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VG WORTTour 62: Kanarische Inseln (785 km)


Gran Canaria: Blick auf Tejeda
Gran Canaria: Blick auf Tejeda

Bike-Blog & Routen-Karte & Etappen-Übersicht
Kanarische Inseln:
Lanzarote, Fuerteventura, Gran Canaria, Teneriffa (15.-31.12.2012)
Xmas-Radeln auf den Kanaren mit Miri und X

Wieder eine Premiere. Weihnachten on Tour. Wo fährt es sich zu dieser Zeit besser als in Afrika? Vor allem, wenn es so erschlossen ist wie die Kanarischen Inseln. Auf der Höhe der Sahara, vom kühlen Kanarenstrom wohltemperiert gehalten. Und mit Nordost-Wind versorgt. Rückenwind für unsere Route von Lanzarote über Fuerteventura und Gran Canaria nach Teneriffa.

Die Tour bei YouTube


Jede Menge Fotos und einige Videos und zu guter Letzt ein Blick auf La Palma


A Dios, Wintergrippe!
Samstag, 15. Dezember 2012: Flug Frankfurt - Aeropuerto de Lanzarote - Arrecife - Costa Teguise

Der Flieger dreht und wir bekommen die Nordspitze von Fuerteventura zu sehen. Dann die kargen Vulkankegel von Lanzarote. Fast auf Augenhöhe mit den flachen Touristenburgen von Puerto del Carmen setzt die Maschine auf. Es ist Sommer. Gefühl. Die Wintergrippe wird mich nur noch wenige Stunden begleiten.


Lanzarote (156 km)


Promende in Arrecife, Lanzarote

Kleine Etappe vom Flughafen nach Norden. Direkt hinter der Landebahn können wir auf der Strandpromenade fast durchgehend bis Arrecife fahren. Dort ein einziges Hochhaus. Am Strand. Das Gran Hotel (Foto links). Der Radler aus Hamburg mit seiner "Fahrradgarage" - einer Winzig-Folie aus dem Radladen, in die er sein Rad gepackt hat - will hier absteigen. Und dann von Insel zu Insel fliegen mit dem Rad: "Maximal eine Fährfahrt." Der Hamburger wird schnell seekrank.
Unsere Pläne sind andere. Gemütlich von Insel zu Insel mit den kürzesten Fähren. Sein Tipp: die teuren Hoovercraft-Boote meiden, weil sie fast genauso lang bräuchten, da sie nie mit voller Kraft führen, um zu sparen.
Am Hafen lassen wir ein riesiges Kreuzfahrtschiff rechts liegen und die großindustrielle Entsalzungsanlage. Wieder können wir durch schwarzen Vulkanfelsen direkt am Ufer mit den weißen Häusern entlangfahren. In Costa Teguise stoßen wir auf die Appartments von Nazaret (Foto unten). Acht bis zwölf Wochen bleiben die Ossis, die kurz nach uns eintreffen. Da haben wir schon das Riesen-Appartment 101 ebenerdig direkt am Pool für einen Spottpreis.


Apartamentos Nazaret, Costa Teguise, Lanzarote
Unser Quartier: Apartamentos Nazaret, Costa Teguise, Lanzarote


Iglesia San Gines, Arrecife, LanzaroteNjoy
Sonntag, 16. Dezember 2012: Costa Teguise

Ich bin nach wie vor schlapp. Wir fahren mit dem Bus in die Hauptstadt Arrecife. Gehen in einen kinderreichen Gottesdienst in der Iglesia San Gines (Foto rechts). Und fahren zurück. Miri geht ein paar mal Baden. Ansonsten genießen wir unsere Hotelanlage.


Miri auf der Küstenstraße nördlich von Arrieta, Lanzarote
Miri auf der Küstenstraße nördlich von Arrieta, Lanzarote


Piste vor Costa Teguise, LanzaroteWellblech und worse
Montag, 17. Dezember 2012: Costa Teguise - Orzola - Costa Teguise (66 km)

English Breakfast. Gibt's aber erst ab 9.30 Uhr ("nine half"). Dafür zubereitet und serviert von Original-Engländern. 10.30 Uhr Start zur Tour in den Norden der Insel. Weitgehend ohne Gepäck. Unser Quartier ist zu schön. Erstmal geht's 130 Meter aufwärts zur Hauptstraße. Ein italienisches Paar rät uns dort dazu, den Servicio-Weg parallel zur Hauptstraße zu nehmen. Null Verkehr. Der Italiener lamentiert mir gegenüber über seine wenig ambitionierte Frau. Mit 14.000 Kilometern fahre er sieben Mal so viel wie sie im Jahr. So muss er hier zwei Monate lang geduldig hinter ihr herfahren.
Ab Arrieta fahren wir direkt an der Küste. Durch Lava-Felder. Sogar mit Vegetation (Foto oben). In Orzola haben wir die Nord-Spitze erreicht. Fähren fahren zur Insel Graciosa. Ohne uns. Wir wählen die Bergstrecke zurück. Bis auf knapp 300 Meter führt sie. Auch sehr schön. Hinter Guatiza, dessen Kakteen-Garten wir verschmäht haben, wähle ich die Off-Road Variante runter nach Costa Teguise. Acht Kilometer Piste, die Hälfte davon o.k., die andere Hälfte Wellblech und worse (Foto links; Video unten). Staubtrocken. Miss you, Matsch! An einer Ziegen-Farm vorbei. Mitten durch Lavafelder. Zum Schluss in den Atlantik. Ohne Rad. Langsam läuft's.



