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VG WORTTour 102: Karibik III: Cayenne - Fort-de-France (ca. 2000 km)



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Karibik III: Cayenne - Fort-de-France (11.10.-29.11.2019)
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Diesmal geht es rund um die Karibik. Hier live und noch unkorrigierr Eindrücke von der Tour - unplugged
Karibik-Route
Die Route
um die Karibik


Freitag, 11. Oktober 2019: Mainz - Zug - Frankfurt - Flug - Paris

Andrea bringt mich mit ihrem Auto zum Hauptbahnhof. Gestern hat sie schon meinen Karton mit dem Faltrad geladen. Der wird diesmal an Terminal 2 in Frankfurt direkt vom Schalter per Band befördert. Alles geht diesmal so schnell, dass ich endlos Zeit habe am Abfluggate.
Neben im Billigableger Hop! von Air France sitzt Gustavo. Der brasilianische Elektroingenieur hat acht Wochen für eine italienische Firma (Amares???) in Bielefeld gearbeitet. Und froh, morgen früh zurück in São Paulo zu sein. Wo er zu den Fans von Präsident Bolsonaro gehört. À propos Fan: er trägt das Nationaltrikot. Und erwähnt auch das 1:7. Nicht ich




Terminal 2G in Roissy hat den Charme von „Frankfurt-“Hahn. Nur viel kleiner. Trotzdem dauert es zwanzig Minuten, bis das Gepäckband anläuft. Ich dokumentiere alles für Miri. In vier Wochen hat sie nicht viel Zeit, um auch von Roissy nach Orly einmal quer durch Paris zu reisen. Mit dem Radkarton. Denn ich habe zwar eine Boardkarte für den Gesamtflug von Frankfurt nach Cayenne, Französisch-Guyana. Das Gepäck wird aber nicht automatisch in Paris von Flughafen zu Flughafen transportiert. So hebe ich den Karton in den Flughafen-Shuttlebus N2. Der bringt alle ins Herz von Terminal 2 am Charles-de-Gaulle-Flughafen. Wo ich für morgen und Miri zunächst „Le Bus Direct“ nach Orly suche. Vergebens. Er fährt so spät auch nicht mehr. Gut, dass ich hier ein Quartier gebucht habe und nicht bei Orly.
Den Hotel-Shuttle Blue Line finde ich. Er bringt uns ins „village accor“. In dem eingezäunten Areal sind die Tochter-Hotelketten Novotel, Ibis budget und HotelF1 aneinander gereiht. Ich natürlich im letzteren. Wo Dusch- und WC-Kabinen im Gang sind, und die Flugzeuge im Fenster über mich hinweg abheben.





Samstag, 12. Oktober 2019: Paris - Flug - Cayenne Aéroport - Cayenne (25 km)

Ich blicke wieder auf die Bäuche der Flugzeuge, die sich über der Leuchtschrift von Aéroville erheben, als ich früh wach werde. Der Navette alias Hotel-Shuttle bringt mich durch die Beton- und Verkehrswüste im Umfeld von Roissy zurück zu Terminal 2. Dank einer kleinen Online-Recherche finde ich den Busbahnhof für die Flughafenbusse in die Stadt sofort. Der 6.35-Uhr-Bus fährt mir vor der Nase weg, obwohl der Fahrer mich noch sieht. Mc Donald‘s schafft es nicht, bis zum 7-Uhr-Bus die von mir am Monitor bestellten Eier-Brötchen fertig zu bekommen. Dann fahren wir am trikolorig erleuchteten Terminal 1 und Ikea vorbei ins Pariser Morgengrau. Hotelketten, Einkaufszentren und Hochhäuser säumen dicht gedrängt den Weg auf der Stadtautobahn. Um diese Zeit am Samstagmorgen schafft der Bus die Strecke in 55 statt 75 Minuten.
Der Flughafen Orly ist sehr viel übersichtlicher. Terminal 1, 2, 3, 4 liegen im Halbrund aufgereiht hintereinander. Beim Einchecken nach Französisch-Guyana wird meine Gelbfieber- Impfung überprüft. Erfolgreich. Mein Pass bekommt einen kleinen gelben Aufkleber.
Nach Handgepäck-Kontrolle und Duty Free überrascht noch eine automasierte Passkontrolle. Obwohl es ein Inlandsflug ist. Nach Südamerika.
Emily wartet, wie ich, bis die meisten im Flugzeug verschwunden sind. Sie lebt in Cayenne. Hat eine Woche Urlaub in Paris gemacht. Und freut sich nach den nasskalten Tagen auf die Rückkehr ins karibische Heimatklima.





