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VG WORT24 Stunden Ruhr: Quelle - Mündung (226 km)


Ruhr-Mündung in den Rhein: Christoph Gocke und Gudrun Klessinger an Rheinorange in Duisburg
Ruhr-Mündung in den Rhein: Christoph Gocke und Gudrun Klessinger an "Rheinorange" in Duisburg

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24 Stunden Ruhr: Quelle - Mündung (27./28.8.2010)
Den ganzen Fluss non-stop in einem Nacht-Tag-Marathon

And it feels like tonight.
I can't believe I'm broken inside.
Can't you see that there's nothing that I wanna do,
But try to make it up to you?
And it feels like tonight.

Chris Daughtry: Feels Like Tonight (2007)
Die Ruhr als Herausforderung für zwei Rad-Verrückte: von der Quelle zur Mündung: Rund 240 Kilometer wollen wir an einem Stück zurücklegen. Non-stop. Ohne Schlaf. Nur Pausen sind erlaubt. Fern-Radlerin Gudrun Klessinger und ich haben uns in den Kopf gesetzt, auch bei Regen, Wind und Kälte einfach nur: anzukommen. Egal wie lange und nass die Nacht im Sauerland wird, wie erschöpft wir zur Morgendämmerung sein werden: wir wollen es schaffen: die ganze Ruhr in 24 Stunden mit dem Rad. Sind wir verrückt? Oder gibt uns die Ruhr-Tour den totalen Kick? Foto Special: Panther-Bike
Foto Special
Panther-Bike

Das Tour-Video


Christoph Gocke und Gudrun Klessinger mit ihren Rädern an der Ruhr-Quelle bei Winterberg-ElkeringhausenDas erste Mal über Nacht
Freitag, 27. August 2010: 20:00 Uhr: Ruhr-Quelle bei Winterberg-Elkeringhausen

Wir fühlen uns so klein, wie das Bächlein, dem wir auf Waldwegen folgen. Sind wir bis morgen 20 Uhr in Duisburg an der Mündung? Das Quellwasser bei Winterberg ist klarer als unsere wirre Idee.
Christoph: Ich mach noch mal die Wasserflasche voll. Glaubst du, wir schaffen das: 240 Kilometer in 24 Stunden? Gudrun: Ja, wir müssen, oder? Christoph: Wir müssen? Gudrun: Deadline ist gesetzt. Christoph: Absolut. Was war denn deine weiteste Strecke bis jetzt? Gudrun: 200 Punkt. Genau. Christoph: 200 an einem Tag – Jo, is ja nicht mehr weit dann. Christoph: Auf geht’s. 24 Stunden von Sonnenuntergang zu Sonnenuntergang. Gudrun: Sonne, eh? Christoph: Ja, ich hoffe wir sehen sie dann irgendwann in den nächsten 24 Stunden.
Nach 300 Metern haben wir uns zum ersten Mal verfahren. Gudrun: Ja. Ich glaube, wir sollten zurück über die Ruhr. Christoph: Aber da war kein Schild, oder? Gudrun: Ich hab nichts gesehn. Was aber nichts heißt.
Zurück über die Ruhr. Es ist elf, zwölf Grad. Nasskalt. Es fängt an zu regnen und gleich wird es ganz dunkel sein. Gudrun ist schon durch Russland (2009: Radtour von Odessa (Ukraine) nach Sotschi (Russland)), den Kaukasus (2010: Von Baku nach Sotschi - на велосипеде (auf dem Fahrrad)) geradelt. Über extrem schlechte Straßen und Wege - aber noch nie: über Nacht. Ich auch nicht. Gudrun kenne ich durch Touren-Berichte im Internet. Ist sie fit genug für stundenlangen Regen im Wintersportgebiet? Gudrun: Noch sind die Füße trocken. Ich hoff, das bleibt so. Ja, ich hab Ersatzsocken dabei. Aber mal sehen. Ich glaub das Wetter kann nur besser werden.
Verrückt: niemand fährt mehr Rad an diesem ungemütlichen Freitagabend im Sauerland. Nur wir zwei. Haben wir uns zu viel zugemutet? Halten wir das durch: eine ganze Nacht auf dem Sattel? Das kleine Bächlein mit dem Namen Ruhr bekommen wir kaum zu sehen, es geht auf und ab, konstant ist nur eins: Christoph: Regen, Regen, Regen.
Nach einer halben Stunde haben wir grad mal fünf Kilometer geschafft. Niedersfeld ist das erste Miniziel, wo wir vielleicht eine Pause im Trockenen machen können. Bis dahin ist es längst dunkel geworden..