Miri on the Bike im Parque Nacional de Timanfaya, Parque Natural Los Volcanes, Lanzarote
Straße durch Lavafelder im Parque Nacional de Timanfaya


Montañas del Fuego im Parque Nacional de TimanfayaLava-Lover
Dienstag, 18. Dezember 2012: Costa Teguise - Teguise - Timanfaya - Playa Blanca (66 km)

Rauf nach Teguise. Schönes Städtchen. Weiter rüber zu den Feuerbergen. Wir werden zu Lava-Lovern. Gleiten durch das erstarrte dunkle Gestein (Foto oben und unten). Der letzte Ausbruch von 1730 köchelt vor sich hin. Das reicht für Grill-Vorführung, Feuer machen und kleine Geysir-Darbietungen. Der Touri-Bus fährt ringsherum über schmalste Straßen bei tollstem Panorama (Foto links). Fahrräder wären hier sicherer. Sind aber verboten.

Chris, Kristina und Gerardo im Coolbikes-Shop, Playa Blanca, Lanzarote Dann die Abfahrt nach Playa Blanca. Mein Vorderrad eiert immer mehr. Ich verlagere das Gepäck nach hinten. Der einzige Fahrradladen (Foto rechts) ist ganz in der Nähe: www.coolbikes.es mit beauty-bikes und e-bikes. Hauptsächlich ein Radverleih. Ein Plakat fliegt herum: von der Phönix-Halle in Mainz, gerade 300 Meter von unserer Wohnung. Im März treffen sich da die Harley-Davidson-Freaks. Mechaniker Gerardo wird telefonisch herbeigerufen. Er reinigt das Kugellager, traut sich aber nicht so richtig an den Vorderrad-Dynamo heran. Es ist besser geworden. Noch besser ist Kristina. Sie gibt tausend Tipps und lässt uns über booking.com eine Unterkunft buchen im Vier-Sterne-Schuppen Iberostar Papagayo. Nachdem sie telefonisch überall abgewimmelt worden ist.
Wir müssen noch ein gutes Viertelstündchen ans Ende des Ortes radeln. Dann bekommen wir für 22 Euro pro Person sogar Halbpension. Die wir nach einem Bad im Riesenpool in Angriff nehmen. Neben uns ein sehr nettes deutsch-algerisches Pärchen.


Miri und die großen Ascheberge im Parque Nacional de Timanfaya, Lanzarote
Miri und die großen Ascheberge im Parque Nacional de Timanfaya


Chris und Rad auf der Fähre von Lanzarote nach Fuerteventura im Hafen von Playa BlancaWlan-Falafel-Imbiss im Rosenkranz-Hafen
Mittwoch, 19. Dezember 2012: Playa Blanca - Fähre nach Fuerteventura - Corralejo - Puerto del Rosario - Antigua (60 km)

Noch einmal Großkampf am Buffet. Diesmal Frühstück. Eine Lebensmittel-Landschaft, die sich über viele Tische hinzieht, die sich erstaunlicher Weise nicht biegen. Was für ein Überfluss.
Vor dem Start versuche ich, das Vorderrad weiter zu optimieren. Was kaum gelingt. An der Promenade geht's zurück zum Ortskern. Wider Erwarten können wir eine offensichtlich neu eingerichtete 12-Uhr-Fähre nehmen. Ein nettes kleines Schiffchen (Foto links), das etwas länger braucht als die High-Speed-Boote.
Mit an Bord ein englisches Ehepaar mit Rädern. Neben den vielen, vielen Rennradlern, die wir täglich sehen, mal Tourenradler wie wir. Zwei Jahre haben sie Zeit. Und touren kreuz und quer durch Europa. Jetzt sind grad die beiden Teenie-Söhne für Weihnachten dazugestoßen, die ihre Koffer hinter den elterlichen Rädern herrollern. Nach einem knappen Stündchen sind wir auf Fuerteventura.


Miri und die Bikes am Strand bei Corralejo, Atlantik-Küste, Fuerteventura
Miri und die Bikes am Strand bei Corralejo, Fuerteventura


Fuerteventura (143 km)

Chris on the Bike in den Dünen bei Corralejo, Fuerteventura Die großen Sanddünen im Nordosten der Insel direkt hinter der Hafenstadt Corralejo sind nicht so rein wie erwartet. Vor allem der dichte Verkehr verleidet uns etwas das Wüstenvergnügen. Ein schönes Stündchen verbringen wir am Strand (Foto oben). Doch auf die Nacht wollen wir hier nicht warten. Wir radeln auf der Küstenstraße (Foto rechts) zur Hauptstadt Puerto del Rosario. Immer von reichlich Verkehr umgeben.
In einem Wlan-Falafel-Imbiss der Rosenkranz-Hafen-Hauptstadt checken wir die Hotel-Facilities der näheren Umgebung. Betancuria schaffen wir heut nicht mehr. Versuchen wir es mit Antigua. Erst dort können wir uns zum Campen durchdringen. Es wird hier auf 200 Meter Höhe kälter als erwartet. Elf Grad zeigt das Thermometer am Morgen. Dafür war es windstill und alles ist ganz trocken.