Guyanas (von Arnold Platon; CC_BY-SA_3.0; wikimedia)
Guyanas (von Arnold Platon; CC_BY-SA_3.0; wikimedia)


Der Plan: zum ersten Mal will ich den Radkarton auf der Tour mitnehmen. Ob das möglich ist, habe ich zu Hause ausprobiert (Foto oben links): Zusammengefaltet passt er in die kleine Lowrider-Fahrradtasche, die eigentlich für das Vorderrad gedacht ist. Die wiederum passt hinten ans Brompton. Am Flughafen von Cayenne klappt’s nicht ganz so gut, wie daheim. Ich treffe beim Zusammenfallen nicht genau die Nahtstellen. Hier und da reißt der Karton. Ob er noch zum Fliegen taucht, wird sich in zwei Wochen zeigen. Wenn ich von Guyana weiter fliegen will.
Die vielen Guyanas (was wegen der breiten Flüsse aus dem Regenwald nur „Wasser“ ??? bedeutet) liegen an der Nordostküste Südamerikas. Bei wechselnden Besitzverhältnissen geht es vom ehemals portugiesischen und heute brasilianischen Guyana über Französisch-Guyana und Suriname, das ehemalige niederländische Guyana , nach Guayana (ein a mehr), dem ehemaligen British-Guayana. Dessen Grenzen von Venezuela nicht anerkannt werden, dem ehemaligen Spanish-Guyana (s. Karte). Cayenne bot sich in Kombination mit dem geplanten Rückflug von Martinique als Flugziel für innerfranzösische Atlantikflüge an. Mit Air France.
On y va. Bei schwülen 32 Grad. Ein paar Wölkchen verschonen mich hier und da vor der größten Hitze. Frankreich im Regenwald. Auf der N4 folge ich „Toutes Directions“. Es gibt sogar ein paar Fahrradwege. Über allem wehen die Trikolore, die EU-Fahne und die von Carrefour. Die äußeren Einkaufszentren wecken größere Erwartungen als die Stadt hält. Sie wirkt mehr wie eine französisch-karibische Kleinstadt. Vor zwanzig Jahren.
Relaxte Samstagnachmittag-Atmosphäre. Ein junger Mann macht Kopfstand am Sandstrand. Straßen und Plätze recht leer. Ein bisschen Kolonialstil. Die wenigen vom deutschen Südamerika-LonelyPlanet angepriesenen Sehenswürdigkeiten machen keinen großen Eindruck.
Hitze und fünf Stunden Zeitverschiebung machen mir zu schaffen. Ich steuere mein Airbnb an. Ein wahres Airlebnis: ich schlafe auf einer Luftmatratze unterm Moskitonetz in der Wohnküche von Elzy und Alexandre. Ihre beiden kleinen Kinder sind grad nicht da. Während Elzy das Abendessen kocht, bin ich schon eingeschlafen.









Sonntag, 13. Oktober 2019: Cayenne - Remire-Montjoly - Cayenne - Kourou (112 km)

Durch den Jetlag bin ich extrem früh wach. Schreibe den Blog. Ohne Gepäck starte ich um halb sieben zu einer Strandtour Richtung Osten. Sonntagmorgen, kaum Verkehr. Bald bin ich am ersten Sandstrand. In der Ferne Inseln. Ganz flach geht es hier ins Wasser. Millimeterweise. Schildkröten legen hier ihre Eier ab. Aber nicht in dieser Jahreszeit. Ein Auto hält direkt an meinem Fahrrad. Als ich hinter dem Baum raustrete, wendet es und gibt Gas. Sieht ein bisschen nach Suche vom Diebesgut aus. Möglicherweise Glück gehabt. Bald darauf eine Streife der Gendarmerie, auch die Polizei patrouilliert. Ein Schatten auf dem friedlichen Morgen mit vielen Radlern. Und Wanderern. Auf dem Sentier Rorata??? Den ich nur ein paar Meter schiebe. Zu unwegsam. Schon auf diesen Metern ein toller Einblick in die Vegetation. Die xyz-Pflanze, die ich im Februar in Uganda sah, hier ist sie heimisch. Ich radle an der Küste bis über das undurchdringliche Fort Diamant hinaus. Wende am Hafen und fahre die gleiche Strecke zurück. Was ich selten tue. Einfach zu schön.
Noch ein Abstecher zum Plages de Montjoli und ein kurzer Spaziergang durch die dortigen Salinen. Am Strand machen verschiedene Gruppen Gymnastik. Vor acht. Es wird stetig wärmer.
Zum Gottesdienst in der Kathedrale von Cayenne zieht eine lautstarke Marien-Prozession. Die meisten tragen T-Shirts von diesem Tag der Wächter von Nazareth. Der Gottesdienst ist komplett zweisprachig: Französisch und Brasilianisch. Obwohl der Priester seine Botschaft ins Mikro schreit, dämmer ich weg. Als nach achtzig Minuten erst der Wortgottesdienst vorbei ist, muss ich los, um verabredungsgemäß meine Klamotten bei Elzy abzuholen. Eigentlich haben sie weder Zeit noch wirklich Platz für Airbnb.