Niedersfeld: raus aus dem kalten Regen zum Klamotten-Wechsel, Ruhrtal-Radweg
Niedersfeld: raus aus dem kalten Regen zum Klamotten-Wechsel


Rita Tebbe: Ich wunder mich ein bisschen"Ich wunder mich ein bisschen, muss ich schon sagen"
Freitag, 27. August 2010: 21:00 Uhr: Niedersfeld

Wir erreichen Niedersfeld. Zehn Kilometer in einer Stunde. Das müssen wir jede Stunde schaffen, um unser Ziel zu erreichen. Doch inzwischen ist es nur noch zehn Grad. Es hilft nur eins: Wir müssen alles anziehen, was unsere Fahrradtaschen an Hightech hergeben. Gudrun: Ich hab mir die Wollsocken rausgeholt, die halten warm auch bei Nässe. Christoph: Und was noch? Gudrun: Die Skiunterwäsche. Wir sind ja hier in einem Wintersportort. Und es ist ganz schön kalt. Christoph: Ich hab jetzt auch hier alles etwas wärmer gestaltet. Ein Shirt dadrunter und noch ein Trikot dadrunter und dadrüber der Windstopper. Und Handschuhe werd ich mir auch noch anziehen.
Unsere erste Begegnung mit einem normalen Menschen: Wir hoffen auf Ermutigung. Doch Hotelfrau Rita Tebbe gibt uns beinahe den Rest. Sie bringt uns fast dazu, aufzugeben – als sie von normalen Radlern erzählt. Gudrun: Ja, wir wollen durchfahren die Nacht. Rita Tebbe, Gasthof zur Hochheide: Ganz durch? Gudrun: Also einfach 24 Stunden die Ruhr von der Quelle zur Mündung. Rita Tebbe: Und wann sind Sie losgefahren? Gudrun: Um acht. Rita Tebbe: Um acht! Ja, ja, wir haben eigentlich sonst viele Radfahrer, die hier übernachten, die dann mit der Bahn bis nach Winterberg fahren und dann die erste Strecke bis hierhin und fahren von hieraus dann los. Und die kommen weit, wenn das Wetter… Aber ich find das jetzt sehr gewagt bei dem Wetter. Ich kann das jetzt nicht empfehlen, aber wenn Sie’s nun mal geplant haben. Alles Gute für Sie. Gudrun: Danke schön. Rita Tebbe: Aber ich wunder mich ein bisschen, muss ich schon sagen.
Ehrlich gesagt: Wir wundern uns auch. Über uns selbst. Was treibt uns zu dieser Quälerei? Ist es grad das Verrückte, das ohne Unterlass durch die dunkle Nacht zu strampeln, das uns durchhalten lässt? Aber wir können natürlich nicht aufgeben, bevor es richtig losgegangen ist. Wir machen es uns etwas leichter: folgen nun der Straße. Mit wenig Verkehr und weniger Steigungen. Wir verlieren schnell an Höhe.


Gudrun Klessinger mit Stirnlampe on the bike at night am Ruhrtal-Radweg
Gudrun mit Stirnlampe at night


Socken-Wechsel im Restaurant von Korff's, Meschede"Normalerweise schlafe ich nachts, oder trink Alkohol..."
Freitag, 27. August 2010: 22:15 Uhr: Meschede

Die erste „Stadt“ auf unserer Ruhr-Route. Aufwärmen bei McDonald’s? Nix da. Der hat wie jeden Tag schon um zehn Uhr dicht gemacht. Gegenüber ist noch auf. Gelegenheit, auch mein zweites Paar Socken abzulösen. Jetzt bin ich bereits auf Gudruns Ersatzsocken angewiesen. Meine Regenüberschuhe habe ich zu Hause gelassen – warum auch mitnehmen für eine Nacht? Außerdem war die Wettervorhersage gar nicht so schlecht. Christoph: Ich brauch, glaub ich, trockene Socken. Die Handschuhe sind erstaunlich trocken. Gudrun: Ja, ich glaub mit dem Wind sind die getrocknet. Christoph: Als der Regen vorbei war, war’s direkt wärmer. Gudrun: Ja. Wir haben grad eine Regenpause, eigentlich. Christoph: Ich hoffe, der Regen war die Pause. Und die Trockenheit ist die Regel.
Gudrun will irgendwoher Hoffnung schöpfen – was sagt ihr iPhone zum Wetter? Christoph: Wie sieht’s aus? Gudrun: Sonne und Regen, 14 Grad. Schon mal besser als heute. Duisburg das gleiche, 18 Grad.
Wie auch immer das Wetter morgen wirklich wird: bis dahin liegt noch eine lange, regnerische Nacht vor uns auf dem Ruhrtal-Radweg. Gudrun: Hab ich noch nie gemacht. Also, ist 'ne ganz neue Erfahrung. Normalerweise schlafe ich nachts, oder trink Alkohol, oder. Aber Radfahren hab ich noch nie gemacht. Christoph: Was glaubst du, wie geht das aus? Gudrun: Ob der Schlaf gewinnt? Ich glaub, so gegenseitig können wir uns schon wachhalten, oder? Christoph: Na, hoffentlich.
Wir folgen dem schwachen Schein unserer Bergarbeiter-Stirnlampen am Helm. Straßenbeleuchtung gibt es nur sporadisch.