Am Morgen nach kühler Zeltnacht unter Palmen in Antigua, Fuerteventura
Am Morgen nach kühler Zeltnacht unter Palmen in Antigua


Vulkanberge südlich von Betancuria, FuerteventuraLate-Night Meeresbad
Donnerstag, 20. Dezember 2012: Antigua - Betancuria - Costa Calma (63 km)

Vor Betancuria erreichen wir mit 560 Metern unsern bisher höchsten Punkt (Blick nach Norden: Foto ganz unten). So richtig schön ist es auch hier nicht. Die Jahrhunderte-lange Hauptstadt ist erstaunlich winzig. Die Kirche hat einige Kleinodien. Anderthalb Euro Eintritt sind völlig berechtigt. Im Schatten vor der Kirche steht die Pause wieder im Zeichen meines Vorderrads. Es eiert und schleift und beides lässt sich nur begrenzt begrenzen.
Die nächsten 35 Kilometer bis La Pared sind die für uns schönsten auf der Insel (Fotos links und unten). Auch wenn einige Hammeranstiege am bisher heißesten Tag uns quälen. Die einsame Berglandschaft erinnert uns an den Oman und andere Wüsten-Passagen.
In La Pared pausieren wir dank Minimarket. Finden keine richtige Bleibe. So queren wir noch einmal die Insel zur Südost-Seite. In Costa Calma gibt es Unterkünfte en masse. Auch eine für uns. In der Dunkelheit springen wir noch ins Meer. Erfrischende Abkühlung.

Chris auf den Serpentinenstraßen bei Vega de Rio Palmas, südlich von Betancuria, Fuerteventura
Miri und Chris auf den Serpentinenstraßen bei Vega de Rio Palmas, südlich von Betancuria


Miri auf den Serpentinenstraßen bei Vega de Rio Palmas, südlich von Betancuria, Fuerteventura


Miri auf der Strandpromenade von Morro Jable, FuerteventuraHotel- und Auto-Armada
Freitag, 21. Dezember 2012: Costa Calma - Morro Jable - Fähre nach Gran Canaria - Las Palmas (33 km)

Es geht wieder durch Sanddünen, die aber auch hier eben nicht so lieblich sind, wie man sie sich so vorstellt. Dann endet der Sand und es beginnt die Autovia. Fahrradfahrer sind aufgefordert, sich unmittelbar in Luft aufzulösen. Denn im Umfeld des Fahrrad-Verbotsschilds gibt es keine Straße für uns. Erst an der nächsten Ausfahrt verlassen wir die Autovia, nachdem zwei Guardia-Civil-Motorradfahrer ihre Fahrt deutlich verlangsamt hatten, als sie uns auf der andern Seite radeln sahen.
Jetzt halten sich die zusätzlichen Höhenmeter der Küstenstraße auch in Grenzen. Die Armada der Hotelanlagen setzt ein. Schließlich landen wir auf der Strandpromenade (Foto rechts), wo uns deutsche Bewunderungsrufe entgegen schallen, die wir sonst nur von arabischen Kindern hören. Ganz am Ende von Morro Jable geht's noch einmal über einen höheren Felsen, bevor sich die ganze Touristen-Herrlichkeit in die Ödnis eines großen Hafens verwandelt. Die 14-Uhr-Fähre startet genau in diesem Augenblick. Um 16 Uhr fährt die nächste. Sie bereitet uns einen grandiosen Blick auf Gran Canaria vor untergehender Sonne (Foto unten).


Gran Canaria (226 km)


Wir verlassen als erste die Fähre und werden entsprechend auf drei Kilometern bizarrer Hafenausfahrt von der Karawane der mitgereisten Autos überholt. Wieder steuern wir ein Internet-Café an, um bei booking.com in Minuten-Schnelle ein Zimmer zu buchen. Als wir kurz darauf am Apartotel Las Lanzas eintreffen, werde ich an der Rezeption mit Namen begrüßt. Der Check-In dauert rekordverdächtige 42 Sekunden. Personalausweis und 40 Euro abgeben. Fertig. Schon können wir die Räder ins Souterrain räumen. Und einen Abend-Spaziergang an der Playa de las Canteras unternehmen.


Fährfahrt von Fuerteventura: Sonnenuntergang hinter Gran Canaria
Fährfahrt von Fuerteventura: Sonnenuntergang hinter Gran Canaria


Miri beim Anstieg zum Cruz de Tejeda (1490 m), Gran CanariaNeugotik und die Hochzeitsgesellschaft in der Pilgerkirche
Samstag, 22. Dezember 2012: Las Palmas - Arucas - Teror - Cruz de Tejeda (1490 m) - Tejeda (52 km)

