Tour 82: Karibik: Barbados - Haiti (902 km) 2016
Karibik 2016
Chris Tour 91: Jerusalem - Dan - Eilat (1165 km) 2017
Negev 2017
on the Tour 96: Karibik II: Havanna - Miami (1560 km) 2018
Kuba 2018
Bike Tour 97: Kigali - Kampala - Nairobi (1136 km) 2019
Uganda 2019

Alle Touren Bikes Karte Kontakt Länder Links Run & Fun Suchen

VG WORTTour 103: Malé - Dschidda (808 km)


Miri & Chris in Mumbai: Gateway to India
Mumbai: Gateway to India

Bike-Blog & Routen-Karte & Etappen-Übersicht
Malé - Colombo - Mumbai - Dschidda - Beirut (5.2.-1.3.2020)
Radeln rund ums Arabische Meer in den Anfängen der Coronakrise

Ausrüstung: Bike & More
Ausrüstung:
Bike & More
Als das Corona-Virus schon ein Kreuzfahrtschiff vor Yokohama lahmgelegt hatte und dort schließlich zum Tod von mindestens acht Menschen führte, starteten wir zu einer Kreuzfahrt von den Malediven via Sri Lanka und Indien zurück zu den Malediven, wo wir mit Fieberthermometern empfangen wurden. Als meine anschließende Woche in Saudi-Arabien mit einer 600-KM-Rundradltour in großem Bogen um Mekka zu Ende ging, wurden an der Kaba die ersten Beschränkungen für muslimische Pilger umgesetzt. Auf dem Rückflug in Beirut konnte ich erstmals visafrei in den Libanon einreisen. Bevor sich die Welt und mit ihr die Welt des Reisens grundsätzlich veränderte, kehrten wir glücklich heim nach Mainz.

Werbung/Anzeige: Unsere Teilnahme an der Kreuzfahrt wurde durch einen Presserabatt vom Veranstalter subventioniert.


Teil 2: Saudi-Arabien & Libanon
Radeln am Roten Meer rund um Mekka


Teil 1: Malediven, Sri Lanka, Indien
Kreuzfahrt im Süden des Subkontinents


Die Kreuzfahrt bei YouTube


Die besten Videos und Fotos unserer Kreuzfahrt zu Musik in 33 Minuten.
Hier direkt zu sehen.


Rucksack auf Sitz in Rhein-Main-S-Bahn Condor-Flug trotz Thomas-Cook-Pleite
Mittwoch, 5. Februar 2020: Mainz - Zug - Frankfurt - Flug...

Der Condor-Flug (Fotos unten) um 20:15 Uhr liegt ideal nach Ende des Arbeitstages und bringt mich ohne Umstieg ans Ziel: Malé (Betonung auf langem A), Malediven. Andrea bringt mich wie bei der Karibiktour im Oktober zum Hauptbahnhof. Und weil ich meine Powerbank vergessen habe, sogar vorher noch zu Hause vorbei. In der Karibik habe ich es nur an langen Flugtagen gebraucht. Aber weil fast alles im Smartphone steckt, möchte ich es nicht ausgehen sehen.
Alle meine Räder habe ich daheim gelassen. Für die Kreuzfahrt wäre eh nur das Faltrad infrage gekommen. Doch meine Schmerzen am Schulterblatt rühren wohl genau daher. Von 2000 Kilometern auf ihm in der Karibik. Physiotherapeutin Juliane "Jule" Engelmann hat mich mit ihrer Beharrlichkeit und den richtigen Übungen in der Praxis Behnke auf den Höhen des Hunsrücks den Januar über überraschend deutlich nach vorne gebracht. Mal sehen, wie weit ich auf Mieträdern komme. Reisen nur mit Handgepäck (Foto links) ist relaxter. Die zwanzig Euro für das Gepäckstück, das ich mitgebucht hatte, lösen sich nun allerdings in Kerosin auf.


Condor: Bildschirme im Flugzeug bei Nacht
Nachtflug Richtung Malediven


Alte Decke: Thomas Cook Airlines Als die Stewardessen Zigarettenrauch aus dem "Washroom" riechen, werden sie sehr ernst. Eine hechtet dem vermeintlichen Raucher nach. Die andere unterbricht den Toilettengang seines Nachfolgers ("Informieren Sie uns sofort, wenn Sie Rauch bemerken!") und wühlt im Müll, bis sie den Marlboro-Zigarettenstummel gefunden hat. Der Kapitän wird informiert. Macht aber nur einige Zeit später eine Wohlfühl-Ansage: "Wir möchten Sie noch einmal bitten..."
Das Paar zu meiner Linken aus Berlin und La Palma hat irgendein Resort gebucht, von dem sie nicht wissen, wo es liegt. Sie wickelt sich in eine der bereit liegenden Decken mit dem anachronistischen Schriftzug "Thomas Cook Airlines" (Foto rechts). Wenige Tage nach meiner Flugbuchung meldete Thomas Cook seinen Bankrott an. Knapp vierhundert Euro schienen verloren. Dann erhielt Condor ein KfW-Darlehen der Bundesregierung, was zumindest meinen Flug gerettet hat.


Condor: Bunte Beleuchtung im Flugzeug
Farbenfroher Morgen


Malediven


Immigration: Long Queue at Malé International Airport
Zwei Stunden Wartezeit bis zum Einreisestempel auf den Malediven


Grand Friday Mosque - Malé In der am dichtesten besiedelten Stadt der Welt
Donnerstag, 6. Februar 2020: ...Flug - Malé - Fähre - Himmafushi (6 km)

Reisen in den Zeiten des Coronavirus. Schon im Flugzeug müssen wir zusätzlich zum Einreisezettel ein Blatt über unseren Gesundheitszustand ausfüllen. Ob die Nase in den letzten Tagen gelaufen ist? Ob ich in den letzten 14 Tagen in China gewesen bin? Die Arrival-Hall ist brechend voll. Offensichtlich sind ein paar Flieger kurz vor uns gelandet. Am Eingang machen Mitarbeiterinnen mit Kopftuch und Mundschutz per Kamera einen Gesundheitscheck.
Bald zeigt sich: Es geht nur im Schneckentempo voran. Ich komme mit einem jungen Paar aus Köln neben mir ins Gespräch. Bei ihr ist mir der türkische Pass aufgefallen. Sie haben grad geheiratet. Honey Moon auf den Malediven. Ein Wasserflugzeug soll sie ins All-inclusive-Resort bringen. Ihre erste Fernreise. Für schlappe fünfeinhalbtausend Euro. Da wird der Wasserflugzeug-Pilot auch die zwei Stunden warten, die wir am Ende für den Einreisestempel brauchen.
Eine Fähre bringt mich rüber nach Malé City. Die am dichtesten besiedelte Stadt der Welt. Hauptstadt der Inselrepublik. Hunderttausend Menschen leben auf vier Quadratkilometern. Weltrekord. Und fast jeder scheint ein Motorrad zu haben. Die stehen dicht gedrängt überall am Straßenrand. Google Maps rechnet hier für zwei Kilometer Autofahrt zwölf Minuten. Joggingtempo.
Ich suche allerdings ein Fahrrad. Auf der künstlich aufgeschütteten Insel Hulhumalé nördlich vom Flughafen habe ich einen aussichtsreichen Shop gefunden. Samt Facebook-Account. Doch auf meine Nachricht haben sie nicht geantwortet. Versuche ich es hier mit dem Laden "Cycle Spare". Dafür laufe ich quer über die Insel durch die schmalen Straßen. Wegen der vielen Einbahnstraßen ist der Linksverkehr kaum zu bemerken. Cycle Spare hat dann tatsächlich eher Ersatzteile. Und ein einziges Fahrrad. Chic in weiß-rosa. Rund 150 Euro soll es kosten. So billig hätte ich es nicht eingeschätzt. Auf den Straßen findet man vereinzelt runtergefahrene indische Räder.


