Darstellung angeschlossen. Ich komme ins bisher schönste meiner Zimmer, die alle so um zwanzig Dollar gekostet haben. Auch hier mit Frühstück.
Auch wenn ich die Uhr eine Stunde vorstellen müsste, ist nach der relativ kurzen Etappe immer noch reichlich Zeit für einen Spaziergang durch Kabale. Der Eurokurs ist im Vergleich zum Dollar sehr schlecht. Und hundert Euro bei Western Union zu tauschen ein kleiner Staatsakt. Mit Glück bekomme ich trotzdem noch um fünf nach fünf ein paar Briefmarken bei der dann schließenden kleinen Post.
Auf dem Rückweg stürzt plötzlich ein tropischer Regen vom Himmel. Ich rette mich grad noch in ein winziges Klassenzimmer mit Lufttüren und -fenstern.





Donnerstag, 7. Februar 2019: Kabale - Ntungamo (80 km)

Es hat auch in der Nacht immer wieder kräftig geregnet. Am Morgen hängt alles voller Nebel. Angenehme Luft beim längsten Anstieg des Tages ein paar Kilometer out of Kabale. Es sei denn einer der Lastwagen kommt gerade vorbei und bläst jede Menge Feinstaub und Grobstaub zur Seite. Jegliche Euro-Norm und Afrika-Norm scheint hier ignoriert zu werden.
Bis zur Passhöhe über 2000 Metern hat sich die Sonne durch den Nebel gekämpft. Nur kurz leuchten die Häuserdächer in den Tälern. Dann verzieht sie sich wieder, was gut ist für meine begrenzten Wasservorräte.




Auf der dritten und letzten Passhöhe des Tages überrascht mich das Great Lakes Museum und das dazugehörige Resort. Während ich das Museum durchquere, in dem es um allesmögliche geht - nur nicht um die großen Seen, kann ich bereits die Bestellung für ein vegetable curry aufgeben. Und frischen Ananassaft. Mal eine richtige Mahlzeit.
Zuletzt akkumulieren ein paar Hügelchen noch den ein oder anderen Höhenmeter. Die hiesigen Ugander sind zurückhaltender als die Ruander. Auch wenn mir der Mzungu-Ruf meist vorauseilt. Und „how are you?“ hinterher gerufen wird. Auch beliebt: „Money, money.“
Das beste Hotel am Platze von Ntungamo ist das Trek Savannah. Eine schöne Anlage mit Zimmern in Rundform. Und schlechtem Wlan.
Dank der kurzen Etappen, bleibt auch heute Zeit für einen ausführlichen Spaziergang durch die kleine Stadt. In der zentral gelegenen Moschee bin ich allein. Und öffne die Stundengebets-App. Es gibt sehr viele kleine und kleinste Hotels und Lodges. Ein kleiner Junge will zur Begeisterung der Familie direkt von mir auf den Arm genommen werden. Eine Riesen-Avocado, die ich für etwa zehn Cent erstehe, wird mein Abendessen. Kurz vor dem Hotel passt mich ein junger Mann. Er sei Fußballer bei einem Verein in der Western Region Liga. Er brauche einen Sponsor, um richtig durchstarten zu können.








Freitag, 8. Februar 2019: Ntungamo

Mein linkes Knie verlangt nach einer Pause. Wo könnte ich die besser verbringen, als in dieser schönen Hotelanlage? Das Wlan ist noch schlechter als gestern. Booking.com ist übrigens die App, die auch bei winzigem Empfang noch funktioniert. Auf der nächsten Ebene funktioniert dann die kicker-App. Heute nicht mehr. In einem kleinen Internet-Café, kombiniert mit Schreibwaren und Copyshop, kann ich eine halbe Stunde ordentliches Wlan ergattern. In der riesigen katholischen Kirche scheint ein Glaubenshappening im Gange. Singen, Klatschen, Jubeln. Vor der Kirche bieten zwei Frauen auf dem Boden sitzend Rosenkränze und ähnliches an, die sie auf einer Decke ausgebreitet haben.
In dem kleinen Shop, in dem ich gestern meine Ziel-Limo getrunken habe, ist heute der Chef da. Er entpuppt sich als anglikanischer Pfarrer. Die ebenfalls riesige Kirchenanlage ist auf einem Hügel zu sehen. Er möchte Kontakt zu einer anglikanischen Gemeinde in Deutschland. Zufällig war ich vor zehn Tagen in der von Berlin. Heute probiere ich eine Ingwer-Limo. Ausgezeichnet.