Wieder ein Morgen mit Meeresbad. Frühstück auf der Dachterrasse mit Meeresblick. Den Fahrradladen finden wir nicht. Ich verändere stattdessen meine Einstellung zum defekten Vorderrad: nach 30.000 Kilometern kann ein Vorderrad mit Dynamo auch mal Schwäche zeigen. Wenn ich daran denken, wie viele Vorder- und Rücklichter in den fünf Jahren drauf gegangen sind...
Wir nehmen statt der flachen Küstenstrecke in den Süden den Weg über den Gipfel. Und zwar den Weg, der von Michelin am kleinsten und grünsten markiert ist. Dafür müssen wir acht Kilometer Schnellstraße an der Küste Richtung Westen in Kauf nehmen. Bisschen viel Verkehr. Auch als es straight den Berg rauf geht nach Arucas. Horror. Dort grüßt in der Ferne die neugotische Kirche. Irgendwie fehl am Platz. Weiter aufwärts. Jetzt grüner. Dicht besiedelt. Immer wieder mit Blick auf Las Palmas, sogar Fuerteventura ist zu sehen.
Eine Hochzeitsgesellschaft verlässt die zentrale kanarische Pilgerkirche in Teror, als wir uns zur Mittagspause niederlassen. Erst 650 Höhenmeter geschafft. Es geht weiter stundenlang bergauf. Langsam wird's kühler. Vor allem endlich einsamer. Natur. Wälder (Foto links). Dann noch ein allerletzter Anstieg von 150 Metern Höhe. Voilà: Cruz de Tejeda, 1490 Meter. Viele Touris, zwei Hotels. Carmen fotografiert uns in der untergehenden Sonne (Fotos unten). Tag für Tag haben wir uns in dieser Woche wieder ins Radfahren reingefunden. Jetzt der bisherige Höhepunkt. Wir genießen die Abfahrt bei kühlen zwölf Grad. Tejeda ist ein richtig schönes Städtchen, wie wir es bisher immer erwartet aber auf keiner Insel gefunden haben. Und hat sogar Unterkünfte. Und eine Abendmesse.



Miri und Chris am Cruz de Tejeda (Foto: Carmen)


Blick vom Cruz de Tejeda (1490 m) auf die Bergwelt von Gran Canaria und im Hintergrund den Teide (3718 m) auf Teneriffa


22. Dezember: Sol Invictus - Die Tage werden wieder länger (Foto: Carmen)


Vegetation in der Bergwelt von Gran Canaria bei Cercados de ArañaDie Blockade von San Bartolomé
Sonntag, 23. Dezember 2012: Tejeda - Embalse de Chira - San Bartolomé - Maspalomas (74 km)

Es geht noch einmal rauf auf 1390 Meter (mit Blick zurück auf Tejeda: Foto ganz oben). Bald darauf entscheiden wir uns für eine Nebenstrecke (Foto rechts), die scheinbar runter nach Maspalomas ans Südostende der Insel führt. Laut Karte. Doch am Stausee von Chira (Embalse de Chira; Presa de Chira) hinter Cercados de Araña endet die Straße. Die Fortsetzung als Piste ist mit meinem Vorderrad indiskutabel. Und es geht vermutlich auch ganz schön rauf und runter.
Rauf müssen wir auch so: 300 Höhenmeter zurück zur Straße und noch ein bisschen. Bis zum Cruz Grande. Wo die vermeintlich lange Abfahrt beginnt. Schon in San Bartolomé de Tirajana kommt sie ins Stocken. Wir verweigern zunächst die himmelhoch führende Umgehungsstraße. Doch die ehemalige Durchgangsstraße ist selbst für Fußgänger blockiert. Zurück zur Umgehungsstraße, die mit sicher 15 Prozent Steigung mit meinem Gepäck und meiner Stimmung nur schiebend zu meistern ist.
Das Tal mit seinen Palmen ist wunderbar. Auch wenn es zwölf Kilometer vor Maspalomas noch mal kräftig hinauf geht. So sieht man die Palmen auch mal von oben. Und Maspalomas. Und ein schwedisches Paar, das mit Mieträdern hier auf 500 Meter über den nahen Meeresspiegel geklettert ist. Als sie wieder runter rollen wollen, ist bei ihm vorne Platten. Wir helfen zunächst mit der Pumpe. Nach einem Kilometer haben wir sie wieder ein. Wir flicken den Reifen. Ein respektabler Dorn steckt im Mantel (Foto unten).
Wir sind von den gut tausend Höhenmetern geschafft. Doch die Empfehlung von booking.com zu Maspalomas an Weihnachten lautet: "Versuchen Sie es mit einem anderen Reisedatum." Also fahren wir ein paar Kilometer an der Küste lang und zelten direkt am Stein-Strand.


Hilfe für ein schwedisches Paar beim Fahrrad-Flicken kurz vor Maspalomas, Gran Canaria
Wir helfen einem schwedischen Paar beim Fahrrad-Flicken kurz vor Maspalomas


Zelten am Atlantik-Strand, westlich von Maspalomas, Gran Canaria: Breiten-/Längengrad: +27° 45' 16.27, -15° 39' 2.30Nikolas am Heiligabend: angemessener Alkoholpegel
Heiligabend, Montag, 24. Dezember 2012: Maspalomas - Morgan - Aldea de San Nicolas (56 km)