Malé: Thunfisch
Fette Beute: Thunfische in Malé

Kokosnüsse vor Schiff in Malé
Kokosnüsse direkt vom Schiff


Himmafushi: Ferry Naseeb 8 Ich verschiebe das Radeln auf die Insel Himmafushi. Die liegt relativ nah bei Malé. Deshalb hab ich dort ohne große Recherche ein Zimmer im Moodhu Surf House gebucht. Die einzige Fähre, die ich im Internet gefunden habe, fährt um 15 Uhr. Und erst Samstagmorgen um acht Uhr zurück. Freitags ruht sie. Alle Malediven sind Muslime. Alle. Denn das ist Voraussetzung für die Staatsbürgerschaft.
Tatsächlich legt "Naseeb 8" (Foto rechts) um Punkt drei ab. Mit einigen Motorrädern und vielen, vielen Kisten. Gemächlich schippert sie am Flughafen, den nördlich gelegenen Hochhäusern und kleineren Inseln vorbei. Himmafushi steht nicht in Reiseführern. Keine Touristeninsel. Irgendwo habe ich gelesen, dass man für das Betreten nichttouristischer Inseln eine Genehmigung braucht. Scheint jedenfalls hier nicht zu gelten.
Wikipedia berichtet von einem Gefängnis auf der Insel und einem kleinen "Bikini-Beach". Tatsächlich leben hier die Menschen von der Fischfabrik. Eine ganz normales (alkoholfreies) Dorf mit ziemlich wenig Tourismus. Im Surf House sind noch eine Berlinerin und ein Chinese. Von dem wird mir ungefragt versichert, er habe nicht das Coronavirus. Darüberhinaus gibt es drei Fahrräder mit der Aufschrift "Sultans". Gemütliche Räder mit viel zu niedrigem Sattel. Ich fahre sechs Kilometer auf den sandigen Wegen (Foto unten). Dann habe ich so ziemlich alles gesehen. Die Nordseeinsel Juist ist etwa zwanzigmal so groß.


Sultans Bike on Himmafushi
Mein Sultans Bike

Sunset on Himmafushi
Sonnenuntergang auf Himmafushi


Straßenszene auf Himmafushi Am Bikinistrand
Freitag, 7. Februar 2020: Himmafushi (12 km)

Am Freitagmorgen ist die Insel Himmafushi noch beschaulicher. Die meisten Geschäfte sind geschlossen. Mittags rufen Muezzine zu den beiden Moscheen. Und predigen gegeneinander über die Lautsprecher an den Minaretten. Die Dorfstraßen sind verlassen (Foto links). Hier und da hängt eine Frau in den Seilen der Bänke, die überall stehen.
Ich schlendere zu dem kleinen Sandstrand. Finde das Schild, das es bis Wikipedia geschafft hat: "Bikini Beach" (Fotos unten). Einheimische Frauen und Männer gehen mit weiter Kleidung, auch am Oberkörper, ins Wasser. Das wird auch von den Gästen erwartet, wie ein Schild verrät. Außer eben an dem rund zwanzig Meter breiten Bikinistrand. Wo sich heute hauptsächlich Polinnen und Polen tummeln, die mit einer eigenen Fähre für ein paar Stunden nach Himmafushi gekommen sind.


Bikini Beach signposted on Himmafushi
Hinweis zum Bikini-Strand

Surfer vor Bikini-Beach, Himmafushi
Surfer vor Bikini-Beach


Chris on the Sultans Bike Im Restaurant um die Ecke order ich einen Imbiss mit ein paar Teigtaschen und so. Für rund 30 Cent. Doch nicht so wahnsinnig teuer die Malediven.
Als es auf den Sonnenuntergang zugeht, steige ich wieder auf mein schwarzes Sultans-Rad (Fotos rechts, unten und ganz unten). Entdecke noch das frisch mit Stacheldraht verzierte Gefängnis und den Surferspot ("The Jailbreaks Surf Point"; Foto unten) im Norden. Nix los, weil off season, wie mir gestern schon die Berlinerin sagte. Von dort habe ich Rückenwind, auf dem Rückweg dann Windschatten durch Fischfabrik, Palmen und Bananenstauden. Bei der Fabrik spielen sie Fußball, Baseball und Volleyball. Im Moscowtrading lässt man die Schlappen draußen stehen und geht barfuß shoppen. Ziehe ich meine Schuhe aus und erwerbe ein Magnum-Mint-Eis, das wie After Eight schmeckt.
Als es dunkel wird, bin ich wieder am Bikini Beach. Stelle einen Plastikstuhl ins Wasser, um darauf diese Zeilen zu schreiben. Während das Wasser steigt und steigt und inzwischen die Sitzfläche unter Wasser setzt, wie wohl eines Tages die ganzen Malediven. Höchste Erhebung: drei Meter über dem Meeresspiegel.


Rad-Schatten am Jailbreaks Surf Point, Himmafushi
Am Jailbreaks Surf Point

Freitags-Spaziergängerinnen mit Kopftuch auf Himmafushi
Freitags-Spaziergängerinnen

Sultans Bike on the Beach
Sultans Bike on the Beach


Costa Victoria vor Malé Coronavirus-Warnung als Leuchtreklame
Samstag, 8. Februar 2020: Himmafushi - Fähre - Malé (6 km)

In der Radioapp wähle ich den erstbesten Sender aus Sri Lanka. Während ich meine Sachen zusammenpacke, läuft auf (vermutlich) Singhalesisch "Muss i denn, muss i denn zuum Städele hinaus." Unbelievable. But true.
Mit dem Speedboot ist man in zwanzig Minuten in Malé. Das fährt alle zwei Stunden von Himmafushi. Die Insel war für mich genau die richtige zum Ankommen in Asien. Kurz vor der Anlegestelle in Malé passieren wir unser Kreuzfahrtschiff für die nächsten beiden Wochen: Costa Victoria. Wie von der Hotline geschildert, liegt das Schiff draußen vor Anker (Foto links). Atoll ist Atoll. Tenderboote bringen die Passagiere durch die flachen Gewässer an Land. Und uns hoffentlich an Bord. Eigentlich ist das Boarding für uns stressfrei, weil das Schiff bis morgen Abend hier liegen bleibt. Aber der offizielle Check-In-Schluss ist heute um 16 Uhr und Miris Flieger aus Bangalore landet erst eine Viertelstunde vorher. Miri war samt Faltrad zwei Wochen auf einer Begegnungsreise mit Kolleg*innen in Süd-Indien (Foto unten). Das war der Anlass für unsere gemeinsame Anschlusstour.


