 
Timmelsjoch - 2.509 m
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Etappen-Übersicht Ravensburg - Zagreb (31.8.-6.9.2002)
Samstag, 31. August 2002:
Ravensburg - Bregenz - Bludenz (124 km) In Ravensburg gibt's erst
mal einen neuen Helm, weil ich meinen ganz neuen zu Hause vergessen habe.
Die Pannen gehen weiter: Kurz vor Bregenz reißt ein Schaltzug. Das Rad
lässt sich nur noch langsam schieben. Vier Kilometer bis in die
Innenstadt, wo ein Sportladen bis 16 Uhr geöffnet ist. Es gelingt mir
sogar, den neuen zu installieren. Der erste Gang allerdings funktioniert
nicht.
Sonntag, 1. September 2002:
Bludenz - Silvretta-Hochalpenstraße (2.032 m) - Ötz im Ötztal (130
km) Regen. Regen. Regen. Schöner Radweg im Montafontal. Bis die
echte Steigung beginnt. Den ersten Gang kann ich nur mit Hand und Fuß
einstellen und muss vorher das Gepäck abnehmen. 30 Spitzkehren der
Silvretta-Hochalpenstraße. Bis auf 2.032 Meter. Kalt. Nass. Kurz vor der
Bieler Höhe Hungerast. Das Frühstück hält nicht mehr vor. Zitternd das
Paznauntal bergab. Erst auf dem Inntalradweg wird es trockener und wärmer.
Ein paar Kilometer noch ins Ötztal rein.
Montag, 2. September
2002: Ötz im Ötztal - Timmelsjoch (2.509 m) - St. Leonhard i.P. (85
km) Endlose Reparatur bei Fahrrad Hummel in Längenfeld. Noch ein
neuer Schaltzug, neue Bremszüge, neue Schaltung hinten, die Kette kürzer.
Die Schaltanzeige zeigt danach umgekehrt an: der siebte ist der leichteste
Gang. Schließlich geht's bei Sonnenschein rauf auf 2.509 Meter.
All-time-high. Die Abfahrt nach Südtirol ist ätzend: Trotz Reparatur
klingen die Bremsen nach Metall auf Metall. Und durch die Serpentinen
werden Bremsen und Felgen viel zu schnell viel zu heiß. Ständig
Zwangspausen zur Abkühlung.
Dienstag, 3. September 2002: St.
Leonhard i.P. - Jaufenpass (2.099 m) - Staller Sattel (2.052 m) -
Defereggental (143 km) Regen. Heute zwei Pässe über 2.000 Meter.
Eiskalte Abfahrt vom Jaufenpass. Durchstarten. Enge, viel befahrene
Fernstraßen nach Osttirol. Endlich ins Antholzer Tal. Rauf auf den Staller
Sattel. Und eine schöne Abfahrt mit inzwischen erneuerten Bremsen ins noch
schönere Defereggental.
Mittwoch, 4. September 2002:
Defereggental - Lienz - Spittal - Villach (158 km) Die letzten drei
Tage lang geht's abwärts. Zunächst 40 sonnige aber kalte Kilometer
gemeinsam mit Ute nach Lienz. Endlich mal zu zweit auf der Strecke. Am
Drau-Radweg wird's wärmer. Richtung Kärnten.
Donnerstag, 5. September
2002: Villach - Völkermarkt - Dravograd (Unterdrauburg) - Slovenj Gradec
(Windischgraz) (139 km) Weiter an der Drau auf einem schönen und
guten Radweg. Obwohl wir uns in einem Ort ohne Ortsschild verabredet
haben, gelingt ein Treffen mit Sabine, Hartmut, Martin und
seinen Brüdern auf ihrem Rückweg vom Familienurlaub in Kroatien. Auch eine
schöne Abwechselung. Im Dunkeln verlasse ich die Drau und überquere die
Grenze nach Slowenien. "Seien Sie vorsichtig", mahnt der österreichische
Grenzer.
Freitag, 6. September 2002: Slovenj Gradec
(Windischgraz) - Celje (Cilli) - Zagreb (164 km) Entgegen meinem
Streckenplan ist die letzte Etappe nicht die kürzeste sondern die längste.
Falsch berechnet. Und wegen des Grenzübergangs nach Kroatien muss ich noch
einen Umweg fahren. Danach die mit Abstand schlechteste Straße der Tour:
Ramponierte Betonplatten ohne jeden Seitenstreifen. Als das Tageslicht
vergeht, erreiche ich die Kathedrale von Zagreb. Wo ich zuletzt vor 19
Jahren mit einem Radl ankam.
Samstag, 7. September 2002:
Busfahrt Zagreb - Frankfurt Weil bei der Bahn der Schaffner spontan
entscheiden darf, ob er ein Fahrrad mitnimmt, entscheide ich mich für den
Nachtbus Zagreb - Frankfurt. Trotz einstündigem Aufenthalt an der
kroatisch-slowenischen Grenze sekundengenaue Ankunft um 6 Uhr am
Frankfurter Hauptbahnhof. Es wird hell.
Route
Rot=Fahrstrecke;
Blau=Etappenziel
Etappen Ravensburg - Zagreb
(31.8.-6.9.2002) |