Die Nacht im Zelt am Meer ist laut. Obwohl die Bucht windgeschützt liegt, donnern die Wellen unentwegt auf die Felsen. Und halten uns wach. Erst nach Monduntergang gegen vier Uhr übermannt mich der Schlaf. Dafür springen wir morgens aus dem Schlafsack ins Meer (Foto links). Und aufs Rad. Die Küsten-Straße führt auf und ab durch die voll gepressten Buchten mit ihren Bettenburgen. Bis die Bauwut in Puerto de Mogan ein wenig nachlässt.
Es ist sehr heiß hier, aber deshalb kommen die Leute ja her. Wir radeln das erhitzte Tal nach Mogan bergan. An der Kreuzung, wo wir auch wieder nach Tejeda fahren könnten, klettern wir in den Terassen-Schatten des nicht betriebenen Grill-Restaurants. Und holen etwas Schlaf nach. Dann beginnt der Kilometer-lange Aufstieg auf 660 Meter. Grüne Sprengsel in den Bergschichten (Foto unten).
Auf dem Pass sehen wir Wolken, die über die Bergzipfel getrieben werden (Video unten), um sich dahinter wieder zu senken und aufzulösen. Jenseits des Passes ist der Blick hinunter Richtung Westküste ernüchternd: die Landschaft ist mit Plastikgewächshäusern zugepflastert. Der Wind weht kühl. Wir stürzen hinab. La Aldea de San Nicolas liegt schon im Schatten. Der Wind pfeift auch hier durch alle Ritzen. Beim Hongkong-Chinesen gibt's ein Weihnachtsessen mit Sangria. Während draußen Jugendliche in Nikolauskostüm mit Knallern und angemessenem Alkoholpegel vorbeiziehen.



Los Azulejos: blau-grüne Felshänge an der Degollada de Veneguera bei Tasarteam Fuß des 1426 m hohen Inagua, Gran Canaria
Los Azulejos: blau-grüne Felshänge an der Degollada de Veneguera bei Tasarte


Musikanten in La Aldea de San Nicolas de Tolentino, Gran CanariaFeliz Navidad
Weihnachten, Dienstag, 25. Dezember 2012: Aldea de San Nicolas

Die Christmette um Punkt Mitternacht schaffen wir nach der Nacht am Strand und den Höhenmetern des Tages nicht. Gegen vier Uhr dreißig weckt mich Fest-Lärm, dem ich nachgehe. Vor einer Diskothek in der Nähe stehen die üblichen Verdächtigen samt Weihnachtsmännern und -frauen. Musik schallt heraus und gegenüber vom Pavillon. Die wenigsten schaffen es noch ohne Hilfe über den Bordstein in der Straßenmitte. Ich kann weiter schlafen.
Wir bleiben hier. Nach dem Kuss aufs Christkind-Knie am Ende der Messe rollen wir zum Strand. Der Wind nimmt im Laufe des Tages wieder stetig zu. Zurück geht es zu der Planen-umgebenen Stadt (Foto unten). Beim Abendspaziergängle stoßen wir allenthalben auf offene Museen. Allerhand, was der kleine Ort so alles auf die Beine stellt. Im Musik-Museum bläst ein Quintett das "Sunset's Echo". In der ehemaligen Schreinerei zeigt uns der Ex-Schreiner ein Foto, wie er vor Urzeiten im Alter von fünfzehn Jahren an der Werkbank steht. Gegenüber, beim ehemaligen Schuhmacher wird von vier Gitarristen Volksmusik zum Besten gegeben (Foto rechts; Video unten). Immer soll es das letzte Lied sein, aber begeistertes Klatschen und immer andere Mittänzer halten die Stimmung in Schwung. Feliz Navidad.



Plastikgewächshäuser rund um La Aldea de San Nicolas de Tolentino, Gran Canaria
Plastikgewächshäuser rund um La Aldea de San Nicolas de Tolentino


Straße zwischen La Aldea de San Nicolas de Tolentino und Agaete, Gran CanariaWellness-Wellen
Mittwoch, 26. Dezember 2012: Aldea de San Nicolas - Agaete - Fähre nach Teneriffa - Santa Cruz de Tenerife (43 km)

Die wilde West-Küste. Von Null auf 560 Meter geht es bergan. Unten wird grad eine neue Straße mit langem Tunnel gebaut. Die Straße an und über den Kliffs wird wohl erhalten bleiben. Wer einmal oben ist, bleibt dort nicht. Es gibt immer nur ein Auf und Ab (Foto links). Miri erschrickt vor einem LKW, stürzt bei einer Abfahrt. Kleine Schürfwunde, der Joghurtbecher ritzt die Ortlieb-Tasche auf. Glück gehabt.
Zweimal überholen uns Mitmusikantinnen vom gestrigen Abend. Aufs nächste Jahr dann! In Agaete verpassen wir die Fred-Olsen-Fähre noch knapper als auf Fuerteventura. Um ein Uhr eins hat sie schon abgelegt. Während uns gerade ein paar Regentropfen ereilen. Bleiben drei Stunden, die wir mit lokaler Fisch-Gastronomie bestreiten. Bis Sardina an der Nordost-Spitze schaffen wir es nicht, aber essen können wir frische Sardinen allemal. Dann schwimmen wir in Betonbecken, die in das Vulkangestein und die Brandung gebaut sind. Damit wir nicht wie in den letzten Tagen von den Wellen blutig aufs Gestein geschlagen werden. Hier kommen die Wellen im Wellness-Format über die Brüstung.
Bei der Fahrt über den Atlantik erwischen sie uns dann noch einmal. Die High-Speed-Ferry fährt zum Glück nicht ganz so schnell. So können wir jedes Wellental genießen. Die Kotztüten werden bereit gelegt, der ein oder andere Fahrgast nutzt sie auch fleißig. Nicht immer erfolgreich. Erst kurz vor Teneriffa beruhigt sich die Fahrt. Das Stimmengewirr an Bord setzt langsam wieder ein. Unter Deck hat die Hitze eines Motors meinen Ortlieb-Rucksack im Korb angeschmort. Kleines Loch, auch in dem darin befindlichen Zeltsack. Das Zelt bleibt zum Glück unbeschädigt.