Deutsche Radlerin mit Helm in den Backwaters von Kottayam, Indien
Miri in den Backwaters von Kottayam

Presidential Jetty Fährterminal, Malé
Presidential Jetty Fährterminal, Malé

Neon Sign Warning Coronavirus: nCov Transmission, Malé, Maledives, Feb. 2020
Corona-Virus-Warnung in Malé


Check-In für Kreuzfahrt am Malé International Airport Die prominente Anlegestelle mit Zeltdach in Form der Sydney Opera (Foto oben) schien vorgestern ungenutzt. Heute dient sie den Tenderbooten vom Kreuzfahrtschiff. Die Straße davor ist dafür weiträumig gesperrt. Die riesige, prominente Werbefläche neben der goldenen Moscheekuppel ist nur einem Thema gewidmet: der Warnung vor "nCoV Transmission": Coronavirus (Foto oben). In Englisch, Maldivisch (Dhivehi) und einer weiteren regionalen Sprache.
Ich darf allerdings überraschender Weise nicht das Tenderboot zum Kreuzfahrtschiff nutzen. Check-In sei nur am Flughafen möglich. Das hatte ich den Unterlagen nicht entnommen. Ganz im Gegenteil: die Dame an der Hotline meinte, das sei hier.
Schnell schicke ich Miri noch eine SMS, damit sie nicht vergeblich vom Flughafen hier rüber radelt. Ich eile zum Flughafen, checke ein, werde zum Schiff gebracht und fahre mit zwei Fähren wieder zum Flughafen. So kann ich Miri (Foto rechts beim Check-In) doch noch selbst in Empfang nehmen. Dann schippern wir zu unserm Stateroom 90555. Und essen am Abend an Deck mit Blick auf die dicht gedrängten Häuserzeilen von Malé (Fotos unten), aus der die Coronavirus-Warnung jetzt als Leuchtreklame hervorsticht.


Tenderboot von Kreuzfahrt aus gesehen, Malé
Tenderboote sind die Verbindung zur Insel

Malé: Sunrise on Cruise ship
Morgenstund vor Malé

Blick auf die dichtest besiedelte Stadt der Welt: Insel Malé
Blick auf die dichtest besiedelte Stadt der Welt: Insel Malé

Miri & Chris on Costa Victoria
Together


Wohnsiedlung auf Hulhumalé Radeln mit Hindernissen
Sonntag, 9. Februar 2020: Malé - Fähre - Hulhumalé - Bus - Malé (10 km)

Unser Ausflugsziel heute: die aufgeschüttete Insel Hulhumalé nördlich vom Flughafen. Miri kann ihr Faltrad problemlos mitnehmen auf dem Tenderboot nach Malé. Anders als bei unserer Kreuzfahrt vor anderthalb Jahren in der Karibik, erfragt unser Schiff keine "Clearance" für das Faltrad bei der Hafenbehörde. Allerdings stellt sich beim Auspacken heraus, dass das Rad durch den Flugtransport in der Tasche gestern erheblich gelitten hat. Die Rollen, auf denen das Rad im eingeklappten Zustand gezogen werden kann, sind fast abgebrochen. Auf beiden Seiten ist der Rahmen praktisch durchgebrochen. Offensichtlich ist die Tasche aus größerer Höhe runtergefallen. Die Fahrtüchtigkeit ist unverändert.
Mit der nächsten Fähre schippern wir am Flughafen vorbei nach Hulhumalé. Hier hatte ich den Laden City Ride entdeckt, von der Anlegestelle keinen Kilometer entfernt. Im Schaufenster auch warb er auf alten Fotos mit Radvermietung. Beim Spaziergang dorthin werfen wir einen Blick auf den Nordteil der Insel, der noch nicht zugänglich ist, wo aber einige Wolkenkratzer entstanden sind. Die sind demnächst über fünf neue Brücken zu erreichen. City Ride hat seinen Fahrradverleih längst eingestellt. Das hätten sie mir auf meine Facebook-Anfragen ruhig schreiben können. Was sie sofort einsehen.
Wir ziehen weiter zum Strand. Miri wirft sich ins flache Wasser. Ich drehe eine Runde mit dem Rad. Es gibt ein paar nette Straßenzüge, auch Wohnhausreihen mit Charme (Foto links). Insgesamt wirkt es aber doch nach Retorte.


Brompton-Faltrad am Strand von Hulhumalé


Mofafahrerinnen mit Kopftuch auf Hulhumalé Danach radelt Miri. Auf dem Weg zur großen Brücke von der Flughafeninsel nach Malé wird sie von der Polizei gestoppt. Obwohl ein Fahrradfahrverbot auf der vierspurigen Schnellstraße nicht zu erkennen ist. Gezwungenermaßen nimmt Miri die Fähre. Und versucht die Brücke halt von der anderen Seite hinaufzustrampeln. Auch hier kein Radlverbot zu erkennen. Auch hier wird sie von der Polizei gestoppt. Da hat sie den höchsten Punkt aber schon hinter sich.
Ich fahre undramatischer mit dem Bus zurück. Ein Inder hilft mir, nicht nur die Fahrkarte zu kaufen, sondern erzählt auch vom Gastarbeiter-Leben hier. Hindus und Christen, die zuhauf hier Jahrzehnte leben, dürfen keine Tempel oder Kirchen bauen.
Beim Abendessen gehen wir heute nicht zum Buffet, sondern zum zugewiesenen Tisch im "Fantasia"-Restaurant zur zugewiesenen Zeit: 18:30 Uhr. Latinos und Inder sind eher auf die zweite Schicht um 21 Uhr gebucht. An unserm großen Tisch ein älteres Ehepaar aus Radolfzell, Klaus wohnt irgendwo an der A3 zwischen Würzburg und Nürnberg. Dann kommen Boni(fatius) und Klarissa. Ein togoisch-ukrainisches Paar, das in Berlin lebt. Alle sind schon eine Woche von Mumbai aus auf dem Schiff unterwegs. Und waren hier auf verschiedenen Inseln, die wir vielleicht an unserem Rückkehrtag noch in Angriff nehmen können.


Costa Victoria von hinten
Blick auf die Balkone am Heck


Kreuzfahrt-Route Malé - Colombo - Mumbai - Malé



Blaue Linie = Touren-Route; schwarze Linie = Kreuzfahrt-Route;
grüner Punkt = Etappen-Start; roter Punkt = Etappen-Ziel

Cost Victoria: Über der Lobby Doppelkopf statt Quarantäne
Montag, 10. Februar 2020: Seetag

Die Kreuzfahrt startet mit dem ersten von geplanten vier Seetagen. Ich partizipiere inzwischen an Miris Erkältung. Das dämpft den Aktionsradius. Ich bin viel in der Bibliothek. Draußen ist es warm aber windig. Rund um den Pool ist Halligalli.
Beim Frühstück lernen wir das Restaurant Sinfonia kennen. Beim Abendessen sitzen wir mit einem fränkischen Läuferpaar an einem Tisch. Der Sonnenuntergang ist der erste ohne Wolken. Alles gut und schön für einen Tag. Ich denke mit Bedauern an die fast viertausend Leute, die dank Coronavirus auf einem Kreuzfahrtschiff vor Yokohama seit Tagen festsitzen. Mit jedem neu Erkrankten beginnt die zweiwöchige Quarantäne von vorne. Im Zweifel in der Innenkabine, die man nicht verlassen kann. Da sind 160 Spiele mit der Doppelkopf-App an einem Seetag vergleichsweise locker zu verkraften.


