Tour 65: Kirgisien - Almaty (951 km) 2013
Kirgisien 2013
Chris Tour 68: Strasbourg - Vicenza (1275 km) 2014
Alpen 2014
on the Tour 75: Iran - Persischer Golf (2690 km) 2015
Iran 2015
Bike Tour 82: Karibik: Barbados - Haiti (902 km) 2016
Karibik 2016

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VG WORTTour 96: Karibik II: Havanna - Miami (1560 km)


Auf Jamaika
Auf Jamaika

Miri & Chris auf dem Kreuzfahrtschiff
Auf dem Schiff

Bike-Blog & Routen-Karte & Etappen-Übersicht
Karibik II: Havanna - Miami (14.10.-24.11.2018)

Ausrüstung: Bike & More
Ausrüstung:
Bike & More
Nach unserer ersten Karibik-Tour vor zwei Jahren wollen wir diesmal noch ein paar andere Gegenden sehen.

Teil 1: Kuba (14.-22.10.2018)

Teil 2: Trinidad & Tobago, Grenada, St. Vincent (22.-31.10.2018)

Teil 3: Florida & Bahamas (31.10.-4.11./18.-24.11.2018)


Teil 4: Kreuzfahrt: Tampa - Karibik- Tampa (4.-18.11.2018)


Zwei Bromptons zusammengeschlossen in Tampa mit Aufkleber Chris-on-the-Bike.de
Sonntag, 4. November 2018: Tampa - Start Kreuzfahrt (25 km)

Die Schlange zieht sich durch die Mittagshitze um das Gebäude von Terminal 2. Millimeterweise geht es voran. Um die erste Ecke. Irgendwann in das Gebäude hinein. Normalerweise soll es gar keine Schlange geben. Heute schlängelt es sich auch im Gebäude endlos weiter. Rund 2.500 Passagiere wollen aufs Schiff.
Unsere Falträder werden von den Mitpassagieren amüsant kommentiert. Von den Mitarbeitern gelassen zur Kenntnis genommen. Bis zur X-Ray-Machine der Gepäckkontrolle. Wir falten sie mal zusammen. Aber durchs Gerät kommen sie gar nicht. Stattdessen wird munter telefoniert zwischen Security und Veranstalter. Dann müssen wir vorerst Abschied nehmen. Die Räder werden der Schiff-Security übergeben. Wir sollen sie bei den Tagesausflügen wieder bekommen. Ob sie wirklich an Bord kommen, können wir nicht beurteilen.
Wir jedenfalls haben Kabine 5081. Eine Innenkabine. Die Außenkabine hätte die Hälfte mehr gekostet. Im Fernseher ist auf einem Kanal die Frontkamera des Schiffes zu sehen. Sie kann uns in den nächsten Tagen als Fenster dienen.
Nach der obligatorischen Sicherheitseinweisung verlassen wir als letztes das Restaurant, um vor der Tür zu den ersten zu gehören, die wenige Minister später zum À la carte Abendessen eingelassen zu werden. Es funktioniert. Wir bekommen einen der wenigen Fensterplätze. Blicken auf den Hafen. Abfahrt ist erst nachdem Menü. Mit mehreren Stunden Verspätung schippert die Norwegian Pearl, die unter der Flagge der Bahamas läuft, aus der großen Bucht von Tampa in den dunklen Golf von Mexiko hinaus.


Chris on the folding bike and the Norwegian Pearl
Anfahrt zur Norwegian Pearl


Sonnenaufgang über der Karibischen See
Montag, 5. November 2018: Seetag

Die Kreuzfahrt beginnt mit einem Seetag. Wir müssen um Kuba herum zu den Cayman Islands. Zeit, das Schiff kennenzulernen. Wir vergleichen viel mit unserer Tour mit der Carnival Fascination vor zwei Jahren. Hier ist es leiser. Das Publikum älter, weißer und internationaler. Ansonsten vieles ähnlich. Der Überfluss an Lebensmitteln. Das permanente Marketing von Ausflügen, Veranstaltungen, Duty Free etc.
Ich gehe zur Präsentation des Ausflugsprogramms für die nächsten beiden Wochen. Einige Ziele werden mit Videos vorgestellt. Nicht sehr aufwändig gemacht. Dadurch authentisch. Ich bekomme eine Idee von möglichen Zielen für uns.
Nachher gehe ich zu dem brasilianischen Referenten. Einige fragen nach der Entführungswahrscheinlichkeit in Kolumbien. Ich nach der Kriminalität in Colòn, Panama. Erwähne, dass das deutsche Außenministerium von Spaziergänge ohne Gruppenbegleitung abrät. Das amerikanische nicht, behauptet er. Außerdem seien wir nur maximal drei Stunden dort. Abhängig vom Verkehr auf dem Panama-Kanal.


Auf dem Sonnendeck der Norwegian Pearl
Auf dem Sonnendeck der Norwegian Pearl


Kunst-Auktion auf der Norwegian Pearl Die Norwegian Pearl hat sogar eine Bibliothek. Zweimal am Tag zur Ausleihe geöffnet. Danach werden die Glasschränke abgeschlossen und man kann hier in Ruhe lesen. Sofern sich nicht ein neunzig Jahre alter Kalifornier und ich unterhalten. Er war im Koreakrieg, sein älterer Bruder während des Zweiten Weltkriegs in Europa. Die Welt könne doch friedlich zusammenleben. Sie habe genug für sieben Milliarden Menschen. Stattdessen Trump. Dessen Republikanern er trotzdem bei den Zwischenwahlen morgen Siegchancen einräumt. Die Wirtschaft brumme einfach. Vielleicht auf Kosten der nächsten Generation.
Nach dem Abendessen mache ich das, was ich den ganzen Tag über machen wollte. Ich frage an der stets mit drei, vier Leuten besetzten Rezeption danach, wie wir morgen beim ersten Ausflug an unsere Räder kommen. So einfach ist das nicht. Sie wollen erst eine Clearance durch die local authorities erreichen. Wenn wir uns früher gemeldet hätten, hätte das vielleicht schon gemacht werden können. So aber, könne alles erst morgen früh angegangen werden. Ausgang offen.


Sonnenuntergang auf der Norwegian Pearl
Sonnenuntergang auf der Norwegian Pearl


Norwegian Pearl vom Tenderboot aus gesehen
Dienstag, 6. November 2018: Cayman Islands: George Town/Grand Cayman - West Bay - George Town/Grand Cayman (47 km)

Die spannende Frage des Morgens: dürfen wir mit unseren Falträdern an Land? Erschwerend hinzu kommt: Unser Schiff kann nicht an der Kaiman-Kaimauer anlegen. Der Hafen ist nicht tief genug. Alle der 2.500 Passagiere, die an Land wollen, werden mit Tenderbooten an Land gebracht.
Heute gerate ich an Anna-Maria an der Rezeption. Rumänischer Nachname. Sie ruft die Security. Ich solle mich gedulden. Erst seien andere Dinge mit den lokalen Behörden zu klären. Dann die gute Nachricht: die Clearance durch die Cayman Islands ist erteilt. Aber ein entsprechendes Schreiben müsse noch per Tenderboot zum Schiff transportiert werden. Endlich ist es da: ein Schreiben unserer Reederei NCL mit Approval-Stempel des Zolls von Grand Cayman. Wir werden noch ermahnt, die Räder beim Zoll an- und anzumelden. Dann werden sie hinter der Rezeption hervorgezaubert. Wir schleppen sie aufs Tendership, an Land, zum Zoll. Während es für die anderen Passagiere keinerlei Gepäck- oder Passkontrolle gibt.
Dann sind wir im Steuerparadies. Linksverkehr. Am Seven-Miles-Beach, der nur fünfeinhalb Meilen lang sein soll, nach Norden. Kurz vor West Bay nutzen wir ihn zum Schwimmen.