Teneriffa (260 km)


Mit dem zierlichen Wlan an Bord habe ich die Hotellage in Santa Cruz gecheckt. Nachdem wir bei der Hafenausfahrt am futuristischen Auditorium vorbei geführt werden (Foto unten), steuern wir zielstrebig eine Unterkunft in the Heart of the Town an.


Parque Maritim César Henrique vor Castillo de San Juan und Auditorio de Tenerife, Santa Cruz de Tenerife, Teneriffa
Parque Maritim César Henrique vor Castillo de San Juan und Auditorio de Tenerife


Früchte-Verkäuferin im Mercado Municipal Nuestra Señora de África, Santa Cruz de TenerifeMercado
Donnerstag, 27. Dezember 2012: Santa Cruz de Tenerife

Nach dem Frühstück auf der Dachterrasse (Foto unten) ein Tag in der Hauptstadt. Mit Markt (Foto links), Museum, Meerbad.


Miri und Chris beim Frühstück auf der Dachterrasse des Hotel Atlantico, Santa Cruz de Tenerife, Teneriffa
Miri und Chris beim Frühstück auf der Dachterrasse des Hotel Atlantico


Panther Dominance Trekking und Trekking- und Reiserad T 400 vsf fahrrad manufaktur als Fotoobjekt in San Cristóbal de La Laguna"Coctatieren Sie bitte mit die Rezeption Chefin..."
Freitag, 28. Dezember 2012: Santa Cruz de Tenerife - La Laguna - Tejina - Puerto de la Cruz (52 km)

Zu dem ganz großen Bogen über die tausend Meter hohen Berge von Anaga im Norden können wir uns nicht durchringen. Der 550-Meter-Anstieg nach La Laguna ist uns zunächst genug. Wird auch belohnt mit schönem Blick auf Santa Cruz. Die Altstadt von La Laguna ist auch eine Belohnung. Und wir dort eine Foto-Attraktion (Foto rechts).
Hier entscheiden wir uns für einen kleinen Schlenker über Tegueste. Bei der Abzweigung auf 600 Meter Höhe lockt ein Schild, das 35 Prozent Straßen-Steigung verkündet. Leider nicht unsere Route... Stattdessen runter auf 200 Meter bis Tejina und dann ewig lang bergauf wieder auf 550. Da scheint uns dann die Autopista unausweichlich, auf der wir zwei Ausfahrten lang fahren. Leider ohne Seitenstreifen. Aber wohl auch ohne echte Alternative.
Endlich zurück zum Strand. Zu den Hotelhochhäusern von Puerto de la Cruz. Dort, wo der Teneriffa-Tourismus seinen Anfang nahm. Bevor er sich in den wärmeren Süden verlagerte. Hier leben immer noch reichlich Deutsche, Engländer, Franzosen, Italiener. Spanier. Unser Hotel Orotava weist dreisprachig auf den feierlichen Jahresabschluss hin. Besonders kurios in einer Art Deutsch: "Liebe Gäste: Das alles besser funktionieren in die Gala Dinner von Silvester, coctatieren Sie bitte mit die Rezeption Chefin von nächste Freitag, 28. Dezember: Vom 10.00 bis 16.00 Uhr." Alles klar? Ja, Miri kann ihre neuen Spanisch-Kenntnisse kaum anwenden, weil überall zuvorkommend Deutsch und Englisch gesprochen wird. Nicht ganz so gut geschrieben.


Miri on the Bike im Teide-Krater, Teneriffa
Miri on the Bike im Teide-Krater

Chris on the Bike im Teide-Krater, Teneriffa
Chris on the Bike im Teide-Krater


Im Mondkrater am Teide
Samstag, 29. Dezember 2012: Puerto de la Cruz - Teide Seilbahn (2300 m) - Puerto de la Cruz (93 km)

