Tour 65: Kirgisien - Almaty (951 km) 2013
Kirgisien 2013
Chris Tour 68: Strasbourg - Vicenza (1275 km) 2014
Alpen 2014
on the Tour 75: Iran - Persischer Golf (2690 km) 2015
Iran 2015
Bike Tour 82: Karibik: Barbados - Haiti (902 km) 2016
Karibik 2016

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VG WORTTour 89: Duisburg - Ostende - Saar (772 km)


Fahrrad-Vorderrad im Herbstlaub mit Busch+Müller-Vorderlicht
Herbst auf dem Vennbahn-Radweg

Bike-Blog & Routen-Karte & Etappen-Übersicht
Duisburg - Ostende - Saar (29.9.-8.10.2017)
Herbstliche Benelux-Tour

Zum Auftakt zunächst eine Wochenend-Tour mit Miri auf dem Radschnellweg Ruhr (RS 1) und durchs Bergische Land. Dann starte ich mit dem Zug durch an die Nordseeküste bei Ostende. Mit Rückenwind geht es via Brügge & Brüssel nach Aachen. Hier nehme ich den Vennbahn-Radweg bis nach Luxemburg. Um am Final-Tag dann die erste Tages-Etappe mit vier Ländern hinzulegen: Luxemburg macht's möglich. Eine herbstlich schöne Tour im Benelux.

Koga-Reiserad und Brompton-Faltrad im alten Interregio-Fahrrad-Abteil Neue Zug-Erfahrung: Umsteigen auf offener Strecke
Freitag, 29. September 2017: Zugfahrt Mainz - Duisburg

Wir sind nicht ganz entschieden, wie der Start der Tour heute Abend aussehen sollen. Nach der Arbeit sind wir in Mainz in den EuroCity Richtung Ruhrgebiet gestiegen. So wie die meisten Züge momentan auf der Strecke, ein mehr oder weniger ausgemusterter ehemaliger Interregio-Zug, der wegen eines eingestürzten Tunnels bei Rastatt vor ein paar Wochen, jetzt nördlich davon eingesetzt wird, weil die Zugverbindung in die Schweiz dort unterbrochen ist. Für uns bedeutet das: jede Menge Platz für unsere Räder. Auch ohne Reservierung. Miri ist zum ersten Mal mit ihrem neuen Brompton-Faltrad dabei. Da braucht man sowieso keine Reservierung. Aber wenn man ein bisschen Platz dafür hat, ist es noch schöner (Foto links).
Der Zug ist ansonsten voll und die spielenden Kinder rund um mein Rad sind dann doch davon bedroht, dass mein Rad aus der Aufhängung springt bei der ruckeligen Strecke kurz vor Koblenz. Ich hänge das Rad aus und lehne es fest gegen Miris. Jetzt ist alles viel stabiler. Erst im Frühjahr ist mir bei der Fahrt von Münster nach Essen das Rad aus der gleichen Aufhängung rausgesprungen. Die Speichen waren verbogen.
Alle sind ringsum zufrieden. Die Kinder haben mehr Platz zum Tanzen. Bis eine der Zugbegleiterinnen vorbei kommt. Sie besteht darauf, dass das Fahrrad aufgehängt wird. Vorschrift. Dass alles so viel sicherer ist - geschenkt.


Vier Männer: Doppelkopf-Spielen im Zug
Doppelkopf im Zug


Deutsche Bahn: Notfall-Leiter im Zug wird vorbereitet Gerade will ich zu Miri ein paar Abteile weiter vorne gehen, um zu klären, was wir nun heute Abend machen: Unsere Tickets gehen bis Duisburg. Wir könnten dort übernachten, oder von dort noch nach Mülheim oder Essen radeln, oder mit dem Zug gleich nach Essen durchfahren und dort übernachten. Da stoppt der Zug kurz vor dem Düsseldorfer Hauptbahnhof plötzlich auf offener Strecke. Was beim Zugfahren immer wieder vorkommt, aber jedes Mal ein unangenehmes Gefühl verursacht: ist was defekt? gab es ein Hindernis? kommen wir schnell weiter? oder hat sich gar jemand vor den Zug gestürzt? Diesmal ist es wohl letzteres. Wir sind ziemlich am Ende des Zuges und können in der Dunkelheit draußen nichts erkennen. Die Stimmung ist sofort gedrückt. Und bleibt ruhig. Die ganze Zeit.
In der Bahn-App springt der Zug schon kurze Zeit später auf zwei Stunden Verspätung. Die Strecke ist komplett gesperrt. Obwohl sie vielspurig ist, kommt kein Zug mehr in irgendeiner Richtung vorbei. Die Ansagen sind informativ, aber ernüchternd. Ein Ersatzzug soll von Köln aus mobil gemacht werden. Irgendwann wird er neben unseren Zug gelotst. Da sind aber schon mehr als zwei Stunden Wartezeit um. In der Zwischenzeit tauchen plötzlich zwei Feuerwehrleute auf, die durch alle Waggons gehen. Einige Zeit später gibt es Wasser in Tetra-Paks. Alle greifen zu, keiner trinkt.
Miris Sitznachbarn spielen Doppelkopf. Zu dritt. Einer muss immer einen Solo spielen. Dafür bekommt er den Pott von vier Karten, die er wieder drücken muss. Sie spielen allerdings mit viel mehr Solos als wir. Jedenfalls bin ich bald der vierte Mann (Foto oben). Miri wechselt zu den Rädern. Und es gibt noch eine andere Sonderregelung: Zwangsansage nach dem ersten und zweiten Stich. Das führt dazu, dass die beiden ersten Stiche extrem defensiv verlaufen. In der Regel versucht jeder keinen dieser beiden Stiche zu machen. Es ist meist schnell geklärt, wer Re oder Kontra ist. Mir ist mal wieder das Kartenglück hold. Und so kann ich ganz gut mithalten.
Anonym mitreisende Bahn-Mitarbeiter werden inzwischen über Lautsprecher gebeten zu helfen. Auf den Notfall-Manager der Bahn muss gewartet werden. Safety first. Die Türen dürfen erst geöffnet werden, wenn der Notfall-Managaer an Bord ist. Eine Art Leiter, die sich in einer Box im Fahrrad-Abteil versteckt wird ausgefahren (Foto rechts). Die Stufen sind klappbar, sodass dann später daraus eine ebene Fläche zum Umstieg auf den Ersatzzug wird (Foto unten). Da sind dann drei Stunden um. Auch die Fahrräder kommen problemlos rüber. Der Ersatzzug hält schon direkt mit einem Fahrradabteil vor unserm Fenster.
Ein Radler aus dem letzten Waggon taucht am Ende auch noch auf. Er hatte die Fahrrad-Abteile nicht gesehen und war mit seinem Tourenrad einfach so eingestiegen. Er hat gerade den kompletten Rhein abgeradelt. Von Hoek van Holland zur Quelle. 1.600 Kilometer in 16 Tagen. Sein Sohn in Melle bei Osnabrück hat heute Geburtstag. Den wird er heute nicht mehr sehen. Gegen 23:30 Uhr erreichen wir Duisburg Hauptbahnhof. Eine Verspätung von rund 210 Minuten. Wir radlen nur noch 150 Meter bis zum Hotel, das wir inzwischen gebucht haben.