Woman taking picture of sunset on Cruise ship
Sonnenuntergang auf dem Weg nach Sri Lanka


Sri Lanka


Hafen von Colombo kurz vor dem Sonnenaufgang
Colombo kurz vor dem Sonnenaufgang

Hafen von Colombo: Corona-Warnung
Begrüßung im Hafen von Colombo


Jami Ul-Alfar Mosque, Colombo, Innenhof Unser erstes buddhistisch geprägtes Land
Dienstag, 11. Februar 2020: Colombo (18 km)

Schon vor dem Morgengrauen legen wir in Colombo an. An Land werden wir mit Fieberthermometer und Corona-Warnungen begrüßt (Foto oben). Heute ist ein richtig langer Landgang möglich. Wir sind bald in der Stadt. Erstmal zu Fuß. Das Fort und die Märkte von Pettah liegen ganz nah. Offenbar ist es auch für Singhalesen noch früh. Der Verkehr kommt langsam in Gang. Leuchtturm und holländisches Hospital sind eher bescheidene Sehenswürdigkeiten. Ein Mann gesellt sich extrem unauffällig an unsere Seite. Stellt sich als ehemaliger Englischlehrer vor. Spricht aber auch sehr gut Deutsch. Will uns mitnehmen zum Morgengebet mit Elefant in einem buddhistischen Tempel. Unser erstes Reiseland, das vom Buddhismus geprägt ist.
Wir brauchen aber erstmal eine Toilette. Im Bahnhof gibt es eine vorzügliche: nur für Touristen. Die Märkte sind noch unbelebt. In der rotweißen Moschee (Foto links) dagegen wird gebetet. Die holländische Kirche im Wolfstal ("Wolvendaal"; Foto unten) wird eigens für uns geöffnet. Protestantisch schlicht in Schwarz und Weiß. Außen Gräber mit holländischen Inschriften. Weiterer Höhepunkt: Besuch in einer einfachen Postfiliale. Düsterer Raum im ersten Stock. Throwback Tuesday. Alles scheinbar wie vor hundert Jahren. Rund 22 Cent kostet das Porto für eine Postkarte nach Europa. Mal abwarten, ob sie ankommen. Und wann. (Innerhalb weniger Tage...)
Auch die Pettah Floating Markets bieten kein Gewusel. Sie stellen sich als eine Freizeitanlage rund um eine ehemalige Kanalanlage heraus. Pause. Weitere Highlights: Tuk-Tuk-Fahrt, der buddhistische Tempel Gangaramaya (Fotos unten) und 15 Minuten Wlan in einem Edelcafé. Der Laden mit dem verheißungsvollen Namen Cyclalogy vermietet entgegen meiner Vorrecherche keine Räder mehr.


Niederländische Wolvendaal-Kirche in Colombo
Wolvendaal-Kirche in Colombo

Gangaramaya Buddhist Temple, Colombo
Gangaramaya Buddhist Temple, Colombo

Miri & Chris in der Rikscha
In der Rikscha

Buddha-Statue im Gangaramaya Buddhist Temple, Colombo
Buddha-Statue im Gangaramaya Buddhist Temple


Chris on the Brompton-Bike im Hafen von Colombo Also lassen wir uns von der nächsten Motorrikscha zurück zum Schiff bringen. Und machen nun nacheinander noch eine anderthalbstündige Radtour durch Colombo, das uns sehr gut gefällt. Auch hier ist das Ausschiffen des Faltrads (Foto rechts und unten), entgegen den täglichen Schikanen auf der Norwegian Pearl in der Karibik, völlig undramatisch easy.
Ich radle die Küstenstraße nach Süden. Vorbei am Stadtstrand von Galle. Biege zum Viharamahadevi Park, der überraschenderweise außen einen Radweg hat. Und einen Radverleih, der noch schrottiger ist, als er auf den Fotos bei Google Maps aussah. Für 50 Cent kann man eins der Gurkenräder für eine Stunde ausleihen, darf damit aber den Park nicht verlassen. An der Nordostseite sitzt ein goldener Buddha gegenüber der Town Hall, deren Kuppel dem Kapitol in Washington nachempfunden ist (Fotos unten). Der Verkehr ist heftig. Vor allem muss man mutig in die sich öffnenden Lücken vorstoßen. Die anderen werden schon rechtzeitig halten.
Das Ablegen des Schiffs folgt einer großartigen italienischen Costa-Inszenierung: Zu den Klängen von Andrea Bocellis "Con Te Partirò" löst sich die Costa Victoria von der Kaimauer. Die Reling von Deck 11 ist ringsum von Smartphone schwenkenden Menschen belegt. Von Land winken die verbliebenen Verkäufer der Souvenirstände an der Anlegestelle uns nach. Während die Schönheiten der Landschaft mit seinen Teeplantagen leider im Dunst verborgen bleiben. Sei’s drum: Ceylon Tee werden wir fürderhin mit besonderem Gedenken an diesen schönen und vielfältigen Tag trinken.


Bike Path im Viharamahadevi Park, Colombo
Radweg im Viharamahadevi Park

Buddha Statue and Colombo Municipal Council
Buddha-Statue vor dem Rathaus im Stil des Capitols von Washington

Uferstraße in Colombo
Uferstraße

Miri packt das Faltrad zusammen in die Tasche
Miri packt das Rad zusammen in die Tasche


Sonne am Horizont im Bullauge gespiegelt Der Port Lecturer
Mittwoch, 12. Februar 2020: Seetag

In der Library gibt es, im Gegensatz zu unserer letzten Kreuzfahrt, keine Musik. Deshalb halte ich mich hier gern auf. Auch wenn hier, wie in allen Räumen, die Temperatur etwas zu kühl ist, insbesondere für meine hartnäckige Erkältung. Wenn auch längst nicht so eisig wie in der Karibik, wo der amerikanische Massengeschmack bestimmend war. Wo auch fast alles mit Musik beschallt wurde. Hier dauern nur die Ansagen ewig, weil sie meist in Italienisch, Französisch, Englisch, Deutsch und Spanisch hintereinander kommen. Manchmal auch auf Russisch. Polen hören wir, Israelis, unsere Nachbarin kommt aus Istanbul.
Dem Mann, dessen Handtuch ich noch zur Frühstückszeit von einer Liege geräumt habe, ist dagegen Deutscher. Fast alle Liegen im Schatten waren belegt - von Handtüchern. Ich kriege den Seetag erst halbwegs in den Griff, als sich ein Buch aus der "Onleihe" der Stadtbibliothek als brauchbar erweist. Rückblick und Ausblick der Tour beschäftigen mich nicht allzu lang. Aber ich will den "Port Lecturer" noch einmal sehen und hören. Am ersten Seetag hatte ich zufällig das Ende seiner französischen und den Anfang seiner italienischen Präsentation über Colombo mitbekommen. Sowas steht aber nicht in der deutschen Ausgabe des Diario di Bordo, das wir spätabends an unserer Tür finden. Für Deutsche gibt es keinen Port Lecturer.