Von Meereshöhe zur Seilbahn-Station des Teide. Die liegt auf 2300 Meter. Das sind schon mal auf jeden Fall mehr Höhenmeter, als einer von uns beiden je an einem Tag bewältigt hat. Sieben Uhr Frühstück, acht Uhr Abfahrt. Das Gepäck bleibt weitgehend im Hotel.
Wir könnten 300 Meter auf der Autopista fahren, um direkt an den unteren Punkt der Teide-Straße TF-21 zu kommen. Nehmen stattdessen ein steil ansteigendes Stück in Kauf direkt jenseits der Autobahn. Die Nordseite des Teide, an der wir uns in Serpentinen hochschlängeln, liegt im Schatten. Der Blick geht immer wieder runter auf das Riesenrad von Puerto de la Cruz. Wir können es ewig sehen. In der Sonne. Die Straße ist gut, der Touri-Kleinwagen-Verkehr nimmt stetig zu. Irgendwann kommen immer mehr überladene Heulaster von oben entgegen. Da oben soll doch nur Vulkangestein sein...
Miri on the Bike beim Anstieg zum Teide Chris on the Bike beim Anstieg zum Teide Die Steigung immer so bei fünf, sechs, sieben Prozent. Machbar. Große Strecken laufen im Wald (Fotos links und rechts mit Blick auf die Teide-Spitze). Auf 2000 Metern an der Abzweigung zur Höhenstraße Mittagspause. In der Sonne ist es zu warm, im Schatten zu kalt. Höhenakklimatisierung für mich dringend erforderlich.
Jetzt sind wir im Krater. Es könnte auch ein Mondkrater sein (Fotos oben). Die letzten neun Kilometer sind flacher, aber mir ist mulmig. Bei genau 2300 Metern ist der höchste Punkt erreicht. Bis dahin ging kein einziger Meter heute bergab. Erst jetzt verlieren wir auf den letzten beiden Kilometern 50 Meter, die wir zur "Talstation" der Seilbahn zum Teide-Gipfel wieder hochmüssen. Nach genau 46 Kilometern in acht Stunden, 6:30 davon reine Fahrzeit, sind wir oben (Foto unten). Und schauen der letzten Seilbahn nach, die Punkt 16 Uhr bergauf fährt. Bis fast zum 3.700-Meter-Gipfel des "höchsten Berges Spaniens". Miri hätte die Seilbahn gern noch mitgenommen, aber mich zieht's zügig bergab. Unter 2100 Meter geht's mir wieder besser. Zumindest so gut, dass ich im Fahren filme:



Auch wenn man auf den langen Geraden das Rad gut rollen lassen kann, sind 44 Kilometer Abfahrt anstrengend. Es wird kalt und wir sind schnell - aber müde. Alles geht gut. Alles in allem 2405 Höhenmetern. Persönlicher Rekord. Zumindest seit ich Höhenmessung machen kann.


Miri und Chris auf 2300 Metern im Teide-Krater, Teneriffa
Miri und Chris auf 2300 Metern im Teide-Krater


Terrassenfelder am Puerto de Erjos (1117 m), TeneriffaWo die leichte Brandung nur ein entferntes Rauschen ist
Sonntag, 30. Dezember 2012: Puerto de la Cruz - Puerto de Erjos (1117 m) - Playa de San Juan (67 km)

Nach zwei Abendessen und zwei mal Frühstück im Hotel Orotava von Puerto de la Cruz haben wir von Halbpension wieder vorerst genug. Es geht wieder gut 200 Meter hinauf zur Autopista. An deren Ende nehmen wir die Fahrt auf der Küstenstraße Richtung Westen auf. Sehr schön der Blick auf Bananen, Palmen und Felsen bei der Abfahrt auf den ersten Metern.
Vor und in Icod de los Vinos (Kirche Foto unten) schaffen wir es, auf 250 Metern über dem Meer zu bleiben. Da stehen auch Kirche und der 500 Jahre alte Drachenbaum. Und von dort gibt es einen Weg quer rüber zur Straße über die Berge nach Santiago de Teide mit seiner maurisch-andalusisch wirkenden Kirche (Foto unten). Für den Weg über das Piratennest Masca bleibt durch späten Sonntagmorgen-Start keine Zeit. Es wären mindestens 17 Kilometer und mehrere Hundert Höhenmeter mehr.
Auch so geht es auf 1117 Meter am Puerto de Erjos (Foto links). Ziemlich gleichmäßig zieht sich die Straße mit fünf Prozent Steigung hinauf. Beim Aufstieg kommen wir an einem Motorradfahrer vorbei, der in die Wasserrinne geraten ist. Bei der Abfahrt an drei Autos, die sich in einer Kurve ramponiert haben. Jeweils offenbar ohne größere Verletzungen. Auf halber Höhe schießen zwei Tunnelröhren aus dem Berg. Die Autopista geht hier wohl bald in die Verlängerung.
Die Pension in Alcala ist irgendwie geschlossen, in Playa de San Juan finden wir auch nichts rechtes. Gehen wir erst mal am Hafenstrand schwimmen. Und klettern dann am Ende der Bucht über 42 Stufen mit den Rädern zu einem Platz, an dem wir unser Zelt aufbauen können und wo die leichte Brandung nur ein entferntes Rauschen ist.


Iglesia Mayor de San Marcos in Icod de los Vinos, Teneriffa
Iglesia Mayor de San Marcos in Icod de los Vinos

Iglesia de Santiago del Teide, Teneriffa
Iglesia de Santiago del Teide


Blick von Teneriffa nach La GomeraHappy 2013
Montag, 31. Dezember 2012: Playa de San Juan - Los Cristianos - Aeropuerto de Tenerife Sur (42 km)