Deutsche Bahn: Kind wird auf offener Strecke über einen Steg von Zug zu Zug geführt
Von Zug zu Zug


Prolog: Duisburg - Wuppertal - Köln


Radschnellweg Ruhr RS 1 in Mülheim: Miri auf dem Brompton-Faltrad Erst der Regen, dann der Schlaf
Samstag, 30. September 2017: Duisburg - Essen - Wülfrath - Wuppertal (65 km)

Der vorhergesagte Regen legt nur langsam los. Von der Radfahrt abhalten kann er uns nicht. Wir geraten auch noch auf einen leichten Umweg Aber mit Radweg. Und ziemlich grün. Aber über einen Berg. Auf der Höhe kleiner Abstecher zu Schlösschen "Waldhotel Uhlenhorst". Momentan wegen Geschäftsaufgabe des Hotels geschlossen.
Mülheim begrüßt uns mit den Stadtteilen südwestlich der Ruhr. Dann geht's runter zur Ruhr. Wo erstaunlich alte Gemäuer den Weg säumen. Von der Ruhrbrücke aus lassen sich die Arbeiten auf der ehemaligen Eisenbahnbrücke erahnen. Hier wird der Radschnellweg Ruhr (RS 1) momentan Richtung Duisburg verlängert. Die "erste Fahrrad-Autobahn Deutschlands" beginnt momentan noch am Mülheimer Hauptbahnhof. Laut Homepage ist er hier von beiden Seiten zugänglich. Wir finden keine einzige Zufahrt. Begleiten den Weg anfangs auf einer parallelen Straße. Bis ein Radladen hilft: Durch die Einfahrt zum Hof hat man hier eine Zufahrt zur Rad-Autobahn, wie es ein Schild am Eingang verspricht. Der gute Höhenmeter hinab will gemeistert werden. Dann sind wir auf der asphaltierten Schnellstrecke (Fotos links und unten). Parallel zu vier verbliebenen Gleispaaren ist der Radweg hier auf ehemaligem Gleisgrund angelegt. Begleitet von einem nicht-asphaltierten Fußgängerweg. Kreuzungs- und damit ampelfrei geht es nach Essen. Schon nach fünf Kilometern ist unsere Fahrt an der Stadtgrenze zu Ende. Der Regen hat kräftig zugelegt. Wir müsse ab auf eine andere Bahntrasse, die Gruga-Trasse, Richtung Rüttenscheid. Die ist zunächst nicht asphaltiert, etwas schmaler, aber auch sehr angenehm zu fahren. Aus den neunziger Jahren stammt er überwiegend.
Dann müssen wir auch den Radweg verlassen, um auf den Höhen über der Ruhr bei der Schwarzen Lene den Blick über den Baldeneysee zu haben. Unsere Klamotten sind schon nach wenigen regenfreien Metern halbwegs trocken. Mein Vater, u.a. auch seit vielen Jahren Korrektur-Leser dieser Seiten, feiert hier seinen 88. Geburtstag (Foto rechts). Die Feier wird dann überwiegend von Regen begleitet. So bleibt das Restaurant heute recht leer.


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Auf dem Radschnellweg Ruhr (RS 1) in Mülheim


Opas 88. Geburtstag: mit Carolin & Chris Danach geht's weiter. Wir stürzen einen Waldweg hinunter zum See. Und bleiben am Ufer der Ruhr bis Essen-Kettwig. Wo ich schon im Juni den Bahntrassenweg der Niederbergbahn hinauf nach Velbert genommen habe. Diesmal messe ich noch genauer nach: Elf Kilometer ununterbrochener Anstieg mit den bahn-üblichen zwei bis drei Prozent Steigung. Der Regen hat bald nachgelassen, aber es bleibt feucht.
In Velbert bin ich dann so nass und kalt und erschöpft, dass ich das nächstbeste Hotel buchen möchte. Miri will weiter. In Wuppertal finde ich daraufhin ein noch genehmeres Hotel. Also weiter. Es geht ja auch überwiegend bergab. Der Blick ins Rhein-Tal ist famos. Es bricht sogar die untergehende Sonne durch die Wolken auf der andern Rhein-Seite (Foto unten).
Dann wird es dunkel. Wir gurken immer noch durch Wuppertaler Vororte. Gelegentlich von Google Maps auf Fußwege im Wald geführt. Bis zu einer letzten Talfahrt, die an der Straßenecke mit unserm Hotel endet. Ich liege in kürzester Zeit im Bett. Neuneinhalb Stunden Schlaf. Lange nicht mehr gehabt.


PanoramaRadweg Niederbergbahn: Abendsonne durch Wolken im Bergischen Land bei Velbert
Auf dem PanoramaRadweg Niederbergbahn


Auf dem Bergischen Panorama-Radweg Korkenziehertrasse in Solingen Frust-Fahrt im Rheinland
Sonntag, 1. Oktober 2017: Wuppertal - Solingen - Leichlingen - Köln (55 km) - Zug - Brügge

Auch das Frühstück bringt mich nicht in Topform. Nachdem ich eine Weile mit verschiedenen Karten versuche, eine Tour zusammenzustellen, die am Montagabend in Köln oder Bonn endet, eröffnet mir Miri, dass sie schon am Montagmorgen zur Arbeit nach Wiesbaden zurück sein sollte. Dann kann ich mir die Planerei schenken. Und fahre lieber schon heute Abend und nicht erst morgen nach Ostende, um von dort meine Tour mit Westwind zurück ins Rheintal fortzusetzen.
Unser Nahziel des Tages: der Altenberger Dom. Um 14 Uhr 30 startet dort eine "Evangelische Vesper". Das müssten wir locker schaffen. Allerdings befinden wir uns im sogenannten BERGISCHEN Land. Auf der Fahrrad-Messe in Essen habe ich im Frühjahr Werbematerial über Panorama-Radwege auf Bahntrassen im Bergischen Land bekommen. Das führte letzlich zum Plan für dieses Wochenende. Allerdings muss man erst mal den Einstieg auf einen solchen Panorama-Weg finden. In Wuppertal-Vohwinkel schaffen wir das nicht. Von den Niederungen der Schwebebahn über der Wupper folgen wir der B 224 den Berg hinauf. Bei der Überquerung der Autobahn heißt eine Querstraße "Am Halben Berg". Das sagt einiges. Es dauert bis Gräfrath bis wir auf den Panorama-Radweg Korkenzieherbahn (Foto links) treffen. Der ist dann wirklich klasse. Ich teste auch mal Miris Brommie. Der Lenker ist allerdings extrem tief.