Refugium Bushaltestelle: Sturzregen in der Sauerland-Nacht; Foto: Gudrun Klessinger
Refugium Bushaltestelle: Sturzregen in der Sauerland-Nacht; Foto: Gudrun Klessinger


Christoph Gocke: Euphorie vor dem Windsor Pub in Arnsberg; Foto: Gudrun KlessingerMoonlightshadow auf dem Ruhrtal-Radweg
Samstag, 28. August 2010 - 1:30 Uhr: Arnsberg

60 Kilometer sind geschafft: ein Viertel der Strecke. Als wir vor dem Windsor Pub absteigen, überfallt uns ein Anflug von Euphorie. Gudrun: So, ein Bier ham wir uns jetzt verdient. Christoph: Eins? Zehn!
Drinnen dröhnt Chris Daughtry aus den Lautsprechern: You, you got me. Thinking it'll be alright. You, you told me: "Come and take a look inside!" (Feels Like Tonight) Yeah. Feels like tonight.
Gudrun: Ein Viertel der Strecke haben wir. Christoph: Ein Viertel hamwer? Gudrun: Ja. Christoph: Und es ist halb zwei. Weniger als ein Viertel der Zeit. Gudrun: Dann trink ich noch ein Bier. So viel Zeit muss sein. Christoph: Das dritte Paar Socken von dir.
Ich weiß nicht, wie weit ich ohne Gudruns Socken an der Ruhr je gekommen wäre. Zum Glück sind ihre Schuhe viel dichter als meine. Gudrun: Hast du schon Schwimmhäute? Christoph: Es geht in die Richtung. Gudrun: Ansonsten, der Schlaf kündigt sich ein bissel an. Christoph: Welcher Schlaf? Gudrun: Ist eine Erfahrung. Christoph: Im Grunde läufts gut. Gudrun: Ja. Zum Wohl. Christoph: Cheerio.
Den Windsor Pub hat uns ein Junge empfohlen, den wir am Straßenrand gefragt haben. Für ihn und seine Kumpel ist es eine der Topadressen am Freitagabend in dem kleinen Sauerland-Städtchen. Junge 1: Freitagabends ist eigentlich immer schön. Und wenn hier Schluss macht, immer schön ins Eden gehen, da ist immer gut. Junge 2: Eden ist so’n Absacker, für uns ist das nen Absacker, so ’ne Möchtegern-Disco, wo man sich dann schön noch ein paar Bierchen genießen kann. Und danach geht man dann ganz gepflegt nach Hause.
Auch die Wirte konnten wir nicht so recht von unserer Tour überzeugen. Wirte: Auf jeden Fall war das mal was Neues. So was haben wir auch noch nicht gesehen. Der Taxifahrer bleibt ebenfalls ratlos zurück. Doch die stille Nacht hat ihren Zauber. Zumal, als der Regen etwas pausiert und die Wolkendecke aufreißt: Moonlightshadow auf dem Ruhrtal-Radweg. Ein Sternen-Moment in unserer Nacht-und-Tag-Tour.


Morgendämmerung am Ruhrtal-Radweg bei Fröndenberg-Dellwig
Morgendämmerung am Ruhrtal-Radweg bei Fröndenberg-Dellwig


Gudrun Klessinger on the Bike in der Morgendämmerung am Ruhrtal-Radweg bei Fröndenberg-DellwigTankstellen-Blau als Morgenrot
Samstag, 28. August 2010 - 5:00 Uhr: Fröndenberg

