CHRIS & EAPPI
Ecumenical Accompaniment Programme in Palestine and Israel (EAPPI) Dec. 2004 - Feb. 2005



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Bitte mit Angabe des Fotografen "Christoph Gocke (EAPPI)".

Der Tag, an dem Tawfik Salim seinen Olivenhain verlor
Wie 117 Bäume für eine jüdische Westbank-Siedlung entwurzelt werden
9. Dez. 2004


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Ich lernte Tawfik Salim kennen in dem – wie ich annahm – traurigsten Moment seines Lebens. Der 56jährige Palästinenser eilt einem jungen israelischen Soldaten und mir voraus auf eine kleine Anhöhe. Die Dezember-Mittagssonne wärmt. Ein klarer Tag. Am Horizont die Skyline von Tel Aviv, Herzlia, Nethania. Dahinter ein Schimmer Mittelmeer. Rundum Zitronen-, Orangen-, Guaven- und Olivenhaine.
Gut, das Felsplateau, auf dem wir uns bewegen, ist von einem großen Steinbruch umgeben. Ja, die Steinbrecher haben sorgsam unser Felsplateau ausgespart, als sie hier in den vergangen zwölf Jahren den weiß-gelben Stein abgebaut haben, um damit Häuser in Jerusalem und andernorts zu verkleiden. Und während das Steinebrechen fast zum Erliegen gekommen ist, haben vor wenigen Tagen ein Steinzertrümmerer und ein Bulldozer begonnen, den felsigen Grund jenseits des Steinbruchs einzuebnen, Wege zu bahnen.
Und mittendrin liegt der Tawfiks Olivenhain, den wir schon fast erreicht haben. Seit mehr als hundert Jahren gehört dieses Land seiner Familie, den Salims. Vor rund dreißig Jahren hat er selbst die Olivenbäume gepflanzt. Ein moderner Olivenanbau, bei dem die Bäume nicht so eng beieinander stehen. Jahr für Jahr hat er hier seitdem Oliven geerntet. Und dabei jedem der rund 350 Bäume zwei Liter Olivenöl abgerungen.
In diesem Jahr ist die Ernte fast abgeschlossen. Es ist ein gutes Jahr, was die Oliven angeht. Ein schlechtes, was die Preise angeht. Es gibt gerade noch zwei bis drei Euro pro Liter. Durch die vielen Sperren sind viele Märkte unerreichbar geworden. Die Fellachen sind Probleme gewohnt. Das Leben wird wieder einmal schwieriger, haut sie aber nicht um.
Was Tawfik nun am Donnerstag, 9. Dezember 2004, um kurz nach 14 Uhr sehen muss, geht doch ein Stückchen härter. Dort, wo am Morgen seine Olivenbäume standen, sind Kuhlen. Löcher im steinigen Erdreich. Die Bäume liegen wie Mikado-Stäbchen kreuz und quer durcheinander. Eine Raupe hat kurz zuvor einen Weg geebnet, von dem aus ein großer Bagger immer von Neuem zugreift. Mit Leichtigkeit hebt die Schaufel die meterhohen Bäume wie eine Zimmerpflanze beim Umpflanzen aus dem Erdreich. Lässt sie links und rechts niedergleiten. Der ein oder andere Baum wird dabei ganz zerstört.
Seit sechs Stunden wütet der Bagger auf dem Olivenhain von Tawfik. Ich habe es zufällig von einer entfernten Anhöhe aus gesehen, mehr erahnt. Eigentlich habe ich eine Gruppe Israelis von den „Rabbinern für Menschenrechte“ begleitet. Sie sind aus Jerusalem angereist, um einer palästinensischen Familie bei der Olivenernte zu helfen. Und da ich erst zwei, drei Tage hier bin, will ich mir von der Anhöhe aus ein Bild machen von der Gegend, in der ich ein paar Wochen leben will. Es sind die ersten Berge östlich vom Küstentiefland, das bis zum Zusammenbruch der New Economy als „Silicon Wadi“, als Sammelbecken für zukunftsträchtige Internet- und HiTech-Entwicklungen galt.