Paar auf dem rechten Rheinufer vor der Kulisse von Kölner Dom und Deutzer Brücke
Anfahrt Richtung Kölner Hauptbahnhof


Rad im beglischen InterCity-Zug Kurz hinterm Solinger Zentrum endet der Radweg. Obwohl die Beschilderung eine Fortführung bis Leichlingen verspricht. Vorher haben wir auch noch den Abzweig der "Bergbahntrasse", die wir eigentlich fahren wollten, verpasst. Wir entscheiden uns für die Straße nach Leichlingen: runter ins Rheintal um dann bei Odenthal wieder zurück in die Berge zu finden. Übrigens scheint die Sonne heute. Und in Leichlingen sitzen wir deshalb auf einer Parkbank für eine kleine Pause. Kurz danach führt uns die Radweg-Beschilderung erst in eine Sackgasse und dann auf einen Rumpelweg entlang der Wupper.
Immer wieder kommen wir von der Google-Route ab. Immer wieder muss ich die Route neu berechnen lassen. Der Altenberger Dom kommt einfach nicht wirklich näher. Irgendwann werden die Schilder nach Köln-Mülheim zu verlockend. Meine Kräfte und Nerven schaffen es nicht mehr weiter die Dhünn entlang. Stattdessen erreichen wir Köln am schönen Stadtteil Dünnwald. Es geht waldig weiter, bis wir schließlich entlang einem langen Sonntags-Auto-Stau den Rhein erreichen. Und in Deutz (Foto oben) über die Eisenbahnbrücke rüber zum Hauptbahnhof fahren. Umgeben von Marathon-Läufern, die das Ziel bereits hinter sich haben.
Um eine faire Chance zu haben, meine internationale Fahrradkarte, die man genausowenig wie die nationale Fahrradkarte am Automaten oder per Smartphone kaufen kann, im DB-Reisezentrum zu kaufen, lass ich mir eine Wartenummer für die Erste Klasse geben. So komme ich in wenigen Minuten zum Zug. Die Internationale Fahrradkarte kennt keine Klasse. Ich fahre Richtung Aachen, Miri Minuten später nach Mainz.
Die Schaffner in den belgischen Zügen sind mal wieder sehr viel relaxter als ihre deutschen Kollegen. Im ersten Nahverkehrszug gibt es gar keine Stellplätze. Trotzdem werde ich samt Rad freundlich willkommen geheißen. Im IC ab Welkenraedt sind die Fahrradstellplätze im letzten Waggon schon besetzt. Soll ich doch mein Fahrrad einfach in den Eingang eines Großraumabteils stellen (Foto rechts). Todsünde bei der Deutschen Bahn.
Der Zug fährt nur nach Brügge. An der weiteren Strecke bis Oostende wird an diesem Wochenende gearbeitet. So wähle ich ein Hostel in Brügge, wo ich erst in der Dunkelheit ankomme (Foto unten).


Nacht auf dem Marktplatz (Grote Markt) in Brügge
Auf dem Grote Markt in Brügge


Ostende - Aachen


Sandburg am Strand von Oostende Kanal-Fahren in West-Belgien
Montag, 2. Oktober 2017: Brügge - Zug - Ostende - Brügge - Gent - Wetteren (92 km)

Kurz vor elf Uhr habe ich per Zug Ostende erreicht. Es ist, wie des Öfteren am Meer, etwas ungemütlich. Der Wind pfeift um die Ecken. Am Strand peitscht er den Sand umher. Eine große Sandskulptur ist noch ein Überbleibsel einer größeren, künstlichen Sand-Landschaft (Foto links). Eigentlich will ich ein paar Meter nach Norden am Meer entlang fahren bis De Haan. Aber die direkte Fahrt nach Norden ist hier wegen der Hafenbecken nicht möglich. Eine Fähre finde ich auch nicht. So muss ich landeinwärts fahren, wo ich bald direkt lieber dem Kanal Richtung Brügge folge als dem Küstenradweg.
Aber auch das ist bald wegen einer Sackgasse nicht möglich. Ich muss der Straße folgen. Beim ersten Abzweig zurück zum Brügge-Ostende-Kanal frage ich an der Tankstelle. Die Frau weiß nicht so genau. Man habe einiges in letzter Zeit am Kanal neu gebaut. Ich fahre trotzdem dahin. Zum Glück kommt mir ein Senioren-Radler entgegen. Er kann mir definitiv den Weg zum Kanal zeigen. Wie in den Niederlanden werden hier Radwege überwiegend mit Nummern beschildert, die Treffpunkte von Radwegen markieren. Das hilft einem also praktisch gar nicht weiter.
Später überholt mich der Senioren-Radler auf seinem Rückweg noch einmal. Empfiehlt mir jetzt auf die Südseite des Kanals zu wechseln. Wegen Bauarbeiten. Allein ist man auf dem Radweg selten (nur auf den Fotos unten). Ständig kommen Alltags- oder Rennradler vorbei. Reine Tourenradler kann ich zunächst nicht ausmachen.
So bin ich drei Stunden nach meiner Abfahrt wieder am Bahnhof von Brügge. Diesmal kaufe ich Postkarten. An den Essens-Ständen sind um die Mittagszeit zu lange Schlangen.


Radweg am Brügge-Ostende-Kanal, Vlandern, Radweg LF5
Am Brügge-Ostende-Kanal

Schiff in belgischen Nationalfarben mit Nationalfahne auf dem Brügge-Ostende-Kanal
In belgischen Nationalfarben

Brügge-Gent-Kanal, Vlandern, Radweg LF5
Kanal-Radweg als Allee

Radweg am Brügge-Gent-Kanal, Vlandern, Radweg LF5
Am Brügge-Gent-Kanal

Wolken und blauer Himmer über dem Brügge-Gent-Kanal, Vlandern, Radweg LF5
Das Wetter wird besser

Rabe startet seinen Flug von einem Zaum am Kanal-Ufer
Fly away


Sigma-Fahrrad-Computer BC 8.12 bei 25,6 km/h mit 'I'm going to see the World'-Klingel Ich steuere direkt den nächsten Kanal an. Der Brügge-Gent-Kanal führt nun bis vor die Stadttore von Gent. Ein Traum. Fast immer direkt am Kanal entlang. Hier und da von deutschen Luftschutzbunkern gesäumt, die jetzt als Biotope genutzt werden. Als "LF 5" gehört der Weg zu den Fahrradrouten von Flandern (Vlaanderen Fietsroute) und ist Teil einer Tour rumd um den nördlichen, flämischen Teil von Belgien. Die Wallonen haben ihr eigenes Fahrrad-Routen-System.
Nachdem ich meinen Nabendynamo und damit das Dauerlicht am Rad ausgeschaltet hab, geht es auch leichter als am Wochenende im Bergischen Land voran. Zehn Kilometer vor Gent überhole ich ein Paar mit zwei Kindern im Anhänger. Eine brasilianische Familie aus Sao Paolo, wie sich herausstellt. In Amsterdam haben sie sich eine tiptop Ausrüstung gekauft: Fahrräder, Thule-Gepäcktaschen und den Anhänger, in dem die beiden Jungs sitzen. Sie touren einige Monate durch Europa. Den Winter wollen sie in Kroatien und, oder Portugal verbringen. Vielleicht gibt es da ein Wiedersehen. Sie werden heute in Gent in einem Hostel übernachten, das auch ich in die engere Wahl gezogen habe. Aber um morgen nicht zu viele Kilometer nach Brüssel zu haben und weil es noch nicht allzu spät am Nachmittag ist, starte ich nach einer ausgiebigen Pause und einigem Zickzackfahren durchs schöne Gent (Foto unten) durch nach Melle.
Dort schwenke ich über zum Radweg an der Schelde. Wohl auf die falsche, südliche Seite. Jedenfalls befinde ich mich nach einer Weile wieder auf der Straße. Der Westwind, dessentwegen ich mit dem Zug nach Ostende gefahren, hat jetzt noch mal einen richtigen Peak. So bretter ich mit 25, 26 Stundenkilometern (Foto rechts) nach Osten. Jetzt fängt es an zu tropfen. Das Hotel, das ich auch heute Morgen in die engere Wahl gezogen habe, ist inzwischen nicht mehr zu haben. Bleibt ein Zimmer in Wetteren. Für eine Pension hat es einen sehr stolzen Preis. In Belgien scheint es jenseits der Hostels kaum günstige Unterkünfte zu geben.