Lady in Black auf Balkon am Heck eines Kreuzfahrtschiffs
Lady in Black


Indien


Balaji Cycle Store, Vasco da Gama, Goa Heilige Kühe an der Müllkippe
Donnerstag, 13. Februar 2020: Vasco da Gama [Goa] (16 km)

Goa. Vor 27 Jahren war ich schon einmal hier. Stieg in der Hauptstadt Panjim, heute eher Panaji, ab, obwohl die Attraktion die Strände waren und sind. Gleichwohl: die alten portugiesischen Kirchen im nahe gelegenen Velha Goa sind heute Unesco-Weltkulturerbe.
Unser Schiff legt auf der Halbinsel Mormugao an, wo man die Hauptstadt im Dunst nördlich der Bucht erkennen kann. Wir sind gänzlich unentschlossen, was wir hier tun sollen. Und pilgern nach der vergleichsweise zügigen Abfertigung durch die indische Bürokratie erstmal zu einer Franz-Xaver-Kirche und einem Hindu-Tempel in Sichtweite. Wir wissen vor allem nicht, wie wir an ein zweites Rad kommen. Der Taxi-Fahrer des "Tourist Vehicle" verspricht, uns zu einem Radverleih im Zentrum von Vasco da Gama zu fahren. Hauptsächlich, um seinen überteuerten Fahrpreis zu kassieren. Einen Radverleih gibt es hier nicht. Auch nicht im Balaji Cycle Store (Foto links).


Frau auf dem Fischmarkt von Vasco da Gama
Auf dem Fischmarkt von Vasco da Gama

Kuh mitten auf der Straße in Vasco da Gama, Goa, Indien
Heilige Kuh

Hochzeitspaar neben Auto in Vasco da Gama
Hochzeitspaar

Baina Beach, Mormugao, Goa
Am Baina Beach

Inder und Deutsche mit einem Faltrad
Die wollten ein Foto mit uns und unserm Rad


Kuh auf Müllhalde, Vasco da Gama, Goa Ein Internet-Café oder ähnliches mit Wlan übrigens auch nicht. Da haben wir schon die 50-Cent-Busfahrkarten zum 30 Kilometer entfernten Margao verfallen lassen. Wollen einfach hier bleiben, wo zumindest auf der Karte der Baina Beach lockt. Hier lässt es sich tatsächlich aushalten. Mal fährt der eine, mal die andere auf unserm Faltrad. Und gewinnt Eindrücke von Indien in der gemilderten Form der ehemaligen portugiesischen Kolonie Goa.
Heilige Kühe stehen auch hier mitten auf der Straße und am Rand der Müllkippe (Foto rechts). Kinder und Erwachsene können sich gleichermaßen für das Faltrad, besonders die Falttechnik begeistern. Und begehren im Extremfall ein Gruppenbild mit Rad und Radlern (Fotos oben).
Zuletzt radle ich auf Umwegen zum Schiff zurück. Indien war neben Nigeria bisher das einzige Land, in dem ich war, ohne dass es zugleich Teil einer Radtour war. Das hat sich mit dieser weiteren Mini-Etappe heute geändert.
Auf unserer Luxusinsel (Fotos unten) reisen wir weiter nach Bombay, das inzwischen Mumbai genannt wird. Was sich in 27 Jahren so alles verändert.


Costa Victoria in the Port of Mormugao
Unser Schiff im Hafen von Mormugao

Costa Victoria: Rückkehr der Passagiere
Rückkehr der Passagiere

Costa Victoria: Seitenansicht vorne
In italienischen Farben

Sonnenaufgang bei der Anfahrt auf Mumbai
Ankunft am Morgen in Mumbai

Chhatrapati Shivaji Maharaj Terminus (bis 1996 Victoria Terminus) & Municipal Corporation Building, Mumbai
Chhatrapati Shivaji Maharaj Terminus & Municipal Corporation Building


Patel Cycle Service, Mumbai Das Ein-Euro-Schweißen
Freitag, 14. Februar 2020: Mumbai [Maharashtra] (33 km)

Diese Nachtfahrt per Schiff wollte ich vor 27 Jahren in umgekehrter Richtung machen. Als ich mitten in der Nacht am Flughafen von Bombay ankam und mich die Armada der Schlepper und Nepper mit Angeboten wie Geldwechsel, Hotel und Taxi umwarb, versuchte ich sie alle abzuweisen mit dem Hinweis auf meinen Plan, direkt nach der Ankunft in Indien mit der Fähre in das beschauliche Goa zu reisen. Bis der erste meinte, die Fähre sei gesunken. Ich habe ihm geglaubt. Und bin direkt weitergeflogen. Zum Glück. Es war der 6.2.1992, an dem militante Hindus die Babri-Moschee von Ayodhya zerstörten und damit eine neue politische Ära einläuteten. In Form der Bharatiya Janata Party (BJP) ist die Bewegung inzwischen an die Macht gewählt und versucht, nicht-hinduistische Minderheiten einzuschränken. Der Tag damals war gefolgt von Unruhen im ganzen Land, mit vielen Toten, auch in Bombay.
Statt mit einer sinkenden Fähre, erreichen wir Mumbai mit dem luxuriösen Kreuzfahrtschiff. Das direkt am Herzen der Stadt anlegt. Keine zwei Kilometer von Gateway to India und Taj Mahal Palace Hotel. Die lange Fahrt durch den Flaschenhals der Halbinsel bleibt uns erspart. Unsere "e-Landing Card" ermöglicht uns in den kommenden drei Tage schnelles Anlandgehen. Wo wir zu Fuß erstmal den Bahnhof "Chhatrapati Shivaji Maharaj Terminus", ehemals "Victoria Terminus", erkunden. Immerhin Weltkulturerbe. Ganz in der Nähe hatte ich ein Fahrradgeschäft bei Google Maps ausfindig gemacht: Patel Cycling Service. Als wir vor Ort danach fragen, stehen wir schon mittendrin. Auf der Straße. Im Kern besteht das Geschäft aus einer kleinen Werkzeugkiste von Mandi (Foto links). Der kleine Mann verleiht aber ein (einziges?) Rad, das mit hochgeschraubtem Sattel für Miri halbwegs geeignet ist. Zusammen mit dem Faltrad vom Schiff können wir nun erstmals auf dieser Tour zu zweit radeln (Fotos unten).


Radlerin am Chowpatty Seaface
Miri on the Mietbike

Chowpatty Beach mit Rädern
Chowpatty Beach

Cyclist on Chowpatty Seaface with Malabar Hill
Chris on the Brompton-Bike

Chowpatty Seaface: Jungs im Wasser
Wir schwimmen hier nicht...

Inderinnen am Gateway of India
Am Gateway of India

Taj Mahal Palace Hotel, Mumbai
Taj Mahal Palace Hotel


Selfie-Gruppe: Junge Inder An der Back Bay entlang zum Westteil der City und zurück. Bis zum Gateway to India. Dessen Umfeld nur durch eine Kontrolle betreten werden kann. Auch am Taj Mahal Palace Hotel ist naturgemäß (nach den Anschlägen von 2008) mehr Security. Dafür gibt es weniger Postkarten. Und beim Wlan bin ich wieder nicht erfolgreich. Überall muss man sich mit seiner Handynummer anmelden. Zum ersten Mal bekomme ich hier wenigstens den Freischalt-Code per SMS. Als ich ihn rüberkopieren will, beginnt das Wlan-Menü wieder von vorne. Keine Chance.
Der Verkehr ist heftig, aber radlbar. Es gibt nur sehr wenige Radler. Sehr wenige Bettler. Und dreckig, wie manche Deutsche auf dem Schiff uns warnten, ist es wirklich nicht. Wir geben das Rad bei Mandi ab, für das er von uns keine echte Sicherheit bekommen hatte. Ich spreche ihn noch auf die durch den Flugtransport fast abgebrochenen Rädchen an unserm Faltrad an. Mandi bringt mich zu einem Elektroschweißer in der Nähe.
Dank Andreas Ehrhardt von den "Radgebern" in Mainz, weiß ich, worauf ich achten muss: die Plastik- und Gummiteile müssen abgeschraubt werden. Damit sie von der Hitze nicht schmelzen. Der Schweißer schützt sein Augenlicht mit einem kleinen schwarzen Glasstück. Er muss einige Male mit dem Lötkolben ansetzen, bevor er die Stellen zuletzt noch streicht (Fotos unten). Fürs Erste scheint das Rad wieder auf den Rollen zu rollen. Dank einer rund einen Euro teuren Reparatur und dem Rat des Radgeber.