Strand von West Bay, Grand Cayman
Strand von West Bay, Grand Cayman

Mangrovensümpfe von West Bay, Grand Cayman
Mangrovensümpfe


Villa in West Bay, Grand Cayman Delfinarium und Schildkrötenzentrum liegen direkt gegenüber. Beliebte Ziele der auf dem Schiff angebotenen Exkursionen. Bei den Delfinen kann man kostenlos zuschauen, wie andere mit ihnen schwimmen. Ich nutze das Wlan im klimatisierten Besucherzentrum. Auch, um nach den Erlebnissen von heute nach einem Fahrradverleih morgen in Jamaika Ausschau zu halten.
Dann wird die Straße immer enger. Und schließlich zu einer Piste. Ganz nah am Wasser umrundet der wie ein Radweg beschilderte West Bay Loop die Nordküste der Halbinsel. Ganz einsam machen wir eine Pause in tropischer Vegetation direkt am Strand.
Die ein oder andere Piste endet trotz West Bay Loop als Sackgasse. Umso schöner. Brackwasser. Mangroven. Schließlich ein Villenviertel direkt am Wasser. Bevor auch wir uns an einer Bootsanlegestelle in einem Restaurant bei frischer Limonade niederlassen.
Nach einem zweiten Bad am Südende von Seven-Miles radeln wir noch durch die Hauptstadt George Town. Von den tausenden Briefkastenfirmen, die nicht unwesentlich zum Wohlstand der Steueroase beitragen, ist nichts zu sehen. Gerade die Hauptstadt wirkt alles andere als pompös.
Am Tenderboot ist keiner vom Zoll aufzutreiben. Irgendein Offizieller telefoniert ewig. Dann ist irgendwie gut. Es geht zurück zum Mutterschiff. Schön, dass die Tenderboote kein Hindernis sind. Aber das Damoklesschwert eines Radverbots schwebt nun über jedem Landgang. „Some countries don‘t allow,“ wie Anna-Marie heute sagte. Aber eine Voranmeldung für Jamaika morgen will niemand an der Rezeption entgegen nehmen.


Villa in West Bay, Grand Caymann
Photoshooting mit dem iPhone

Schild für Fahrradweg 'West Bay Loop', Kaimaninseln
Radweg-Beschilderung auf Grand Cayman

Faltrad-Fahrt am Strand von West Bay, Grand Cayman
Mit dem Faltrad am Strand


Norwegian Pearl im Hafen von Falmouth, Jamaika
Mittwoch, 7. November 2018: Jamaika: Falmouth - Shuttle - Montego Bay - Shuttle - Falmouth (1 km)

Jamaika. Zwei deutsche junge Frauen haben einen Ausflug zu Heimat und Mausoleum von Bob Marley gebucht. Das ist mit dem Rad ein bisschen weit. Außerdem: kriegen wir unsere Räder hier an Land. Falmouth ist ein relativ neuer Kreuzfahrthafen. Aufwändig angelegt mit großem Empfangsgebäude und riesigem Shoppingbereich. Völlig überraschend kommt Miri von der Rezeption zurück: keine Clearance für die Räder. Wir lassen unsere Helme an Bord, lassen uns ein Schloss von unseren Rädern geben. Immerhin hat meine Schnellrecherche ja fünf Fahrradläden auf der Karte angezeigt. Doch die TouriInfo ernüchtert uns weiter. Die Läden sind in einem anderen Falmouth. In diesem 8.000-Einwohner-Ort gibt’s nichts.
Jetzt wollen wir doch wissen, ob wir nicht selbst was bei der Hafenbehörde erreichen können. Es stellt sich heraus: „Denicia“, eine Dame vom Landwirtschaftsministerium, sei der Meinung, die Räder müssten desinfiziert werden. Der Meinung könnte man sein, aber warum dürfen dann die Rollstühle und Rollatoren an uns vorbei rollen. Ob wir denn mit Denicia sprechen könnten. Nein, die habe längst Dienstschluss. Es ist ja auch schon fast neun Uhr morgens.
Ziemlich verdattert schließen wir uns einem lokalen Anbieter für Bustransporte ins 35 Kilometer entfernte Montego Bay, einem der Haupttouristenorte, an. Hoffen da zumindest auf Gurkenräder. Zur Fahrt gehört eine Führung. Wir kommen an der Schule von Sprinterkönig Usain Bolt vorbei. Der hier ganz in der Nähe wohnen soll.


Fahrrad-Freak in Montego Bay, Jamaika
Fahrrad-Freak in Montego Bay

Frische Kokosnuss mit Strohhalm
Wer hat die Kokosnuss?

On the Bike in Montego Bay auf Jamaika
On the Bike auf Jamaika

Fahrrad-Polizeistreife von Montego Bay mit Radler
Mit der Fahrrad-Polizeistreife von Montego Bay


Chris in der Mystery Bar, Kent Ave, Montego Bay, Jamaika In Montego Bay, kurz Mo‘Bay, lassen wir uns am Strand absetzen. Am Hip Strip. Dort erneute Ernüchterung. Selbst in diesem Touri-Eldorado kein Radverleih. Da erblicke ich auf der andern Straßenseite eine Figur wie aus einem Jamaika-Werbeprospekt. Ein schwarzer, dürrer Mann mit Strohhut, Strohschuhen, Strohkleidung. Auf einem Fahrrad. Und was für einem Fahrrad. Vorne ein Korb voller Bougainvilla-Blüten ??? Hinten eine äthiopische Fahne. Natürlich alles einzig und allein für Touristen. Genau das sind wir ja längst. Geworden. Hier. Meine letzte Radhoffnung. Ok. Das Rad hat einen Benzinmotor. Aber der ist abgestellt. Changa stimmt zu. Ich darf ein paar Meter fahren. Miri ist Pfand und Fotografin. Es werden die am besten dokumentierten 610 Meter (laut Runtastic-App) aller Touren. Der Sattel viel zu tief. Egal. From Jamaica to the world: Feel the bike love generation.
Der Rest ist Baden, Bar und Bier. Das obligatorische Red Stripe. Ein lebender Mythos wie Usain Bolt. Der überlebensgroß in seiner Siegerpose dargestellt ist. Rundherum ist die größte Dichte an Marihuana-Verkäufern weltweit. Ich hatte meine Droge. Allein: noch viel lieber wären wir auf der wenig befahrenen, flachen Küstenstraße selbst nach Mo‘Bay geradelt.


Tour-Shop mit Bob Marley Souvenirs in Montego Bay, Jamaika
Bob

Usain Bolt Denkmal in Montego Bay, Jamaika
Usain


Messe mit zwei indischen Priestern auf hoher See in der Spinnaker Lounge, Norwegian Pearl
Donnerstag, 8. November 2018: Seetag

Dank Miri, der unermüdlichen Verehrerin von Sonnenauf- und -untergängen erleben wir auch heute ein Himmelsspektakel um kurz nach sechs. Wolkenberge veredeln die rotgelben Sonnenstrahlen.
In der täglichen Bordzeitung habe ich zufällig eine „selbstgeführte“ katholische Messe entdeckt. Zwei (spätberufene) indische Priester, die als Passagiere an Bord sind, haben die Initiative ergriffen. Nicht in der nüchternen Kapelle, sondern in der „Spinnaker Lounge“, in der sonst Tanzveranstaltungen sind, haben sie einen Altar aufbauen lassen. So sind wir umgeben vom Glanz der Morgensonne auf dem Meer ringsum. Und da einer von beiden gerade erst geweiht ist, gibt es noch einen Primizsegen dazu.
Heute, am Seetag, mal á la Carte Frühstück. So kommt man zum Beispiel an Tomatensaft. Ansonsten sind wir erschöpft. Von nichts.