Jetzt ist es richtig heiß. Schon am Stadtrand von Cayenne flüchte ich mich in den klimatisierten Carrefour. Kann kurz vor Ladenschluss um halb eins noch eine Quiche und Flan essen.
Schon bin ich auf der Küstenstraße, der N1. Ganz schön Verkehr. Aber ein kleiner Seitenstreifen und Rückenwind. Der Ostwind begleitet mich voraussichtlich die beiden Wochen hier. Sobald Wolken auftauchen, wird es halbwegs erträglich. In Thonate flüchte ich mich in den Schatten. Kann vor Hitze kaum was essen. Weiter. Vom Meer bekommt man nichts mit. Dann zweigt die N1 weiter von der Küste ab. Eine Nebenstrecke führt zunächst geradeaus. Ich frage an einem der wenigen Häuser, ob ich am Ende zurück zur Hauptstraße käme. Ja. Aber es sei ein großer Umweg. Zwei Kilometer berechnet Google Maps. Der Asphalt ist etwas rauer, die Autos verschwunden und ich höre das Leben im Regenwald links und rechts der Straße. An einer Stelle sehe ich einen Affen durch die Baumwipfel rasen.
Ich bin komplett erschöpft, als ich bei Veronique und Didier ankomme. Bekomme eine Dose Bier angeboten, die nichts besser macht. Zum Essen empfehlen sie den „Camion“ an der Straßenecke. In dem mobilen Imbiss ist so gut wie alles aus. Einen Camion weiter gibt es ein Ei-Sandwich. Zwei Brasilianerinnen, die sich zu mir setzen. Und ein Paar aus Regensburg, das seit 19 Jahren durch die Welt segelt und seine Zeit vor allem in Brasilien verbracht hat. Hier ist es Ihnen zu steril. Es ist einfach öde. Trotz Weltraumzentrum. Und doch ärmlich.







Montag, 14. Oktober 2019: Kourou - Sinnamary - Iracoubo (119 km)

Mindestens einer der beiden Hunde nagt in der Nacht an irgendwas im Zimmer der Herrchen über mir. und damit an meinen Nerven. Etwas hellhörig das kleine Haus. Aber sehr nett eingerichtet. Wieder bin ich frühmorgens zunächst ohne Gepäck unterwegs. Zur Mündung des Kourou-Flusses. An dem wacht der Tour Dreyfus. Zur Zeit seines antisemitisch motivierten Prozesses war Guyana eine (un-)beliebte Strafkolonie. Dreyfus wurde auf der Isle du Salut vor der Küste bei Kourou gefangen gehalten. Ein paar französische Soldatinnen und Soldaten joggen hier gemächlich herum. Noch sind die Temperaturen erträglich.
Heute lebt Kourou vom CSG: Centre Spatiale Guyane??? Weil Raketen hier direkt beim Äquator von der stärkeren Rotation beflügelt werden, spart die ESA beim Abschuss der Satelitten jede Menge Energie. Nirgendwo werden mehr Satelliten ins All befördert. Ein Modell der aktuellen Ariane 5 begrüßt die Besucher vor dem Weltraumzentrum. Ich gehe ins Museum. Ob ich ein Messer dabei habe, werde ich bei der Leibes- und Gepäckkontrolle gefragt. Und wenn schon: ich bin der einzige Besucher. Zudem kaum historische Exponate. Aber viele interessante Erklärungen. Vor allem klimatisiert.
Ich fahre weiter Richtung Abschussrampen und Treibstoffproduktion auf der Küstenstraße. Laut Google Maps komme ich hier auch durch. Doch nach fünf Kilometern kommen mir immer mehr Zweifel. Mit Mühe halte ich einen Fahrer an. Ja, in sieben Kilometer sei Schluss. Da komme man nur mit Ausweis weiter. Ich muss zurück und vor allem die wesentlich längere Inlandsstrecke radeln. Am Ortsausgang von Kourou flüchte ich mich noch einmal in die klimatisierte Total-Tankstelle. Auf 60 Kilometer kommt nichts mehr. Meine Möglichkeiten Lebensmittel mitzunehmen sind begrenzt. Also Mittagessen um halb elf.