Eine ruhige letzte Nacht im Zelt. Fast-Vollmond scheint fast die ganze Nacht. Wir sehen La Gomera zum Greifen nah (Foto rechts). Müssen aber nach Hause. Zum Flughafen. Tenerife Sur.
Auf halber Strecke liegt das Touristen-Eldorado Los Cristianos. Wir nutzen die trotz bewölktem Himmel dicht belegten Strände zu einem letzten der fast täglichen Bäder im Meer auf dieser Tour. Ein schweizer Ehepaar, das hier mehr als die Hälfte des Jahres verbringt, begeistert sich für unsere Räder und unsere Tour. Guten Rutsch. Und ein letztes Auf und Ab zum Flughafen. Dauert länger als geplant. Die TF-655 verläuft parallel zur Autobahn, aber mit mehr Höhenmetern. Drei Kilometer vor dem Flughafen müssen wir auf die nördliche Seite der Autobahn wechseln. Eine ganz schmale Straße mit noch viel mehr Auf und Ab. Schließlich noch einmal bergab auf die Ebene des Flughafens. Gut zwei Stunden vor Abflug sind wir da. Ich erschöpft.
Dann wird's noch einmal spannend. Unsere verpackten Räder passen mal wieder nicht auf das Bulk-luggage-Transportband. Großes Tamtam. Dann müssen wir warten, um mit unseren Rädern persönlich der Guardia Civil vorgeführt zu werden. Ab in die minus erste Etage. Dort gibt's ein Gerät, durch das insbesondere mein Rad grad so eben durchpasst. Geht doch. Wozu der ganze Stress?
Die vier abwechslungsreichen Inseln haben uns einen wunderschönen Winter-Weihnachtsurlaub bereitet. Es ist hier zu dieser Zeit sehr angenehm zu radeln, zu schwimmen, zu leben. Zelten kann man gut, Quartiere gibt es zu Hauf. Flach ist es nicht. Auch das spricht für die legendären "Inseln der Glückseligen".

Epilog

Um 23.55 Uhr erreichen wir planmäßig mit der S-Bahn den Mainzer Hauptbahnhof. Die ersten Böller knallen schon um uns herum. Mit den schwer beladenen Rädern schaukeln wir durch die Neujahrsnacht nach Gonsenheim. Niemand zielt auf uns. Wir wirken wohl so, als wären wir auf der Suche nach einem günstigen Platz zum Zelten. Happy 2013.


Felices Fiestas


Route Kanarische Inseln



Blaue Linie = Touren-Route; Buchstaben = Start und Ziel der Etappen


Routen-Karte Kanarische Inseln
Route in Rot; Etappen-Start-Ziel-Orte in Gelb


Etappen Kanarische Inseln (15.-31.12.2012)

Details mit Geschwindigkeiten, Höhenmetern etc. als Excel-Tabelle

Tag Datum Start Zwischenstationen Ziel km
1. 15.12.2012 Aeropuerto de Lanzarote Arrecife Costa Teguise 18
2. 16.12.2012 Costa Teguise
3. 17.12.2012 Costa Teguise Orzola Costa Teguise 66
4. 18.12.2012 Costa Teguise Teguise - Timanfaya Playa Blanca 66
5. 19.12.2012 Playa Blanca Fähre nach Fuerteventura - Corralejo - Puerto del Rosario Antigua 60
6. 20.12.2012 Antigua Betancuria Costa Calma 63
7. 21.12.2012 Costa Calma Morro Jable - Fähre nach Gran Canaria Las Palmas 33
8. 22.12.2012 Las Palmas Arucas - Teror - Cruz de Tejeda (1490 m) Tejeda 52
9. 23.12.2012 Tejeda Embalse de Chira - San Bartolomé Maspalomas 74
10. 24.12.2012 Maspalomas Morgan Aldea de San Nicolas 56
11. 25.12.2012 Aldea de San Nicolas
12. 26.12.2012 Aldea de San Nicolas Agaete - Fähre nach Teneriffa Santa Cruz de Tenerife 43
13. 27.12.2012 Santa Cruz de Tenerife
14. 28.12.2012 Santa Cruz de Tenerife La Laguna - Tejina Puerto de la Cruz 52
15. 29.12.2012 Puerto de la Cruz Teide Seilbahn (2300 m) Puerto de la Cruz 93
16. 30.12.2012 Puerto de la Cruz Puerto de Erjos (1117 m) Playa de San Juan 67
17. 31.12.2012 Playa de San Juan Los Cristianos Aeropuerto de Tenerife Sur 42
Summe 785

Literatur

Kanarische Inseln. Dorling Kindersley: München 2012 ISBN 978-3-8310-2060-7 (382 g)

Gregor Gumpert: Kanarische Inseln. Ein Reisebegleiter. Insel-Verl.: Frankfurt am Main, Leipzig 2004 ISBN 3-458-34685-6 (251 g)

Regionalkarte Kanarische Inseln. Maßstab 1:150.000. Teneriffa, Fuerteventura, Gran Canaria, Lanzarote, La Palma, La Gomera, El Hierro, Spanien mit Stadtplan von Puerto de la Cruz, Santa Cruz de Palma, Santa Cruz de Teneriffe, Maspalomas, Puerto del Rosario, Puerto de la Luz, Vegueta, Las Palmas de Gran Canaria, Arrecife. Michelin: München 2009 ISBN 978-2-06-714273-2 (74 g)

Niklas Frost: Soljanka. Kriminalroman. Verlag: Emons 2012. ISBN 978-3-89-705982-5 (415 g)

Martin Suter: Die dunkle Seite des Mondes. Roman. Verlag: Diogenes 27. Aufl. 2010. ISBN 978-3-25-723301-8 (292 g)

Serpentinenstraße nördlich von Betancuria, Lanzarote
Serpentinenstraße nördlich von Betancuria, Lanzarote


Anschluss Tour 67: Malaga - Casablanca (1296 km) Nov./Dez. 2013

Anschluss Tour 33: Casablanca - Dakar (3165 km) Nov./Dez. 2006


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