Paar im Licht der aufgehenden Sonne auf Kreuzfahrtschiff Norwegian Pearl in der Karibischen See
In den ersten Sonnenstrahlen auf Deck

Sonnenaufgang mit Wolken in der Karibischen See
Sonnenaufgang mit Wolken


Garden Cafe Buffet Restaurant auf der Norwegian Pearl am Vormittag Um 14 Uhr habe ich mich mit der deutschsprachigen internationalen Gästebetreuerin zum Thema Falträder verabredet. An der Rezeption. Dort arbeitet Patricia als ganz normale Rezeptionistin. Entsprechend bescheiden ist der Output unseres Gesprächs. Immerhin bekommen wir die Zusage, dass nun automatisch in jedem Hafen nach Zulassung der Räder gefragt wird. Und wir eine halbe Stunde nach Anlegen an der Rezeption nachfragen. Es bleibt ein Nervenspiel. Warum weist NCL nicht von vornherein darauf hin? Ich hätte Alternativen anrecherchiert. Warum werden die Räder nicht wie Rollstühle und Rollatoren behandelt? Warum lässt man uns nicht einfach die Räder in Taschen packen?


Büste im Restaurant Summer Palace auf der Norwegian Pearl
Büste im Restaurant Summer Palace

Ananas-Vogel im Garden Cafe Buffet Restaurant, Norwegian Pearl
Ananas-Vogel im Garden Cafe Buffet Restaurant


Norwegian Pearl: Fahnen-Kombination Bahamas & Norwegen
Freitag, 9. November 2018: Kolumbien: Santa Marta - Taganga - Santa Marta - Gaira - Santa Marta (27 km)

„Du willst doch nicht bei dieser Hitze radeln?!“ sagt Miri. Doch. Jetzt müssen wir. Schon die Fahrt von Santa Marta über den kleinen Pass nach Taganga war schweißtreibend. Kolumbien ist der südlichste und heißeste Punkt unserer Kreuzfahrt.
Auch hier hing unsere Radfahrt am seidenen Faden. Lange brauchte es bis zur Genehmigung. Einschränkung: im Hafenbereich dürfen wir nur schieben. Unser Schiff hat auch mitten im Industriehafen angelegt. Die Passagiere werden mit Shuttlebussen zur Hafeneinfahrt gebracht. Als wir langsam davonschieben wollen, kommt plötzlich eine Mitarbeiterin des Schiffes und meint, es gebe eine neue Direktive. Wir dürften doch nicht Fahrradfahren. Ein radelnder Hafenmitarbeiter rettet uns, indem er uns auch mit den Rädern im Shuttlebus mitfahren lässt.
Wir sind also nordöstlich in den Szene-Traveller-Ort Taganga geradelt. Viele Israelis sollen hier nach dem Militärdienst rumhängen. Heute ist von ihnen nichts zu sehen. Immer wieder bekommen wir Bootsfahrten in die Nachbarbucht Playa Grande angeboten. Beim Fußweg durch die Berge sei die Überfallgefahr zu groß, meint eine ältere Straßenhändlerin. Schließlich bleiben wir in der Bucht und schwimmen ausgiebig hier.
Doch jetzt müssen wir durch die Mittagshitze zurück über den Pass. Es geht halbwegs. So entscheiden wir uns zurück in Santa Marta auch noch den Pass im Südwesten zur nächsten Bucht in Angriff zu nehmen. Alles Ausläufer der Sierra Nevada. Mein Kopf wird unter dem Helm fast gesprengt. Der Schweiß rinnt in Strömen allüberall. Ich gieße mir von den letzten Wasservorräten etwas über den Helm.
Die Abfahrt belohnt. Vor allem der Strand von Gaira: Playa Rodadero. Hunderte Kolumbianer tummeln sich hier. Ganz entspannte Atmosphäre. Die wenigen Händler sind nahezu unaufdringlich.


Chris & the Taganga Bay, Colombia
Chris vor der Bucht von Taganga

Schwimmerin in der Bucht von Taganga, Kolumbien
Miri in der Bucht von Taganga

Obst- und Gemüseverkäufer mit Radler in Taganga, Kolumbien
In Taganga


Miri und Shuttle-Busfahrer entfalten Brompton-Falträder Zurück in Santa Marta kurven wir noch einmal an der Kathedrale vorbei. Der spanische Gründer einer der ersten europäischen Städte in Amerika wird hier verehrt, auch am Hafen. Dazwischen eine Skulptur des Unabhängigkeitskämpfers für halb Südamerika: Simon Bolivar. Spanischer Kolonialstil im Zentrum, ringsherum Hochhäuser. Auch bei der Abfahrt von der Küste. Leider fährt das Schiff weit hinaus. Obwohl wir morgen nur rund 250 Kilometer weiter westlich in Cartagena anlegen. Wir hatten sogar überlegt, ob wir die Strecke nicht parallel an Land radeln. Unter den gegebenen Umständen dann leider doch nicht denkbar.


Playa Gaira, Kolumbien
Playa Gaira

Norwegian Pearl im Hafen von Santa Marta
Im Hafen von Santa Marta


Brompton-Rad ohne Schraube
Samstag, 10. November 2018: Kolumbien: Cartagena - Castillogrande - Cartagena (27 km)

Miri will gerade ihr Rad im Hafengelände entfalten, um es besser schieben zu können. Da entdeckt sie, dass die Spezialschraube zum Feststellen des Lenkers fehlt. Kurze Nachfrage bei der Rezeption, hinter der die Räder immer hinterlegt werden müssen: negativ. Vermutlich ist die Schraube beim Bustransport im Hafen verloren gegangen.
Im Wlan-Bereich des Hafens recherchiere ich für drei Dollar den nächsten Radladen. Brompton ist in Cartagena nicht vertreten. Nur ein Kilometer entfernt ist Bike JC. Ein kleiner chicer Radladen mit Werkstatt. Sie haben nicht nur eine passende Schraube. Der Mechaniker bastelt den Spezialmechanismus kurzerhand nach. Nach nicht mal einer halben Stunde ist das Rad wieder voll einsatzfähig. Nur drei Dollar wollen sie haben. Nur Werkzeug zum Lösen der Schraube verkaufen sie nicht. Juan radelt mit uns zur nächstbesten Ferreria. Wo wir einen Schraubenschlüssel für zwei Dollar erstehen können.


Bikes JC in Cartagena
Mit den Rettern von Bikes JC in Cartagena

iPhone: Texten mit Tastatur
Schweißtreibend: der tägliche Blog -
niedergeschrieben mit dem Smartphone

Zufahrt auf die Altstadt von Cartagena
Zufahrt auf die Altstadt von Cartagena

Blick durch Bogen in Innenhof, Altstadt von Cartagena
In der Altstadt von Cartagena


Palast der Inquisition, Cartagena Cartagena hat zweierlei: eine riesige Altstadt aus Kolonialzeiten und eine große Sammlung moderner Hochhäuser. Die Altstadt streifen wir anfangs nur. Um auf der Halbinsel Bocagrande den endlosen Strand am Fuß der vielen Hochhäuser entlang zu fahren. Eigentlich wollen wir zum Leuchtturm auf der Landspitze von Castillogrande. Der ist Teil eines Marinestützpunktes. Machen wir Pause direkt davor an der Wendeschleife eines Rad-, Skate- und Fußgängerweges der uns auf der Nordostseite der Halbinsel anschließend zurückführt.
Durch das Fahrradmalheur sind wir relativ spät dran. Ausgerechnet heute ist die Abfahrt schon um zwei. Bleibt nur eine Stunde für die Altstadt, genauer Altstädte: El Centro, San Diego und Getsemani. Wir mäandern mit dem Rad alle möglichen Straßenzüge. So viel alte Bausubstanz. Und so viel Leben. Auch viele Touristen. Dennoch lebt die Altstadt aus sich heraus. Richtig was zum Wohlfühlen.


