Tour 65: Kirgisien - Almaty (951 km) 2013
Kirgisien 2013
Chris Tour 68: Strasbourg - Vicenza (1275 km) 2014
Alpen 2014
on the Tour 75: Iran - Persischer Golf (2690 km) 2015
Iran 2015
Bike Tour 82: Karibik: Barbados - Haiti (902 km) 2016
Karibik 2016

Home: Alle Touren Karte Bikes Run & Fun Links Kontakt Suchen EA: Palästina/Israel

Tour 14: Mainz - Nordkap (3396 km) + Extension: Lofoten (4144 km)


Mittsommernacht

Mid summer night dreams


Live-Ticker-Diary & Routen-Karte & Etappen-Übersicht
Mainz - Nordkap - Lofoten (23.6.-18.7.2001)
Der Kampf zum Kap und das Roll-Out in den Lofoten

Deutschland: Mittelgebirgs-Hopping und Kanal-Leinpfade

Staiger-Florida-Herrenrad auf der Eisenbahnbrücke über den Rhein bei MainzStänderbruch am neuen Rad
Samstag, 23. Juni 2001: Mainz - Idstein - Grävenwiesbach - Gießen - Marburg - Gilserberg (154 km)
Frühstück in Idstein. Bei Heinrich. "Diesmal hast du aber ein stabileres Fahrrad gekauft." Sekunden später bricht beim Abschied der Fahrradständer. In Gießen bekommt das Rad einen neuen. Der Händler analysiert Materialschaden.

Dank dem Auto
Sonntag, 24. Juni 2001: Gilserberg - Wabern - Kassel - Hann. Münden - Göttingen - Northeim (137 km)
Sonntag, Tankstellen-Ernährungstag. Dankbarkeit für die Auto-Infrastruktur. Aus der Serie "Schilder, die es nur in Deutschland gibt": "Grillplatz Ausfahrt".

Staiger-Herrenrad im Wald Speichenbruch am neuen Rad
Montag, 25. Juni 2001: Northeim - Salzgitter - Zweigkanal - Mittellandkanal - Elbeseitenkanal - Uelzen (180 km)
Im Laufe des Tages brechen mehrere Speichen des Hinterrads. Am Nachmittag auf den Leinpfaden entlang der Kanäle bricht die Halterung des Vorderlichts. Schild des Tages: "Mäharbeiten".

Unüberwindlicher Bauzaun
Dienstag, 26. Juni 2001: Uelzen - Elbeseitenkanal - Elbe - Lübeckelbekanal - Lübeck - Scharbeutz (149 km)
Uelzen, "in the middle of nowhere": Henrik und Dörtes Fahrradhändler um die Ecke ist im Urlaub; bleibt mir der Innenstadt-Händler. Er montiert ein neues Hinterrad (alle entstandenen Kosten wurden übrigens von der Firma Staiger später beglichen), ich schaue mir den Hundertwasser-Bahnhof samt Ausstellung an. Der Lübeckelbekanal ist der schönste, endet nur leider an einem unüberwindlichen Bauzaun.

Meerjungfrau, KopenhagenDer Elsässer in Dänemark

Souffrance technologique
Mittwoch, 27. Juni 2001: Scharbeutz - Grömitz - Burg auf Fehmarn - Puttgarden - Fähre - Rodbyhavn - Vordingburg (156 km)
715 Kilometer Deutschland gehen zu Ende. Nach Mittelgebirgs-Hopping und 230 Kilometer autofreier Kanalstrecke Fähre nach Dänemark. Schöne, breite Fahrradwege, bestens beschildert. In der Jugendherberge analysiert ein elsässischer Rentner bei mir einen Mangel an technischer Leidenschaftlichkeit, souffrance technologique. Steh ich zu.

Fahrradtausch
Donnerstag, 28. Juni 2001: Vordingburg - Kopenhagen - Helsingör - Fähre - Helsingborg (151 km)
Nach ein paar gemeinsamen Kilometern mit dem Elsässer samt Fahrradtausch bin ich mit meinem Velo glücklich und werde von ihm zum Abschied gefilmt. Wegen der extraordinären Haltung. Fototermin bei der Meerjungfrau und nach 202 Kilometer Dänemark geht's mit der Fähre nach Schweden. Zur Einstimmung kostet die erste Nacht in der Jugendherberge 100 Mark. Ohne Bettzeug oder Handtuch, versteht sich.

Ikea-Country

Die halbe Million
Freitag, 29. Juni 2001: Helsingborg - Värnamo (176 km)
Südwind. Ich fliege. Die erste Woche ist um. 1100 km, genau eine halbe Million Radumdrehungen. Alles im Plan.