Schweißarbeiten am Brompton-Faltrad in Mumbai
Schweißarbeiten am Faltrad

Inder arbeiten am Brompton-Faltrad
Fast fertig


General Post Office Mumbai: innen Shivas Höhlen-Tempel
Samstag, 15. Februar 2020: Mumbai - Elephanta - Mumbai [Maharashtra]

Der Erwerb von Briefmarken führt uns in das neogotische Hauptpostamt: GPO (Foto links). Absolut eine Attraktion. Trotz der vielen Attraktionen finden wir allerdings so gut wie keine Postkarten. Auch heute nicht auf der Insel Elephanta. Ebenfalls Unesco-Weltkulturerbe. Diesmal aus dem ersten Jahrtausend christlicher Zeitrechnung. Hinduistische Höhlen zur Verehrung von Shiva sind tief in das Gestein getrieben (Fotos unten). Die Anfahrt mit dem Schiff, in dem für geschätzt jeden dritten Passagier eine Rettungsweste vorgehalten wird, beginnt pittoresk am Gateway to India (Foto ganz oben). Dauert aber eine Stunde.


Selfie: junges indisches Paar auf Elephanta
Selfie: junges indisches Paar

Elephanta Cave Shiv Temple With Old Murti
Elephanta: hinduistischer Höhlen-Tempel zur Verehrung von Shiva...

Elephanta Cave Shiv Temple With Old Murti: visitors
...mit Besuchern


Leopold Cafe, Mumbai Ein Inselbähnchen, "toy train" genannt, bringt uns an den Fuß des von Verkaufsständen gesäumten langen Treppenaufstiegs. Angenehm: die allermeisten Ausflügler sind Inder. Rundherum Affen, die besonders gern Nahrungsmittel und Wasserflaschen an sich reißen. Und gleich entleeren.
So bleibt nicht mehr allzu viel Zeit für weitere Highlights der Stadt: das Café Leopold (Foto rechts), eine Hochzeit in der katholischen Kathedrale, Ausstellungen in der Jehangir Art Gallery. Die Synagoge ist ähnlich schwer bewacht, wie die Börse. Zuletzt kaufen wir einen Sari, in den sich Miri gestern beim Shoppen verliebt hat (Foto unten). Zwischendurch gelingt es uns endlich mal online zu gehen. Nicht alles ist ganz einfach in Indien.


Im Sari-Laden, Mumabi
Miri und die Sari-Auswahl

Miri & Chris in Mumbai
Auf Deck 11


Junge Radlerin startet beim Patel Cycle Service, Mumbai Lange Slum-Fahrt
Sonntag, 16. Februar 2020: Mumbai [Maharashtra]

Die alte Dame hinter uns in der anglikanischen Kirchenbank der Thomas-Kathedrale meint, seit ihrer Ankunft in Bombay 1945 sei es mit der Stadt kontinuierlich bergab gegangen. Luftverschmutzung, Infrastruktur, Überbevölkerung. Die anglikanische Gemeinde dürfte, wenn man von den Geburtstagen dieser Woche hochrechnet, gut 300 Mitglieder haben. Dafür ist der Gottesdienst recht voll. Dauert allerdings mit anderthalb Stunden für meinen Geschmack zu lang.
Beim bewährten Fahrradverleiher kommt mir eine Familie zuvor. Die Tochter (Foto links) soll anderthalb Stunden üben. Das tut sie genau dort, wo ich außerhalb des Kreuzfahrthafens auf Miri mit ihrem Faltrad warte. Ich habe nun zu so gut wie nix Lust. Fährt Miri gezwungenermaßen allein los. Ziel: einer der größten Slums der Welt: Dharavi (Fotos unten).


Radlerin mit Helm und indische Jungs
Miri and the boys

Hausfront bei Dharavi, Mumbai
Hausfront bei Dharavi

Selfie in Dharavi: Radlerin mit Inder und Kindern
Selfie in Dharavi

Dharavi: Müll-Gewässer
Dharavi: Müll-Gewässer

Doppel-Selfie: Radlerin und Inder
Doppel-Selfie

Barfuß mit Sari
Barfuß mit Sari


Selfie im Chhatrapati Shivaji Maharaj Terminus (bis 1996 Victoria Terminus) Am späten Nachmittag kann ich mich noch zu einem kleinen Spaziergang aufraffen. Geh noch mal zum großen Unesco-Bahnhof in der Nähe. Am Sonntagnachmittag ist der Verkehr sehr viel schwächer. Der Bahnhof wirkt vergleichsweise überschaubar (Foto rechts). Die Nahverkehrszüge mit ihren Frauenabteilen am Zuganfang sind leer, die Fernzüge starten pünktlich. Auch jetzt ist "unser" Rad beim Fahrradhändler vergeben. Good bye. Bei Rückkehr aufs Schiff entdecke ich Postkarten im Hafengebäude. Müssen wir Tag für Tag dran vorbeigelaufen sein.
Miri ist noch nicht zurück. Auch um 19:30 Uhr, der Zeit, von der es im Programm heißt: All on board. Heute gibt es allerdings einen längeren Zeitraum bis zum Ablegen um 21 Uhr. Gegen viertel vor acht klopft es an der Zimmertür. Der Servicemensch will wissen, ob er nochmals die Betten machen oder frische Handtücher bringen soll. Das ist nicht mein zentrales Problem. Ich versuche mit der Doko-App die Zeit zu überbrücken. Kann mich aber nicht so recht konzentrieren. Gehe in Gedanken durch, was ich bei einem Spontanausstieg mit nach Mumbai nehme. Kreuzfahrtschiffe warten nicht.
Als ich 19 von 20 Spielen durch habe, höre ich Geräusche an der Tür. Miri steht da. Völlig verschwitzt. Mit Rad. Nach einer interessanten Tour von mindestens 50 Kilometern hat sie den falschen Bahnhof angesteuert: Central. Das ist aber nicht der große in unserer Nähe. Dann wurde es knapp. Das Handy war leer. Die Geldbörse im Grunde auch. Immerhin wartete die Mannschaft noch auf sechs weitere Passagiere, bevor das Schiff dann schon gegen halb neun ablegt.


Treppen im Kreuzfahrt-Schiff
Treppenhaus in Rot

Sunset in Mumbai from Cruise ship
Abschied von Mumbai


Kellner mit bunten Cocktails Cocktails
Montag, 17. Februar 2020: Seetag

Cocktail-Empfang (Foto links) mit Cäptn. Der Reiseleiter von einem aufstrebenden Reiseveranstalter aus Ostdeutschland, der 33 Passagiere an Bord hat, erzählt, wie er nachts um halb drei mit seinen frisch eingeflogenen Schützlingen zunächst nicht aufs Schiff kam. Ein ungarisches Paar um die 70 ist in 102 Ländern gewesen.
Ich kämpfe mich durch den Tag mit Krimi- und Zeitunglesen, Wäsche, Postkarten und Doppelkopf-App. Die Erkältung bleibt vor allem dank Klimaanlage nicht zu bezwingen.


