Tour 65: Kirgisien - Almaty (951 km) 2013
Kirgisien 2013
Chris Tour 68: Strasbourg - Vicenza (1275 km) 2014
Alpen 2014
on the Tour 75: Iran - Persischer Golf (2690 km) 2015
Iran 2015
Bike Tour 82: Karibik: Barbados - Haiti (902 km) 2016
Karibik 2016

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VG WORTTour 84: Bodensee-Umrundung (280 km)


Anna & Chris on the Bike
Es gab auch Sonne...

Bike-Blog & Routen-Karte & Etappen-Übersicht
Bodensee-Umrundung (14.-17.4.2017)
Neues Kapitel in Annas Kampf mit dem Wettertrauma

Anna will es trotz allem wieder wissen. Unsere bisherigen gemeinsamen Etappen rund um Ostern 2013, 2014, 2016 endeten meist in Regen und Kälte - wenn es gut lief. Harte Kartage. Trotzdem will Anna das diesmal noch toppen: es soll zum ersten Mal über einzelne Etappen hinaus eine gemeinsame Tour werden. Sie will mit mir den Bodensee in drei Tagen umrunden. Auf dem Rad. Das bedeutet von Schaffhausen aus: drei mal 90 Kilometer. Kann das gut gehen?

oris Fahrradhalter-Dachtransportsystem auf grünem Mercedes mit zwei Rädern Räderschatten
Gründonnerstag, 13. April 2017: Autofahrt Mainz - Schaffhausen

Premiere: Wir und unsere Räder fahren mit dem Auto. Beni hat uns einen Original-Fahrrad-Dachgepäckträger geschenkt. Passt wunderbar. Und ist (nach einer Probe-Installation vor ein paar Wochen) schnell installiert. Die Fahrräder kann ich alleine darauf wuchten. Allein der Anblick vermittelt ein gewisses Flattern.
Wie oft schon habe ich ängstlich zu einem Wagen vor mir mit Rädern auf dem Dach geschaut? Genau das wandelt sich heute zum Plus: alle um mich herum achten auf meine Räder. Wenn was nicht in Ordnung ist, werden sie sich schon bemerkbar machen. Denke ich.
Genauer gesagt fahre ich heute allein mit beiden Rädern auf dem Dach. Anna kommt von Bern mit Zug und Rad, Miri treffe ich später in Denkendorf, um von dort zur gemeinsamen Tour an die Loire aufzubrechen.
Die vorösterlichen Staus halten sich in Grenzen. Zwei Mal kontrolliere ich die Dach-Rad-Konstruktion. Beim zweiten Mal muss ich einen Griff etwas nachziehen. Wenn man es einmal selbst installiert hat, fühlt es sich recht sicher an. Und im flacher werdenen Sonnenschein sehe ich die Räderschatten bald häufiger um mich herum (Fotos unten). Meine größere Angst: denke ich bei jeder Unterführung an die Höhe? Doch die Autobahn führt - vorbei am neuen Aufzug-Turm von Rottweil (Foto unten) - bis zur schweizer Grenze. Da werde ich - auffällig wie ich bin - rausgewunken. Und kontrolliert. So kann ich auch meine Frage loswerden: komme ich die zehn Kilometer bis Schaffhausen ohne Vignette? Ja, ich darf nur nicht durch den Tunnel fahren. Geht's halt über eine einsame Landstraße.
Das krampfhafte Denken an die hochgestellten Räder im Stadtverkehr ist mühsam. Und lässt schnell die Erkenntnis reifen: so viel Aufmerksamkeit lässt sich kaum durchhalten. Man vergisst einfach irgendwann die Räder. Trotz pinkem Zettel auf dem Armaturenbrett.


Spiegelung: oris Fahrradhalter-Dachtransportsystem auf grünem Mercedes mit zwei Rädern
Spiegelung: oris Fahrradhalter-Dachtransportsystem

Schattenspiele auf der Autobahn: zwei Fahrräder auf Dachgepäckträger
Schattenspiele auf der Autobahn

Blick von der Autobahn: der Aufzug-Turm von Rottweil
Der Aufzug-Turm von Rottweil

Rückspiegel und Schatten: Dachgepäckträger mir Fahrrädern auf der Autobahn
Rückspiegel und Schatten


Zweifach geflickter Fahrrad-Schlauch An der Jugendherberge Schaffhausen zeigt sich: das Hinterrad an meinem Rad ist noch prallvoll. Gestern habe ich einen großen Riss direkt am Ventil geflickt. Heute Mittag war der Reifen halb leer. Das kann nur ein ganz kleines Loch sein. Daraufhin wechsle ich jetzt am Abend im Licht meiner Stirnlampe den Schlauch aus. Später zeigt sich im Waschbecken, dessen Ausfluss ich mit einer Plastiktüte blockiert habe: der Flicken von gestern lässt an einer Stelle minimal Luft raus. Schwach. Versuche ich es mit einem zweiten Flicken (Foto rechts).