Dauer-Frischluft
Samstag, 30. Juni 2001: Värnamo - Jönköping - Hjo (144 km)
Die Frischluft-Dauertherapie macht allergisch gegen die Raucher auf der Tanzfläche unterm Baum.

Mückenstich in der taghellen Nacht
Sonntag, 1. Juli 2001: Hjo - Askersund - Nora (170 km)
Die Jugendherberge besteht aus drei Nachtwagen-Eisenbahnwaggons direkt am See. Stretching auf dem Bootssteg und dann per Kopfsprung ins Wasser. Obwohl ich erst auf der Höhe von Stockholm bin, ist es die ganze Nacht taghell. Und der erste Mückenstich.

Auf dem Nationalfahrradweg in bergigen Wald
Montag, 2. Juli 2001: Nora - Björsjö - Ludvika - Falun (162 km)
Schwedens Nationalfahrradweg "Sverigeleden" führt mich in den Wald. Ganz schön bergig und Wind von allen Seiten. Meine Gangschaltung, die trotz mehrfacher Reklamation noch nie hundertprozentig hinhaute, schränkt ihren Service erheblich ein. Ärger. Am Nachmittag läuft dann wieder alles leichter, die Gangschaltung brauche ich kaum.

Die Hälfte der Endlosigkeit
Dienstag, 3. Juli 2001: Falun - Sundborn - Edsbyn - Färila - Hovra (181 km)
Schön warm. Am Nachmittag 60 Kilometer menschenleere Nebenstrecke. Und überall Seen. Mal links, mal rechts, mal links und rechts. Endlos. Die Hälfte der Strecke liegt hinter mir.

Sonne und Südwind im Rücken
Mittwoch, 4. Juli 2001: Hovra - Karböle - Ytterhogdal - Östersund (202 km)
Nach langem Umfahren komme ich am späten Vormittag auf die Nationalstraße 45, die mich die nächsten Tage bis Finnland führen soll. Aber auch hier wenig Verkehr. Sonne und Südwind im Rücken treiben mich 202 Kilometer nach Östersund, der letzten großen Stadt (59.000 Einwohner).

RentiereLäppisches Lappland

Aura aus Autan
Donnerstag, 5. Juli 2001: Östersund - Strömsund - Dorotea (171 km)
Kalter Seitenwind aus den Bergen. Die Fleece-Jacke mit Windmembran muss raus. Am Abend in Lappland. Die Mückenstiche verdoppeln sich täglich. Immerhin sind Mücken und Stiche kleiner als bei uns. Heute versuche ich es mit einer Aura aus Autan.

Arctic Open
Freitag, 6. Juli 2001: Dorotea - Vilhelmina - Storuman - Sorsele (198 km)
Rentiere am Straßenrand. Die Strecke bewegt sich kontinuierlich auf 400 m Höhe, die höchsten Erhebungen sind die Brücken über die Eisenbahn. Zwei Wochen sind um, zwei Drittel der Strecke auch. Ein Camper aus Idstein kommt von den Arctic Open auf dem nördlichsten Golfplatz der Welt in Narvik. Als einziger Ausländer hat er den 24-Stunden-Golf-Marathon mitgespielt.

StugaDie erste Stuga
Samstag, 7. Juli 2001: Sorsele - Arvidsjaur - Kabdalis (181 km)
Teilweise mehr Rentiere als Autos auf der Straße. Auf Hupen reagieren sie nicht, aber vor mir fliehen sie. Am Nachmittag kann sich sogar mein Regenzeug profilieren. Nach ungezählten Jugendherbergen, resp. "Vandrarhemen", die allerdings weder was mit Jugend noch mit Wandern zu tun haben, meine erste "Stuga" - eine kleine Holzhütte.

PolarkreisIm Polarkreis
Sonntag, 8. Juli 2001: Kabdalis - Jokkmokk - Porjus - Gällivare (152 km)
Über den Polarkreis. Bis zum Nordkap geht die Sonne nicht mehr unter. Auf den letzten 50 Kilometern vor Gällivare nur eine einzige Holzhütte am Wegesrand. Geräucherten Fisch gibt's dort. Exzellent.

Felgen-Horror
Montag, 9. Juli 2001: Gällivare - Vittangi - Karesuando (209 km)
Immer noch Asphalt, aber der Frost hat alle 30 bis 50 Meter Risse quer zur Fahrbahn produziert. Horror für die Felgen. Am Abend endlich an der schwedisch-finnischen Grenze.

Drei-Länder-Tag
Dienstag, 10. Juli 2001: Karesuando - Enontekiö - Kautokeino (152 km)
Morgens Schweden, mittags Finnland, abends Norwegen. Tundra. Ein paar Birkenbäumchen, sonst nichts. Jedes Anhalten wird mit mindestens fünf Mückenstichen bestraft.