Radler und die Skyline von Bocagrande, Cartagena
Skyline von Bocagrande, Cartagena

Blick von Bord der Norwegian Pearl auf den Industriehafen von Cartagena
Blick von Bord auf den Industriehafen von Cartagena


Neubau der Atlantik-Brücke über den Panama-Kanal in der aufgehenden Sonne
Sonntag, 11. November 2018: Panama: Colón (6 km)

Schon um halb sechs, in der Dunkelheit leuchtet nur der Hafen von Colón, füllen sich die Oberdecks. Wir fahren in den bedeutendsten Kanal der Welt: Panama. Die fast fertige Hängebrücke wirkt wie das Eingangstor. Die Norwegian Pearl passt gerade so drunter her. Jetzt hat sich über die Lautsprecheranlage, der man fast nirgendwo auf dem Schiff entgehen kann, ein eigens an Bord geholter Guide gemeldet. Er kommentiert den ganzen Tag über den Verlauf unserer Fahrt im Kanal. Und unterfüttert sie mit Fakten. Wir fahren in den Kanal, werden mit der dreiteiligen Gatún-Schleuse 26 Meter über den Meeresspiegel gehoben auf die des riesigen, künstlichen Gatúnsees.
Alle guten Aussichtsplätze sind belegt. Sogar die sonst nicht zugängliche Spitze des Schiffs ist heute Aussichtsterasse. Und neben den Pools ist ein riesiger Verkaufsstand mit Panama-Devotionalien. Ein T-Shirt für 15 Dollar, zwei für 20. Samt Schriftzug der Reederei. Es ist die Attraktion der Kreuzfahrt. Und wenn wir den Guide richtig verstanden haben, kostet der kleine Rein-Raus-Trip eine halbe Million Dollar. Rund 200 Euro pro Passagier.
Nebel liegt über dem Regenwald, der bis an den Kanal ranreicht. Unser Schiff passt so gerade eben in die Schleusenkammer. Mehrere Lokomotiven, die sich wie schweizer Bergbahnen per Zahnrad fortbewegen, halten das Schiff mit straff gespannten Stahlseilen von den Mauern und Toren fern. Nebenan ein Frachtschiff in die andere Richtung. Und in Sichtweite die neue, größere Schleuse. Erst seit zwei Jahren in Betrieb. Dort schieben sich Containerberge durch den Regenwald. Der sich in Form eines kurzen Schauers bemerkbar macht. Regenbogen inklusive.
Die Sonntagmorgenmesse haben die beiden indischen Priester auf sieben Uhr gelegt. Wir sind in der mittleren Schleusenkammer. Auch ein Erlebnis. Als der Blick sich auf den riesigen Gatúnsee weitet, sind wir längst wieder an Deck. Das Schiff geht vor Anker. Mit Tenderbooten werden heute nur die an Land gebracht, die einen vom Schiff organisierten Ausflug gebucht haben. Panama lässt keine Individualtouren zu. Was sich auch auf die Preise auswirkt. Für einen Ausflug in ein Indianerdorf sind uns 139 Dollar pro Person zu viel. Die Eindrücke sind auch so gewaltig. Ich gehe erstmals in die Muckibude an Bord. Fahre sicherheitshalber ein paar Meter auf der Radsimulation - falls wir heute Abend keine Räder haben.


Blick auf die Gatun-Schleuse im Panama-Kanal aus der Norwegian Pearl
Blick mit Spiegelung

Gatun-Schleusengebäude von 1913
Schleusengebäude von 1913

Gatun-Schleuse: Blick zurück Richtung Atlantik
Blick zurück Richtung Atlantik

Happy im Panama-Kanal
Happy im Panama-Kanal

Indian Priest in Chapel of Norwegian Pearl
In der Kapelle vor dem Sonntagsgottesdienst im Panama-Kanal

Butterfly-Breakfast
Butterfly-Breakfast

Obst-Zwischenmahlzeit im Gatun-See
Obst-Zwischenmahlzeit im Gatun-See

Beginn der Abend-Radtour in Colon, Panama
Beginn der Abendtour in Colon


Gespenstische Straße in Colon, Panama Auf der anderen Seite des Sees geht es in zwei Stufen nach Panama-Stadt am Pazifik. Nicht für uns. Das Schiff dreht und sackt durch die Schleusen zurück zum Karibischen Meer. In der Hafenstadt Colón werden nicht nur alle Ausflügler wieder an Bord genommen. Wer will, kann hier am späten Nachmittag von Bord gehen. In die Stadt, vor der das deutsche Auswärtige Amt so warnt: „Passagiere von Kreuzfahrtschiffen, die in Colon anlegen, sollten sich organisierten Landausflügen anschließen. Es wird dringend davon abgeraten, auf eigene Faust die Stadt Colon und das Hafengelände zu erkunden.“
Genau das wollen wir tun. Da sich die Clearance des gesamten Schiffs samt unserer Räder noch unerwartet hingezogen hat, stehen wir erst kurz vor Sonnenuntergang an Land. Kaum radeln wir aus dem eingezäunten Bereich des Kreuzfahrthafens Colón 2000, bedrücken herunter gekommene Häuserfassaden und -ruinen. Vieles wirkt abgebrannt, kaum gepflegt. Auch ärmlich. Aber nicht wie in Haiti, wo alles sehr diszipliniert wirkt.
Auf die Hauptstraße biegen wir bei McDonald‘s. Auch der wirkt mit seinen blasen Farben so als wäre es ein Fake. Der KFC, der nun in jeder Ecke der Karibik präsent ist, etwas authentischer. An vielen Ecken Polizei.
Wir biegen noch ab zur Kathedrale Immaculada Concepcion. Riesig, blass, bedrückend. Der Blick in eine Nebenstraße: Ruinen, Kabel kreuz und quer, kaum Autos. In diesem Moment entdecken uns zwei Polizisten auf Fahrrädern. Sie geben sofort das Kommando: zurück zum Schiff. Mit ihrer Begleitung. Das Tageslicht verliert sich immer mehr. Reicht nicht mehr richtig für ein gemeinsames Foto, um das uns Devis und Manuel, die beiden Polizisten bitten. Sechs Kilometer Stadtfahrt der bedrückenden Art.
Selbst die Touriläden im Hafenbereich sind trister als andernorts. Wir entdecken eine kleine Gruppe Smartphonetipper. Ja, es gibt Wlan. Ein Faden zur Welt. Wie der riesige, moderne Containerhafen auf der anderen Seite unseres Schiffes. Strange world.