Gethsemane-Darstellung in Radolfzell
Gründonnerstag-Thema am Karfreitag:
Gethsemane-Darstellung in Radolfzell


Pause in Radolfzell: Anna on the Bank Körperliche Qualen und Freuden
Karfreitag, 14. April 2017: Schaffhausen - Grenze Schweiz/Deutschland/Schweiz/Deutschland/Schweiz - Stein am Rhein - Grenze Schweiz/Deutschland - Radolfzell - Überlingen - Meersburg - Hagnau am Bodensee (91 km)

Nico bringt Anna samt Fahrrad zum Bahnhof von Schaffhausen. Mit 20 und 30 Kilometern hat sie gestern und vorgestern zwischen Schaffhausen, Kaiserstuhl (AG) und Baden (CH) ein kleines Aufbautraining absolviert. Das reichte schon, um ausreichend körperliche Qualen hervorzurufen. Nico rät uns noch, die Tour zu genießen...
Danach sieht es angesichts von kühlen zehn Grad und kompletter Wolkendecke nicht unbedingt aus. Ostern liegt spät in diesem Jahr, aber vielleicht nicht spät genug. Die Strecke am Rhein entlang zur Mündung des Bodensees bei Stein am Rhein kenne ich von der Fahrt mit Miri vor drei Jahren. Auch den ständigen Wechsel zwischen Schweiz und Deutschland, den man kaum bemerkt. Schon hier sind am frühen Morgen recht viele Radler unterwegs. Viele Gruppen. So wird es den ganzen Tag bleiben.
Es wird auch etwas wärmer. Im Grunde kein schlechtes Radl-Wetter. Aber als wir nach gut vierzig Kilometer in Radolfzell die erste Pause einlegen, sind wir beide platt. Und der große Anstieg steht uns gerade jetzt bevor.


Anna & Chris: Eis bei den ersten Sonnenstrahlen in Überlingen
Eis bei den ersten Sonnenstrahlen in Überlingen


Kind mit Skulptur am Hafenplatz von Überlingen Wir haben nicht die Zeit oder die Kraft, den ganzen Bogen um den Untersee über Konstanz zu fahren. Wollen stattdessen den offiziellen Euro- und Deutschland-Routen mit ihrem Shorcut über den Berg nach Bodman folgen. Das Höhenprofil sieht ganz beeindruckend aus. Doch nach rund 60, 70 Höhenmetern haben wir überraschend schon den höchsten Punkt erreicht. Folgt man dem Uferweg, muss man offenbar an dieser Stelle deutlich höher hinauf, denn einen direkten Weg am See entlang gibt es hier, topographisch bedingt, nicht.
Der Rückenwind aus Westen tut sein übriges. Erst recht, als wir ab Ludwigshafen wieder direkt am Ufer entlang fahren. Jetzt kommen auch so gut wie gar keine Höhenmeter mehr. Und mehr Spaziergänger. Vor allem in Überlingen (Foto rechts). Wo wir am Ufer umgeben von Hunderten auf einer Bank Platz nehmen. Wie schon bei der ersten Pause in Radolfzell (Foto links) liegt Anna auch hier mehr, als dass sie sitzt. Ihr Sitzfleisch ist vom Sattel (und seiner Erdbeerhülle...) etwas angegriffen. Doch inzwischen kommt die Sonne immer öfter zwischen den Wolken hervor. Wärmt auch. So gönnen wir uns sogar ein heute Morgen noch völlig undenkbares Eis (Foto oben). Und radeln beschwingt weiter. Bei strahlendem Sonnenschein unterhalb von Kloster Birnau bei Schloss Maurach (Foto unten).
In Meersburg muss man angesichts des Ostertourismus sogar durch die Massen schieben. Ein Quartier hab ich hier vorab nicht mehr buchen können. Aber in Hagnau. Das vier Kilometer entfernt ist. Und wo wir am Abend noch direkt am See sitzend Bodensee-Felchen verspeisen können.