Unwetter, FinnlandDer Kampf zum Kap

Kürzeste Etappe
Mittwoch, 11. Juli 2001: Kautokeino - Alta (133 km)
Dauerregen. Eiskalt. Endlich am Meer.

Höllenlärm im Nordkap-Tunnel
Donnerstag, 12. Juli 2001: Alta - Skaidi - Olderfjord - Sarnes (198 km)
Steigungen, Gegenwind, Kälte. Ein Odlo-Hemd wird zum Kopftuch unterm Helm. Die Insel, auf der das Nordkap rumsteht, ist seit zwei Jahren per Tunnel zu erreichen. 7 Kilometer lang, 212 Meter unter dem Meeresspiegel. Bei schwacher Beleuchtung, Höllenlärm und Eiseskälte geht es erst 3 Kilometer mit 9 Prozent Steigung abwärts, dann 3 Kilometer mit 10 Prozent Steigung aufwärts. Ein begrenztes Vergnügen.

Am Ziel: NordkapGegenlenken in die Luftwirbel
Freitag, 13. Juli 2001: Sarnes - Honningsvag - Nordkap (40 km)
Bleiben 40 km. Mit tausend Höhenmetern. Und Windstärke 9, 10, 11. Einmal fegt mich der Wind von der Fahrbahn, das nächste Mal in die Leitplanken. Ich schiebe. Dann Abfahrten mit 67 Stundenkilometern. Dann wieder Seitenwind, der für Sekundenbruchteile nachlässt, wenn ein Bus vorbeifährt. Gegenlenken in die Luftwirbel am Ende, sofort auf die andere Seite werfen, wenn der Wind wieder mit voller Breitseite über die völlig kahlen Höhen pfeift. Fünf vor zwölf bin ich am Ziel. Nichts als ein Felsen und ein Besucherzentrum für 50 Millionen Mark. Drei Stunden später beginnt die Rückfahrt per Bus nach Alta. Jetzt vielleicht noch die Kür: Ein paar Fjorde rüber zu den Lofoten...?

Fjord, NorwegenExtension: Lofoten

Entscheidung für die Fjorde
Samstag, 14. Juli 2001: Alta - Soerkjosen (179 km)
Nachts um 2 Uhr, bei strahlendem Sonnenschein versteht sich, nach zwei Gläsern Bier - Kostenpunkt 13 D-Mark, pro Glas - und der Feststellung, dass das Rad mehr unter dem Bustransport als unter der Strecke gelitten hat, fällt die Entscheidung, dass das Radeln noch ein bisschen Richtung Lofoten weiter geht. Sogleich die Belohnung: traumhafte Fjorde.

Sonnenuntergang, Lofoten Gletscher-Kalben ins Meer
Sonntag, 15. Juli 2001: Soerkjosen - Olderdalen - Fähre - Lyngseidet - Bardufoss (170 km)
Eine Fahrt am Meer entlang wie mitten durch die Alpen. Zig Gletscher kalben mehr oder weniger direkt ins Meer. Leider liegen zwischen den Fjorden immer mehr oder weniger hohe Pässe.

Gnadenlos
Montag, 16. Juli 2001: Bardufoss - Narvik (120 km)
Immer wieder stundenlanger Regen. Zwei Stunden Aufwärmen. Und ein gnadenloses Auf und Ab; erst über Pässe, selbst nachher entlang des Fjords nach Narvik.

Fjord-Brücke mit Rad, LofotenFuck average speed
Dienstag, 17. Juli 2001: Narvik - Skarberget - Fähre - Bognes - Skutvik - Fähre - Svolvaer - Kabelvag (142 km)
Eine Engländerin radelt durchs Land mit gebrochenem Bein samt Krücken. "Fuck average speed" schimpfend reißt sie den Kilometer- bzw. Meilen-Zähler vom Lenker, als sie von der Fähre schiebt, auf die ich will. Endlich wieder Sonne. Alles traumhaft. Am Abend auf den Lofoten bei Kilometer 4007.

A, Lofoten A wie Ende
Mittwoch, 18. Juli 2001: Kabelvag - Valberg - Å i Lofoten (137 km)
Ein Tag quer über die Lofoten bis zum ultimativen Ende, dem Örtchen mit dem Namen A (genauer A mit Kringel drüber: Å). Enttäuschend nur in sofern, weil nicht noch traumhafter als am Tag zuvor. Hier geht's nicht mehr weiter. Zurück nun mit Schiff, Zug, Zug, Schiff und Zug, mit einem kleinen Zwischenstopp in Oslo. 50 Stunden Fahrt in vier Tagen bringen mich zurück nach Mainz.