Der Rand des Ruhrgebiets ist erreicht. Das Tankstellen-Blau ist für uns schon fast das Morgenrot. Gudrun: Sind Sie schon wach oder noch wach? Mann: Immer noch. Gudrun: Okay, Danke. Sorry, ja. Kurz vor sechs: wir haben immer noch keine einzige Sekunde geschlafen. Christoph: Jo, der Himmel wird blau. Gudrun: Ja, der Tag bricht an. Samstag ist, oder? Ich komm ganz durcheinander.
Eine Autofahrerin versteht die Welt nicht mehr und macht sich Sorgen um uns… Autofahrerin: Ist alles ok? Christoph: Ja, ja. wir sind… Gudrun: Danke. Autofahrerin: Gut, dann Tschüß.
Nur die Ruhr lässt sich nicht aus der Ruhe bringen: Auch nicht von Radlern, die Nacht und Tag an ihren Ufern kleben. Und als es endlich richtig hell ist, sieht Radfahren schon wieder ganz normal aus.
Wir sind nicht die einzigen, denen die Nacht in den Knochen steckt. Christoph: Moijn. Jungs: Moijn. Christoph: Seid ihr noch unterwegs oder? Jungs: Noch unterwegs. Christoph: Was habt ihr gemacht? Jungs: Lan-Party bei nem Freund. Christoph: Was heißt das? Jungs: Computer-Party, so -Spiele, zusammen so die ganze Zeit. Christoph: Und habt ihr gewonnen? Jungs: Alle haben gewonnen. Und ein bisschen was getrunken. Christoph: Und jetzt? Jungs: Nach Hause, jetzt geht’s schlafen. Christoph: Ok, dann gute Nacht. Jungs: Alles klar.
Nur für uns ist Schlafen nach wie vor tabu. Frühestens in zwölf, dreizehn Stunden lässt sich daran denken, wenn wir endlich in Duisburg sind und die Sonne schon wieder untergeht.


Sonnenaufgang über der Ruhr bei Schwerte-Geisecke
Sonnenaufgang über der Ruhr bei Schwerte-Geisecke

Sonnenaufgang über der Ruhr bei Schwerte-Geisecke; Foto: Gudrun Klessinger


Gudrun Klessinger und Christoph Gocke: Frühstück in SchwerteFahrrad-Autobahn im Freizeitparadies
Samstag, 28. August 2010 - 7:00 Uhr: Schwerte.

50.000 Einwohner, endlich richtiges Ruhrgebiet. Wir versuchen, uns mit einem Frühstück aufzupäppeln. Etwa die Hälfte der Strecke liegt hinter uns, aber immer noch 120 Kilometer vor uns. Aufmunterungsversuche.
Christoph: Wie sagte der eine: '20 vor fünf, Radtour: geile Idee.' Gudrun: Stimmt. Christoph: vor dieser Aral-Tankstelle. Die Stimmungslage: schwer in Worte zu fassen. Christoph: Und: Hoch? Tief? Mittel? Gudrun: Mittel. Es wird besser mit dem Kaffee, der weckt auf. Christoph: Der wie vielte? Gudrun: Der dritte, heute.
Es bleibt nicht Gudruns letzter an diesem Tag. Die Überraschung: Je tiefer wir ins Ruhrgebiet vordringen, desto schöner präsentieren sich Fluss und Ufer. Erst am Samstagmittag tauchen vermehrt Radler auf.

Rita und Erika: Ruhrtal-Radweg-RadlerAuch Rita und Erika radeln den Ruhrtal-Radweg. Nur nicht so verrückt wie wir in 24 Stunden. Sie sind seit drei Tagen unterwegs. Sie schwärmen von den schönen Landschaften, die wir in der Dunkelheit nur erahnen können. Aber auch von den wenigen Autos und der Einsamkeit – bisher. Rita: Man merkt jetzt Richtung Zentrum Ruhrgebiet wie der Weg doch mehr befahren ist. Die letzten Tage sind wir fast alleine gefahren. Hier wird er noch mehr angenommen.
Das Ruhrgebiets-Wochenende kommt in Fahrt. Der Ruhr-Radweg wird gelegentlich zur Fahrrad-Autobahn. Und über dem Freizeitparadies Ruhr zeigen sich schon wieder dunkle Wolken. Gudrun: Hast du den Regen auch schon vermisst? Christoph: Jo, total. Gudrun: Ja, bei schönem Wetter kann ja jeder. Jetzt helfen uns nur unsere Profiausrüstung und Profieinstellung.