Die Strecke verläuft nicht nur im Hinterland, sondern ist auch ein bisschen hügelig. Rund 240 Höhenmeter verschaffen Abwechslung. Mitten durch den Regenwald. Hinter Kourou hat auch der Verkehr stark nachgelassen. So bekomme ich auch mehr vom Treiben im Regenwald mit.
Unter Wolken bleibt die Temperatur unter 35 Grad, aber immer wieder knallt die Sonne herunter. Ständig bewässer ich mein Käppi. Es gibt kaum Schatten. Die Sonne steht fast im Zenit. Äquatornähe eben.
Verlockend sind gelegentliche kleine Picnic-Areas an kleineren Gewässern, die hier als „Crique“ beschildert sind. Aber ich kann mich nicht dazu durchringen. Jungsgruppen schrecken mich ab.
Dann bin wieder auf der Küstenstraße und bald darauf in Sinnamary. Ein kleines Provinznest. Durch den unerwarteten Umweg habe ich schon 90 Kilometer hinter mir. Regeneriere mich mühsam in einem halbwegs klimatisierten Lebensmittelladen. Die hier wohl weitgehend von Asiaten betrieben werden. Ich würde gern hier übernachten. Aber mein drittes Airbnb liegt dreißig Kilometer weiter in Iracoubo. Meine Vermieterin kommt mir im Auto mit vier Kindern entgegen. Ihr Mann gibt mir in dem kleinen Örtchen die Schlüssel. Ein bis zwei Kilometer sei der Weg noch. Seine Wegbeschreibung klingt länger. Die erste Savannen-Piste links ab und dann bis ganz zum Ende. Nach vier Kilometern biege ich da auf ein großes Areal mit einer riesigen Villa. Türen und Fenster stehen auf. Hier bin ich heute Nacht weit und breit der einzige. Umgeben vom Sound des Regenwalds.










Dienstag, 15. Oktober 2019: Iracoubo - Mana - Awala-Yalimapo (104 km)

Heute will ich mal ganz früh auf die eigentliche Etappe. Wenn es noch nicht so heiß ist. Aber das Erwachen in und um meine Lodge ist einfach zu großartig. Ich genieße ein Frühstück mit meinen wenigen Lebensmittelresten.
Als ich um acht Uhr losradle, kommt mir auf der meine Vermieterin Marie-France entgegen. Sie war es, deren Schritte ich am Abend rund ums Haus gehört habe. Als ich gerade im Mückeneldorado Badezimmer ein Blutbad angerichtet habe. Und mich fragte, wie wohl hier die erste Nacht ohne Moskitonetz werden würde. Sie wiederum dachte, ich schlafe schon. Au revoir.
Mit Schrecken habe ich gestern Abend festgestellt, dass alle Quartiere bis zur Grenze ausgebucht sind. Ich hätte es mir denken können, als ich in der Tageszeitung FA (France-Antilles) von dem ersten Amazonas-Filmfestival im Grenzort Saint Laurent du Maroni in dieser Woche las??? Gerade deshalb, wollte ich dort auch übernachten. Ich hatte sogar vor Wochen über Airbnb eine Bleibe gebucht. Majed begründete die Stornierung: „Je dois partir en metropole.“ Ich weiß nicht so recht, wie es weitergehen kann. Erstmal will ich im einzigen Ort weit und breit, Organabo, an Lebensmittel kommen und eventuell sogar bleiben. Doch vor Ort stehen nur ein paar Häuser.
Immerhin bekomme ich Wasser. Das Gehöft ist typisch für viele heute am Wegesrand: die Häuser stehen auf Stelzen, alles recht ärmlich und Hab und Gut, vor allem die Küchenutensilien stehen im Freien. Das ganze Terrain ist mit Sand ausgelegt. Ich vermute, es handelt sich um Flüchtlinge aus Laos. Teile des Hmong-Volkes wurden nach dem Indochina-Krieg hier angesiedelt. Das Ehepaar spricht mühsam ein bisschen Französisch. Sie versichern mir, dass der nächste Laden auf der Nationalstraße N1 erst nach weiteren 85 Kilometern kommt. Auf der Küstenstraße seien es „nur“ 45 km. Ich habe noch acht Butterkekse. Und ein paar Mini-Salzbrezeln...