Samstag, 9. Februar 2019: Ntungamo - Mbarara (65 km)

Die ein bis zwei Moskitos, die es auch in dieser Nacht in mein Zimmer schaffen, scheitern am lückenlosen Moskitonetz. Zusätzlich nehme ich Malaria-Prophylaxe ein.
Auch in dieser Nacht ist außer mir nur ein Paar zu Gast. Wie funktioniert das?
Heute wieder eine kurze, einfache, schöne Etappe. Nicht nur meinem linken Knie reicht das völlig. Ab und zu versuche ich, nur mit dem rechten Bein zu fahren und das linke auf der Mittelstange zu lassen. So erreiche ich mein Ziel, Mbarara, wieder am frühen Nachmittag. Erst kurz vor meiner mit 80.000 Einwohnern bisher größten Stadt in Uganda nimmt der Verkehr etwas zu.








Sonntag, 10. Februar 2019: Mbarara - Lake Mburo National Park (27 km Taxi) - Lyantonde (74 km)

Als Als ich um Punkt sieben Uhr zur Frühmesse erscheine, sind mir schon rund 700 Ugander zuvorgekommen. Mit Glück bekomme ich noch einen schmalen Sitzplatz im Ausbaubereich. Die, die ich im Sonntagsstaat auf den letzten Metern überholt habe, müssen zum Teil draußen Platz nehmen. Für den Preis einer dicken, fetten Avocado habe ich noch eine Kopie mit den Lesungstexten auf Englisch und Afrikanisch ergattert. Immer wieder bitten mich meine Nachbarn darein gucken zu können. Auch der Beginn der Predigt und das Vater unser sind in Englisch. Am bewegendsten sind die afrikanischen Gesänge. Ab und zu gibt es Applaus. Auch für Jesaja. Geschätzter Altersdurchschnitt der Gottesdienstbesucher ist zwanzig Jahre. Als die Messe nach acht zu Ende ist, strömt schon die Halb-neun-Schar entgegen.
Die Straße ist so breit wie all die Tage. Unterschied: der Seitenstreifen ist nicht mehr auf einer Ebene mit der Straße und vom Asphalt her sehr viel rauher. Konsequenz: immer wenn ein Bus- oder Lastwagenfahrer ins Horn bläst, fahre ich runter, um baldmöglichst wieder rauf auf den glatten Asphalt zu kommen. Kostet Kraft.
Frage des Tages: kann ich den etwas südlich der Strecke liegenden Nationalpark Lake Mburo mitnehmen? Recherche war intensiv und schwierig. Ergebnis scheint: auf eigene Faust kann ich wohl nicht durchradeln. Das wäre auch deshalb schön, weil ich dann am Sanga Gate rein und am Nshara Gate rauskönnte, was den Umweg reduzieren würde. Nicht mal die beste Safari-Agentur von Mbarara konnte mir weiterhelfen. Auch am Abzweig in Sanga kaum Infos zu bekommen. So rumpel ich über dreizehn Kilometer Piste zum Sanga Gate. Begleitet vom Kiechgesang aus großen und kleinsten Kirchräumen. ich um Punkt sieben Uhr zur Frühmesse erscheine, sind mir schon rund 700 Ugander zuvorgekommen. Mit Glück bekomme ich noch einen schmalen Sitzplatz im Ausbaubereich. Die, die ich im Sonntagsstaat auf den letzten Metern überholt habe, müssen zum Teil draußen Platz nehmen. Für den Preis einer dicken, fetten Avocado habe ich noch eine Kopie mit den Lesungstexten auf Englisch und Afrikanisch ergattert. Immer wieder bitten mich meine Nachbarn darein gucken zu können. Auch der Beginn der Predigt und das Vater unser sind in Englisch. Am bewegendsten sind die afrikanischen Gesänge. Ab und zu gibt es Applaus. Auch für Jesaja. Geschätzter Altersdurchschnitt der Gottesdienstbesucher ist zwanzig Jahre. Als die Messe nach acht zu Ende ist, strömt schon die Halb-neun-Schar entgegen.
Die Straße ist so breit wie all die Tage. Unterschied: der Seitenstreifen ist nicht mehr auf einer Ebene mit der Straße und vom Asphalt her sehr viel rauher. Konsequenz: immer wenn ein Bus- oder Lastwagenfahrer ins Horn bläst, fahre ich runter, um baldmöglichst wieder rauf auf den glatten Asphalt zu kommen. Kostet Kraft. Am Ende des Tages ein Schild: die EU will die Straße erneuern.
Frage des Tages: kann ich den etwas südlich der Strecke liegenden Nationalpark Lake Mburo mitnehmen? Recherche war intensiv und schwierig. Ergebnis scheint: auf eigene Faust kann ich wohl nicht durchradeln. Das wäre auch deshalb schön, weil ich dann am Sanga Gate rein und am Nshara Gate rauskönnte, was den Umweg reduzieren würde. Nicht mal die beste Safari-Agentur von Mbarara konnte mir weiterhelfen. Auch am Abzweig in Sanga kaum Infos zu bekommen. So rumpel ich über dreizehn Kilometer Piste zum Sanga Gate. Begleitet vom Kiechgesang aus großen und kleinsten Kirchräumen.