Zwischen den felsigen Hügeln liegen die grünen Obstwiesen und die lang gestreckten grauen Plastik-Gewächshäuser, in denen das ganze Jahr über Gurken und Tomaten reifen. Auf der natürlichen Grenze zwischen Tief- und Hochland liegt in dieser Gegend auch ungefähr die sogenannte „Green Line“, die von 1948 bis 1967 Israel von der jordanischen Westbank abgrenzte und die völkerrechtlich immer noch die israelische Auslands-Grenze ist.
Doch eine ganz reale Grenze zieht sich neuerdings über die Hügel. Mit gigantischem Aufwand ist sie serpentinenhaft in die Erhebungen gesprengt: Ein langer Streifen aus Stacheldraht, Asphalt, Zaun, Asphalt und Stacheldraht mäandert durch die Gegend. Von den einen als „Separation Barrier“ bejubelt, von den andern als „Apartheid Wall“ beklagt.
An dieser Stelle hat die Barriere Tawfik so wie fast alle Bauern des 3.500-Einwohner-Orts Jayyous von seinem Ackerboden abgeschnitten. Wer von den Fellachen auf seinem eigenen Grund und Boden arbeiten will, muss dafür durch Tor 25. Viermal am Tag wird es von israelischen Soldaten für etwa eine Stunde geöffnet. Manchmal aber auch nicht. Als es im letzten Sommer 26 Tage hintereinander geschlossen blieb, fanden die Gemüsebauern in ihren Gewächshäusern nur noch Tomatenmatsche vor. Für das Tor brauchen die Bauern zudem einen Passierschein. Den bekommen nur Landeigentümer, und selbst die nur dann, wenn den Israelis danach ist. Schon gar nicht, wenn jemand in Haft saß. Offiziell begründet wird eine Ablehnung nicht.


Tagtäglich bin ich Augenzeuge der schikanösen Behandlung, Erniedrigungen und Demütigungen der Palästinenser an diesem einen Tor: Lacht einer der Jugendlichen, muss er sich in aller Regel umdrehen und warten. Mal werden Kinder und Jugendliche durchgelassen, mal nicht. Mal werden Leute mit Passierschein für Tor 26 durchgelassen, mal nicht. Pure Willkür. Mit Sicherheit für Israel hat das nichts zu tun. Auch wenn ich selbst das Tor passieren will, werde ich jedes Mal anders behandelt. Gelegentlich kommen wir nur mit großer Überredungskunst hinüber. Manchmal brauchen wir nicht mal den Pass zu zeigen.
Als ich jetzt von der Anhöhe den Blick von der Schneise, die der Zaun ins Land gefressen habe, auf die Seite des Ackerlandes blicke, fällt mir sofort auf, dass heute drei statt zwei Baumaschinen rund um den Steinbruch im Einsatz sind. Und die neuste Maschine bewegt sich mitten durch den Olivenhain von Tawfik.
Aus der Ferne kaum zu erkennen: der Bagger bewegt ganze Olivenbäume. Ich warte ab, bis es wieder so weit ist. Tatsächlich, da dreht sich in der Ferne der Baum mit dem Bagger. Ich gehe zurück zur israelisch-palästinensischen Erntegruppe. Ein Israeli und ein schwedischer Fotograf kommen mit. In einer halben Stunde über Stock und Stein sind wir am Ort.
Zwei mit Maschinengewehren bewaffnete Männer bewegen sich zeitgleich auf den Bagger zu. Der erreicht gerade die erste Reihe Bäume flachgemacht, etwa zwanzig Stück. Wir machen Fotos, die Männer in blauer Uniform schreiten nicht ein. Meine beiden Begleiter müssen zurück zur Olivenernte. Der Israeli warnt mich noch, bei einer ähnlichen Aktion sei 2002 im Gaza-Streifen eine internationale Helferin brutal getötet worden. Ein Bulldozer sei gezielt auf sie losgefahren, was später als Unfall getarnt worden sei.
Ich hocke mich hin. Und heule. Ich kenne in diesem Moment weder Tawfik, noch Verträge, Hintergründe, Sinn oder Zweck. Ich bin nur ergriffen von der Brutalität dieses Baggers – diese Übermacht, die Pflanzen aus dem Boden reißt, im Kontrast zu den Bauern, die mit ihren Eselskarren jeden Morgen zu ihren Feldern rumpeln.