Mann mit drei Kindern auf einem Fahrrad in Gent, Belgien
Stadtverkehr in Gent


Radweg an der Schelde bei Wetteren, Vlandern, Radweg LF5 Deutsches 'Auffanglager' am Tag der Einheit
Dienstag, 3. Oktober 2017: Wetteren - Kastel - Fähre - Sint Amands - Puurs - Brüssel (90 km)

Ich setze die Fahrt an der Schelde fort. Das Flüsschen macht zwar viele Schlenker, aber der Radweg ist genial. Zumal an diesem halbwegs sonnigen, klaren Morgen. Auch heute wieder viele Radler, vor allem Rentner (Foto links) unterwegs. Man muss stetig ganz rechts fahren, weil immer weider durchgestylte Rennradler oder ältere Ebiker vorbeifahren. Oder entgegenkommen. So fühlt man sich als Teil der belgischen Radwelt. In den Ortschaften muss man sich als Radler streng an alle Verkehrsregeln halten. Als ich das gestern Abend in Wetteren unbewusst beim Abbiegen nicht getan habe, hatte der betroffene Autofahrer gar kein Verständnis. Vor allem hat er nicht damit gerechnet.
Ein kleines Loch in der Hose weitet sich beim Fahren unbemerkt zu einem langen Riss. Die daraufhin installierte Sicherheitsnadel führt nur zu einem weiteren Riss. Good-bye, Columbia-Hose. Jetzt bleibt nur noch VauDe. Beide haben viele Jahre lang gehalten.
Den letzten Schlenker der Schelde mache ich nicht mehr mit. Radle direkt durch Kastel, wo ich ein paar Kalorien in der Bäckerei ergattern kann. Und steuere auf die Stelle zu, wo ich laut Google Maps die Schelde überqueren kann. Doch ich rolle nur auf einen Bootssteg zu, der schon längere Zeit außer Betrieb ist. Obwohl die Schilder zum gegenüberliegenden Sint Amands alle hierhin führten. Zum Glück ist ein paar hundert Meter weiter flussabwärts eine neue Fähranlegestelle gebaut, wie sich bald herausstellt. Und noch mehr Glück: in einer knappen Viertelstunde fährt um 12 Uhr die nächste Fähre (Foto unten) - die aber auch die letzte vor einer längeren Mittagspause des Fährmeisters ist. Drei Senioren gesellen sich mit ihren Rädern noch dazu. Als ich anbiete, sie zu fotografieren, bittet einer darum, nicht zu nah mit der Kamera zu kommen.


Fahrrad- und Fußgänger-Fähre zwischen Kastel und Mariekerke, bei Sint-Amands
Ideales Fähren-Timing bei Mariekerke

Häuser am Seekanal Brüssel-Schelde (niederl. Zeekanaal Brussel-Schelde) am nördlichen Stadtrand von Brüssel
Am nördlichen Stadtrand von Brüssel


Shakuntala & Chris in Brüssel Entlang einer Bahnstrecke führt nun mein Radweg quer übers Land nach Puurs. Ich will zu dem Kanal, der von der Schelde kommend von Norden bis ins Herz von Brüssel führt: der Seekanal Brüssel-Schelde (Foto oben). Dazu muss ich von Puurs nur noch ein paar Kilometer nach Süd-Ost. Auf der Karte entdecke ich das Fort Breendonk. Sieht von den Ausmaßen auf der Karte her monumental aus. Also hin. Begrüsst werde ich dort von Wachturm und Stacheldraht. Ein ehemaliges 'Auffanglager' der deutschen Geheimen Staatspolizei (GeStapo). Das Lager in Belgien. So viel zum Tag der Deutschen Einheit. Für eine ausführliche Besichtigung habe ich nicht genügend Zeit. Die Bilder im Eingangsbereich sind erdrückend.
Obwohl der Kanal auf keiner Radroute als Radweg vermerkt ist, findet sich ein Radweg. Häufig sogar auf beiden Seiten des Kanals. Der Westwind hat einen leichten Nordtouch bekommen und so läuft es weiter easy. Vor allem, da es sehr flach ist. Als Canal de Willebroek wurde sein Kernstück schon 1561 gebaut.
Rund zehn Kilometer vor Brüssel beginnen Fabrik- und Hafenanlagen. Es ist nicht mehr ganz so schön. Aber gut zu fahren und sehr praktisch. Denn ruckzuck erreicht man die Innenstadt. Wo ich zunächst einen Schlenker durch den zuletzt dank islamistischer Anschläge in Verruf geratenen Stadtteil Molenbeek mache. Von dort ist es nur ein Katzensprung auf die Grand' Place. Als ich vor der Kathedrale St. Michel et Gudule relaxe, spricht mich ein junger Mann an, ob ich ein Quartier suche. Er sei Mitglied beim Radler-Netzwerk Warmshowers. So wie ich. Das ist sehr nett. Aber ich habe schon bei Kollegin Shakuntala (Foto rechts) ein - wie sich zeigt - großartiges Quartier. Auf dem Weg dorthin findet sich in einem Radladen noch Ersatz für genau die Schraube, die sich an meinem Ständer ständig lockert.


Robert-Schumann-Denkmal am Triumphbogen des Jubelparks in Brüssel
Robert-Schumann-Denkmal am Triumphbogen des Jubelparks in Brüssel


Radweg durch Wald an der Avenue de Tervueren / Tervurenlaan, Brüssel Trostlosigkeit eines Billardtisches
Mittwoch, 4. Oktober 2017: Brüssel - Löwen - Sint Truiden - Tongern (93 km)

Kurze Stippvisite im ZDF-Studio Brüssel. Nette Kolleginnen, schöner Altbau. Und der Tipp: An der Tervurenlaan nach Tervuren fahren. Und die beginnt fast vor der Haustür. Nur ein paar Meter weiter am Robert-Schumann-Denkmal ab durch den Triumphbogen (Foto oben), der dem Brandenburger Tor reichlich ähnelt. Die Tervurenlaan führt in einem gewissen Bogen zum Ziel, scheint aber die alte traditionelle Strecke zur kleinen Stadt im Osten von Brüssel zu sein. Und hat auch stets einen Radweg (Foto links).
Ab Tervuren versuche ich mal wieder kleineren Radwegen zu folgen. Es geht zunächst entlang der Gewässer eines riesigen Schlossparks (Foto unten). Und dann von Dorf zu Dorf. Irgendwann versucht man mich mit Gewalt wieder hinauf zur Nationalstraße 3 zu leiten. Die blau-weißen Schilder "Leuwen" sind eindeutig. Und tatsächlich hat auch hier die Nationalstraße einen Radweg zur Seite.