Kloster Birnau bei Maurach
Kloster Birnau bei Maurach


Anna on the Bike bei Lindau Die Wucht des Westwinds
Karsamstag, 15. April 2017: Hagnau am Bodensee - Friedrichshafen - Lindau - Grenze Deutschland/Österreich - Bregenz - Grenze Österreich/Schweiz - Rorschach (84 km)

Die Rahmenbedingungen scheinen gut: die Etappe heute ist nicht ganz so weit wie gestern und sehr viel flacher: wir fahren immer am See entlang. Das Wetter allerdings wird schlechter. Im Laufe des Tages sollen immer mehr Schauer kommen und wenn wir am Nachmittag das Ost-Ende des Sees erreicht haben, müssen wir gegen den Wind treten. Wir erwarten also typisches Anna-Wetter...
Jedenfalls ist es wieder bedeckt am Morgen. Die körperlichen Spuren der gestrigen Etappe halten sich in Grenzen. Meine Radlerhose, die ich lange im Schrank liegen hatte und nun endlich mal nutze, hat sich ganz gut bewährt. Es geht locker leicht voran. Mal direkt am Seeufer, mal am Rand der Straße. Die Beschilderung ist so perfekt, dass man keine Karte bräuchte. Den einzig möglichen Shortcut am Ortsausgang von Langenargen verpasse ich trotz des bikeline-Bodensee-Führers: Den Argenweg mit seinem Zugang zur Fußgängerbrücke über die Argen entdecke ich trotz größter Aufmerksamkeit nicht. Macht zwei zusätzliche Kilometer. Allerdings mit Blick auf die erste Kabel-Hängebrücke Deutschlands, dem Vorbild der vierzig Mal so langen Golden Gate Bridge.
Jetzt fühlt man sich auch so richtig am Bodensee. Das Alpenpanorama grüßt von der Südseite. Und schon rollen wir über den Bahndamm auf die Insel Lindau. Pause mit Blick auf Mangturm, Hafenlöwen und Hotel-Ensemble. Erstaunlicher Weise haben wir schon um zwölf Uhr die Hälfte der Tagesetappe hinter uns. Allerdings die wesentlich leichtere Hälfte.


Bregenzer Seebühne im April 2017
Bregenzer Seebühne


Anna crossing Bregenzer Ach on the Bike Nah an den Eisenbahngleisen entlang geht es nun über die deutsch-österreichische Grenze. Vor 15 Jahren habe ich hier mein (damaliges) Rad nach einem Schaltzug-Riss schieben müssen: die Kette saß zwischen Ritzel und Speichen fest. Mit viel Glück hab ich seinerzeit ebenfalls am Samstagmittag noch einen Schaltzug in einem Kaufhaus in Bregenz kaufen - und selbst installieren - können. Diesmal konzentrieren wir uns in der Stadt auf die Seebühne, wo heuer Carmen angekündigt wird. Von Weitem eher hässlich, bietet sie von Nahem auch ästhetische Perspektiven (Foto rechts).
Mit der Überquerung der Bregenzer Ach geraten wir ins Rheindelta. Klingt verheißungsvoller als es ist. Der hier schon einigermaßen beachtliche Fluss fließt primär als fetter Kanal in den See. Übrigens nur als einer von mehr als 200 Zuflüssen des Bodensees, wie der bikeline-Führer berichtet. Mäandern tut nun vor allem der offizielle Radweg. Er stößt immer wieder zum Ufer vor, um kurz danach in weitem Bogen ins Landesinnere zu führen. Vorteil: der Westwind, der jetzt zu unserem Gegenwind geworden ist, trifft uns nicht permanent mit voller Wucht von vorn.
Gleichwohl: schön ist das nicht. Vor allem, wenn dann auch noch einzelne Regentropfen das Radlerherz beträufeln. Ach ja: etwas erschöpft sind wir auch. Der Gegenwind verstärkt solche Gefühle. Und als wir trotz allem schon um 15.30 Uhr die Herberge am See erreicht haben, müssen wir zur Kenntnis nehmen, dass die Rezeption erst in einer Stunde öffnet. Kämpfen wir uns noch ein paar Meter weiter bis zur Buddha-Shisha-Lounge, um wingeschützt im Warmen zu sitzen. Bevor sich unser Herbergszimmer mit Blick auf (leeres) Strandbad-Schwimmbecken und See öffnet (Foto unten).
Der Abend führt uns noch in die Pizzeria Roma mit grandiosem Blick auf den See und spannenden Gesprächen.