Dann werde ich aktiv. Doch jetzt rächt sich manches Detail. Ich habe nicht das richtige Handy. Das Mobiltelefon, das ich von meinem Vorgänger übernehmen sollte, ist abhanden gekommen, vermutlich gestohlen. Ich habe keine Videokamera, weil die einzige Kamera, die dem Programm zur Verfügung stand, defekt ist. Ich konnte mich nicht richtig ausstatten, weil ich direkt nach Ankunft in Jayyous, für zwei Tage nach Nablus geschickt worden bin und noch aus dem Rucksack lebe. Immerhin: Ich habe ein Handy des einzigen palästinensischen Handynetzes, Jawwal. Obwohl der Empfang hier im Grenzgebiet extrem schwach ist, gelingt es mir einerseits die Koordinatorin unseres Programms „Ecumenical Accompaniment Programme in Palestine and Israel“ (EAPPI) in Jerusalem und andererseits jemanden aus Jayyous jenseits des Zauns zu erreichen.
Damit setzt sich der Protest in Bewegung. Doch die nächste Öffnungszeit an Tor 25 ist erst um halb eins. Mir bleibt nichts, als mit meiner kleinen Fotokamera das Zerstörungswerk zu dokumentieren. Kritisch beäugt von den beiden bewaffneten Männer, die sich mir als israelische Siedler aus dem Jordantal zu erkennen geben.
Gegen zwölf taucht ein Laster auf. Fährt zu der erstbesten Gruppe herumliegender Olivenbäume und hievt einen nach dem andern mit den eigenen Bordmitteln, einem kleinen Kran, auf die Ladefläche. Als die fast voll ist und ich an den Wagen herantrete um nachzuzählen, fragt mich einer der bewaffneten Wachmänner, ob ich ihm nicht helfen könne beim Zusammenschieben. Krass. Ein Anderer fragt mich, ob ich nicht entwurzelte Ölivenbäume kaufen wolle.
Der Laster-Fahrer erzählt mir, dass er die Bäume zum Verkauf in den Großraum Tel Aviv bringen werde. Als der Laster vom Plateau herunterfährt passiert er Tawfiks Bruder Jamil mit Frau, Sohn und Tochter, die gerade eingetroffen sind. Ich gehe zu ihnen. Jamil (65) bringt unter Tränen und Seufzen zunächst nur zwei Worte hervor: „Thirty-five years.“ Sein ganzes Arbeitsleben hat er hier verbracht. Jetzt traut er sich nicht mal auf den Olivenhain: Zu viele Palästinenser sind schon „versehentlich“ von Wachmännern erschossen worden.
Innerhalb von wenigen Minuten versammeln sich immer mehr Beteiligte am Fuße der Anhöhe. Tawfik, bewaffnete und unbewaffnete Siedler. Ein Militärjeep fährt vor. Jamils Frau und seine Kinder holen die letzten Habseligkeiten vom Olivenhain: Eine Leiter, ein Wasserkanister, ein Sack mit Plastikplanen. Die Soldaten versuchen mich fernzuhalten und zwischen den beiden Parteien zu vermitteln. Tawfik hat Dokumente mitgebracht, die Siedler ebenso. Nach ein paar Minuten Wortwechsel entscheiden die Soldaten: Alle Arbeiten müssen sofort gestoppt werden, das Entwurzeln der Bäume genauso wie das Planieren des Erdreichs jenseits des Steinbruchs. In drei Tagen, nach dem Sabbat, soll neu entschieden werden.
Erst jetzt ist der Moment gekommen, in dem Tawfik in militärischer Begleitung das Zerstörungwerk sehen darf. Als wir die Anhöhe erreichen, bricht im selben Augenblick die Verzweifelung aus. Er reißt begleitet von einem bitteren Schrei die Arme nach oben und zeigt verzweifelt auf den aufgewühlten Ackerboden nach unten. Er stürzt sich in die Olivenbaum-Zweige, drückt die Blätter heulend an die Schläfen, rennt von einem Baum zum andern. Ich habe nichts Besseres zu tun, als Foto auf Foto zu schießen.