Königliches Zentralafrika-Museum (Koninklijk Museum voor Midden-Afrika) in Tervuren
Königliches Zentralafrika-Museum in Tervuren

Rathaus von Löwen (Historisch Stadhuis) und Peterskirche (Sint-Pieterskerk) in Löwen (Leuven, Louvain)
Rathaus und Peterskirche in Löwen


Liebfrauenbasilika (niederländisch Onze-Lieve-Vrouwebasiliek) in Tongern/Tongeren So komme ich direkt in die Mitte von Löwen (Leuwen, Louvain) hinein (Foto oben). Vor vielen Jahren war ich mal um die Jahreswende hier. Damals hat mich die Universitätsstadt viel mehr fasziniert. Heute mache ich einfach eine unromantische Essenspause bei Quick. Dann geht's weiter. Zur N 3 zurück fahre ich auf einer der ganz, ganz wenigen Einbahnstraßen, auf denen Radler nicht in beide Richtungen fahren dürfen. Obwohl auch andere Radler in falcher Richtung unterwegs sind, erwischt der Polizist auf dem Motorrad nur mich. Es bleibt bei einer Ermahnung. Und dem Rückweg.
Auf dem Weg nach Tienen reduziert sich der sonst meist deutlich von der Fahrbahn abgetrennte Radweg auf eine schmale, markierte Spur. Sehr viel besser als gar nichts. Tienen ist ganz nett. Die Kirche Sankt Germanus thront im Zentrum auf der Höhe. Innen wird sie renoviert. Ich werfe nur einen kleinen Blick hinein.
Es ist zwar trocken heute, aber nicht wirklich angenehm. Dafür fehlt ein bisschen mehr Sonne. Also weiter auf der N 3 nach Sint Truiden. Etwas größer. Etwas schöner. Wieder eine Essenspause. Und Streckenrecherche. Maastricht wäre zu erreichen. Und um der Hotelpreise willen ein erstrebenswertes Ziel. Aber ich müsste die hundert Kilometer knacken. Genau das will ich vermeiden. Bietet sich Tongern an.
Dorthin geht es auf der N 79. Der Radweg ist wieder komfortabel. Ein Ausflug auf eine parallele Radstrecke durch Birnenplantagen ist nach ein paar Metern zu mühsam. Also zurück zur Straße.
In Tongern bin ich zunächst froh, eine Jugendherberge zu entdecken. Sie ist am Rande des mittelalterlichen Beginenhofs eingerichtet und nach ihm benannt. Macht bei näherem Hinsehen allerdings einen etwas trostlosen Eindruck. Die Tür zu meinem Zimmer 6 lässt sich nicht öffnen. Ein älterer Mann hat sich eingeschlossen und den ganzen Nachmittag nach einer Alki-Sause verschlafen. Seine Frau hat ihn aus der Wohnung geworfen. Seit zwanzig Tagen wohnt er hier. Lebt aus der Plastiktüte mit der neu gekauften Unterwäsche von C & A. Auch der Aufenthaltsraum ist ein trostloses Stelldichein von Dorfsenioren, die auf die Eurosport-Übertragung eines Billardtisches starren. Ich flüchte ins Stadtzentrum zu einem Bier mit Blick auf die Liebfrauenbasilika von Tongern (Foto rechts).


Albert-Kanal (flämisch Albertkanaal, französisch Canal Albert) bei Maastricht von der Kanal-Brücke aus gesehen
Albert-Kanal auf der West-Seite von Maastricht

Limburgs Gouvernement: Behörden-Gebäude des niederländischen Gouvernements Limburg (1983-1985; Architekt Gerard Snelder)
Behörden-Gebäude des niederländischen Gouvernements Limburg (1983-1985; Architekt Gerard Snelder) in Maastricht


Radweg an der N 278 zwischen Maastricht und Vaals Lichtreich
Donnerstag, 5. Oktober 2017: Tongern - Grenze Belgien/Niederlande - Maastricht - Grenze Niederlande/Deutschland - Aachen - Vennbahn-Radweg (Deutschland/Belgien/Deutschland) - Lammersdorf (93 km)

Die Nacht war hart. Weniger wegen meines Zimmergenossen. Ganz im Gegenteil. Der hat die Mücken im Zimmer wohl zur Hälfte abgelenkt. Es blieb noch genug Surren. Das ich schließlich durch ein T-Shirt überm Gesicht halbwegs abwehren konnte. Zuungunsten der Atmung. Und es war extrem heiß im Zimmer. Irgendwie hab ich doch noch ein Auge zugetan.
Obwohl der JuHe-Zimmertrakt gestern Abend wie ausgestorben wirkte, tauchen heute Morgen überraschend ein paar Jungs und später auch Mädchen auf. Da bin ich mit dem 8-Uhr-Frühstück schon durch. Genau wie mein Zimmergenosse. Der auch hier aus der Gegend stammt und nie Französisch gelernt hat. Er konnte stattdessen Englisch in der Schule wählen.
Der Westwind fegt schon am Fenster vorbei. Und mich samt Rad kurz darauf über die heute etwas höheren Hügelchen. Wieder an der Nationalstraße 79 entlang. Im Grunde bis Aachen. Dazwischen liegen 31 Kilometer Niederlande rund um Maastricht (Fotos oben und links). Eine niederländische Landzunge schiebt sich hier zwischen Belgien und Deutschland. Vor drei Jahren haben wir in dieser Gegend während der Genesung von meinem Fahrradsturz in England eine Woche Urlaub ohne Rad gemacht. Die Straßen erkenne ich wieder, als wäre ich sie mit dem Rad gefahren.


Radler-Gruppe auf dem Vennbahn-Radweg bei Roetgen
Auf dem Vennbahn-Radweg bei Roetgen


Vennbahn-Radweg: Aachen - Troisvièrges


Vennbahn: Französische Schilder mit Herz auf belgischem Radweg in Deutschland In Aachen mache ich kurz Station in einem Rewe-City und der Buchhandlung am Dom. Dabei erstehe ich den bikeline-Radführer Vennbahn. Die Bahntrasse wurde seit 2010 innerhalb kurzer Zeit in einen brillanten, 125 Kilometer langen Radweg verwandelt: von Aachen bis Troisvièrges im Norden von Luxemburg. Durch verschiedene Berichte bin ich schon darauf aufmerksam geworden. Jetzt endlich ist die Chance da, sie komplett zu radeln.
Start ist am Aachener Bahnhof Rote Erde. Sofort ist man aus dem Stadtverkehr heraus und radelt einsam durch den Wald. Die Steigung dieser Bahn, die immerhin die Eifel, das Hohe Venn, die Ardennen ins Visier nimmt, minimal: in der Regel so bei einem Prozent. Da erwischt mich allerdings ein Platzregen. Dreiviertelnass kann ich mich noch unter ein Autoparkdach retten. Wo ich etwas ausharre. Es ist kühler heute, um die 13 Grad - vor dem Regen, und sehr viel düsterer als in den Tagen zuvor.
Hin und wieder trifft man auf dieser Route Tourenradler (Foto oben). Es fährt sich sehr angenehm. Die Bahn windet sich halt in großen Bögen in die Höhe. So ergeben sich auch längere Passagen gegen den Westwind. Das ist aber passabel. Als sie 1888/1889 gebaut wurde, führte sie nur durch preußisches Gebiet. Mit dem Versailler Vertrag und der Zuschlagung der Gebiete von Eupen-Malmedy zu Belgien änderte sich das. Jetzt führt sie mal durch deutsches, überwiegend aber durch belgisches Gebiet. Der Vertrag von Versailles legte fest, dass nach der ersten Grenzkreuzung der Bahn hin auf belgisches Gebiet, die belgische Hoheit auch bei erneuter Grenzkreuzung erhalten bleibt. Das gilt auch nach Abbau der Bahngleise nun für den Radweg. So sind auch rund um Monschau deutsche Exklaven auf belgischem Gebiet entstanden. Auf den Karten ist das feinsäuberlich markiert. Auf der Strecke merkt man nichts davon. Sieht man davon ab, dass schon ab Aachen die belgisch-wallonischen Kilometer-Schilder am Rand auftauchen. Mit einer belgischen Notruf-Nummer (Foto rechts).
Überraschend kommt dann auch noch die Sonne heraus (Foto unten). Die Versuchung ist groß, bis Monschau zu fahren. Aber um die Tagesetappe auch heute unter hundert Kilometern zu halten, mache ich halt Halt in Lammersdorf. Nur der letzte Kilometer durch den Ort nach Verlassen der Bahntrasse fällt in der Länderstatistik wieder an Deutschland.
Als die Glocken läuten, gehe ich mal zur Kirche. Acht ältere Menschen beten den Rosenkranz. Was ich gefühlt dreißig Jahre nicht mehr gemacht habe. Die Frau aus dem Liturgieausschuss hat ihn ganz gut vorbereitet. Papst Johannes Paul II. habe 2002 das Gebet reformiert und dabei den "lichtreichen" Rosenkranz eingeführt. Davon beten wir die Geheimnisse von der Taufe, Reichgottesverkündung und Eucharistieeinsetzung - kann man machen.


