 
Trakai bei Vilnius
Live-Ticker-Diary & Routen-Karte &
Etappen-Übersicht Nida - Vilnius (24.-27.7.2002)
Mittwoch, 24. Juli 2002: Klaipeda - Nida - Klaipeda (103
km) Prolog: Am Nachmittag die Kurische Nehrung runter und rauf. Von
Klaipeda alias Memel zum Thomas-Mann-Feriendomizil Nida. Auf dem schmalen,
anfangs ein wenig hügeligen Sand-Kiefer-Band bei bedecktem Wetter.
Gelegentlich leichter Regen. Die letzten 16 km vor Nida auf einem
exzellenten Fahrradweg. Viele Touristen(-Radler).
Donnerstag,
25. Juli 2002: Klaipeda - Silute - Jurbarkas (162 km) Die erste
Hälfte fast ausschließlich auf Nebenstraßen, teilweise nicht geteert. Dann
auf der Hauptstraße, auf der aber wenig los ist. Große Wälder, aber auch
Felder und Wiesen. Einzelne Kühe am Wegesrand sind fest angebunden. Gegen
Abend Kollektiv-Melken auf einer umzäunten Dorfwiese. 20 Frauen und Männer
bearbeiten die Euter von 60 Kühen. Der Zielort Jurbarkas liegt direkt an
dem Nemunas, bzw. der Memel. Zehn km joggen am Ufer runden den Tag ab.
Hier zeltet eine Gruppe Kanuten aus Ratzeburg.
Freitag, 26. Juli 2002: Jurbarkas - Kaunas - Birstonas (132
km) Im Hotel hat auch eine Gruppe Wanderruderer aus Hamburg
übernachtet. Heute besichtigen sie auf der russischen (Kaliningrader)
Seite des Ufers Tilsit. Ich radle am Fluss entlang nach Kaunas. Der Küster
in der Synagoge spricht Jiddisch. 300 Mitglieder hat die jüdische Gemeinde
noch. Auch das Ziel liegt an der Memel, in einer romantischen
Flussschleife, umgeben von Kiefernwäldern: der Kurort Birstonas. In der
Abteilung Traumatologie des riesigen Sanatoriums "Versme" ist noch ein
Zimmer in der klassischen sowjetischen Ausführung zu bekommen. Alt aber
sauber. Traumhafter Sonnenuntergang am absolut ruhig daliegenden Fluss.
Samstag, 27. Juli 2002: Birstonas - Trakai - Vilnius (108
km) Hügelig, sonnig, warm. Das Schloss Trakai schön wie eh. Das
Mahnmal für 100.000 während der deutschen Besatzungszeit erschossene
Menschen, überwiegend Juden, ist schwer zu finden mitten im Wald. Sehr
schlicht, sehr bedrückend. Nach der Zielankunft eine Busfahrt. Zum
Fernsehturm. Erst ist es der falsche Bus, weil die Nummer 16 doppelt
existiert: für Normal- und für Trolley-Busse. Letzterer fährt aus der
Stadt raus in die Plattenbausiedlungen. Auf 164 Meter Höhe hat man im sich
drehenden Restaurant einen brillanten Blick über die Stadt. Als ich oben
ankomme steht das unten georderte vegetarische Menü schon auf dem Tisch.
Wieder unten ist eine Ausstellung über den Revolutions-Kampf um den Turm
im Januar 1991, bei dem elf Litauer starben, zu sehen.
Sonntag,
28. Juli 2002: Flug Vilnius - Frankfurt Mein Fahrrad soll am
Flughafen durch das Durchleuchtungsgerät. Das Gerät ist eindeutig zu klein
dafür. Trotzdem werde ich gezwungen, mein Fahrrad auseinander zu bauen.
Das Gerät bleibt zu klein. Und siehe da, irgendwo existiert doch ein
größeres Gerät. Ein heißer, wolkenloser Tag - in Vilnius wie am Main.
Route
Lila = Fahrstrecke; Blau =
Etappenziel; Grün = andere Touren (mit Nr.)
Etappen Nida - Vilnius
(24.7.-27.7.2002)
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