Mit der Fahrrad-Polizeistreife in Colon, Panama
Zurück mit und dank der Polizei-Streife

Policia: personalisiertes Polizeifahrrad in Colon, Panama
Personalisiertes Polizeifahrrad


Im Nationalpark von Cahuita, Costa Rica
Montag, 12. November 2018: Costa Rica: Puerto Limón - Cahuita - Puerto Limón (93 km)

Heute endlich ein richtiger Radeltag. Und ein richtiger Regenwaldtag. Costa Rica macht’s möglich. Wir fahren ein nach Puerto Limón. Die kleine Stadt ist die größte Costa Ricas an der Karibikküste. Ich hatte das Land für eines der sichersten der ganzen Tour gehalten. Das deutsche Auswärtige Amt schildert die Sicherheitslage jedoch so: „An der Karibikküste weist die Gegend der Hafenstädte Moin und Limón eine besonders hohe Gewaltkriminalität auf, auch in den beliebten Touristenzentren Cahuita und Puerto Viejo kommen bewaffnete Raubüberfälle vor.“ Nach Cahuita wollen wir hin. Ziemlich genau die Entfernung, die wir hin und zurück an einem Tag mit den Rädern und im Timeslot der Kreuzfahrt (7 Uhr anlegen; 15.30 Uhr „All aboard“) schaffen können: rund 90 Kilometer. Flache Küstenstraße. Und alles grün. Abgesehen vom blau-weißen Meer, das mit beträchtlichen Wellen an Land trifft. Viele Palmen, Kokosnüsse und Kokosöl werden am Straßenrand angeboten. Bananen. Auch eine Bananenplantage, vor der der Maersk-Container beladen wird. Überfallen werden wir nicht. „Pura Vida“ ist der Gruß, auf den die Menschen begeistert reagieren.


Fahrt über eine Brücke mit Leitplanke auf der Straße 36, Ostküste Costa Rica
Brücke mit Leitplanke

Pflanze im Nationalpark von Cahuita, Costa Rica
Pflanze im Nationalpark

Bananen am Straßenrand, Costa Rica
Bananen am Straßenrand

Regenwald-Radeln in Costa Rica
Regenwald-Radeln

Pflanze im Nationalpark von Cahuita, Costa Rica
Pflanze im Nationalpark

Chris on the Faltrad in Costa Rica
Chris on the Faltrad in Costa Rica


Passanten auf Brücke in Costa Rica Cahuita lockt mit dem meist besuchten Nationalpark des Landes. Doch erst müssen wir uns mit Bordreserven stärken. Dann bleibt nur noch eine gute Stunde für die Regenwaldwanderung. Auf mit Sand belegtem Weg bewegen sich die Wanderer durch den Pflanzendschungel. Einzelne Blüten, einzelne Tiere. Das Erlebnis ist das wilde Grün. Und in die Wellen stürzen wir uns auch noch.
Als wir nach einem Regenschauer wieder auf die Räder steigen, kommt uns ein Russe mit Brompton-Faltrad entgegen. Unsere Tagesetappe erscheint ihm aber etwas überdimensioniert. Wir müssen uns auch sputen. Ab und zu kommt sogar die Sonne durch. Bleibt noch Zeit für die moderne Kirche von Puerto Limón. Vor der Kinder für Krankenhäuser sammeln. Wir sind rechtzeitig an Bord. Ein deutsches Paar aber wird immer wieder ausgerufen. Irgendwann legt das Schiff ab. Wir haben niemand mehr an Bord kommen sehen.
Aus Costa Rica habe ich auch das bisher letzte Lebenszeichen von Ex-Mitradlerin Ute Krieger erhalten. Vor rund zehn Jahren war sie an der Pazifikküste in einer Eco Lodge, in der sie auch ihre Diplomarbeit in Sachen Ökotouristik schreiben wollte. Die Arbeit hat sie nie abgeschlossen. Brücken zur Heimat abgebrochen. Nicht mal ihre Schwester weiß, wo sie steckt. Miss u, Ute. Auch wenn ich jetzt verstehen kann, wenn du immer noch hier wärst. Pura Vida.


Nachmittag in der Bucht von Puerto Limon, Costa Rica
Vor der Abfahrt

Rückkehr zum Schiff Norwegian Pearl in Puerto Limon, Costa Rica
Rückkehr zum Schiff

Sonnenaufgang auf der Norwegian Cruise in der Karibischen See
Miri und die Sonne


Innenraum der Norwegian Pearl bei Nacht
Dienstag, 13. November 2018: Seetag

Es ist drei Uhr morgens, als mich welche innere Uhr auch immer, aus dem Brett treibt. Ich suche nach dem Nachtleben auf dem Schiff. Alle Bars und sonstige Location sind verlassen. Selbst dort, wo man 24 Stunden essen und trinken kann, geistern nur zwei Kellner durch die Requisiten. Ausgerechnet der Pfefferminztee, der mir jetzt vorschwebt, ist nicht aufzutreiben. Der alternativ gewählte Kamillentee schmeckt nicht nach Kamille. Vielleicht besser so.
Auf Deck ist es in einer windgeschützten Ecke warm wie immer. Ich lasse mich nieder. Schreibe meinen Blog, bearbeite Fotos. Als ich aufblicke, ist es plötzlich hell geworden. Und Miri macht wie immer ihre Sunriserunde.


Norwegian Pearl: Pools by night
Pools by night


Strandlook: Gang mit Kabinen auf der Norwegian PearlMeine Aktivitäten sind etwas gehemmt durch die gestrige Megaetappe auf dem Rad. Der größte Spaß des Tages sind die fliegenden Fische. Steuerbord nehmen sie reißaus vor unserm großen Kahn. Wie Schwalben flattern sie beträchtliche Meter über die kleinen Wellen. Die Lektorin rebelliert bei der Unterordnung der Ehrfrau. Ein israelisches Ehepaar entdecke ich durch ihr hebräisches Buch. Sie kommen aus Petach Tikwa. Ein kanadisches Paar hat eine Winterwohnung in West Palm Beach. In der Bibliothek kommt man zum Beispiel leicht ins Gespräch. Bei den Mahlzeiten sind wir immer zu zweit in der Masse.
Unser philippinischer Zimmerservicemensch ist hilfsbereit wie immer. Philippinische, indonesische und indische MitarbeiterInnen stellen den Großteil der tausend Beschäftigten. Die meisten haben offenbar Verträge über acht Monate. In der Führungsspitze ist sogar ein Norweger zu entdecken.
Am Abend schaue ich kurz in Veranstaltungen rein. Den offenbar bekannteren amerikanischen Komiker verstehe ich nicht so recht, die Musiker können mich auch nicht so recht begeistern. Setze ich mich mit dem Buch aus der Schiffsbibliothek in eine halbwegs stille Ecke.


Sonnenuntergang auf der Norwegian Pearl, Karibische See
Still the sun


Belize: Fähre Harvest Caye - Placencia
Mittwoch, 14. November 2018: Belize: Harvest Caye - Fähre - Placencia - Maya Beach - Placencia - Fähre - Harvest Caye (33 km)

Auf dem Weg zurück nach Norden kommt zuerst Guatemala und dann Belize. So war auch das Programm. Das wurde aus uns unbekannten Gründen umgestellt. Deshalb steuern wir heute zunächst Belize an. Genauer: Harvest Caye. Caye wie Key in Florida zeigt eine Insel an. In dem Fall gehört sie offenbar ganz Norwegian Cruise Line. Und wurde allein für die Zwecke eines „Landausflugs“ der Kreuzfahrtpassagiere gestaltet: Shopping, Beach und ein bisschen Action. Das Lighthouse wurde zum Flighthouse. An Zip-Lines kann man sich von der Höhe des Turms über die Insel hinweg gleiten lassen. Die Berge von Belize geben dem Ganzen im Hintergrund das Panorama.
Es gibt eine Fähre zum Festland. Genauer zwei Fähren: eine um elf, eine um zwölf. Die Plätze sind streng reglementiert. Da das Loseisen der Räder wieder ein bisschen Zeit und Nerven gekostet hat, ergattern wir für 20 Dollar nur Bändchen für die Zwölf-Uhr-Fahrt. Ist auch egal. An Land bleiben immer nur knapp zweieinhalb Stunden. Immerhin: auf der kleinen Fähre kommen die Räder vorne in den Laderaum.