Vennbahn: Radweg neben Bahntrasse
Radweg neben Railweg


Hochmoor-Landschaft im Hohen Venn am Vennbahn-Radweg Drei Mal ein Kilometer Deutschland
Freitag, 6. Oktober 2017: Lammersdorf - St. Vith - Grenze Belgien/Luxemburg - Troisvièrges - Clervaux (99 km)

Der erste von drei Kilometern Deutschland führt mich vom Hotel zurück zum belgischen Vennbahn-Radweg. Da hab ich bereits einen Schauer, den mir das Regen-Radar avisiert hatte, im Zimmer abgewartet. Das wird heute mehrfach vorkommen. Auch ohne Regen-Radar und Zimmer.
Den zweiten Kilometer Deutschland lege ich schon kurz nach Monschau ein. Ich fahre kurz vom Radweg ab, um die ehemalige Prämonstratenserabtei Reichenstein zu besichtigen. Siehe da, in einer Woche wird es wieder Kloster sein. Tradionalisten der Benediktiner-Abtei Notre-Dame de Bellaigue aus Zentralfrankreich (die keiner Benediktiner-Kongregation angehört) haben hier eine Neugründung vorangetrieben. Sie fühlen sich der Priesterbruderschaft St. Pius X. verbunden. Und am nächsten Samstag ist die feierliche Eröffnung. Die Einrichtung wirkt ziemlich ärmlich. Ein paar Brüder, zum Teil mit Tonsur-ähnlicher Frisur, werkeln herum. Am Eingang zur Kirche wird man über die Pflicht zur Mundkommunion informiert.
Nachdem es eine Weile leicht bergab ging - ob es ab- oder aufwärts geht lässt sich häufig kaum sehen, sondern nur in den Waden fühlen - führt der Weg erneut auf die Höhen. Ansätze der Hochmoorlandschaft des Hohen Venn sind zu erkennen (Foto links). Hier kauere ich in einer Bahnunterführung, um den nächsten Schauer abzuwarten.


Herbstlaub auf Radweg
Herbst


Radweg unter Eisenbahn-Viadukt mit Kirche von Weismes/Waimes, Vennbahn Die erste größere Stadt heute ist St. Vith. Da habe ich schon 55 Kilometer hinter mir (Foto rechts: Eisenbahn-Viadukt mit Kirche von Weismes). Die Stadt wurde während der Ardennen-Schlacht gegen Ende des Zweiten Weltkriegs weitgehend zerstört. In der nach Kriegsende gebauten, riesigen, spät-neuromanischen Kirche wird eine Bibelausstellung gut besucht. Vor dem Nebeneingang warte ich einen weiteren Schauer ab. Und kurz darauf auch diesmal wieder Sonne (Fotos unten). Der Vennbahn-Radweg folgt nun nur noch selten der alten Bahntrasse. Die Topographie war hier sehr anspruchsvoll für den Bahnbau. Deshalb fehlen jetzt allenthalben Brücken und Verbindungsstücke. Die Folge sind mehr Höhenmeter, mehr Einblicke in die Besiedlung. Und schwupps taucht ein deutsches Ortsschild auf: Hemmeres. Kaum zu erwarten: ein dritter deutscher Kilometer für mich heute. Und weil der Radweg nicht mehr auf der Bahnstrecke verläuft, ist es auch wirklich deutsches Territorium.
An der Grenze von Belgien nach Luxemburg das nächste Kuriosum: ein Bahntunnel verläuft unter der Grenze. Er darf allerdings nicht beradelt werden. Seltene Fledermausarten wurden darin bei den Bauarbeiten für den Radweg entdeckt. Jetzt ist er ein Erlebnisraum in Sachen Naturschutz. Die Radler müssen zum ersten Mal nach 120 Kilometern Bahnradweg mehr als zwei Prozent Steigung in Kauf nehmen.
Auch auf der luxemburger Seite kehrt der Radweg kaum auf zur alten Bahntrasse zurück. In Troisvièrges endet die Vennbahn ohnehin. Der bikeline-Führer bietet eine Verlängerung bis Luxemburg-City. Der folge ich heute elf Kilometer bis Clervaux. Zum Glück finde ich schon am Ortseingang ein Hotel. Dadurch bleibe ich einerseits mit 99 Kilometern unter der von mir gesetzten Hundert-Kilometer-Grenze. Und ich kann noch schnell zur Vesper der Benediktiner im Kloster auf dem Berg über der Stadt.


Herbst auf dem Vennbahn-Radweg

Herbst auf dem Vennbahn-Radweg


Finale: die Vier-Länder-Tages-Etappe


Radweg mit Eisenbahn-Brücke zwischen Wilwerwiltz und Kautenbach in Luxemburg Voraussetzungen schaffen für eine Vier-Länder-Etappe
Samstag, 7. Oktober 2017: Clervaux - Burscheid - Colpach - Grenze Luxemburg/Belgien - Arel/Arlon (85 km)

Gelegentlich habe ich bei meinen Touren schon Drei-Länder-Tagesetappen gehabt. So auch gestern (De-Be-Lux) und vorgestern (Be-Nl-De). Bei meiner Fahrt im Frühjahr um den Bodensee waren es am Ostufer die drei Länder Deutschland, Österreich und die Schweiz, die wir an einem Tag durchfuhren. Da dort Liechtenstein ganz in der Nähe ist, kam die Idee einer Vier-Länder-Tagesetappe auf. Wofür wir allerdings nicht genügend Zeit hatten.
Vier Länder in Entfernung einer Radler-Tagesetappe sind vermutlich nicht allzu oft zu finden. Doch in den letzten beiden Tagen dachte ich an den Süden Luxemburgs mit seinen Grenzen zu Belgien, Frankreich und Deutschland. Gestern Abend hab ich ein bisschen rumgerechnet - und es scheint möglich. Am Sonntag. Voraussetzung: ich muss heute an die Südwestecke Luxemburgs fahren. Das belgische Arlon oder das französische Longwy wären morgen gute Startkoordinaten für eine finale Vier-Länder-Etappe.
Blöderweise kommt genau daher der Wind heute: Südwest. Also: Gegenwind. Anfangs spielt das noch kaum eine Rolle. Ich folge weiter dem bikeline-Führer Richtung Luxemburg-Stadt. Im Tal der Klerf (Fotos links und unten). Vorbei am ehemaligen Schweinestall von Enscherange, wo ich vor mehr als 35 Jahren schon Gruppenfahrten hin organisiert habe. Luxemburg war seinerzeit mein Lieblingsziel: ländlich, urig, fremde Sprachen. So führte auch 1981 meine "Tour 1" nach Luxemburg. Und 1987 Tour 4 genau hierher: Clervaux, Enscherange. Diesmal will ich ab Wilwerwitz zunächst auf der Südrichtung bleiben. Auch wenn der bikeline-Führer ein paar Steigungen ankündigt. Richtig hoch geht's aber erst nach Kautenbach. Das man aber zum Glück gar nicht erst im Talboden aufsucht. Ideal fürs Radfahren wäre, wenn hier eines Tages die Bahn stillgelegt und zu einem Radweg umfunktioniert würde. So muss man mehrere hundert Höhenmeter rauf und runter und wieder rauf. Nach Burscheid (Bourscheid).