Bleibe ich also auf der Küstenstraße. Die ist stärker besiedelt als bisher. Einige Gehöfte haben so Art Verkaufsstände am Straßenrand. Meistens leer oder mit sowas wie Kartoffeln. Einmal sehe ich Bierflaschen da rumliegen. Die schwangere mehrfache Mutter meint, die letzte Flasche habe sie längst verkauft. Es ist so eine Lethargie in den allermeisten Begegnungen. Desinteresse. Dann doch noch ein Stand mit etwas Brauchbarem für mich. Eine kleine Wassermelone bekomme ich für einen Euro.
Mana ist am späten Mittag wie Highnoon im Wilden Westen. Eine herunter gekommene Kulisse. Abgewrackte Typen. Die Post ist für immer geschlossen. Niemand kann oder will mir so recht Auskunft geben. In meiner Ratlosigkeit rufe ich Vincent an. Auf dem Radlernetzwerk Warmshowers hat er sich unter Mana registriert. Aber er lebt inzwischen in der Hauptstadt Cayenne. Er macht mir Mut, zwanzig Kilometer weiter zu fahren zu den Stränden von Les Hattes. Dort gebe es ein paar Hängematten. Eine Sackgasse am äußersten nordwestlichen Zipfel von Französisch-Guyana. Zum dritten Mal hintereinander komme ich so ungewollt auf mehr als hundert Tageskilometer. Der Körper gewöhnt sich langsam an Hitze und Strapazen. Bei Rita wird gerade renoviert, die Auberge Simili ist geschlossen, Marimille hat auch keine Lust mich aufzunehmen. Ganz am Ende, wo der Strand direkt am Straßenrand liegt werde ich doch noch pfündig. Nachdem ich nochmals Absagen bekomme, einen dubiosen Typen halbwegs abhängen kann und eine halbe Stunde warte, bis der Wirt vom Restaurant Yalimale seine Pepperoni gegossen hat. Dann bekomme ich von ihm einen riesigen Saal, der nach vier Seiten nur durch Fliegengitter geschützt ist. Mit ein paar Stockbetten und Meeresrauschen.






Mittwoch, 16. Oktober 2019: Awala-Yalimapo ( km)

Mit dem Sonnenaufgang bin ich im Meer. Wunderbar. Ich bleibe heute hier. Weiterfahren würde nur in eine Sackgasse führen: Mittwochnachmittags fährt die Fähre rüber nach Suriname nicht. Und im Grenzort Saint Laurent gibt es nach wie vor kein Quartier. Überraschend bieten mir meine Gastgeber aus Suriname ein Frühstück an. Mit exzellenten Chutneys aus Zitrone, Ingwer, Kürbis, Süßkartoffeln und allem möglichen. In meinem riesigen Gite verbringe ich die heißesten Stunden. Als ich am Nachmittag aufbrechen will, geht mein erster Regen nieder. Obwohl kaum Wolken zu sehen sind, steigern sich die Wassermassen in wenigen Minuten zu einem ohrenbetäubenden Lärm. Als es nachlässt radle ich vom Ortsteil Yalimapo zurück nach Awala. Hauptsächlich suche ich einen beschilderten Naturpfad, auf den ich gestern einen Hinweis sah. Aber der scheint noch weiter vor gewesen zu sein. Immerhin kann ich da ein bisschen was einkaufen. Wieder zurück geh ich nochmals schwimmen: jetzt ist das Wasser schon fast heiß.