Mittagsmüdigkeit am Sanga Gate. Prinzipiell könnte ich in Begleitung eines Guides durch den Park radeln. Einerseits ist der Guide nicht erreichbar, andererseits müsste ich ein weiteres Rad beschaffen aus einer auf einem nahe gelegenen Berg befindlichen Lodge. Zudem müsste ich am Ende wieder zu diesem Gate zurück. Ich switche auf Auto. Ein Fahrer ist ebenfalls nicht erreichbar. Irgendwann fährt irgendjemand vor. Der würde es machen. Direkttransfer durch den Park für knapp 40 Euro. Zusätzlich zu 40 Dollar Parkeintritt und 4 Euro Auto-Parkeintritt. Ich will aber keinen Direkttransfer sondern ein paar Tiere sehen. Dafür will der Fahrer 50 statt 40 Euro haben. Ok. Was soll ich tun?
Der Fahrer ist eigentlich Kochbananen-Bauer. Spricht ganz passabel Englisch. Die ersten Tiere tauchen auf: Topis, Antilopen, Wildschweine, Affen am Park-Headquarter. Meine Stimmung steigt. Am Ufer des Mburo-Sees hört man nur von ferne ein Hippo. Dafür sehe ich zwei Biker und eine Family. Die andern Park-Gäste offenbar.
Schon auf dem Weg zur Ausfahrt, zweigt der Fahrer noch einmal ab. Die Strecke wird noch rumpeliger. Grenzwertig für den Kleinwagen. Und da tauchen sie nacheinander auf: jede Menge Zebras, Büffel, ein Hippo und schließlich eine Herde Giraffen. Die sind mir allesamt noch nicht auf „freier“ Wildbahn begegnet. Und jetzt sind sie so nah, dass sogar das Smartphone sie einfangen kann.
Euphorisch lässt sich die Piste zurück zur Straße leichter bewältigen. Ein englisches Paar im SUV, sie (weiß) einst in Uganda aufgewachsen, wechselt ein paar nette Worte mit mir. Ein wilder Tag mit Happyend.





Montag, 11. Februar 2019: Lyantonde - Masaka (71 km)

Kurze Pause bei der halben Strecke in Lwensinga. Unter den verschiedenen Kiosken wähle ich den, wo mir ein Kleinkind zugerufen hat. Doch als der alte weiße Mann näher kommt, fängt es an zu heulen. Frank und Moody kommen auf mich zu. Wir lassen den aktuellen Spieltag der Premier League noch einmal Revue passieren. Das ganze Wochenende über kann man über die Kanäle von Super Sport alle europäischen Spitzenspiele live verfolgen. Dass ich eine Meile von Klopps Immobilie in Mainz wohne, sprengt irgendwie die Vorstellungskraft. Spielertrainer Moody will auf jeden Fall mindestens bis 93 Fußball spielen.




Die Strecke ist ein bisschen hügeliger. Und länger als die letzten Etappen. Trotzdem bin ich um 14 Uhr am Ziel. Hauptattraktion des Zielortes Masaka ist laut Reiseführer das Café Frikadelle. Gegründet von einer dänischen NGO. Es bietet nicht nur Wifi, sondern auch frische Säfte und leckere Pancake und alles mögliche. Perfektes Chillen. Wieder hupt mich jemand von der Straße. Meist ist es überflüssig. Genug Platz zum Überholen. Das aber dann oft sehr knapp ausfällt. Deshalb radle ich auch diesmal stante pede auf den niedrigeren Seitenstreifen. Durch das Monstrum hinter mir höre ich aber nicht die Motorräder, die auf dem Seitenstreifen heranrauschen. Dem ersten kann ich irgendwie noch ausweichen. Hänge aber so in der Leitplanke, dass der zweite Motorradfahrer leicht auf mich auffährt. Nichts passiert. Außer dem Schrecken. Und der Erkenntnis wieder mal, dass die Gefahren meist da lauern, wo man sie nicht vermutet.
Die Strecke ist ein bisschen hügeliger. Und länger als die letzten Etappen. Trotzdem bin ich um 14 Uhr am Ziel. Hauptattraktion des Zielortes Masaka ist laut Reiseführer das Café Frikadelle. Gegründet von einer dänischen NGO. Es bietet nicht nur Wifi, sondern auch frische Säfte und leckere Pancake und alles mögliche. Perfektes Chillen.