Belize: Armbändchen mit den Fahrzeiten für die Fähre von Harvest Caye nach Placencia
Armbändchen mit den Fahrzeiten der Fähre

Harvest Caye: Privatinsel für Gäste der Norwegian Cruise Line
Harvest Caye: Privatinsel für Gäste der Norwegian Cruise Line

Chris on the Faltrad in Belize
Chris on the Faltrad in Belize


Miri am Maya Playa: verhandeln mit der Souvenir-Verkäuferin In Placencia legen wir an. Liegt an der Spitze einer langen, schmalen Halbinsel. Geprägt vom Tourismus. Vielen kleinen Unterkünften, ein paar Resorts, einem winzigen Flughafen und sehr vielen Bauprojekten. Belize boomt. Während ringsherum die mittelamerikanischen Länder in Gewalt und Korruption versinken, hält sich das frühere British Honduras tapfer.
Der Ort Seine Bight wirkt noch relativ untouristisch. Ein paar Kilometer weiter folgt unser Wendepunkt: Maya Beach, oder noch schöner: Maya Playa. Englisch dominiert, ansonsten Rechtsverkehr. Meilen und Kilometer.
In Maya Playa also wieder viele kleine Hotels und Strandbars. In einer lassen wir uns kurz nieder. Die beiden hölzernen Liegen sind zu verlockend. Kaum haben wir uns niedergelassen, taucht eine echte Maya-Frau auf. Aus Belize City reise sie mehrfach pro Woche an. Um Maya-Souvenirs zu verkaufen. Während Miri sich erweichen lässt, eine steinerne Gottheit zu erwerben, nutze ich in den kurzen Augenblicken das frei zugängliche Strandstuben-Wlan. Dann müssen wir schon wieder zurück. Können in Placencia gerade noch über die „Strandpromenade“ gleiten. Ein schmaler Betonpfad, der zwischen vielen kleinen Restaurants, Souvenirshops und Unterkünften hindurchführt. Motto: You can‘t Belize.
Zurück auf der Insel in norwegischer Hand lassen sich nur vier statt der benötigten sechs Briefmarken erwerben. Wir schwimmen noch. Das Wasser ist zuverlässig warm. Auch wenn der bedeckte, gelegentlich regnerische Herbsthimmel dem Mitteleuropäer anderes suggeriert. You can‘t Belize.


Wlan in Belize am Strand
Wlan in Belize am Strand

Maya Beach, Belize
Maya Playa

Placencia Sidewalk
Placencia Sidewalk


Pistenfahrt in Santo Tomás de Castilla, Guatemala
Donnerstag, 15. November 2018: Guatemala: Santo Tomás de Castilla - Las Escobas - Puerto Barrios - Santo Tomás de Castilla (38 km)

Die wertvollere Fracht beherrscht den Hafen von Santo Tomás de Castilla, Guatemala. Container stapeln sich allüberall. Dole, Maersk und Hamburg Süd sind zu erkennen. Am Rande legt die Norwegian Pearl an. Ein langes Zelt ist voll gestopft mit Souvenirständen. Es gibt auch eine Folklore-Bühne. Und eine TouriInfo. Dort ist man der Meinung, wir müssten immer nur dem Asphalt folgen, um zu den Wasserfällen von Las Escobas mit seinem Regenwald-Trail zu kommen.
Am Ortsende mutiert die Straße zu einer schmalen Piste. Was auch viel besser zum Regenwald oasst. Im Gegensatz zu den vergangenen beiden Tagen, geht es heute mal wieder auf und ab. Erst die letzte Abfahrt vor den Wasserfällen ist wieder betoniert. Lückenhaft. Wie stets beim Faltrad schwanke ich zwischen Bremsen für die Sicherheit und Nichtbremsen zugunsten der Bremsen und Felgen, die wegen des geringen Umfangs so schnell heiß werden. Bin happy, es gut nach unten geschafft zu haben. Und warte. Auf Miri. Was immer wieder vorkommt. Ein Foto. Whatever. Dann aber bedeuten mir zwei junge Frauen auf dem Motorrad - wie fast alle, ohne Helm - ich möge mal zurückfahren. Kein gutes Zeichen. Nach wenigen Metern kommt mir Miri entgegen. Rollend. Obwohl sie gerade gestürzt ist. Der Lenker ist an einem Übergang der Betonplatten plötzlich nach vorne geklappt. Und Miri mit. So weit zu erkennen, „nur“ Schürfwunden. Hose und Hemd haben entsprechend gelitten. Die Familie gegenüber kommt sofort mit Alkohol und Watte zu Hilfe. Miri will, wie stets, sofort weiter. Schon hundert Meter weiter beginnt zum Glück der Regenwald-Trail. Kostenpunkt 14 Dollar pro Person. Und das ist er trotz seiner kurzen Strecke allemal wert. Lianen allüberall. Grüne Hölle. Wildes Gezwitscher. Und wir zunächst allein. Auch am ersten Wasserfall. Im Becken am Fuß erfrischen wir uns. Schürfwunden hin oder her. Fische kitzeln an den Füßen.


Pistenfahrt bei Santo Tomás de Castilla, Guatemala
Miri auf der Piste

Las Pozas Nature Reserve bei Santo Tomás de Castilla, Guatemala
Im Las Pozas Nature Reserve

Baumbewuchs im Las Pozas Nature Reserve
Baumbewuchs

Wasserfall und See im Las Pozas Nature Reserve
Bad am Fuß des Wasserfalls

Las Pozas Nature Reserve
Las Pozas Nature Reserve


Gallo-Bier im Restaurante Safari in Puerto Barrios, Guatemala Dann radeln wir noch die östliche Seite der Bahía de Amatique. Flach rüber nach Puerto Barrios. Statt viel zweirädrigem Verkehr wie zuvor, jetzt volles Rohr. Auch ein langer Stau. Ein Bus hat offenbar jemanden überfahren. Die allgegenwärtige Verkehrs?-Polizei CMT/SMT versucht eine Umleitung zu organisieren. Auch sonst ist die Fahrt wegen des Verkehrs und der trostlosen Straßen kein Highlight. Schließlich stehen wir vor Bergen von vollklimatisierten Containern: Chiquita und Dole. So sieht also eine Bananenrepublik aus.
Ganz am Ende von Ort und Bucht finden wir doch noch ein anheimelndes Plätzchen. Im Stroh gedeckten, offenen Restaurant Safari. Hier gönnen wir uns das guatemaltekische Bier Nr. 1: Gallo. Gockelbier. Auf dem Schiff leben wir enthaltsam. Weil Alkohol nicht in der All-inclusive Megaversorgung enthalten ist.
McDonald‘s wirbt mit dem besten Gratis-Wlan in town. Das lassen wir uns nicht entgehen. An Bord würde die (Satelliten-)Verbindung 30 Dollar am Tag kosten. Auch da also überwiegend wohltuende Enthaltsamkeit.
Der Strand beim Hafen um die Ecke ist nicht so einladend. Obwohl in den umliegenden Zuflüssen Plastikbarrieren versuchen, den Plastikmüll vom Meer fernzuhalten.