Dann versucht Tawfik sich mit letzter Kraft auf die israelischen Wachleute zu stürzen. Der Soldat und ich halten ihn zwei, drei Sekunden gegen seine eigene Energie fest. Schon sinkt er in meinen Armen auf den Boden. Wimmert, ist geschüttelt von Tränenkrämpfen. Wird plötzlich völlig star, wirkt bewusstlos. Der Soldat schreit mir zu: „Water.“ Ich reiße eine Flasche aus meinem Rucksack, versuche Tawfik etwas einzuflößen. Dann sinkt er ganz in sich zusammen.
Jetzt sorgt der Soldat dafür, dass der Bagger das Areal verlässt. Gemeinsam heben wir Tawfik hoch und schleppen ihn zum Militärjeep. Als ich zurück will, um die entwurzelten Bäume zu zählen, verbieten die Soldaten auch mir, den Olivenhain noch einmal zu betreten. Ich warte, bis sie weg sind und gehe noch einmal hoch, um den Status Quo zu fotografieren und jeden einzelnen der herumliegenden Bäume zu zählen. 107 sind es. Plus die zehn abtransportierten. Macht 117. Von schätzungsweise 350. Ein Drittel des Ölgartens ist zerstört.
Auf dem Weg zurück zum Tor im Zaun sehe ich, dass Bulldozer und Steinzertrümmerer immer noch weiterarbeiten. Entgegen der Anweisung der Soldaten. Sie bereiten das Straßennetz für eine neue illegale jüdische Westbank-Siedlung mit schönen Häuschen vor, die rund um den Steinbruch entstehen soll. Illegal, weil Ansiedlungen der eigenen Bevölkerung in besetzten Gebieten, und nichts anderes ist die Westbank, laut Völkerrecht verboten sind. Außerdem haben sich die Israelis in der sogenannten Road Map, dem zuletzt beschlossenen Plan zu einer endgültigen Lösung des Nahost-Konflikts, verpflichtet, jeden Weiter- oder Ausbau der Siedlungen zu unterlassen. Stattdessen wird hier die bestehende Siedlung Zufim um ein Vielfaches ihres bisherigen Ausmaßes erweitert.
Als ich beim Tor am Zaun ankomme hockt dort Tawfiks Bruder mit seiner Familie und Eselskarren. Der Familienvater liegt reglos am Boden. Den Anblick des zerstörten Olivenhains hat er sich erspart. Ein Militärjeep fährt vorüber. Ich halte ihn an und bitte die Soldaten angesichts dieses Tages für die Familie, die nicht mehr an den eigenen Olivenbäumen arbeiten darf, das Tor außerhalb der Öffnungszeiten zu öffnen. Die Soldaten argumentieren, dass der Strom, unter den der Zaun gesetzt ist, nur zentral ab- und angeschaltet werde. Immerhin versuchen sie es, bekommen aber von zentraler Stelle eine Ablehnung. Zum Abschied sagt der Soldat, die Familie solle doch froh sein, immerhin sei niemand heute getötet worden.
Als ich schließlich in unserm kleinen Flachbau-Haus in Jayyous ankomme, gelingt es mir in einem günstigen Augenblick, als sowohl Strom- als auch Internet-Leitung nicht gestört sind, Fotos und Informationen der israelischen Zeitung Haaretz zu übermitteln. Am nächsten Tag erscheint ein Artikel mit meinem Foto: Der verzweifelte Tawfik neben dem israelischen Soldaten. Schon am frühen Morgen ist das erste Fernseh-Team im Ort, um Tawfik zu seinem Schicksal zu befragen.