Dienstag, 12. Februar 2019: Masaka - Äquator - Mpanga Forest (95? km)

In der Post treffe ich eine Holländerin, die seit Jahren hier ein Gästehaus führt. Bei der Beschreibung in meinem Guide hatte mich nur das Wort „Vorort“ abgeschreckt. Dabei liegt es direkt neben meinem Hotel. Schade. Zwölf Deutsche wären auch noch zu Gast gewesen. Durch das Gespräch mit ihr geht die Frankierung meiner Postkarten etwas unter. Ich hoffe, sie kommen trotzdem an.
Nachdem ich letzte Woche erstmals den Äquator im Flugzeug überquert habe, will ich heute über ihn radeln. Seit Tagen beobachte ich auf meiner Höhenmesser-App, wie der Breitengrad sich immer mehr der Null nähert. Und dann ist bei null Grad, null Minuten, null Sekunden und springt von Süd nach Nord. Wie in Mainz der 50. Breitengrad so ist hier der Verlauf des Äquators in den Boden eingelassen. Und führt direkt in das Äquator-Restaurant. Nach dem obligatorischen Foto im Äquator-Ring, der auf beiden Straßenseiten steht, zieht es mich aber zum Aids-Café, das zugunsten von Waisen arbeitet. Vor allem aber Wlan hat, durch das man die Welt sofort von der Äquatorüberquerung wissen lassen kann.





Der Äquator bei Tages-Kilometer 55 ist noch ein bisschen früh für die Übernachtung. Die nächste recherchierte Unterkunft liegt erst im Mpanga Forest Ecocamp. Am Wegesrand taucht zwar das ein oder andere Guest House auf. Aber denen traue ich nicht so. Der Verkehr hat seit Masaka stark zugenommen. Der Seitenstreifen eher abgenommen. Teilweise nur ein kleiner Sandpfad. Wo die Straße auf das Niveau des Viktoriasees kommt, wird Fisch am Straßenrand angeboten.
Als ich zuletzt noch Vorräte für die Übernachtung kaufen will, zieht es mich auf die andere Straßenseite. Das entgegen kommende Auto ist langsamer als angenommen. Dazu immer noch meine Unsicherheit im Linksverkehr, woher nun genau Autos kommen können. Schon stürze ich ziemlich genau auf der Mitte der Straße. Begeisterung bei der Dorfjugend. Der Mzungu hat sich auf die Schnauze gelegt. Ventil für Jahrhunderte Geschichte. Als ich mich wieder aufgerappelt habe, rammt mich demonstrativ ein Mopedfahrer.
An der Abfahrt zum Mpanga Forest höre ich ein Schwein quieken. Es ist bei lebendigem Leib auf den Gepäckträger gebunden worden. Und das Motorrad ist gestürzt. Ich springe vom Rad, um den beiden Jungs zu helfen, das Motorrad samt Schwein wieder aufzurichten. Was alle dankbar annehmen.
Nach ein paarhundert Metern öffnet sich der Weg zu den Rasenflächen der Ökostation. Ich bekomme ein einfaches Zimmer. Und während die Sanitäranlagen sauber gemacht werden, mache ich einen Acht-Euro-Spaziergang auf dem Butterfly-Trail. Eingehüllt in eines der besten Anti-Insektenmittel ziehe ich los. Schon nach wenigen Metern sehe ich ungewöhnliche Vögel in den Baumwipfeln. Im selben Moment gehen neben mir Äste nieder. Ich drehe mich um und entdecke mehrere kleine Affen, die oben von Baum zu Baum springen. Dann tauchen auch noch Schmetterlinge auf. Alles begleitet vom Konzert der Vögel und Insekten.