Blick aus der Herberge am See auf das Strandbad von Rorschach
Blick aus unserem Herbergszimmer auf das Strandbad von Rorschach

Kunst am Würth-Group-Gebäude in Rorschach
Anna und das Ungeheuer am Abend

Regentropfen trüben Blick aus der Herberge auf das Strandbad von Rorschach
Getrübter Blick auf das Strandbad am Ostermorgen


Ortsschild von Konstanz von der schweizer Seite aus gesehen Weine nicht, wenn der Regen fällt...
Ostersonntag, 16. April 2017: Rorschach - Konstanz (D) - Stein am Rhein - Schaffhausen (88 km)

Im Bett lesend höre ich um viertel nach sechs die Glocken. Stimmt. Ich könnte zum Ostergottesdienst gehen. Schnell sitze ich auf dem Rad. Irre ein bisschen durch die Stadt. Und werde fündig in der Evangelischen Kirche von Rorschach. Das Osterfeuer glüht nur noch schwach vor der Tür. Innen brennen die Kerzen. Bei der einzigen Nachbarin in der letzten Bank kann ich meine nicht entzünden. Die Dame ist eingeschlafen. Wie seinerzeit am Grab.
In der Herberge künden bunte Ostereier vom Festtag. Der Blick auf das leere Becken und See wird getrübt von Regentropfen auf den Scheiben (Foto oben). Laut Regen-Radar steht der Abzug der Niederschläge kurz bevor. Daran aber ändert sich wenig. Kurz vor zehn Uhr schwingen wir uns im Regen auf die Räder. Ich versuche mit Oster-Halleluja die Seelen aufzurichten. Und dem unvermeidlichen: "Weine nicht, wenn der Regen fällt!" Mir zumindest hilft's. Nachdem wir halbwegs nass geworden sind, stellen die Wolken den Regen ein. Vorerst. Mit sieben, acht Grad ist es nicht so wahnsinnig warm. Über zehn wird es heute nichts werden.
Wie so oft beschleunigt das regnerische Wetter unsere Fahrt. Um zwölf Uhr erreichen wir Konstanz. D.h. die schweizer Schwesterstadt Kreuzlingen. Nur für fünf Meter drehe ich an einem unkontrollierten Fußgängerübergang (Foto links) eine Runde durch Deutschland.


Fahrradklingel in Rot mit Erdbeer-Aufkleber
Anna in Black mit Erdbeer-Fahrradklingel


Anna on the Bike-Bodensee-Tour Wir radeln an der schweizer Seite der Grenze entlang. Hinter der Stadt holt uns gelegentlich der Regen wieder ein. Eine nicht geöffnete Badegaststätte bietet geschützte Plätze für unseren Mittagsimbiss. Die Vorräte würden noch ein paar Tage reichen. Der Weg wird dann mal links, mal rechts der Bahntrasse geführt. Mit der ein oder anderen Erhebung. Wir kommen gut voran.
Vor Stein am Rhein stellen uns die Schilder vor die Wahl, rechts- oder linksrheinisch nach Schaffhausen zu fahren. Linksrheinisch soll es einen Kilometer kürzer sein - und führt ausschließlich über schweizer Boden. Nachdem ich schon zwei Mal rechtsrheinisch mit dem steten Wechsel zwischen Schweiz und Deutschland gefahren bin, entscheiden wir uns diesmal für die südliche Variante. Wie schon die Führung des Rhein-Radwegs auf der nördlichen Seite vermuten lässt: der Weg, den wir heute fahren, ist länger, weniger schön und hat vor allem sehr viel mehr Höhenmeter. Vor allem sieht man nur ganz selten, wie der Fluss hinter dem Ende des Bodensees bei Stein am Rhein wieder an Fahrt gewonnen hat. Da wir insgesamt relativ zügig durchgefahren sind, schwächeln wir auch ein bisschen. Zumal die angekündigte Kilometerzahl übertroffen wird.
Dann sind wir wieder in Schaffhausen. Radeln den Berg hinauf (Foto unten) Richtung Jugendherberge. Die große Runde um den Bodensee ist in drei Tagen geschafft. Für die ganz große Begeisterung ist es ein bisschen kalt und feucht. Das kann noch kommen. Eines jedenfalls hat Bestand: Annas Wettertrauma.


Der letzte Anstieg: Schaffhausen Altstadt
Der letzte Anstieg: Schaffhausen Altstadt


Kreuz mit Korpus in Gold am Wegesrand in Altenburg am Rheinfall Reinfälle?
Ostermontag, 17. April 2017: Schaffhausen - Jestetten (D) - Rheinfall - Schaffhausen (17 km)