Route Mainz - Nordkap - Lofoten



Blaue Linie = Touren-Route; Buchstaben = Start und Ziel der Etappen

Etappen Mainz - Nordkap - Lofoten (23.6.-18.7.2001)

Details als Excel-Tabelle

Tag Datum Start Zwischenstationen Ziel km
1. 23.6.2001 Mainz Idstein - Grävenwiesbach - Gießen - Marburg Gilserberg 154
2. 24.6.2001 Gilserberg Wabern - Kassel - Hann. Münden - Göttingen Northeim 137
3. 25.6.2001 Northeim Salzgitter - Zweigkanal - Mittellandkanal - Elbeseitenkanal Uelzen 180
4. 26.6.2001 Uelzen Elbeseitenkanal - Elbe - Lübeckelbekanal - Lübeck Scharbeutz 149
5. 27.6.2001 Scharbeutz Grömitz - Burg auf Fehmarn - Puttgarden - Fähre - Rodbyhavn Vordingburg 156
6. 28.6.2001 Vordingburg Kopenhagen - Helsingör - Fähre Helsingborg 151
7. 29.6.2001 Helsingborg Värnamo 176
8. 30.6.2001 Värnamo Jönköping Hjo 144
9. 1.7.2001 Hjo Askersund Nora 170
10. 2.7.2001 Nora Björsjö - Ludvika Falun 162
11. 3.7.2001 Falun Sundborn - Edsbyn - Färila Hovra 181
12. 4.7.2001 Hovra Karböle - Ytterhogdal Östersund 202
13. 5.7.2001 Östersund Strömsund Dorotea 171
14. 6.7.2001 Dorotea Vilhelmina - Storuman Sorsele 198
15. 7.7.2001 Sorsele Arvidsjaur Kabdalis 181
16. 8.7.2001 Kabdalis Jokkmokk - Porjus Gällivare 152
17. 9.7.2001 Gällivare Vittangi Karesuando 209
18. 10.7.2001 Karesuando Enontekiö Kautokeino 152
19. 11.7.2001 Kautokeino Alta 133
20. 12.7.2001 Alta Skaidi - Olderfjord Sarnes 198
21. 13.7.2001 Sarnes Honningsvag Nordkap 40
22. 14.7.2001 Alta Soerkjosen 179
23. 15.7.2001 Soerkjosen Olderdalen - Fähre - Lyngseidet Bardufoss 170
24. 16.7.2001 Bardufoss Narvik 120
25. 17.7.2001 Narvik Skarberget - Fähre - Bognes - Skutvik - Fähre - Svolvaer Kabelvag 142
26. 18.7.2001 Kabelvag Valberg Å i Lofoten 137
Summe 4144

Staiger-Herrenrad Florida auf den Lofoten

Staiger-Herrenrad Florida auf den Lofoten


Anschluss Tour 83: Mainz - Denkendorf (341 km) Jan. 2017

Anschluss Tour 79: Westerwald - Hunsrück (383 km) Juni 2016

Anschluss Tour 78: Mainz - Jagst - Kocher (528 km) Mai 2016

Anschluss Tour 74: Rheinhessen - Donnersberg (300 km) Aug./Sept. 2015

Anschluss Tour 70: Plettenberg - Rothenburg (467 km) Juli 2014

Anschluss Tour 69: Mainz - Plettenberg (444 km) Juni 2014

Anschluss Tour 60: Mainz - Brocken (455 km) April 2012

Anschluss Tour 57: Aschaffenburg - Berlin (800 km) Juli 2011

Anschluss Tour 56: Dillenburg - Idstein (423 km) Juni 2011

Anschluss Tour 42: Ostsee: Lübeck - Danzig (890 km) Juli/Aug. 2008

Anschluss Tour 36: Belarus - Arvidsjaur (2782 km) Aug. 2007

Anschluss Tour 30: Elbe: Hamburg - Dresden (604 km) Juli 2006

Anschluss Tour 25: Nordsee: Brest - End to End - Mainz (4455 km) Aug./Sept. 2004

Anschluss Tour 24: Mittelrhein und Nebenflüsse (795 km) März/April 2004


Nächste Tour: Jerba - Jerusalem (3300 km) Okt./Nov. 2001

Vorherige Tour: Magdeburg - Naumburg (224 km) April 2001


Home: Alle Touren Karte Bikes Run & Fun Links Kontakt Suchen EA: Palästina/Israel

Tour 48: Karakorum-Highway (1010 km) 2009
Karakorum 2009
Chris Tour 51: Khartum - Addis Abeba (1760 km) 2010
Äthiopien 2010
on the Tour 58: Alpen - Prag - Berlin (2060 km) 2011
Moldau 2011
Bike Tour 59: Errachidia - Agadir (1005 km) 2012
Marokko 2012
© Copyright 2000-2017 Christoph Gocke. Alle Rechte vorbehalten.