Chiquita-Container im Hafen von Puerto Barrios, Guatemala
Puerto Barrios

Radlerpaar im Las Pozas Nature Reserve
Nach dem Bad


Beladen eines Taxis in Costa Maya bei Mahahual, Mexiko
Freitag, 16. November 2018: Mexiko: Costa Maya - Taxi - Chacchoben - Mahahual - Costa Maya (80 km)

Rumäniens Rezeptionistin Anna-Maria hatte uns schon ganz zu Anfang prophezeit: im mexikanischen Hafen Costa Maya gebe es nie Genehmigungen für Fahrradmitnahme an Land. Möglicherweise wegen der langen Landungsbrücke, die wir erkennen, als das Schiff sich dem flachen Küstenstreifen nähert. Eine lange Betonpiste, die ins Meer führt und sich auch noch gabelt. Gegenüber liegt schon die Norwegian Breakaway. Und durch den Meeresspiegel der aufgehenden Sonne schiebend rauscht ein Riesenpott heran: die Allure Of The Seas der Royal Carribean. Wir sitzen im offenen Frühstücksdeck am Heck und geraten beim Anlegen in den Schatten des Nachbarschiffes. Vom Stapellauf 2009 bis 2015 war es das größte Passagierschiff der Welt. Für mehr als 5.000 Passagiere. Unser Riesenkahn ist im Vergleich nur noch eine Nussschale. Und das, obwohl unser Schiff schon wesentlich größer als die Titanic ist. Wie uns Vincent erzählt, ein emeritierter amerikanischer Professor für Ingenieursrecht, der demnächst wieder einen Lehrauftrag in Frankfurt hat. Die Schiffe würden immer größer, hätten dadurch aber immer weniger Häfen, die sie ansteuern können. Deshalb hätten wir ja auch den ein oder anderen Industriehafen angelaufen.
Ohne große Erwartungen schlender ich also zur Rezeption. Nachdem die allgemeine Clearance für das Schiff und der Beginn des Landgangs über Lautsprecher verkündet ist. Schon wieder ein neuer Rezeptionist. Doch ohne, dass ich viel erklären muss, sagt er umgehend: „Your bikes have already been approved by the local authorities.“ What a wonder. Damit konnten wir überall mit den Falträdern an Land. Außer in Jamaika. Die Unsicherheit in den ersten Tagen und die nervige Fragerei: im Nachhinein halb so schlimm.


Pyramiden-Tempel der Maya in Chacchoben, Mexiko
Pyramiden-Tempel von Chacchoben

Miri und die Bäume
Miri in the trees

Pyramiden-Tempel der Maya in Chacchoben, Mexiko
Maya-Tempel

Pflanze in Mexiko
Größer als im Wohnzimmer

Pyramiden-Tempel der Maya in Chacchoben, Mexiko
Miri und die Mayas


Straße nach Mahahual, Mexiko Die Anlagestelle „Costa Maya“ unweit des Badeortes Mahahual ist eine Kreuzfahrtdestination aus dem Marketing-Bilderbuch (schon der Kunstname...). Rund zehntausend Passagiere haben hier heute angelegt. Und im Grunde könnten sie alle in der künstlichen, per Zaun abgetrennten Urlaubsarea bleiben: Badespaß, Restaurants, Diamanten - garniert mit ein paar herumstaksenden Flamingos. Fürs Strandbad muss man allerdings hinaus ins tatsächliche Mexiko, zwei, drei Kilometer nach Mahahual. Die meisten Mexikobesucher zieht‘s zu den Maya-Ruinen von Chacchoben. Eine Armada von Reisebussen (angeblich mit Wlan), Transportern und Taxis steht bereit. Auch hier stellt „Costa Maya“ alle bisherigen Destinationen in den Schatten. Wir handeln einen Taxifahrer für die 75 Kilometer auf 75 Dollar runter. Wir haben es eilig, denn unser heutiges Vorhaben ist ambitioniert: Vor Ablegen des Schiffes wollen wir nicht nur die Mayatempel besichtigen, sondern auch die 75 Kilometer zurück zum Meer radeln. Die Taxifahrt ernüchtert da etwas: absolut flach, kein Blick irgendwohin und die erste, leichte Linkskurve nach 35 Kilometern. Monotonie pur. Jedenfalls ist auch der neunte Landgang völlig anders.
Die Maya-Pyramiden stehen nun quasi auf dem ersten Hügel, den wir zu sehen bekommen. Trotz der Armada der anrückenden Touristen und vielleicht wegen unserer kurz entschlossenen frühen Taxifahrt haben wir den ein oder anderen Blick auf die heiligen Stufen für uns allein. Leider ist hier eine Lücke in meinem intensiven Screening der jeweils relevanten Reiseführer. Es ist auch niemand zu sehen, der mit einem gedruckten Reiseführer durch die Ruinen schlendern würde. Bildungsbürgertum adé.
Ausgerechnet heute macht der karibische Ostwind eine Pause. Und so unterstützt der Wind die monotonste aller Fahrten so sehr, dass wir noch ein bisschen Zeit für den Strand von Mahahual haben. Der Rest ist Cerveza, Piña Colada und Strand-Wlan. Mexico, mi amor.


Cocktail am Strand von Mahahual
Cocktail nach der letzten Kreuzfahrt-Etappe

Miet-Räder in Mahahual, Mexiko
Mieträder in Mahahual

Strandstände in Mahahual, Mexiko
Back to the ship


Gegenlichtfoto vor Fenster im Summer Palace auf der Norwegian Pearl
Samstag, 17. November 2018: Seetag

Der Pool ist erstmals beheizt. Es ist kälter geworden. Wir schippern von Mexiko über seinen Golf nach Florida. Das braucht diesen Tag. Die Kreuzfahrtschiffe fahren deutlich langsamer als sie könnten. Das spart viel Sprit. Ich entdecke den „Grundstein“: eine Tafel, die an den Bau des Schiffes in der Meyer-Werft von Papenburg von 2004 bis 2006 erinnert.
Wir nehmen langsam Abschied vom Mutterschiff der Tour. Essen noch zweimal im „Summergarden“, dem riesigen auf alt getrimmten Restaurant im Heck à la Carte. Da isst man auch weniger als im Selbstbedienungsbereich. Es sei denn, man geht nachher noch dahin. Essen ist immer präsent. Auch die Kameras, die jeden Winkel des Schiffes zu erfassen scheinen. Auch im „Summergarden".


Überwachungskamera im Restaurant Summer Palace auf der Norwegian Pearl
Essen mit Überwachungskamera

Fitnessstudio auf der Norwegian Pearl
Ruhe im Fitnessstudio


Brompton-Falträder in Innenkabine 5810 auf der Norwegian Pearl Ich frage eine der vielen jungen Asiaten, die hier arbeiten, was sie studiert hat. Tourismus-Management in Thailand. Jetzt steht sie am Eingang zum Restaurant, um den Passagieren Desinfektionsmittel auf die Hände zu sprühen. Weil die es alleine nicht in dem Umfang tun würden. Unterstützt mit nie endenden „Washi, Washi“ Rufen. Ob das irgendeine Beziehung zu ihrer akademischen Ausbildung habe? Für sie sei es nur ein Job. Ob ihre Qualifikation bei der Bewerbung eine Rolle gespielt habe? Es sei nicht danach gefragt worden. Es sei nur um Englischkenntnisse gegangen. Und Aussehen, ergänze ich.
Entspannung an der Fahrradfront. Wir können die Räder heute für das Auschecken morgen ins Zimmer nehmen. Voraussetzung: wir haben das Restgepäck auf dem Rücken und somit eine Hand frei, uns festzuhalten. Vorschrift im Hafengebäude. Und wir dürfen nicht an Bord fahren...
Auch die letzte Messe für uns an Bord. Sonntagsmesse am Samstagabend. Der tägliche Gottesdienst in der Kapelle ist dank der Privatinitiative zweier indischer Priester an Bord für uns zu einem täglichen Anker geworden. Hat eine eigene Gemeinschaft unter den regelmäßigen Besuchern geschaffen.
Auch diese, unsere zweite, doppelt so lange Kreuzfahrt war für uns eine gigantische Party. Voller Überfluss, Sonnenschein, Umsorgtsein. Diesmal war es keine Überraschung mehr. Das Schiff von vornherein nicht mehr nur das notwendige Mittel, um von Land zu Land zu kommen. Wir sind, schon beim ersten Mal, zu Kreuzfahrtfans geworden. Überraschenderweise. Individuelle Radreisegestaltung und kollektives Schiffsvergnügen fanden diesmal, vor allem dank der Falträder, noch besser zueinander.