Ich stelle die bewegendsten Fotos auf meine Homepage. Über Email-Zirkel verbreitet sich die Nachricht von Tawfiks Schicksal. Nachdem eine amerikanische Seite den Link zu meiner Seite unter den Titel: „Israelis entwurzeln, stehlen und verkaufen Olivenbäume“ gestellt hat, wird meine Seite tausend Mal pro Tag angeclickt. Eine Initiatorin aus Rhode Island startet eine Kampagne, bei der Freiwillige das State Department und White House in Washington anrufen, um auf diesen Bruch internationaler Abmachungen der Israelis hinzuweisen. Schwedische, britische Diplomaten kommen nach Jayyous, die deutsche Vertretung in Ramallah ruft mich an. Vor Ort kämpft Tawfik gemeinsam mit dem Vertreter des palästinensischen Land Defence Committee, Sherif Omar, um sein Recht. Eine komplizierte Auseinandersetzung zwischen den sich widersprechenden Karten israelischer und palästinensischer Stellen, unklaren Verkaufsvorgängen, hat begonnen. Der deutsche Diplomat meint, so etwas sei sehr häufig auf der Westbank zu beobachten und am Ende hätten in der Regel die Palästinenser ihr Land verloren. Für sie ist es ein verzweifelter Kampf, in den ihnen die hiesige Rechtsordnung in einer Mischung aus osmanischem, britischem ,jordanischem und israelischem Recht, unübersichtlichen Zuständigkeiten, Verzerrungen im Zweifelsfall zum Nachteil gereicht. Das Dorf Jayyous hat 1948 den Teil des Landes verloren, der bei Ende des Krieges, den die Israelis als Unabhängigkeitskrieg, die Palästinenser als Katastrophe bezeichnen, zu Israel gehörte. Seit Besatzungsbeginn 1967 wurde für die jüdische Siedlung Zufim ein großer Teil des Landes konfisziert. Der Steinbruch wurde 1992 eröffnet. Durch den Zaunbau 2002/2003 ging wiederum Land verloren. Einige Bauern kommen nicht mehr auf ihr eigenes Gelände. Der als „Ausbau“ bezeichnete Neubau einer weiteren jüdischen Siedlung führt nicht nur zu Feldverlusten der Bauern von Jayyous sondern bedroht den Zugang zu den eigenen Feldern. In Zukunft können die Bauern voraussichtlich nur noch durch einen zehn Kilometer weiten Umweg an einem andern Tor im Zaun zu ihren Feldern gelangen. Für die meisten bedeutet das täglich weitere zehn Kilometer Fußweg. Die israelische Strategie ist offensichtlich: Der „Sicherheits-Zaun“ dient der Erweiterung des israelischen Territoriums auf Kosten der Palästinenser. Das Leben wird den Menschen von Jayyous immer schwerer gemacht, um sie zur Auswanderung zu bewegen.
Tag für Tag habe ich Tawfik begleitet. Ein Landvermesser kam, um Grund und Boden noch einmal zu erfassen. Der palästinensische Gouverneur versprach erst die Bezahlung des Landvermessers, wollte dann doch nicht zahlen. Bei der Siedlung Qedumim hat Tawfik drei Stunden gebraucht, um bei der israelischen Polizei eine Anzeige gegen die Zerstörer seines Olivengartens aufzugeben. Meist sitzt er einfach mit hängendem Kopf in sich gekehrt auf einem Stuhl. Er kämpft. Und er weiß, dass dieser Kampf kaum zu gewinnen ist.


Mehr Fotos von diesem Tag in der
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Donnerstag, 9. Dez. 2004
117 Olivenbäume ausgerissen



Überblick der Chronik
Olivenhain-Zerstörung in Jayyous


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Bitte beachten: Ich war von Dez. 2004 bis Feb. 2005 tätig im Auftrag des Evangelischen Missionswerks in Südwestdeutschland (EMS) als ein Ökumenischer Friedensdienstler für das Programm Ecumenical Accompaniment Programme in Palestine and Israel (EAPPI) des Weltkirchenrates (ÖRK). Diese Seite gibt nur meine persönlichen Ansichten wieder, die nicht unbedingt die des EMS und/oder des ÖRK sind. Wer diese Informationen verbreiten will unter Berücksichtigung des offiziellen Standpunkts der Organisationen, kann diese in Erfahrung bringen beim EMS-Koordinator, Pfr. Andreas Maurer (maurer@ems-online.org), oder beim EAPPI Communications Officer in englischer Sprache (eappi-co@jrol.com). Danke.