Cruise Ship: sunset in the dust
Arabische See im Indischen Ozean


Haus, Mangaluru Indischer Fernradler
Dienstag, 18. Februar 2020: Mangaluru [Karnataka] (31 km)

Das Gute an Mangaluru (Mangalore): es gibt die Taj Cycle Co., die uns per Mail Räder zugesagt hat. Das Unpraktische: die entsprechende Filiale liegt zehn Kilometer vom Schiff entfernt. Kämpfen wir uns also durch die Armada der Taxifahrer und Touranbieter im Hafen zur Einfallstraße Richtung Stadt. Erklimmen den erstbesten Bus. Und werden für zehn Rupien (ca. 12 Cent) in die Stadt katapultiert. Frauen vorn, Männer hinten.
Am Nordende der City steigen wir aus und ziehen zunächst zu Fuß an den Morgengebeten im Devi-Tempel vorbei zur Sultan Battery. Dem schwachen Rest einer Festung. Immerhin Mittelpunkt netter Freizeitanlagen am Fluss. Außerdem Endhaltestelle der Bus-Linie 16, die uns ins Zentrum bringt. Dass die Aloysius-Kapelle an die Sixtinische erinnert, ist nicht ganz nachzuvollziehen. Jedenfalls wimmelt die Stadt von Kirchen, Kapellen, christlichen Schulen und Krankenhäusern.


Ullal Beach: Radler schiebt sein Rad zwischen Mauern
Zu eng zum Radeln

Shri Mariamma Temple, Urwa, Mangaluru
Shri Mariamma Temple 

Miri cycling in Ullal Beach
Ullal Beach

Indischer Poseidon am Gurupura River, Sultan Battery
Indischer Poseidon am Gurupura River 

Cyclist in Ullal Beach
Linksverkehr 

Ullal Beach: two bikes and one lady
Ullal Beach


Taj Cycle Co., Trupthi Complex, Pumpwell Cir, Kankanady, Mangaluru Schon sind wir bei Taj Cycle in Pumpwell (Foto rechts). Die beiden Räder, die uns angeboten werden, sind nicht ganz neu aber top in Ordnung. Auch ein Sattel kann richtig hoch montiert werden. Schon sind wir auf dem Weg zum Ullal Beach. Von Lonely Planet empfohlen rund zehn Kilometer südlich der Stadt. Vor allem müssen wir auf der großen Brücke über den Netravathi-Fluss.
Schließlich geht es auf winzigen Wegen zwischen Mauern durch die Siedlung am Strand (Fotos oben). Die Seeseite wird mit schwerem Gerät und massenweise Beton gesichert. Dann kommt der Sand. In dem ein kleines Auto feststeckt. Wir genießen das Wasser und unseren, genauer Miris Proviant. Dann ist der Abschlepp-LKW da. Aber im ersten Versuch reißt das dünne Seil, nachdem bei beiden Fahrzeugen die Räder durchdrehen. Pappe zum Unterlegen könnte helfen.
Zum Abschluss der große goldene Hindu-Tempel Kudroli Sri Gokarnanatha Kshetra (Gokarnanatheshwara). Hier herrscht Nachmittagsruhe (Fotos unten). Es ist deutlich wärmer als in Mumbai. Weiter südlich. Deshalb sind wir gut durchgeschwitzt und reif fürs Schiff, als wir die Räder wieder abgeben. Und dabei noch einen indischen Fernradler kennenlernen. Er fährt Mumbai - Kerala. Und ist schon auf dem Rückweg.




Gokarnanatheshwara-Tempel
Goldener Gokarnanatheshwara-Tempel... 

Gokarnanatheshwara-Tempel
...gegründet 1912 

Muslim Teens at busstop in Mangaluru
An der Bushaltestelle 

Sonne spiegelt sich an Seitenfront des Kreuzfahrt-Schiffs
Sailing on


Dutch Palace, Mattancherry, Kochi, Kerala Kirchen und Kommunismus
Mittwoch, 19. Februar 2020: Kochi [Kerala] (34 km)

Auf Willingdon Island legt die Costa Victoria an. In der Mitte der Wasserstraßen und Stadtteile, die das Bild von Kochi prägen. Wir wollen mit der Fähre rüber zum alten Kern, dem Fort Cochin. Wieder müssen wir uns eine Bresche schlagen durch die Wegelagerer. Einer weist uns den Weg zur Fähre, während ein Krankenwagen bis ans Schiff ranfährt. Für 6 Rupien (ca. 7 Cent) setzen wir über. Das Faltrad kostet extra. Bei Oceans Pride Tours hatte ich im Netz Räder für tausend Rupien pro Tag entdeckt. Entsprechend hoch unsere Erwartungen. Das Rad, das wir angeboten bekommen, ist schlechter als die beiden Räder gestern in Mangaluru. Kostet dann doch nur 200 Rupien. Wir klappern kurz die Sehenswürdigkeiten ab, die Miri von ihrer Begegnugstour vor drei Wochen schon kennt: Vasco da Gamas Ex-Grab in der Franziskus-Kirche, der niederländische Mattancherry-Palast (Foto links) und die alte Paradesi-Synagoge.
Dann radeln wir richtig los. Erst durch viel Verkehr an der Ostseite der Halbinsel. Bis Brücken die Fahrzeuge Richtung Ernakulam locken. Jetzt wird es schön. In Kumbalanghi pausieren wir in einem Palmenhain. Höhepunkt wird die Strecke rüber zur Westküste. Vorbei an der malerisch von Wasser umgebenen Kirche John the Baptist.


Radverleih an der Calvathy Road, Cochi, Kerala
Schrotträder4rent 

Letterbox, Cochi, Kerala
Britisch-indisch

St. Antony's Church & St. Joseph's Miraculous Shrine, Kannamaly, Kochi
St. Antony's Church & St. Joseph's Miraculous Shrine

Fishing point, Anjilithara Road
Am Fishing Point


Kommunistische Graffiti in Kochin Ein schmaler Pfad führt uns vorbei an hunderten von Fischernetzen. Auch die Westküstenstraße ist wenig befahren. Weiter reiht sich ein interessanter Kirchenbau an den nächsten (Fotos oben). Hier und da weht eine kommunistische Fahne. Kerala ist ein besonderer Teil von Indien. Sehr angenehm. Auch die touristische Infrastruktur, von der wir, zurück in Fort Cochin, weiterhin profitieren.
In der untergehenden Sonne manövriert sich das Schiff zurück ins offene Meer (Foto unten). Eine wunderbare Stimmung auf dem offenen Deck 11. Erst als es dunkel ist, kommt eine Ansage im Auftrag des Kapitäns: das Schiff wird schon morgen Abend in Malé vor Anker gehen, damit Zeit für ein Komplettscreening aller Passagiere auf das Coronavirus ist. Ahja.