Schaffhausen und der Rheinfall sind irgendwie ein Begriff. Auch er eigentlich "Neuhausen am Rheinfall" seinen Namen gibt. Ich will jedenfalls heute Morgen vor dem Frühstück noch die Tour komplett machen und starte um sieben Uhr von der Höhe der Jugendherberge. Zum Glück gibt es dort einen Radweg-Hinweis Richtung Neuhausen. So bleibe ich zunächst auf der Höhe. Bald auch auf Waldwegen. Bis Jestetten. Da bin ich schon in Deutschland.
Nach fünf Kilometern deutscher Radweg-Beschilderung enter ich kurz hinter Altenburg - mit einem auffälligen Wegkreuz (Foto links) - wieder die Schweiz. Mehrere Abfahrten führen bis hinunter zum Rheinfall. Der ist um diese Uhrzeit noch menschenleer. Allerdings auch kalt. Es ist noch kälter als gestern: sechs bis sieben Grad. Kaum bin ich wieder auf den Höhen über dem Fall erblicke ich wiederum einen Fahrrad-Wegweiser Richtung Jugendherberge. So sitze ich kurz nach acht am Frühstückstisch. Man könnte jetzt schreiben: "Bodensee-Umrudung ohne Rheinfall wäre ein Reinfall." Aber das wäre ein bisschen sehr platt.


Rheinfall bei Schaffhausen durch Radspeichen gesehen
Rad & Rheinfall


Three bikes in & on a car: Mercedes reloaded Rüdiger, mein Zimmergenosse in der Jugendherberge, will heute mit dem seinem hyperleichten Karbon-Rad zurück nach Reutlingen. Am Nachmittag könnte ihn seine Freundin mit dem Auto abholen. Da Reutlingen aber fast auf meinem Weg nach Denkendorf liegt, biete ich ihm an, ihn und sein Rad mitzunehmen. Sofern letzteres noch ins Auto passt. Nachdem er das Hinterrad ausgebaut und den Lenker leicht gedreht hat (Foto rechts), passt das. Fahren wir also mit drei Räder Richtung Norden. Anfangs ein bisschen im Zickzack, um ohne Schweiz-Vignette die paar Kilometer zur deutschen Grenze zu kommen.
Über die knapp zwei Stunden Fahrzeit erlahmt unser Gespräch nie. Rüdiger ist eher ein Fan "alternativer" Medien. Da erscheint die Welt von dunklen Mächten gesteuert. Die aber so dunkel sind, dass man sie nicht so recht zu fassen bekommt. Vor allem nicht mit Fakten. Assoziationen, Vermutungen und düstere Spekulationen münden in handfeste politische Ansichten. Die sich im Zweifel gegen Flüchtlinge, Fremde, andere Länder, den Staat und so gut wie alle Politiker richtet. Da werden Gebühren für Reisepass und Personalausweis zum Indiz für den vermeintlich gierigen Staat. Reichlich Stoff jedenfalls für spannende Diskussionen.
In Denkendorf endet diese Tour, weil dort die nächste Tour beginnt: Mit Miri fahre ich am Nachmittag weiter an die Loire...


Route Bodensee-Umrundung



Blaue Linie = Touren-Route; Buchstaben = Start und Ziel der Etappen

Etappen Bodensee-Umrundung (14.-17.4.2017)

Details mit Geschwindigkeiten, Höhenmetern etc. als Excel-Tabelle

Tag Datum Start Zwischenstationen Ziel km
1. 14.4.2017 Schaffhausen Grenze CH/D/CH/D/CH - Stein am Rhein - Grenze CH/D - Radolfzell - Überlingen - Meersburg Hagnau a. B. 91
2. 15.4.2017 Hagnau a. B. Friedrichshafen - Lindau - Grenze D/A - Bregenz - Grenze A/CH Rorschach 84
3. 16.4.2017 Rorschach Konstanz (D) - Stein am Rhein Schaffhausen 88
4. 17.4.2017 Schaffhausen Jestetten (D) - Rheinfall Schaffhausen 17
Summe 280

Chris on the Bike am Bodensee
Proudly präsentiert vom Selfie-Stick


Anschluss Tour 68: Strasbourg - Vicenza (1275 km) Apr./Mai 2014

Anschluss Tour 58: Alpen - Prag - Berlin (2060 km) Aug./Sept. 2011

Anschluss Tour 19: Ravensburg - Zagreb (943 km) Aug./Sept. 2002


Nächste Tour: Loire (ca. 800 km) April 2017

Vorherige Tour: Mainz - Denkendorf (341 km) Jan. 2017


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Tour 48: Karakorum-Highway (1010 km) 2009
Karakorum 2009
Chris Tour 51: Khartum - Addis Abeba (1760 km) 2010
Äthiopien 2010
on the Tour 58: Alpen - Prag - Berlin (2060 km) 2011
Moldau 2011
Bike Tour 59: Errachidia - Agadir (1005 km) 2012
Marokko 2012
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