Ruhrviadukt Herdecke; Foto: Gudrun Klessinger
Ruhrviadukt der Rheinischen Eisenbahn in Herdecke (1877); Foto: Gudrun Klessinger


Hochwasser auf dem Ruhrtal-Radweg bei Hattingen; Foto: Gudrun KlessingerNaturfeeling unter den Marathon-Reifen
Samstag, 28. August 2010 - 12:00 Uhr: Hattingen

Mittagszeit bei Hattingen: die Ruhr macht jetzt viele große Schleifen. Wir machen sie mit, denn die Alternative sind Berge. Selbst das Hochwasser kann uns nicht stoppen. Die Enten freuen sich sowieso. Noch einmal - wie im Sauerland - ein bisschen Naturfeeling direkt unter unseren Marathon-Reifen. 30 Stunden sind wir auf den Beinen und seit 20 Stunden fahren wir Fahrrad.


Pause am Bikertreff Haus Scheppen am Baldeneysee in Essen
Pause am Bikertreff Haus Scheppen, Baldeneysee in Essen


Regenfrust auf dem Ruhrtal-Radweg am Baldeneysee in EssenDurchhalten
Samstag, 28. August 2010: 15:00 Uhr: Essen

Am Baldeneysee haben wir unser Ziel schon fast vor den Augen, die fast zufallen. Gudrun: Ne komplett neue Erfahrung, eine Nacht völlig auszulassen. Aber es geht. Ich würde gern zustimmen. Aber bin zu kraftlos.
Das Wetter weckt uns noch einmal mit einem kräftigen Regenschauer. Durchhalten. Die durchradelte Nacht und der durchradelte Tag finden endlich ein Ende.


Am Ziel Ruhr-Mündung: Gudrun Klessinger an Rheinorange in Duisburg
Am Ziel Ruhr-Mündung: Gudrun Klessinger an Rheinorange in Duisburg


Gudrun Klessinger und Christoph Gocke am Ziel des Ruhrtal-Radwegs: Ruhr-Mündung mit Rheinorange in DuisburgGröni-Gefühle
Samstag, 28. August 2010 - 18:00 Uhr: Ruhr-Mündung in Duisburg-Ruhrort

Wir erreichen die Mündung mit der Stahlplatte Rheinorange nach 22 Stunden und fühlen uns wie Champions.
Christoph: Yeah. Gudrun: Ja. Christoph: Zweiter Sieger. Das war großartig. Gudrun: Boah. Christoph: Man, man, man. Tschaka. Wir haben’s geschafft. Gudrun: Cool. Christoph: Wo ist die Pulle? Gudrun: Hier. Christoph: Trink du zuerst. Gudrun: Schmeckt. Sehr süffig. Christoph: Original Ruhr-Quell-Wasser getrunken an der Mündung. Gudrun: Was könnte besser sein. Christoph: Ein Traum.

Ein Super-Gefühl: eine verrückte Idee einfach umgesetzt zu haben. Den ganzen Fluss an einem Tag – in grünster Umgebung, die auch Gudrun, die gestandene Radlerin aus Bayern, beeindruckt hat. Grönemeyer hat einfach recht: Komm zur Ruhr! Und wir kommen endlich zur Ruh – bis zur nächsten Tour.


Ziel des Ruhrtal-Radwegs: Ruhr-Mündung mit Rheinorange in Duisburg
Ziel des Ruhrtal-Radwegs: Ruhr-Mündung mit Rheinorange in Duisburg


Route 24 Stunden Ruhr: Quelle - Mündung

Routen-Karte 24 Stunden Ruhr: Quelle - Mündung


Etappen 24 Stunden Ruhr: Quelle - Mündung (27./28.8.2010)

Tag Datum Start Zwischenstationen Ziel km
1. 27./28.8.2010 Ruhr-Quelle Niedersfeld - Meschede - Arnsberg - Fröndenberg - Schwerte - Hagen - Dortmund - Witten - Hattingen - Essen - Mülheim an der Ruhr - Oberhausen - Duisburg Ruhr-Mündung 226
Summe 226

Ruhr-Romantik mit Pferden bei Witten; Foto: Gudrun Klessinger
Ruhr-Romantik mit Pferden bei Witten; Foto: Gudrun Klessinger


Anschluss Tour Ruhr.2010: Dortmund - Duisburg (113 km) Juni 2010
Fußball-, Industrie- und Alltags-Kultur in der Kulturhauptstadt Europas


Nächste Tour: Lyon - Paris (562 km) Nov. 2010

Vorherige Tour: Jerewan - Noworossijsk (1460 km) Aug. 2010


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Tour 48: Karakorum-Highway (1010 km) 2009
Karakorum 2009
Chris Tour 51: Khartum - Addis Abeba (1760 km) 2010
Äthiopien 2010
on the Tour 58: Alpen - Prag - Berlin (2060 km) 2011
Moldau 2011
Bike Tour 59: Errachidia - Agadir (1005 km) 2012
Marokko 2012
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