Blick auf Fort Kochi
Blick auf Fort Kochi vom Schiff aus 

Sonnenstrahlen durch dunkle Wolken auf dem Meer
Auf hoher See


Costa Victoria: Pool Corona-Fieber-Screening
Donnerstag, 20. Februar 2020: Seetag

Letzter Seetag. Seit Mumbai steht das Besteck nicht mehr auf den Tischen, sondern ist nur noch am Buffet zu bekommen. Wohl eine kleine Corona-Maßnahme. Außerdem sind die Inder sehr viel dominanter an Bord. Auch durch Männerüberschuss. Zwischenzeitlich war ein kompletter Schönheitschirurgen-Kongress an Bord. Auf der einen Buffetseite gibt es sowieso immer indisch zu essen. Unsere Lieblingsseite. Auch die Inder bezeichnen es als authentisch, eher nordindisch. Dank der Inder wirkten die Landgänge auch nicht so nach "Erster Welt besucht Dritte Welt".
Endlich bin ich fit genug, um auch mal im Gym vorbeizuschauen. Regelmäßige Übungen hätten der lädierten Schulter gut getan. Besser als gar nichts.
Wie angekündigt, macht das Schiff Tempo, damit wir schon am Abend vor Malé anlegen. So sehe ich die Insel Himmafushi, auf der ich die ersten beiden Nächte verbracht habe, jetzt auch von hoher See aus Osten. So wie die nahegelegenen Touriinseln Paradise und Kurumba (Foto unten). Das Corona-Fieber-Screening ist dann nur eine Frage von wenigen Minuten. In Mainz ist Altweiberfastnacht.


Malediven


Routenkarte Malediven



Alle Etappen auf den Malediven: Blaue Linie = Touren-Route;
grüner Punkt = Etappen-Start; roter Punkt = Etappen-Ziel

Blick vom Kreuzfahrtschiff: Paradise Island Resort & Spa, Malediven
Paradise Island Resort & Spa 

Blick auf Malé vom Kreuzfahrtschiff
Wieder vor Malé


Radlerin besteigt Fähre am Presidential Jetty Fährterminal, Malé Autofreie Insel
Freitag, 21. Februar 2020: Malé - Fähre - Thilafushi - Fähre - Malé - Fähre - Villingili - Fähre - Malé (13 km)

Wie vor zwei Wochen geht es mit Tenderbooten an Land (Foto links). Ich drehe eine Ehrenrunde um Malé, das im Freitagsmodus ist: fast alle Geschäfte geschlossen, kaum Verkehr. Rennradlerinnen stattdessen unterwegs (Foto unten). Gerade noch erreichen wir die Fähre nach Thilafushi. Eine Insel, die wir in der Ferne erahnen. Von der wir aber nichts wissen. Die große Fähre ist sehr leer. Am Ziel gibt es fast nur Kleinindustrie. Bald stehen wir vor der zentralen Mülldeponie der Malediven. Die qualmt zum Glück nicht in unsere Richtung (Foto unten).


Freitags-Radlerinnen auf Malé
Freitags-Radlerinnen auf Malé 

Müllhalde auf Thilafushi
Müllhalde auf Thilafushi 

Tandem-Fahrer auf Villingili
Auf Villingili


Villingili: Beach view to Malé Schnell sind wir wieder zurück in Malé. Starten vom selben Terminal mit der im Zehn-Minuten-Takt fahrenden und gut gefüllten Fähre nach Villingili. Viele Fahrräder hier zu sehen, keine Autos und extrem leise Elektroroller. Dazu schöne Strände (Foto oben und rechts). Und sehr nette, autofreie Straßen.
Miri ist begeistert von der Fischwelt. Sie schwimmt mit weitem Oberteil. Ähnlich wie die Locals. Hier gibt’s im Gegensatz zu Himmafushi keinen "Bikini Beach". Auf allen drei Inseln kann ich ein bisschen radeln. Bevor das Rad schon mal in der Napcorner deponiert wird: Miris Bleibe morgen in der letzten Nacht (Foto unten), wenn ich schon in Saudi-Arabien sein werde.


Costa Victoria from behind
Letzte Fahrt zur Costa 

Luftschlangen an der Decke auf Kreuzfahrtschiff
Fastnachts-Wochenende 

Blue light: Nap Corner in Malé
Miri im Blaulicht der Nap Corner


Aerial view: Maledive Island Wolken und Seegang zum Abschied
Samstag, 22. Februar 2020: Flug: Malé - Riad - Dschidda (8 km)

Der Himmel komplett wolkenverhangen. Zum ersten Mal auf dieser Tour. Schon ist der Seegang so, dass der Transport mit den Tenderbooten zum Flughafen hinausgezögert wird. Die meisten Passagiere bleiben erstaunlich ruhig. Mit einer halben Stunde Verspätung geht es los. Kaum rauer als an den andern Tagen. Um diese halbe Stunde ist mein Flug nach Riad nach hinten verschoben. Die offizielle SMS von Saudi erhalte ich erst in Riad...


Teil 2: Saudi-Arabien & Libanon
Radeln am Roten Meer rund um Mekka


Route Malé - Colombo - Mumbai - Dschidda - Beirut



Rote Linie = Rad-Route; schwarze Linie: Kreuzfahrt & Flüge

Etappen Malé - Colombo - Mumbai - Dschidda - Beirut (6.2.-29.2.2020)

Details mit Geschwindigkeiten, Höhenmetern etc. als Excel-Tabelle

Tag Datum Start Zwischenstationen Ziel km
1. 6.2.2020 Malediven: Himmafushi 6
2. 7.2.2020 Himmafushi 12
3. 8.2.2020 Himmafushi 6
4. 9.2.2020 Hulhumalé 10
5. 10.2.2020 Seetag
6. 11.2.2020 Sri Lanka: Colombo 18
7. 12.2.2020 Seetag
8. 13.2.2020 Indien: Vasco da Gama (Goa) 16
9. 14.2.2020 Mumbai (Maharashtra) 33
10. 15.2.2020 Mumbai (Maharashtra)
11. 16.2.2020 Mumbai (Maharashtra)
12. 17.2.2020 Seetag
13. 18.2.2020 Mangaluru (Karnataka) 31
14. 19.2.2020 Kochi (Kerala) 34
15. 20.2.2020 Seetag
16. 21.2.2020 Malediven: Malé & Thilafushi & Villingili 13
17. 22.2.2020 Saudi-Arabien: Dschidda 8
18. 23.2.2020 Dschidda Shumaisy 86
19. 24.2.2020 Shumaisy Al Maqrah Al Hasasinah 101
20. 25.2.2020 Al Hasasinah Al Hada (2000 m) Taif 46
21. 26.2.2020 Taif Az Zaymah Al Jumum 147
22. 27.2.2020 Al Jumum Asfan - Khulais Thuwal 129
23. 28.2.2020 Thuwal Dschidda 95
24. 29.2.2020 Libanon: Beirut 17
Summe 808

Chris on the Sultans Bike: Himmafushi, Malediven
Himmafushi, Malediven


Anschluss Tour 45: Libanon & Zypern (765 km) Feb. 2009


Nächste Tour: Staudernheim - Strasbourg (316 km) Juli 2020

Vorherige Tour: Karibik III: Cayenne - Fort-de-France (2250 km) Okt./Nov. 2019


Alle Touren Bikes Karte Kontakt Länder Links Run & Fun Suchen

Tour 59: Errachidia - Agadir (1005 km) 2012
Marokko 2012
Chris Tour 65: Kirgisien - Almaty (951 km) 2013
Kirgisien 2013
on the Tour 68: Strasbourg - Vicenza (1275 km) 2014
Alpen 2014
Bike Tour 75: Iran - Persischer Golf (2690 km) 2015
Iran 2015
© Copyright 2000-2019 Christoph Gocke. Alle Rechte vorbehalten.