Donnerstag, 17. Oktober 2019:








Freitag, 18. Oktober 2019:








Samstag, 19. Oktober 2019:








Sonntag, 20. Oktober 2019:








Montag, 21. Oktober 2019:








Dienstag, 22. Oktober 2019:








Mittwoch, 23. Oktober 2019:








Donnerstag, 24. Oktober 2019:








Freitag, 25. Oktober 2019:








Samstag, 26. Oktober 2019:








Sonntag, 27. Oktober 2019:








Montag, 28. Oktober 2019:








Dienstag, 29. Oktober 2019:








Mittwoch, 30. Oktober 2019:








Donnerstag, 31. Oktober 2019:








Allerheiligen, Freitag, 1. November 2019:








Samstag, 2. November 2019:








Sonntag, 3. November 2019:








Montag, 4. November 2019:








Dienstag, 5. November 2019:








Mittwoch, 6. November 2019:








Donnerstag, 7. November 2019:








Freitag, 8. November 2019:








Samstag, 9. November 2019:








Sonntag, 10. November 2019:








Montag, 11. November 2019:








Dienstag, 12. November 2019:








Mittwoch, 13. November 2019:








Donnerstag, 14. November 2019:








Freitag, 15. November 2019:








Samstag, 16. November 2019:








Sonntag, 17. November 2019:








Montag, 18. November 2019:








Dienstag, 19. November 2019:








Mittwoch, 20. November 2019:








Donnerstag, 21. November 2019:








Freitag, 22. November 2019:








Samstag, 23. November 2019:








Sonntag, 24. November 2019:








Montag, 25. November 2019:








Dienstag, 26. November 2019:








Mittwoch, 27. November 2019:








Donnerstag, 28. November 2019:








Freitag, 29. November 2019:







Route Karibik III: Cayenne - Fort-de-France



Blaue Linie = Touren-Route; Buchstaben = Start und Ziel der Etappen

Etappen Karibik III: Cayenne - Fort-de-France (12.10.-28.11.2019)

Details mit Geschwindigkeiten, Höhenmetern etc. als Excel-Tabelle

Tag Datum Start Zwischenstationen Ziel km
1. 12.10.2019 Cayenne Aéroport Cayenne 25
2. 13.10.2019 Cayenne Remire-Montjoly - Cayenne Kourou 112
3. 14.10.2019 Kourou Sinnamary Iracoubo 119
4. 15.10.2019 Iracoubo Mana Awala-Yalimapo 104
5. 16.10.2019 Awala-Yalimapo 13
6. 17.10.2019
7. 18.10.2019
8. 19.10.2019
9. 20.10.2019
10. 21.10.2019
11. 22.10.2019
12. 23.10.2019
13. 24.10.2019
14. 25.10.2019
15. 26.10.2019
16. 27.10.2019
17. 28.10.2019
18. 29.10.2019
19. 30.10.2019
20. 31.10.2019
21. 1.11.2019
22. 2.11.2019
23. 3.11.2019
24. 4.11.2019
25. 5.11.2019
26. 6.11.2019
27. 7.11.2019
28. 8.11.2019
29. 9.11.2019
30. 10.11.2019
31. 11.11.2019
32. 12.11.2019
33. 13.11.2019
34. 14.11.2019
35. 15.11.2019
36. 16.11.2019
37. 17.11.2019
38. 18.11.2019
39. 19.11.2019
40. 20.11.2019
41. 21.11.2019
42. 22.11.2019
43. 23.11.2019
44. 24.11.2019
45. 25.11.2019
46. 26.11.2019
47. 27.11.2019
48. 28.11.2019
Summe sss



Anschluss Tour 96: Karibik II: Havanna - Miami (1560 km) Okt./Nov. 2018

Anschluss Tour 82: Karibik: Barbados - Haiti (902 km) Okt./Nov. 2016

Anschluss Tour 61: New York - Detroit (1369 km) April/Mai 2012


Nächste Tour: Que Sera!

Vorherige Tour: Eder: Kassel - Dillenburg (256 km) Juli 2019


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Tour 59: Errachidia - Agadir (1005 km) 2012
Marokko 2012
Chris Tour 65: Kirgisien - Almaty (951 km) 2013
Kirgisien 2013
on the Tour 68: Strasbourg - Vicenza (1275 km) 2014
Alpen 2014
Bike Tour 75: Iran - Persischer Golf (2690 km) 2015
Iran 2015
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