Waldrand am Ufer der Klerf (Clerve) bei Kautenbach, Luxemburg
Am Ufer der Klerf


Colpach-Bas: Chalet der Fédération Nationale des Eclaireurs et Eclaireuses du Luxembourg (National Scout and Guide Federation of Luxembourg, FNEL) In Burscheid verlasse ich die bikeline-Route Richtung Südwest. Jetzt kommt der Wind zu seinem Recht. Vor allem, weil ich auf dem Hochplateau radle. Und bleibe (Foto unten). Bis fast zur luxemburgisch-belgischen Grenze. Ich folge den wenig befahrenen Landstraßen CR 308 und 303.
Es sind tierisch viele Höhenmeter. Mein Messgerät blieb allerdings zu Hause. Bei einer Pause in einem Café-Imbiss von Grosbous muss ich erstmals auf dieser Tour mittags richtig essen: Omelette und Pommes, um Kräfte zu sammeln. Dabei entdecke ich auf der Karte Colpach-Bas. Auch dorthin habe ich seinerzeit Gruppenfahrten organisiert. Ich entdecke auf der Karte sogar die Holzhütte, in der wir damals ohne Strom und fließend Wasser Sylvester gefeiert haben. Sie liegt so gut wie auf dem Weg. Also hin.
Das Holzhaus ist so schwarz wie eh und je (Foto rechts). Allerdings tiptop renoviert, vermutlich komplett neu gebaut. Ich habe Glück: eine Gruppe Luxemburger Pfadfinder (FLEN) von Redange machen gerade ein Lagerfeuer vor dem Haus, um Marshmallows zwischen Butterkeksen zu grillen. Ich bekomme auch welche angeboten. Bin aber mehr daran interessiert, das Haus von innen zu sehen. Enttäuschend. Nichts erinnert an die Romantik des mehr als einfachen Holzhauses von damals. Kakao mit Rum war unser Lieblingsgetränk, wenn ich mich richtig erinner. Jetzt fließen Strom und Wasser.
Kurz dahinter die Grenze. Vorher noch die obligatorische Tankstelle und ein Einkaufszentrum. So gerate ich auf den nächsten Kilometern in den belgischen Samstag-Nachmittag-Shopping-Rückreiseverkehr. Die Landstraße weiß leider auch nichts davon, dass in Belgien eigentlich alle Überlandstraßen Fahrradwege haben. So ist es unangenehm zu fahren. Und auf den letzten Metern in der Stadt Arlon auch noch Regen.
Arlon ist das Zentrum der belgischen Region Luxembourg. Und viele sprechen hier einen moselfränkischen Dialekt, ähnlich dem Luxemburgischen. Bei ihnen heißt die Stadt Arel. So auch auf manchen Karten zu finden.
Das Hotel am zentralen Platz bietet momentan keine Zimmer. Schließlich frage ich zwei Polizisten nach einem Hotel. Einer der beiden rät mir entgegen der Einbahnstraße zu fahren. Sein Kollege in Löwen hatte mich deswegen noch angehalten. Das Hotel ist allerdings ausgebucht.
Online reserviere ich ein Zimmer in einem Hotel an der Autobahn-Raststätte. Da entsteht die spannende Frage, ob ich mit dem Rad trotzdem dorthin komme. Eine direkte Zufahrt über die umliegenden Dorfstraßen lässt sich nicht finden. Aber es gibt keinen durchgehenden Zaun. So kann ich zweihundert Meter über eine Wiese schieben. Und auf der Rollstuhl-Gangway in die Raststätte rollen. Das Rad soll ich mit aufs Zimmer nehmen. Muss es halt senkrecht in den etwas klein geratenen Aufzug.


Auf der CR 303 bei Roodt in Luxemburg
Auf den Höhen vor Arlon


Luxemburg-Stadt: Kathedrale vom Radweg der Adolphe-Brücke aus gesehen Die allererste Vier-Länder-Tagesetappe
Sonntag, 8. Oktober 2017: Arlon - Grenze Belgien/Luxemburg - Luxemburg - Grenze Luxemburg/Frankreich/Luxemburg - Schengen - Grenze Luxemuburg/Deutschland/Frankreich/Deutschland - Merzig - Dillingen (Saar) (100 km) - Zug - Mainz

Heute also soll mein allererster Vier-Länder-Tag werden. Das Fenster hat den nächtlichen Autobahn-Lärm zwar nur rudimentär gefiltert. Ich hab trotzdem gut geschlafen. Das Frühstück also nun in der Mitte über der Autobahn. Formidabel, muss ich sagen. Ich rolle zufrieden über den Rasen zurück auf die Landstraße.
Schon nach knapp acht Kilometern die erste Grenze: Belgien - Luxemburg. Kaum markiert. Nur die unterschiedlichen Geschwindigkeitsgrenzen werden angezeigt. Zwar schlägt Google Maps auch eine Radroute an. Aber bei dem wenigen Verkehr am Sonntagmorgen kann ich gut auf der Nationalstraße bleiben. Es sind vergleichsweise viele Spaziergänger unterwegs. Vielleicht, weil heute Kommunalwahlen im ganzen Land sind.
Auch die Stadt Luxemburg ist am späten Sonntagvormittag sehr ruhig. Unter der Adolphe-Brücke über dem Petruss-Tal gibt's jetzt einen Radweg. Gerade erst Mitte September freigegeben. Er ist quasi als Hängebrücke zwischen den Pfeiler gehängt. Und bietet einen schönen Blick auf die Kathedrale (Fotos rechts und unten). Auch stadtauswärts fahre ich Nationalstraße: N3.


Luxemburg-Stadt: Chris auf dem nagelneuen Radweg unter der Adolphe-Brücke
Luxemburg-Stadt: auf dem nagelneuen Radweg unter der Adolphe-Brücke

Blick von den Höhen der Mosel Richtung AKW Cattenom
Blick von den Höhen der Mosel Richtung AKW Cattenom

Radweg zwischen Feldern
Mal zwischen Feldern


Happy Chris: 4 countries by bicycle in 1 day - celebrating it ironically in Schengen Es geht jetzt südwärts. Der Westwind stört da nicht. Kurz vor der französischen Grenze führt der Weg parallel zur Autobahn, bevor er dann zwei, drei Kilometer über französisches Staatsgebiet führt. Ab der Grenze zunächst nicht asphaltiert. Dann nach Mondorf hineinführend. Eine geteilte Stadt: das französische Mondorff und der luxemburgische Kurort Mondorf-les-Bains.
An einem Gewässerchen entlang führt mich hier Google Maps zunächst. Verheißungsvoll, denn im Grunde muss ich zur Mosel nur noch bergab. So lasse ich die Landstraße rechts liegen. Aber dann verlässt der Weg den Bach, steigt im Zickzack an. Als er wieder auf einen schlammigen Ackerweg weist, wende ich mich doch zur Landstraße nach Schengen. Welche Ironie: dort, wo die Abschaffung der Grenzkontrollen beschlossen wurde, wechsle ich ins vierte Land des Tages (Foto rechts). Nach gerade mal drei Stunden Fahrt.
Am Denkmal für die Vereinbarung über den Wegfall der zwischenstaatlichen Grenzkontrollen, die hier auf einem Boot im Jahr 1990 unterzeichnet wurde, die erste Pause des Tages (Foto unten). Gut gewählt. Denn auf der deutschen Seite geht es nun nahezu senkrecht aus dem Moseltal heraus. Ziemlich genau 250 Höhenmeter mit meist geschätzten zehn Prozent Steigung.