Allure Of The Seas in der gerade aufgegangenen Sonne bei Costa Maya, Mexiko
Bis 2015 das größte Passagierschiff der Welt:
Allure Of The Seas


Unser Auto-Team von Tampa nach Palm Beach
Sonntag, 18. November 2018: Tampa - Auto - Palm Beach - Lake Worth (16 km)

Zu den wenigen Passagieren, mit denen ich ins Gespräch gekommen bin, gehören Carole und Jim. Das kanadische Rentnerpaar macht schon die zweite Kreuzfahrt in diesem Jahr. Sie haben ein Winterdomizil in West Palm Beach. Als sie hören, dass wir von Tampa genau dorthin mit dem Zug fahren wollen, bieten sie spontan an, uns und die Räder in ihrem SUV mitzunehmen. Super.
Davor steht nur noch die US-Immigration. Da wir unser Gepäck selbst transportieren können und immer noch eine Hand frei haben, um uns festzuhalten (das ist die entscheidende Voraussetzung), gehören wir zur ersten Gruppe, die das Schiff verlassen kann. Carole (78) und Jim (80) sind im 9:20-Uhr-Slot mit lila Gepäckbanderolen. Doch lange Zeit kommen nur Passagiere mit hellblauen Banderolen aus dem Terminal. Irgendwann zähle ich und rechne hoch. Pro Minute kommen weniger als zehn Leute raus. Kein Wunder, wenn nur zehn Grenzbeamte eingesetzt sind. Das bedeutet bei 2.500 Passagieren fünf Stunden. Zumal sich noch einige Crewmitglieder zum Landgang darunter mischen. Ohne die uniformierte Dienstkleidung teilweise kaum wiederzuerkennen.
Rund zwei Stunden nach uns, haben es auch Carole und Jim hinter sich. Die beiden Senioren mussten stundenlang stehen. Jetzt geht’s im Shuttle zum nahe gelegenen Dauerparkplatz. Und schon sitzen wir im roten SUV. Bekommen noch viel erzählt und erklärt. Eine kurzweilige Fahrt quer durch Florida. Mit Zwischenstopp bei McDonald’s.


Teil 3: Florida & Bahamas (31.10.-4.11./18.-24.11.2018)


Chris on the Bike Tour 96: Karibik II: Havanna - Miami auf Instagram
Die Tour auf Instagram


Route Havanna - Miami

Karte Chris on the Bike Tour 96: Havanna - Miami

Lila=Kuba; Rot=USA/Bahamas; Orange=Trinidad&Nachbarinseln; Gelb=Kreuzfahrt


Etappen Havanna - Miami (15.10.-23.11.2018)

Details mit Geschwindigkeiten, Höhenmetern etc. als Excel-Tabelle

Tag Datum Start Zwischenstationen Ziel km
1. 15.10.2018 Havanna/Kuba Bus - Varadero - Marina Varadero Varadero 39
2. 16.10.2018 Varadero Matanzas Playa Jibacoa 93
3. 17.10.2018 Playa Jibacoa Casa Blanca - Fähre Havanna 60
4. 18.10.2018 Havanna Mariel La Boca 55
5. 19.10.2018 Mariel La Boca Bahía Honda 58
6. 20.10.2018 Bahía Honda La Palma Viñales 83
7. 21.10.2018 Viñales Bus Havanna 47
8. 22.10.2018 Havanna/Kuba Flug - Miami/USA - Flug Piarco/Trinidad 4
9. 23.10.2018 Piarco/Trinidad 7
10. 24.10.2018 Piarco/Trinidad Flug Calliste/Grenada 6
11. 25.10.2018 Calliste/Grenada St. George‘s - Concord Waterfall - St. George‘s Calliste/Grenada 54
12. 26.10.2018 Calliste/Grenada Flug - Piarco/Trinidad - Flug - Argyle/St. Vincent Cedars 9
13. 27.10.2018 Cedars Kingstown Cedars 54
14. 28.10.2018 Cedars Argyle/St. Vincent - Flug - Piarco/Trinidad - Flug Crown Point/Tobago 9
15. 29.10.2018 Crown Point/Tobago Plymouth - Scarborough Crown Point/Tobago 41
16. 30.10.2018 Crown Point/Tobago 13
17. 31.10.2018 Crown Point/Tobago Flug - Piarco/Trinidad - Flug - Fort Lauderdale - Zug Miami/USA 4
18. 1.11.2018 Miami Miami Beach Miami 68
19. 2.11.2018 Miami Fähre - Bimini/Bahamas - Fähre Miami 48
20. 3.11.2018 Miami Auto - Everglades: Shark Valley - Auto Tampa 34
21. 4.11.2018 Tampa/USA Start Kreuzfahrt 25
22. 5.11.2018 Seetag
23. 6.11.2018 George Town/Grand Cayman West Bay George Town/Grand Cayman 47
24. 7.11.2018 Falmouth/Jamaika Shuttle - Montego Bay - Shuttle Falmouth/Jamaika 1
25. 8.11.2018 Seetag
26. 9.11.2018 Santa Marta/Kolumbien Taganga - Santa Marta - Gaira Santa Marta/Kolumbien 27
27. 10.11.2018 Cartagena/Kolumbien Castillogrande Cartagena/Kolumbien 27
28. 11.11.2018 Colón/Panama 6
29. 12.11.2018 Puerto Limón/Costa Rica Cahuita Puerto Limón/Costa Rica 93
30. 13.11.2018 Seetag
31. 14.11.2018 Harvest Caye/Belize Fähre - Placencia - Maya Beach - Placencia - Fähre Harvest Caye/Belize 33
32. 15.11.2018 Santo Tomas d. C./Guatemala Las Escobas - Santo Tomas d. C. - Puerto Barrios Santo Tomas d. C./Guatemala 38
33. 16.11.2018 Costa Maya/Mexiko Taxi - Chacchoben - Mahahual Costa Maya/Mexiko 80
34. 17.11.2018 Seetag
35. 18.11.2018 Tampa/USA Auto - Palm Beach Lake Worth 16
36. 19.11.2018 Lake Worth Miami Beach 108
37. 20.11.2018 Miami Beach Miami Florida City 66
38. 21.11.2018 Florida City Bus - Key Largo Marathon 85
39. 22.11.2018 Marathon Key West 97
40. 23.11.2018 Key West Bus Miami/USA 25
Summe 1560

Miri & Chris am Panama-Kanal
Happy am Panama-Kanal


Anschluss Tour 82: Karibik: Barbados - Haiti (902 km) Okt./Nov. 2016


Nächste Tour: Que Sera!

Vorherige Tour: Neiße - Oder - Stettiner Haff (785 km) Mai 2018


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Tour 48: Karakorum-Highway (1010 km) 2009
Karakorum 2009
Chris Tour 51: Khartum - Addis Abeba (1760 km) 2010
Äthiopien 2010
on the Tour 58: Alpen - Prag - Berlin (2060 km) 2011
Moldau 2011
Bike Tour 59: Errachidia - Agadir (1005 km) 2012
Marokko 2012
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