Mittwoch, 13. Februar 2019: Mpanga Forest - Kamapala - Lugazi (85 km)

Frühstück im Regenwaldgezwitscher.Ich wappne mich für die Hauptstadt. Vor allem den Verkehr. Lege mir mehrere Streckenvarianten zurecht. Und bin nach Lektüre des Reiseführers überzeugt, wenig zu verpassen, wenn ich dort nicht übernachte. Der Verkehr nimmt weiter zu. Abwechslung geben anfangs noch handgefertigte Instrumente und Stühle sowie ein Radler der auf seinem Rad überdimensionale Körbe balanciert. Ansonsten bleibt heute nur 180 Prozent Aufmerksamkeit für alle Fahrzeuge rundherum. Die Straße ist noch schlechter und die Motorräder nutzen links und rechts von mir jede Möglichkeit voran zu kommen.
Rund zehn Kilometer vor der Stadtmitte beginnt die Stadt mit der Unterquerung der Umgehungsstraße. Wäre auch eine Alternative. Aber ein bisschen von der Stadt will ich schon sehen.






Alle innerstädtischen Straßen sind maximal zweispurig. Wann immer es irgendwo harkt, steht die ganze Straße. Nur die Zweiräder versuchen es dann noch mit den Lücken. Durch etwas ruhigere Nebenstraßen radle ich auf den Hügel der Marien-Kathedrale. Der Blick auf die Stadt soll hier besonders gut sein. Es geht. Immerhin ist Gottesdienst in der riesigen, gut besetzten Bischofskirche. Ghaddafis Moschee von 2007 ist noch ein Landmark. Ein paar Hochhäuser bilden eine überschaubare Skyline. Der Clock Tower, vor dessen Umfeld das Auswärtige Amt warnt, ist potthässlich. Ich starte direkt durch auf der Jinha-Road weiter nach Osten. Kenia ist erstmals ausgeschildert. Beim Nelson-Mandela-Stadion liegt die Stadtmitte schon wieder zehn Kilometer hinter mir. Aber nach Osten hin hat man zwanzig Kilometer lang noch das Gefühl in der Stadt zu stecken. Bevor eine sehr grüne Landschaft übernimmt.
Es ist der heißeste Tag bisher. Praktisch kein Wölkchen am Himmel. Ich steige komplett auf Flüssignahrung um. Vor allem die Ingwerlimo („Tangawizi“) hat‘s mir angetan. Bei einer der vielen Pausen zeigt das Radthermometer 50 Grad an.
Fisch und Reis in der kleinen Eckkneipe sind gut. Später nervt ein Lautsprecherwagen vor dem Hotel. Stundenlang plärrt daraus, wie ich mir sagen lasse, Werbung für Medikamente. Ich kann keinen klaren Gedanken fassen. Und niemand scheint‘s zu stören.





Donnerstag, 14. Februar 2019:








Freitag, 15. Februar 2019:








Samstag, 16. Februar 2019:








Sonntag, 17. Februar 2019:








Montag, 18. Februar 2019:








Dienstag, 19. Februar 2019:








Mittwoch, 20. Februar 2019:








Donnerstag, 21. Februar 2019:








Freitag, 22. Februar 2019:








Samstag, 23. Februar 2019:








Sonntag, 24. Februar 2019:







Route Kigali - Nairobi



Blaue Linie = Touren-Route; Buchstaben = Start und Ziel der Etappen

Etappen Kigali - Nairobi (4.-22.2.2019)

Details mit Geschwindigkeiten, Höhenmetern etc. als Excel-Tabelle

Tag Datum Start Zwischenstationen Ziel km
1. 4.2.2019 Kigali 26
2. 5.2.2019 Kigali Byumba Kibali
3. 6.2.2019 Kibali Grenze Ruanda/Uganda Kabale 53
4. 7.2.2019 Kabale Ntungamo 80
5. 8.2.2019 Ntungamo
6. 9.2.2019 Ntungamo Mbarara 65
7. 10.2.2019 Mbarara Lake Mburo National Park(Taxi +27 km) Lyantonde 74
8. 11.2.2019 Lyantonde Masaka 71
9. 12.2.2019
10. 13.2.2019
11. 14.2.2019
12. 15.2.2019
13. 16.2.2019
14. 17.2.2019
15. 18.2.2019
16. 19.2.2019
17. 20.2.2019
18. 21.2.2019
19. 22.2.2019
20. 23.2.2019
Summe SSS



Anschluss Tour 51: Khartum - Addis Abeba (1760 km) März 2010


Nächste Tour: Que Sera!

Vorherige Tour: Karibik II: Havanna - Miami (1560 km) Okt./Nov. 2018


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Tour 48: Karakorum-Highway (1010 km) 2009
Karakorum 2009
Chris Tour 51: Khartum - Addis Abeba (1760 km) 2010
Äthiopien 2010
on the Tour 58: Alpen - Prag - Berlin (2060 km) 2011
Moldau 2011
Bike Tour 59: Errachidia - Agadir (1005 km) 2012
Marokko 2012
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