Fahrrad am Schengen-Denkmal an der Mosel in Schengen
Am Schengen-Denkmal an der Mosel in Schengen

Deutsch-französische Grenze an der Autobahn A8 bei Eft-Hellendorf
Deutsch-französische Grenze an der A8 bei Eft-Hellendorf


Fallobst: Äpfel neben dem Fahrrad-Vorderrad am Straßenrand Auf der Höhe komme ich ein weiteres Mal heute für wenige Meter durch Frankreich. Diesmal ist die Grenze gar nicht mehr zu erkennen. Sieht man von einer Art Grenzstein am Wegesrand ab (Foto oben). Zum dritten Mal will mich Google Maps auf einen Feldweg führen. Ich lehne dankend ab. Und erwische so den einzigen kurzen Moment Sonnenschein des Tages neben heruntergefallenen Äpfeln (Foto rechts). Dann weiche ich nochmal vom Routenvorschlag ab: Mich zieht's direkt in die Saarschleife. Auch das gut gewählt. Denn bis dorthin geht es nun kilometerlang auf einem schmalen Weg bergab. Kurz vor der Saar die Jugendherberge Saarschleife. Kuchen, Apfelschorle und Strom fürs Smartphone bekomme ich hier. Das viele Zickzack-Fahren hat den Akku beansprucht.
Dann die Saar. Die passt gut als Ziel zur Benelux-Tour. Und hat wieder einen extrem flachen Radweg zur Seite. Ganz kurz ist noch mal die Sonne in der Ferne voraus zu sehen (Foto unten). Ich schwanke noch, bis wohin ich fahren soll. Merzig und Dillingen habe ich auf zwei Touren schon gekreuzt. Da es noch recht früh ist, könnte ich auch noch ein Stückchen weiter radeln. Aber am Dillinger Bahnhof erreiche ich direkt den passenden Zug. Und auf dem Bahnsteig sind es nach einmal Hin -und-her-Fahren auch genau 99,99 Kilometer auf meinem Kilometerzähler erreicht (Foto unten). Also bin ich auch an diesem Tag wieder unter hundert Kilometern geblieben. What a great day: four countries in a few hours.


Epilog: The most countries visited in 24 hours by bicycle
Im Nachhinein stelle ich fest, dass es im Internet einige Diskussionen zum Thema "Wie viele Länder kann man an einem Tag fahren?" gibt. Einer der Radler hat eine ähnliche Strecke wie ich gewählt, um auf vier Länder zu kommmen. Einer hat auf der holländischen Seite bei Aachen begonnen und ist bis nach Frankreich runter, um auf fünf Länder zu kommen. Als Optionen werden auch der Balkan und die Viktoria-Fälle mit Sambia, Botswana, Simbabwe und Namibia genannt. Angola könnte dort rein theoretisch das fünfte Land sein.
Guinnessworldrecords führt sogar die Rubrik "Most countries visited in 24 hours by bicycle (individual)". Vor gut einem Jahr hat der Deutsche Michael Moll mit sechs Ländern einen neuen Rekord aufgestellt. Von einem italienischen Alpenpass aus durch die Schweiz, Liechtenstein, Österreisch, Deutschland bis nach Frankreich. Mehrere hundert Kilometer in über 20 Stunden. Damit ist er mir wohl uneinholbar enteilt.


Saar-Radweg bei Dillingen
Kurz vor Dillingen an der Saar

Sigma-Fahrrad-Computer BC 8.12: KM-stand 99,99
Wie stets auf dieser Tour: auch die letzte Etappe unter 100 KM


Route Duisburg - Ostende - Saar



Blaue Linie = Touren-Route; Buchstaben = Start und Ziel der Etappen
Gelbe Linie = Zugfahrt Köln - Ostende

Etappen Duisburg - Ostende - Saar (30.9.-8.10.2017)

Details mit Geschwindigkeiten, Höhenmetern etc. als Excel-Tabelle

Tag Datum Start Zwischenstationen Ziel km
1. 30.9.2017 Duisburg Essen - Wülfrath Wuppertal 65
2. 1.10.2017 Wuppertal Solingen - Leichlingen Köln 55
3. 2.10.2017 Ostende Brügge - Gent Wetteren 92
4. 3.10.2017 Wetteren Kastel - Fähre - Sint Amands - Puurs Brüssel 90
5. 4.10.2017 Brüssel Löwen - Sint Truiden Tongern 93
6. 5.10.2017 Tongern Grenze B/NL - Maastricht - Grenze NL/D - Aachen - Vennbahn (D/B/D) Lammersdorf 93
7. 6.10.2017 Lammersdorf St. Vith - Grenze B/LUX - Troisvièrges Clervaux 99
8. 7.10.2017 Clervaux Burscheid - Colpach - Grenze LUX/B Arlon 85
9. 8.10.2017 Arlon Grenze B/LUX - Luxemburg - Grenze LUX/F/LUX - Schengen - Grenze LUX/D/F/D - Merzig Dillingen 100
Summe 772

Sonnenstrahlen auf dem Vennbahn-Radweg
Sonnenstrahlen auf dem Vennbahn-Radweg


Neues Equipment

Radhelm Specialized Echelon II Helmet L 59-63 cm ion yellow (383 g)


Anschluss Tour 88: Den Haag - Duisburg (299 km) Aug. 2017

Anschluss Tour 72: Mainz - Emmerich (416 km) Mai 2015

Anschluss Tour 71: Ostende - Hull (563 km) Aug. 2014

Anschluss Tour 31: Paris - Hamburg (1100 km) Juli/Aug. 2006

Anschluss Tour 26: Paris - Trier (477 km) März 2005

Anschluss Tour 24: Mittelrhein und Nebenflüsse (795 km) März/April 2004

Anschluss Tour 6: Mainz - Strasbourg (428 km) Sept. 1998

Anschluss Tour 4: Bonn - Luxembourg (295 km) April 1987

Anschluss Tour 1: Essen - Trier (422 km) Okt. 1981


Nächste Tour: Hamburg - Rügen (508 km) Okt./Nov. 2017

Vorherige Tour: Den Haag - Duisburg (299 km) Aug. 2017


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Tour 48: Karakorum-Highway (1010 km) 2009
Karakorum 2009
Chris Tour 51: Khartum - Addis Abeba (1760 km) 2010
Äthiopien 2010
on the Tour 58: Alpen - Prag - Berlin (2060 km) 2011
Moldau 2011
Bike Tour 59: Errachidia - Agadir (1005 km) 2012
Marokko 2012
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